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Ebook: Am Anfang war die Lust



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Ebook:

Gratis Ebook von
Hannelore Vonier

Wenn Menschen sich berühren und voneinander berührt sind, beginnt die Lebensenergie zwischen ihnen zu fließen und verstärkt sich mehr und mehr, wie ein elektrischer Strom.
Wie die Lebensenergie in einem neuen Körper ihren Anfang nimmt, zeigt das Buch.

Aus dem Inhalt:
Lustgefühle beim Stillen des Babys, weise Einrichtung für Mutter und Kind - Der orale Orgasmus - Unterdrückung von Lustgefühlen durch die Religion - Wir sollten die To-do-Liste von Neugeborenen kennen - Missachtung kindlicher Bedürfnisse im Patriarchat - Stillende Männer

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Alle Männer sind Schweine



Fernsehen ist ein Spiegel der Gesellschaft. Doch manchmal wundere ich mich über die Frauenfiguren in deutschen Fernsehfilmen.
Es gibt immer wieder welche, die das “Maß der Liebe” ihres Freunds/Verlobten testen wollen: Ist er bereit für eine bestimmte Zeit auch ohne Sex mit ihr zusammen zu sein, dann ist das für sie der Beweis, dass er sie liebt!

Liebe und Sex werden da völlig voneinander abgespalten. Einmal ging ein ganzer Film um das Thema: Suche impotenten Mann fürs Leben. (Gibt es auch als Buch. Klappentext: “Sie sucht den Traummann zum Kuscheln und Lieben- der (nicht nur) im Bett seine Hände da lässt, wo sie hingehören.” - … wo sie hingehören??) Ich dachte: du meine Güte, was tun manche Frauen sich an!

Feministinnen haben den Spruch in die Welt gesetzt: Alle Männer sind Schweine. Ist schon mal jemandem aufgefallen, wie nahe der Feminismus damit der patriarchalen Kirchenmoral steht?

“Schmutzige Gedanken”, “unanständige Witze” sind alltägliche Ausdrücke, die sich nicht etwa auf Kriminelles oder Schreckliches beziehen, sondern auf sinnliche Liebe. Die Sprache offenbart so die ideologische Zwangsmoral, die uns aufoktroyiert wird.

“Männer denken nur an das Eine …” ist ein anderes Etikett für die Gesinnung des, wie es scheint, erotischeren Geschlechts. Männer scheinen immer Lust zu haben.

Und Frauen? Bestehen sie nicht aus dem gleichen Grundmaterial?

Wilhelm Reich* und Bronislaw Malinowski* kommen in ihren Forschungsarbeiten jeweils zum gleichen Ergebnis: Bei Stammesgesellschaften gibt es keinen Unterschied in der orgastischen Potenz und Erlebnisfähigkeit bei Männern und Frauen.

Dort ist “die schönste Nebensache der Welt” die schönste Hauptsache! Daher gibt es in matriarchalen Gesellschaften auch die vielen Feste, die grundsätzlich sexuell ausgerichtet sind.

Früher war die Bezeichnung Hexe eine Beschimpfung für eine Frau. Heute nennen sich Frauen selbst so, weil sie zu ihren hexischen Eigenschaften stehen.

Warum bezeichnen sich Männer nicht selbst als genussfreudige Schweine und stehen zu ihrer Liebeslust? Es gibt doch genügend positiv besetzte Schweinevorbilder: von dem Schweinchen namens Babe über Wilbur in Charlotte’s Web bis zum glückbringenden Neujahrsschwein.

Libido ist bioenergetisch das gleiche wie Lebensenergie, besser “Lebendigkeitsenergie”. Sie haben die gleiche Sprachwurzel: Leben - L(i)eben. Je größer die Libido, desto größer die Lebendigkeit. Das ist der Maßstab für Liebe - nicht Enthaltsamkeit.

Mit der Liebe eines Mannes, der in Gegenwart seiner Geliebten fähig ist, seine Lust und sein Begehren zu unterdrücken, kann es nicht weit her sein.

Deshalb erhebe ich jetzt mein Glas und trinke auf alle Männer, die nur an das Eine denken, weil sie uns stets daran erinnern, dass Sex nicht nur wichtig und gesund, sondern auch schön ist!

+++

* siehe
Wilhelm Reich, Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral. Zur Geschichte der sexuellen Ökonomie.
Bronislav Malinowski, Das Geschlechtsleben der Wilden in Nordwest-Melanesien

Das Feigenhand-Kondom



Menschen, die sich mit Symbolik und Kulturgeschichte beschäftigen werden offensichtlich von der Muse heißer geküsst als andere. Der lebende Beweis ist die Designerin Marie Jacob, die sich von dem Artikel über die Herz- und Feigen-Symbolik zu einer ansprechenden Kondom-Verpackung inspirieren ließ.
Marie beschreibt auf ihrer Website, wie sie dazu kam:

Das Wort Fica (ital., Feige) bezeichnet eine Gebärde, wobei man den Daumen zwischen Mittel- und Zeigefinger hindurch steckt. Diese Geste, die mano in fica, “Feigenhand”, ist die symbolische Darstellung der Vereinigung beider Geschlechter.

Die Verbindung von Feige und Herz offenbart sich in einem Brauch, wo der Bursche dem Mädchen als Angebinde und Anfrage zugleich eine Fica schenkt. Schickt ihm das Mädchen die Fica wieder zurück, so sind seine Bewerbungen abgewiesen, schickt es aber als Gegengabe ein silbernes Herz, dann ist er wohl aufgenommen.
Ausgangspunkt für den Entwurf einer Kondomverpackung war dieser Brauch. Übertragen auf die heutige Zeit umschließt die Hand, die Feigenhand, das Kondom…
… öffnet das Mädchen die Fica und sie ist leer, so sind seine Bewerbungen abgewiesen; findet sie aber das Kondom, dann ist er wohl aufgenommen.


Peep Show!



Das neben stehende Foto trägt auf der Originalseite den Titel “Peep Show” - genau wie dieser Blog-Beitrag.

Wie wir sprechen, Namen und Bezeichnungen vergeben, spiegelt unsere Haltung und Einstellung den Dingen gegenüber.

Ein kleines Kind wird hier durch den Titel des Fotos mit bezahlter zur Schau gestellter Sexualität in Verbindung gebracht. Natürlich ist es lustig. Das ist es tatsächlich, aber ist die Bezeichnung harmlos?

Übrigens: Ich nehme an, dass mein Blog durch die Überschrift mehr Aufrufe erhält als gewöhnlich. Sexuelle Themen sind die meist gesuchten im Internet (nicht nur von Männern). Sind die Menschen in unserer Gesellschaft so sexbesessen? Nein, sie suchen nur danach, weil sexuelle Energien nicht selbstverständlich sind. Es besteht ein Defizit, der dem System immanent ist.

Im Matriarchat gehört sinnliche Liebe dazu wie das Atmen. Wer einmal Gelegenheit hatte, Eingeborene zu besuchen, etwa im Regenwaldgebiet, weiß, dass diese Menschen sich häufig und gern berühren. Da werden auch BesucherInnen nicht ausgeschlossen. Solch eine Nähe ist uns fremd, und den libidinösen Austausch nehmen “Zivilisationsmenschen” im allgemeinen nicht wahr.
Wie schade.

Woher kommt der Valentinstag wirklich?




Falls jemand nicht weiß, dass lustvolle antike Feste die Vorläufer unseres heutigen Valentinstag sind, hier der Link: Valentinstag und Luperkalien.

Und vergesst nicht das Peitschen mit der Lebensrute…

Das kürzeste und wunderbarste Märchen der Welt



“Es war einmal ein stattlicher Prinz, der die wunderschöne Prinzessin fragte:

“Willst Du mich heiraten?”

Und sie antwortete:

“…NEIN !!!”

Und der Prinz lebte viele Jahre lang glücklich und ging angeln und jagen und hing jeden Tag mit seinen Freunden herum und trank viel Bier und betrank sich so oft er wollte, spielte Golf, ließ seine Jacke auf der Stuhllehne im Esszimmer hängen und hatte Sex mit Dirnen und Nachbarinnen und Freundinnen und furzte nach Herzenslust und sang und rülpste und kratzte sich ausgiebig am Sack.

ENDE”

Via: www.drekhead.com

Beachte:
1. Dies ist kein Märchen, sondern eine der besten Beschreibungen des Matriarchats, die ich je gelesen habe.

2. Einzige Ungenauigkeit: Im Matriarchat gibt es keine Dirnen, weil Sex/Liebe nicht als käuflich gilt, und weder Männer noch Frauen wegen ihres sinnlichen Verhaltens beschimpft oder ausgestoßen werden, ganz im Gegenteil: Sex steht auf der Prioritätskala ganz oben! Mit Freundinnen, Nachbarinnen - ja klar. Und Heirat gibt es daher auch nicht.