
Das Internet, und besonders die Blogosphäre, ist ein Ort der Kommunikation und dazu gehören auch meine verschiedenen Websites und dieser Blog.
Meine LeserInnen sind kritische Menschen und kommen seit Jahren, um Inspiration für eine “bessere Gesellschaft” zu finden.
Seit 2000 verwende ich da einen Begriff, unter dem sich eigentlich niemand so recht etwas vorstellen kann: “Matriarchat”.
Das gefällt mir nicht. Weil es mir wichtig ist, dass die BesucherInnen die Möglichkeit haben, eine Beziehung zu meinen Beiträgen herzustellen. Emotional und rational. Aus dem eigenen Erfahrungsbereich.
Daher werde ich den Fokus dieses Blogs verändern. Wir machen zusammen eine Kehrtwendung und betrachten nicht mehr ein diffuses Modell, wohin wir uns vielleicht wenden könnten, sondern untersuchen die andere Seite: Was wollen wir hinter uns lassen?
Im Grunde ist jedeR mit irgend etwas im näheren oder weiteren Umfeld des eigenen Lebens unzufrieden. Das ist das Salz in der Suppe und erlaubt unseren persönlichen Fortschritt.
Was ist das nun genau, was uns stört? Und warum wollen wir es ändern? Da gucken wir hin! Wer den “Baum der Erkenntnis” von Humberto Maturana gelesen hat, weiß, dass Erkennen schon die halbe Miete ist (wenn nicht sogar die ganze). Und jedeR kann sich nur selbst helfen retten.
Der Kraftpunkt des Menschseins liegt in der Gegenwart.
Deshalb fokussieren wir auf das Hier und Jetzt.
Mit Matriarchaten der Vergangenheit habe ich unser heutiges Leben nie verglichen. Jede Zeit hat ihre eigene Qualität und meine matriarchalen (Internet-)Bekanntschaften haben mir bei Vielem die Augen geöffnet, z.B. erst kürzlich, über die Art des Diskutierens in Internet-Foren.
In Deutschland (und anderen Patriarchaten) haben wir leider keine Tradition, Vielfalt als Bereicherung zu verstehen, aber ein Blick in das ‘Hier und Jetzt’ anderer Kulturen wandelt auch unsere Gegenwart. Deshalb werde ich weiterhin Vergleiche ziehen.
Eine universale Weisheit lautet: Der Weg ist das Ziel und wir wollen uns genau darauf, auf den Weg nämlich, konzentrieren.
Die Frage ‘Wo stehe ich jetzt?’ ist der Ausgangspunkt. Aber: Aus verschiedenen Blickwinkeln sieht dieser Punkt ganz anders aus. Und Außenstehende betrachten und werten ihn nochmal anders.
Vara, von dem Minangkabau*-Klan der Jambak, hat mir kürzlich geschrieben: “Die Minangkabau erkennen die Einflüsse der Außenwelt auf ihre Kultur. Allerdings ist die Methode, mit so vielen Einflüssen umzugehen, erstaunlich. Aus dem Verständnis, dass alles Gutes und Schlechtes enthält, machen sie es sich zur Aufgabe, nur das Gute daraus zu extrahieren.”
Mir scheint das eine nachahmenswerte Idee zu sein! Vara fügt hinzu: “Das verhindert ‘Fanatismus’.” Ich denke, es führt auch zu mehr Wohlbefinden sowohl des Individuums als auch der Gemeinschaft.
* Die Minangkabau (Indonesien) gelten weltweit als die größte, heute noch matriarchal lebende Ethnie.
Die Veränderungen dieses Blogs:
- Neuer Name: Rette sich wer kann!
- Neue Domain: www.rette-sich-wer-kann.com (die alte Adresse wird noch eine Weile funktionieren, der RSS-Feed ebenfalls)
- Verändertes Design
- Gleiche Themen mit neuem Fokus
In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Neues Jahr und Rette sich wer kann!
Beiträge via RSS





3 Kommentare ↓
"Daher werde ich den Fokus dieses Blogs verändern. Wir machen zusammen eine Kehrtwendung und betrachten nicht mehr ein diffuses Modell, wohin wir uns vielleicht wenden könnten, sondern untersuchen die andere Seite: Was wollen wir hinter uns lassen?"
Naja, da bin ich mal gespannt "gg" !!
Eigentlich hat mir an deinem Blog gerade DAS gefallen: nicht alles mögliche kritisieren, sondern Alternativen anschauen, wie es ANDERS geht. Nicht das negative bekämpfen, sondern gemeinsam das gute Leben für alle suchen … ;o))
Hmmmmmm!?
Kann es sein, dass es gar nicht darum geht, wie es ANDERS geht, sondern WO oder WANN es anders geht?
@ Richard: Dazu fällt mir ein, dass sich die Frage nach dem Wo und Wann wahrscheinlich in dem Moment erübrigt, in dem viele Menschen erkennen, dass es ANDERS geht… *g*
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