Geisteshaltung; Einstellung

Der Unterschied zwischen Katastrophe und Ereignis

arhuaco-bau-einer-huetteKürzlich kommentierte Anette den Beitrag Warum wir die Natur verloren haben mit folgender Geschichte:

Eine Naturkatastrophe in unserer Welt ist eine Katastrophe. Bei Naturvölkern ein Ereignis.
Jose, Arhuaco Indianer aus Kolumbien wurde sehr früh durch ein Rumpeln geweckt. arhuaco-huette-absteckenEr trat aus seiner Hütte und sah eine ca. 4 m hohe Erdlawine 30m von seinem Haus entfernt. Sie war scheinbar da zum stehen gekommen.

Er schloss seine Hühner und Schweine in die Hütte ein und machte sich auf, oben auf dem Berg zu schauen wo der Erdrutsch hergekommen war. arhuaco-huette-dach-konstruktionAls er zurück kam hatte der Erdrutsch seine Hütte völlig verschluckt. Nur sein Gemüsegarten blieb verschont.

Sein stoischer Kommentar in meinem (10jähriges Kind) Beisein: “Schade um die Tiere”, und wir liefen ins nächste Tal zu seinem Sohn.

arhuaco-huetteNach einer Woche schaute ich mit meinen Geschwistern den Erdrutsch an und wir staunten.

Jose hatte etwas vom Erdrutsch entfernt nicht eine, sondern 2 schöne Hütten aufgebaut, Hühner und Schweine liefen wie eh und je darum herum und alles war so wie wenn nie was passiert wäre. Seine Söhne, Familie, Gemeinschaft hatten das Neue aufgebaut und das Leben ging weiter.

Keine Versicherung, keine Baufirma, kein Viehmarkt und doch war in kürzester Zeit alles wieder da und noch besser als das Alte. Wir “Zivilisierte” waren völlig platt!!

Fotos: Cafecolombiano

Neu hier? Willkommen! Rette-sich-wer-kann untersucht die weit verbreitete Unzufriedenheit in der Gesellschaft, analysiert die Hintergründe und bietet neue Wege und Blickwinkel dies zu ändern. Wenn dich das interessiert, kannst du die neuesten Beiträge per Email oder RSS kostenlos abonnieren. Zögere nicht, deine Meinung im Kommentarbereich mitzuteilen!



Verwandte Artikel

Kommentare

1 Kommentar zu “Der Unterschied zwischen Katastrophe und Ereignis”

  1. 1.  Monika Wirthgen | 27. Juni 2008, 02:52

    Vor ca 2500 Jahren meinte ein griechischer Weiser zu einem offensichtlich unangenehmen Zeitgenossen: “Ich wünsche dir Reichtum, damit die Verderbtheit deines Charakters offenkundig wird.”  In unseren westlichen Wohlstandsgesellschaften sind die Mängel unserer Mitmenschlichkeit offenkundig. Wir haben für (fast) alle Wechselfälle ein Geldtöpfchen. Die gute Wirkung des ‘Heilkrautes’ Mitmenschlichkeit ist nur noch wenigen bekannt. Glücklicher Jose, der beides erhält.   

Wer linkt hierher? (Track-/Pingbacks)

Schreibe einen Kommentar

Willst du dein eigenes Foto neben dem Kommentar? Bekommst du kostenlos über den Service Gravatar und funktioniert auch auf anderen Blogs und global im Internet.


(wird nicht veröffentlicht)


Rette sich, wer kann! uses Thank Me Later

Willkommen bei Rette sich, wer kann!

-->

Diese Woche letztes Jahr

Surftipps

News-Portal

Kategorien