Gemeinsam statt einsam

by Hannelore Vonier on 3. Jul 2007 · 2 comments

“Youth is the gift of nature, but age is a work of art”
Garson Kanin

Gemeinsam statt einsam – Wohnprojekte für Senioren:

Wer denkt schon mit Mitte Vierzig ans Altersheim? Die wenigsten, würde man vermuten. Doch das stimmt nicht mehr.

Heinrich Boden hat sich in diesem Alter entschieden. Er ist ins Haus Mobile in Köln gezogen.

Dort wohnen junge und alte Menschen unter einem Dach. “Bei uns gibt es mehr nachbarschaftliches Miteinander als im klassischen Wohnblock”, sagt der heute 58-jährige. Wie er denken immer mehr Senioren und solche, die es in einigen Jahrzehnten werden.

Früher haben wir alle so gelebt – im Stamm. Ist es ein natürliches soziales Bedürfnis nach Gemeinschaft, dass die Menschen nun überhaupt auf die Idee kommen lässt, nicht so wie ihre Eltern und Großeltern zu leben?

Was denkt ihr? Wie lebt ihr jetzt, was plant ihr?

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1 Anonymous 5. Jul 2007 um 17:20

Wir leben hier im Dorf mit vier Generationen auf 3 Häuser.
Die Rückkehr zu Stammesgesellschaften würde ich bevorzugen, jedoch nicht in der jetzigen Situation. Solange die Welt und die Denkweise patriarchal ausgerichtet ist, ist der Einfluss der Alten auf die Kinder katastrophal.

Gruß
richard

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2 h@vonier.com 11. Jul 2007 um 08:57

Richard, dein Namensvetter R. Bach hat etwas gesagt, das ganz unabhängig vom Patriarchat oder Gesellschaftssystem gültig ist:

“Die Bande, die deine wahre Familie vereinen, sind nicht aus Blut, sondern aus Freude am eigenen und Achtung vor anderem Leben.

Nur selten wachsen die Mitglieder einer Familie unter einem Dach auf.”

Kinder, die die Wahl haben, sich Ersatzeltern und -großeltern zu suchen und die Möglichkeit, Zeit mit denen zu verbringen, entziehen sich dieser Katastrophe aus sich heraus, denn Kids haben im Allgemeinen keinen Hang zum Masochismus.

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