Fragen und Vorschläge

by Hannelore Vonier · 21 comments

Fragen und Vorschläge

Hallo, ihr Lieben … viele von euch senden mir Emails mit Fragen zu Lebenssituationen und Alltagsproblemen, und machen Vorschläge für neue Beiträge.

Obwohl ich mich über das Vertrauen und die inspirierenden Gedanken freue, hänge ich ständig mit diesen Emails hinterher und bin nicht in der Lage Einzelnen zu antworten.

Deshalb bitte ich dich, deine Fragen und Vorschläge im Kommentarbereich mitzuteilen. Ich werde versuchen, sie asap zu beantworten. Neueste sind ganz unten.

Danke für euer Verständnis,
–Hannelore

{ 21 comments… read them below or add one }

1 Alex 13. Feb 2009 um 17:27

Hallo liebe Hannelore,
ich bin froh, daß es dich gibt und kann dich nur bestärken immer so weiterzumachen.
Eine Frage hätte ich?
Was müßte/ könnte getan werden um aus diesem Patriachalen System auszubrechen, geht das überhaupt noch? Müsste mann/frau wieder zum Naturvolk werden? Gäbe es dann überhaupt noch Fortschritt/Luxus usw.???
Was ich in der Ehe fürchterlich finde ist, die tatsache, daß frau als Mutter unter Finanzieller Gewalt steht! Dieses Tabuthema muss unbedingt mehr ans Tageslicht.
Siehe Buch: Katharina Martin “Bis das Geld Euch scheidet”

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2 Hannelore 13. Feb 2009 um 19:43

@Alex Danke für deine Frage. Ich habe sie beherzigt und eine Gemeinschaft vorgestellt, die “anders” lebt: Anders leben: Ökodorf Sieben Linden

Es gibt eine Menge Initiativen, die die herkömmliche Lebensweise hinter sich lassen, leider sind die viel zu wenig bekannt, weil die Mitglieder keine Zeit für viel Öffentlichkeitsarbeit haben.

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3 Alex 14. Feb 2009 um 04:14

Hallo nochmal,
was mich auch noch interessiert:
Mit was finanzierst Du eigentlich dein Leben und deine Arbeit?
Bist du wohlhabend? Finanziell gesehen meine ich. Kommst du mit deinem Engagement gerade so über die runden? Wie lebst Du? Versuchst du so matriarchistisch wie möglich zu leben?
Hast du eigentlich Kinder?
Entschuldige die vielen sehr persönlichen Fragen… ich finde deine Arbeit toll und bin deshalb sehr neugirig von dir zu hören…
Alles Liebe,
Alex

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4 Hannelore 20. Feb 2009 um 11:51

@Alex
Finanzen: Ich bin 57 Jahre alt und lebe mit meinem Mann Michael (67) seit 8 Jahren in Florida im Ruhestand.
Bis dahin waren Michael und ich immer berufstätig, und zwar zu 98% selbstständig. Da konnten wir sparen. Auch Renten-, Arbeitslosen-, Kirchen-, Kranken-, oder Lebensversicherungen. Die hatten wir alle nicht (rechne mal zusammen über die Jahre!), sondern haben das Geld aufgehoben für Situationen, wo wir es brauchen. Wir bekommen nichts vom Staat oder von Versicherungsgesellschaften, brauchen es auch nicht.

Wir leben “ärmlich” und “luxuriös” zugleich, je nachdem, wie man es betrachtet.

Luxuriös: in einem parkähnlichen Freizeitresort mit allen Clubeinrichtungen (vergleichbar dem Club Mediterranée); ich spiele täglich Tennis, d.h. teure T.Schuhe alle 6 Wochen; subtropisches Klima, Palmen, warm/sonnig; große Grundstücke; sehr naturnah, lebendig, viele Tiere kommen ans Haus (Eichhörnchen, Fuchs, Gürteltier, Falken, Uhu, Schlangen, Frösche); Haus und Gartenatelier mit Seeblick, vier Terrassen, Whirlpool, Klimaanlage, 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, 2 Wohnzimmer, alles hell und offen, Schuppen, Werkstatt, Wäscheraum.

Ärmlich: Das Haus ist ein 25 Jahre altes Mobilhome, die Wände sind nicht ganz gerade, die Küche und alle Leitungssysteme sind ebenso alt. Mit Charme, aber etwas schäbig. Wir tragen fast nie Kleidung (ich besorge mir ab und zu per Ebay für kühle Wintertage einen Pulli und eine Hose aus Kashmir); Unterwäsche, Schmuck, Uhr? Was ist das? Die Haare schneide ich uns selbst; 9 Jahre altes Auto (Van), sieht aus wie neu, wird nur 1x/Woche zum Einkaufen in der Nähe gefahren. Kein Konsum (außer 4 PCs mit großen bzw. 2 Monitoren u. Wein für Michael); keine Reisen mehr; keine Restaurants mehr; keine regelmäßigen Mahlzeiten, Essen nach Bedarf – wenig (wir sind schlank); keine Arztbesuche (wir halten uns gesund).

Wir sind nicht arm, aber Harz IV wäre für uns kein Problem.

Michael hat 2 Kinder aus erster Ehe, die haben bei uns gelebt, ich habe keine eigenen Kinder.

Als matriarchal könnte man das sinnliche Element (nackt, viel Hautkontakt, naturnah), den Nicht-Konsum, die Unabhängigkeit vom System, auch von Familie/Verwandtschaft (nicht von der gewählten Gemeinschaft) und die relative Zeitlosigkeit bezeichnen.

Unser einfacher Lebensstil hat sich hier so entwickelt – in München haben wir völlig anders gelebt: Intellektuelle Vorstadt-Münchner, Frequent-Flyers, mit Designerklamotten, mehreren Autos und Antiquitäten.

Übrigens: ich habe kein Problem persönliche Fragen zu beantworten, mein Leben ist sowieso offen – wir schließen unsere Türen und die vom Auto nie ab. Niemand macht das hier. Wir fühlen uns sicher, vielleicht der größte Luxus, den wir haben.

Ach ja, das einzige Verbot in unserer Community: man darf keine Zäune aufstellen, die Grundstücke gehen ineinander über. Der zweitgrößte Luxus.

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5 Mari 5. Mrz 2009 um 07:18

@Hannelore: Danke für den Einblick in deine Lebensführung, die mir sehr gut gefällt. Frage: Könntest du dir vorstellen, auch ohne deinen Mann (als Single) auf die von dir beschriebene Art und Weise in Florida zu leben?

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6 Hannelore 29. Mrz 2009 um 14:49

@Mari, das ist eine hypothetische Frage und für mich nicht zu beantworten, weil ich die Gefühle einer Situation, in der ich nicht bin, nicht kennen kann.

Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, ohne meinen Mann zu leben. Und weder er noch ich wären ohne den/die andereN hier. Wir sind zusammen in unser jetziges Leben hinein gewachsen.

Aber da mir die Lebensweise entspricht, würde sie mir wohl auch entsprechen, wenn ich Single wäre.

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7 Mari 30. Mrz 2009 um 01:13

@Hannelore Danke für deine Antwort. Sie bestätigt die Macht deiner/eurer Gedanken. Wir sind, was wir denken!

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8 Monika 29. Mrz 2009 um 14:55

Wunderbare Antworten! Wir leben ein klein wenig auch so, aber eben nur ein wenig mit serselben Idee (z.B. keine Zäune, nichts abgeschlossen, Vertrauen….)
Viel Spass weiter und gute Gesu ndheit wünscht Euch Monika

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9 Toni 29. Mrz 2009 um 15:10

Hallo Hannelore

Ich habe schon einiges über das Matriarchat gelesen. Ich persönlich finde es sehr interessant. Ich selbst kann es mir manchmal nicht glauben das es in der Vergangenheit ein Matriarchat gegeben hat. Mich würde interssieren ob du selber mal in einer matriarchalischer Gesellschaft gelebt hast?

Wissenschaftler bestätigen das Kreta keine matriachalische Kultur war stimmt das?

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10 Hannelore 30. Mrz 2009 um 09:52

@Toni Ob es in der Vergangenheit ein Matriarchat gegeben hat, weiß ich nicht, ich beschäftige mich ausschließlich mit gegenwärtigen matriarchalen Gemeinschaften.

Leider habe ich in keinem gelebt. Es gibt hier in den USA matriarchale Indianerstämme, aber mein Lebensweg geht in eine andere Richtung.

Allerdings habe ich Kontakte mit Menschen weltweit, die in einem matriarchale Stamm bzw. Clan geboren wurden. Daher habe ich auch so viele Informationen; ich brauche nur zu fragen, wenn ich was wissen will.

Es sind Leute wie du und ich, aber mit einer anderen Geisteshaltung. Äußerlich (außer, dass du sie als Ausländer identifizieren kann) ist das nicht erkennbar.

Bei Matriarchat geht es nicht um bestimmte Menschen, sondern um eine Sozialstruktur, einem Netzwerk von soziokulturellen Elementen, an dem die Mitglieder einer Gemeinschaft teilnehmen.

Siehe dazu Vergleichs-Tabelle: Matriarchat, Patriarchat, Web2.0

Deine Gefühls-Denk-Handlungs-Weise wird als matriarchal oder patriarchal bezeichnet, nicht du selbst.

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11 Mario Grunert 30. Mrz 2009 um 04:25

Ich bin über x Ecken mal auf diese Seite gestossen, und habe mir das eBook bestellt und gelesen. Dein Artikel über den Amokläufer war der Beste den ich je über das Thema gelesen habe.

Ich interessiere mich sehr für das Matriachat, bin links, humanistisch, utilitaristisch, spezifistisch. Beruflich ein Techhead, also kein echter Verlierer und kein echter Gewinner des Systems.

Ich finde nur die Grundlage der Entstehung des Patriachats etwas einseitig dargelegt. Es wird der Anschein geweckt das das Matriachat die natürliche Urlebensweise der Menscheit ist und das Patriachat ausschliesslich schlecht sei. Dabei benötigt es einen kleinen Blick über den Spezienzaun um zu sehen das es KEINE ZIVILISATIONSERFINDUNG ist. Der Mensch ist irgendwo zwischen Gorilla und Bonobo einzuordnen. Menge des männlichen Spermas und Form des Penis sprechen für den eher matriachalen Bonobo, unsere Zivilisation für den Gorilla.

Was mich am Ebook etwas stört sind Aussagen über “patriachale Wissenschaftler”, es disqualifiziert jede Aussage einem Wissenschaftler zu etwas abzustempeln.

Diese Denkweise führt dazu das unausgegorene Grundlagen manifestiert werden und Personen mit ihren eitlen Schwächen auf politischen Weg ihre Weltsicht verteidigen, sie hat HIV über die Menschheit gebracht und hält Kontinente mit neoliberalen Irrsinn in der Armut.

In meinen Augen war Herr Reich kein Wissenschaftler, er versuchte fast im religiösen Eifer eine simple Erklärung mit einer anderen abzulösen. Er war damit genauso dem “Patriarchalen Eifer” erlegen wie andere vor ihm oder nach ihm.

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12 Hannelore 30. Mrz 2009 um 10:21

@mario Einiges wird dir wahrscheinlich durch meine Antwort auf @Toni klar.

Zu: “Ich finde nur die Grundlage der Entstehung des Patriachats etwas einseitig dargelegt. Es wird der Anschein geweckt das das Matriachat die natürliche Urlebensweise der Menscheit ist und das Patriachat ausschliesslich schlecht sei.”

Tja, ohne Textstellen weiß ich nicht, auf was du dich beziehst oder meinst. Jeder, der sich mit dem Thema nicht näher beschäftigt hat, hätte das schreiben können… Was soll ich damit anfangen? Oder die anderen LeserInnen?

Zu Wilhelm Reich: Er war ein fleißiger Mensch, ja, fast pedantisch genau in seiner Wissenschaftlichkeit und sehr ernsthaft. Ich habe seine Bücher (plus Sekundärliteratur) zur Selbst-Therapie verwendet. Durch seine vielen, vielen Patientenbeschreibungen und die dazugehörigen Heilungsmethoden und Erklärungen der Ursachen, konnte ich eigene Neurosen und Verhaltensmuster erkennen und teilweise auflösen (ich bin immer noch dabei).

Er hat viel publiziert, aber ich kann gar nicht genug davon kriegen, weil es so hilfreich ist und außerdem unser System entlarvt. Was sagst du dazu?

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13 Sabine 26. Apr 2009 um 20:40

ich habe die Internetseite Frauensprache entdeckt und bitte Sie um Ihre Meinung:

Statt der männlichen und weiblichen Schreibweise von Hauptwörtern ist für unseren Newsletter folgender Text an geeigneter Stelle (z. B. auf Seite 1) vorgesehen:

Für eine bessere Lesbarkeit wird im Text die männliche Schreibweise verwendet. Es wird sprachlich nicht weiter unterschieden. Es ist ausdrücklich erwähnt, dass jedoch Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen sind.

Was halten Sie von dieser Lösung?

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14 Hannelore 4. Mai 2009 um 20:43

Sabine, siehe zu Ihrer Frage diesen Artikel:
Geringer Einbezug

Und dieses Beispiel:
Emanzipation im Kinderbuch

Ansonsten: Verwenden Sie doch durchgängig die weibliche Schreibweise, sie enthält ja die männliche Form.
Merken Sie, wie seltsam sich das anfühlt? Umgekehrt ist es genauso. Immer beide Geschlechter ansprechen, wenn Sie beide Geschlechter meinen. Oft geht das einfach, indem Sie den Plural verwenden.

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15 Gisela 12. Mai 2009 um 07:15

Da Sie in Florida USA leben, möchte ich anfragen, ob es stimmt, dass der Staat Lakota seine Souveränität erklärt hat?

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16 Hannelore 12. Mai 2009 um 07:19

Lakota ist kein US-Bundesstaat, sondern es sind nordamerikanische Indianer. In einem Kommentar habe ich auf deren
Unabhängigkeitserklärung 2007 aufmerksam gemacht

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17 Mari 26. Mai 2009 um 04:59

@Hannelore Was ist los? Seit fast zwei Wochen vermisse ich als treue Leserin deiner Seite neue Beiträge von dir. Ich hoffe, du bist “nur” verreist.

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18 Hannelore 9. Jun 2009 um 08:05

Bin in einem “toten Punkt”. Kann nicht schreiben.

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19 Mari 10. Jun 2009 um 05:31

@Hannelore Danke für das Lebenszeichen. Alles Liebe und Gute für deinen Aufenthalt im “toten Punkt”, aus dem du bestimmt wie der Phönix aus der Asche emporsteigen wirst.

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20 norbert julian kober 23. Jun 2009 um 09:56

Liebe Frau Vronier, ich habe gerade die wunderschöne Aufgabe ein Gemeinnschaftsprojekt in Bayern zu gründen. Es wird eine kleine ökologisch orientierte Lebensgemeinschaft sein, die in Oberfranken leben wird. Nun suche ich engagierte Frauen, die bereits jetzt in der Gründungsphase matriarchale Elemente in dieselbe einbringen können und mögen. Ich finde aber kein geeignetes Forum um das Klimaschutzdorf zu kommunizieren. Hätten Sie eine Empfehlung für mich? Ich wäre Ihnen herzlich dankbar. Norbert Kober http://www.klimaschutzdorf.de

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21 Toni 15. Jan 2010 um 10:05

Hallo Hannelore

ich habe das Buch “Das Teenager Befreiungs Handbuch” von Grace Llewellyn bestellt. Ich habe auch schon ein bisschen gelesen und finde es sehr interessant und spannend. Es gibt mir auch zum Nachdenken über die Schulpflicht. Kann sehr gut verstehen was die meitsten Schüler durchmachen müssen. Ich selber lebte in einem System das autoritär war (Ex DDR).

Ich glaube die Schulpflicht würde erst dann verschwinden wenn ein allgemeines Bewusstsein in der Gesellschaft erreicht wird.
Nur heute hat man das Problem wenn man keine Schule besucht hat man ja kein Abschlusszeugnis dass ja für die Suche eines Ausbildungsplatz wichtig ist. Ohne Zeugnisse stellen die Unternehmen kein ein.

Ich bin nicht gegen das freie lernen. Finde es äußert wichtig das man das Recht frei zu leben, lernen und zu arbeiten.

Ich möchte mich nochmal entschuldigen das ich über das Thema Schulpflicht und Zwang zu hart übertroffen habe.

Ich möchte weiterhin das wir in Kontakt bleiben weil ich das Thema Matriachat sehr interessant finde.

Gruss Toni

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