Familienbett: Für Ausgeschlafene! 3 Gründe für das Familienbett und eine erfolgreiche Nachtruhe mit Kindern.

Familienbett

„Meine Frau und ich haben schlaflose Nächte damit verbracht, abwechselnd am Bett unseres Sohnes zu sitzen, um ihn zum Schlafen zu bringen“, erzählte Jesper Juul, dänischer Erziehungsguru, der „Presse“. „Und wie ist das ausgegangen?“ – „Wir haben ein größeres Ehebett gekauft.“[1]

Es lockern sich die rigiden Formen des Zusammenlebens. Das Familienbett findet immer mehr Anklang bei Eltern.

Befürworter des „Familienbetts“argumentieren mit dem kulturellen Kontext: Bei Naturvölkern oder auch in Gesellschaften, in denen das eigene Kinderzimmer aus Platzgründen nicht unbedingt an der Tagesordnung ist, ist diese Praxis gang und gäbe.

  1. Einfacheres Stillen: Kinder werden wieder länger gestillt. Schläft das Kind im Familienbett, kann es sich selbst bedienen, die Mutter muss nicht aufwachen, wie eben bei Ureinwohnern auch.
  2. Erholsamere Nächte: Gerade hier ist das Familienbett ein Vorteil: Der Schlafrhythmus von Mutter und Kind gleicht sich, wenn beide nahe beieinander schlafen, an. So werden die Mütter durch das nachts weinende Baby nicht aus dem aus dem Tiefschlaf gerissen und haben erholsamere Nächte. Das gilt auch für den Vater.[2]
  3. Körperlich und seelisch gesund: Die Psychotherapeutin Jean Liedloff berichtet in ihrem 1980 erschienenen Buch „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ vom Leben der Yequana-Indianer im Dschungel Venezuelas, bei denen sie zweieinhalb Jahre verbrachte. Dort konnte sie beobachten, welche positiven Auswirkungen ein dauernder Körper- und Sozialkontakt auf die Entwicklung eines Kindes haben.[3]Aus diesen Beobachtungen entwickelte Liedloff das „Continuum Concept“, dem zufolge Menschen vor allem im Säuglings- und Kleinkindalter positive Nähe-Erfahrungen brauchen, um sich körperlich und seelisch gesund entwickeln zu können. Dazu gehört nicht nur das dauernde Tragen am Körper zumindest im ersten Jahr und das Stillen nach Bedarf. Dazu gehört eben auch das gemeinsame Schlafen im Familienbett. „Nachts schläft seine Mutter an seiner Seite, ihre Haut wie immer an der seinen, während sie atmet und sich bewegt (…) Erwacht er hungrig in der Nacht, gibt er vielleicht sanftes Grunzen von sich, wenn er die Brust nicht gleich findet; dann wird sie sie ihm geben und sein Wohlbefinden wird wieder hergestellt sein.“

[bctt tweet=“Für Ausgeschlafene! 3 Gründe für das #Familienbett und eine erfolgreiche Nachtruhe mit Kindern.“]

Ein Großteil der der sozialen und psychischen Störungen der kleinen und großen Menschen heutzutage, beruhen auf auf einem Mangel an körpernahem Getragenwerden und fehlendem Hautkontakt. In ursprünglichen Gesellschaften lässt man Babys niemals alleine. Sie befinden sich im Tragetuch, sitzen auf dem Schoß, werden im Arm gehalten und schlafen zusammen mit ihren Eltern oder anderen Familienmitgliedern, so dass sie ständig Hautkontakt haben.

Zugleich unternimmt niemand den Versuch, ihre Wünsche und Bedürfnisse „in den Griff“ zu bekommen.

Statt ihnen – wie bei uns üblich – einen bestimmten Rhytmus aufzuzwingen, gestattet man den Kindern, zu trinken, zu essen und zu schlafen, wann immer sie wollen.

Bei uns hingegen wird Säuglingen und Kleinkindern dieser lebensnotwendige Kontakt in der Regel nicht zuteil. Man lässt sie allein im Kinderwagen oder in ihrem Bettchen liegen, obendrein auch noch in ihrem eigenen Zimmer. Vielfach wird ihnen auch die wichtigste emotionale Bindung, die durch das Stillen entsteht, vorenthalten.

Kein Wunder, dass unsere Babys über beträchtliche Zeiräume hinweg weinen und schreien. Wir halten das jämmerliche Geschrei für natürlich, obwohl es uns die kindliche Verzweiflung über mangelnden Hautkontakt und fehlendes Getragenwerden signalisiert.

Eltern, dessen Kind tagsüber nicht getragen werden kann, weil sie beide arbeiten und sonst keine Bezugsperson einspringt, können diese Unzulänglichkeit etwas mildern, indem sie wenigstens nachts im Familienbett die notwenige Nähe für das Baby gewährleisten.

Den Beweis für die Richtigkeit dieser These liefert Jean Liedloff, die jahrelang bei den Yequana- und Tauripan-Indianern lebte und sie beobachtete: Babys in ursprünglichen Gesellschaften weinen so gut wie nie.

Spinnt man Jean Liedloffs Argument etwas weiter aus, könnte man zu der Behauptung gelangen, dass die Widerspenstigkeit unserer Kinder wahrscheinlich eine Entbehrungserscheinung durch mangelnden Körperkontakt darstellt.

Hätten wir ihre Grundbedürfnisse erfüllt, würden sie niemals derart viele und übermächtige Wünsche entwickeln, wären nicht so ungebärdig und müssten daher auch nicht diszipliniert werden.

Wilhelm Reich bezeichnet diese Widerspenstigkeit und Unausgeglichheit unser Kinder aufgrund emotionaler Defizite als „Panzerung“. Ich werde in einem nächsten Beitrag die bio-energetischen Zusammenhänge, wie sie Reich erforscht hat, für den Umgang mit Kindern beschreiben und aufzeigen, welches Unheil sie über die Menschheit gebracht haben und noch immer bringen. Und wie Prävention möglich ist.

Ich bitte um Fragen/Vorschläge im Kommentarbereich, damit ich über das schreibe, was ihr wissen wollt. Was sind eure Erfahrungen mit dem Familienbett?


Quellen/Anmerkungen:
  1. via Die ganze Familie in einem Bett ↩
  2. via Ammenmärchen über das Familienbett | Geborgen Wachsen ↩
  3. via Das Familienbett wird immer beliebter – Einfach Gesund Schlafen ↩

79 Kommentare

  • Tom

    Na ja. Im gleichen Bett würde ich mit unserem Sohn nicht schlafen wollen. Der macht sich – wenn er bei uns liegt – immer ganz schön breit. Und vorallem hab ich das Gefühl, das er das gar nicht will. Allerdings finde ich es schön das er bei uns im Zimmer schläft und kein eigenes Kinderzimmer hat. Dadruch ruft er früh morgens entweder nach Papa oder Mama und kommt dann noch zu uns ins Bett. Mehr wäre mir allerdings zuviel des Guten.

    Toms letzter Blog-Beitrag…Lightweight Assos Air Veste Airblock

  • Helga

    Kann das nur bestätigen; erst nach einem Jahr brauchte ich einmal eine Nacht für mich zum Durchschlafen, ansonsten hat das gut funktioniert mit den angeglichenen Schlafphasen und Stillen etc. Der Vater kann sich nicht an wache Nächte (ausser dieser einen) erinnern, und unser Kind hat auch nie geweint, sondern eher unruhig den Kopf auf der Suche nach der Brust gewendet und dann im Schlaf angedockt an der Brust. Wenn ich mir vorstelle, dass das Kind in „ihrem“ Zimmer in „ihrem“ Bett erstmal richtig hätte wachwerden müssen, um dann richtig laut loszuweinen, damit ich das richtig höre, mich dann richtig mühsam aus dem Bett quälen müsste, um sie dann, an den Füßen oder sonstwo frierend, nicht in meinem Bett, zu stillen, nee. Wir sind genau deswegen aufs Familienbett gekommen, weil ich keine Lust hatte, aufwachen und aufstehen zu müssen dass man das so nennt, haben wir dann im Lauf der Zeit erfahren. Und da wir kreative Leute sind, ist unser Beziehungs- und Liebesleben nicht eingeschränkt gewesen 😉
    Wg. im Schlaf sehr mobilen Kind lag das Kind aber auch nicht zwischen uns (es lag sonst am Morgen quer zwischen uns, Kopf an dem einen, Füsse an der anderen oder so, das ist übrigens bis heute noch so, Kind ist jetzt 10). Ich lag und liege in der Mitte, so dass das für ihren Vater auch nicht „zu viel“ an Nähe war, der kennt das „zuviel des Guten“-Gefühl, das Tom oben beschreibt, auch. Für uns war es mit Mutter in der Mitte richtig.

    Das Kind ist von selbst mit 2,5 ins eigene Zimmer gezogen, zum Weiterschlafen aber immer zu uns umgezogen, wenn wir ins Bett gegangen sind. Seit Schulbeginn sind die Familienbettzeiten phasenweise, wenn etwas ist, was das Kind stresst, Neues, Gutes wie Schlechtes, Veränderungen, wie auch immer, dann ist das immer noch sehr wichtig (wobei wir durchaus verhandeln, wenn es für einen von uns nicht passt).
    Für uns funktioniert es und wir empfehlen es immer weiter.
    Ach ja, dazu gehört auch die Verteilung der Wochenendtage als „Ausschlaftage“, aus dieser „nach einem Jahr endlich mal durchschlafen“-Nacht entstanden. Einen Tag schläft Mutter aus und Vater ist schon früh auf und mit dem Kind zusammen, am anderen Tag ist der Vaterausschlaftag. Das hilft auf Jahre, mit gelegentlichen Schlafdefiziten, persönlicher Erschöpfung oder Frustration usw. zurechtzukommen, wenn es zuverlässig diese eine Erholungsinsel im Alltag gibt. Funktioniert mit und ohne Familienbett und tut allen gut 🙂 Das sind unsere Erfahrungen mit diesem Thema.

    • Hannelore Vonier

      Danke, Helga, für deine ausführlichen Erfahrungen – hilft sicher auch anderen.

    • Marion

      Danke Helga, so war es bei uns und unseren Kindern auch. Heute sind sie 25 und 16 Jahre alt und jeder, der sie kennt, spürt, wie sie in sich ruhen und in der Liebe und Selbstliebe sind.

  • Oma Heia

    Ich bin ja nun schon eine Große Mutter, und ich habe in der Zwischenzeit 3 Enkelmädchen. Meinen Sohn habe ich ohne Ehepartner begleitet, von daher konnte ich auf jeden Fall alleine entscheiden, wo mein Kind schläft – und er hat oft bei mir geschlafen. Und die Nachtwelt war in Ordnung, wenn er seine Füßchen an meinem Bauch hatte. Natürlich kenne ich all die vielen Bedenken und erhobenen Zeigefinger auch. Meine Enkelkinder schlafen auch am liebsten im Bett der Eltern, und ich finde es total in Ordnung. Allerdings sollte das Bett dann auch wirklich groß genug sein! In jedem Fall finde ich es total wichtig, dass es so viel wie möglich körperliche Berührung gibt! – und das nicht nur im Kindesalter

    • Hannelore Vonier

      Genau: nicht nur im Kindesalter! Danke für deinen Kommentar.

      • Martina Bedregal Calderón

        Genau! Berühren tut übrigens allen Menschen gut. Ich habe in diversen Ländern gelebt, in denen man sich immer mit einer herzlichen Umarmung begrüßte, und das mache ich auch heute noch, wenn ich Menschen treffe/ihnen vorgestellt werde. 🙂

        • Martina Bedregal Calderón

          …und ich umarme auch leidenschaftlich gerne Bäume 🙂

  • Bei uns hat sich das gemeinsame Schlafen so ergeben, weil sich das Gegenteil völlig falsch anfühlte. Wir Erwachsenen schlafen ja auch gerne an unsere PartnerInnen angekuschelt ein – wieso sollte das für so ein kleines Menschlein anders sein? Ich habe übrigens auch keine Ahnung, wie früh oder spät unser Sohn durchgeschlafen hat – mein Partner und ich konnten recht schnell, nach wenigen Monaten schon, wieder durchschlafen, weil der Kleine nachts im Familinbett nie weinte.

  • Hermann Brinkmann

    Tja, ich hab ja nun leider keine Kinder und jetzt bin ich wohl zu alt. Aber nichtsdestotrotz war „anderer Umgang mit Kindern “ immer mein Thema nach einer Prügel Jugend mit meinen Eltern vorwiegend meiner Mutter. Auch wenn ich weiss das ihr tun vorwiegend Hilflosigkeit war. Mein suchen nach Impulsen aus „matrialen Gesellschaften“ war Inbegriff der suche nach „der besseren Mutter“ was „den besseren Vater“ mit einschließt, weil ich schon alskind Begriff wer hier wen wie unterdrückt, und ich nur „das letzte-und schwächste -Glied der Kette bin. Zu meiner Frage: prima Sache mit dem Gemeinschaftsbett. Aber was ist, wenn sich die Eltern sexuell miteinander betaetigen wollen. Ist das ein Schock fuer die Kinder?

    • Jörn

      Da gibt’s doch den schönen Spruch „Co-sleepers do it in the kitchen. Or on the couch.“ Warum muss es immer das Bett sein? Gibt doch andere bequeme Unterlagen. 😉

    • Martina Bedregal Calderón

      Grins, wenn man alle 2 Stunden stillen und wickeln muss oder jede dritte Nacht wegen Überfällen oder Beben (siehe mein Posting oben) flüchten oder sich verstecken muss, ist man für Sex eh zu müde….

    • twohearts

      Wieso muss das im Bett stattfinden? 😉

  • Jörn

    Wir haben ein 3,20 m mal 2 m großes Familienbett, was meine Frau entworfen und ich danach gebaut habe. Sohnemann ist jetzt 3 und wir wollen es absolut nicht anders. War mal für mehr Kinder geplant, aber die lassen noch auf sich warten. Bei so einer Größe ist auch das „Querliegen“ überhaupt kein Problem.

    Solange er noch gestillt wurde, war es viel entspannter und auch heute ist es bei Albträumen oder anderer nächtlicher Unruhe meist mit kurzem Beruhigen über Körperkontakt getan. Nicht auszudenken, wenn ich oder meine Frau dann noch aufstehen und schlaftrunken in ein anderes Zimmer tapern müssten!

    Den Platz im Schlafzimmer soweit wie möglich ausnutzen und mit Riesenbett oder Matratzenlandschaft füllen!!

    • MaryAnne

      Wow…da ist Euer Bett noch größer, als unseres! Wir haben 2,40m x2,20 m, auch als Familienbett mit 3 Kindern.
      Ich könnte mir auch nicht vorstellen, die kleinen Monster zu verbannen. Allerdings hätte ich bei der Großen auch nichts dagegen, wenn sie sich freiwillig bald mal für ihr eigenes Bett entscheiden würde. Sie ist inzwischen 7 und braucht ziemlich viel Platz 🙂

  • jamie lee

    mit meinen drei kindern hatten wir ein familienbett von wand zu wand, damit keiner rausfallen kann… das letzte kind ist zu hause geboren und ich erinnere mich gerne an den morgen, an dem wir alle kuschelnd mit dem baby dort lagen… inzwischen liegt mein enkelkind 2 x die woche zwischen mir und meinem partner, es macht irre viel spass noch mal so nah dran zu sein an einem kleinen menschlein… wir geniessen die dadurch sehr ruhigen nächte und auch jedes nächtliche ankuscheln ist besonders für meinen partner, der keine eigenen kinder hat eine grosse bereicherung… gerade dieser tage kam allerdings von ihm die frage auf, ob das baby -16 monate- so denn jemals selbstständig werden könne mit dem verweis auf „alle anderen“, die das nicht so handhaben würden… bei mir liegt gerade aber wieder das buch von jean liedloff auf dem tisch, bei jedem kind wieder eine pflichtlektüre… mein kleiner junge wird selber entscheiden dürfen, wann er sich für reif genug zum alleine schlafen hält

    vielen dank für deinen bericht, deine beiträge bereichern mein leben immer sehr

    jamie

    • Glückliche Oma

      Wenn unsere Enkeltochter bei uns ist schläft sie mittlerweile auch bei uns in der Mitte. Anfangs schlief sie im Reisebett. Das gefällt ihr aber nicht mehr. Bei Oma und Opa kann man besser kuscheln.

  • Martina Bedregal Calderón

    Das Schlafen im gemeinsamen Bett war bei uns Standard. Als mein Sohn klein war , haben wir in Peru gelebt. Es hat uns allen gut getan, und es ging auch nicht anders, da es in den Anden auch bei 20 Grad unter Null keine Heizung gab und mein Sohn sonst erfroren wäre. Außerdem konnte man ihn bei den dort häufigen Erdbeben und Überfällen durch Militärs (damals ausgerüstet durch deutsche „Militärhilfe“) und Guerrilla schneller greifen und flüchten.

  • Oma Heia

    Wenn ich das jetzt alles lese, dann frage ich mich: warum machen wir Menschen immer wieder so vieles falsch und lassen uns von unserem natürlichen Wissen, Fühlen und Empfinden abbringen. Was sind das für Mächte, denen wir -wohl auch gerne- Glauben schenken, und uns von unserer eigenen Überzeugung abbringen lassen? Ich spreche jetzt vor allem die Frauen und Mütter an, denn wir Frauen haben die eigentliche Macht für unsere Kinder und für deren Entwicklung – und somit für das Leben. Und ich spreche jetzt bewusst nicht von der Macht über etwas oder über andere, denn das führt zu angeblicher Stärke, Krieg und Gewalt, Größenwahn, was wir ja genügend auf unserer Welt zu verzeichnen haben. Ganz konkret möchte ich die Frage stellen: wer hat uns -und warum- die Lebensauflage gemacht, dass Kinder nicht bei den Eltern in einem Familienbett schlafen dürfen? Ich vermute ja, dass die Kirche dahintersteckt. Gibt es da noch andere Antworten?

    • Jörn

      Das ist doch eine sehr junge „Errungenschaft“. Früher(tm) haben alleine schon aus Platzgründen und zum gegenseitigen Wärmen alle Familienmitglieder im selben Bett geschlafen, oder zumindest einige zusammen, verteilt auf die wenigen vorhandenen Betten.

      Erst seit schätzungsweise 150 bis 200 Jahren setzt sich in unseren Breitengraden die Erkenntnis durch, dass alleine schlafen ein toller Luxus sei und man sich den unbedingt sichern müsste. Dazu noch die „Gefahr“, das Kind im Schlaf unwillent- und -wissentlich zu erdrücken. Und man verweichlicht die Kinder natürlich, wenn sie ständig kuscheln dürfen, die sollen gefälligst schnell lernen, alleine im Dunkeln zurecht zu kommen (= zu resignieren)!

      Der Trend geht ja in jüngerer Zeit noch weiter, dass auch Ehepartner in getrennten Zimmern schlafen, damit sie möglichst ungestörte Nachtruhe halten können. Individualismus FTW!

      „Die“ Kirche hat da m.E. nichts mit zu tun. Mir ist zumindest kein solches Gebot oder Verbot bekannt und in einem gemeinsamen Familienbett könnte man doch auch viel wirkungsvoller autoerotische Erkundungen unterbinden. Also spräche eher etwas dafür, dass die Kirche da Familienbetten bevorzugt.

      Interessanter Lesestoff zum Thema: http://www.rabeneltern.org/index.php/wissenswertes/schlafen-wissenswertes/1215-qschlaf-bei-mir-ein-transkultureller-blick-auf-das-schlafen-im-familienbettq

  • Martina Bedregal Calderón

    Ja, die Kirche und andere rein patriarchalische Einrichtungen und Institutionen. So wurde z. B. auch in der männerdominierten Medizin (nachdem heil- und geburtshilfekundige Frauen auf dem Scheiterhaufen landeten) das Gebären in Rückenlage eingeführt – äußerst bequem für den Arzt, äußerst ungut und unbequem, ja, schmerzhaft für die Frau.

    Bitte mich nicht falsch verstehen – ich bin keineswegs eine Feministin oder Männerhasserin. Aber ich sehe, wie sehr das ausschließliche Patriarchat Menschen und Natur schadet, egal ob es ums Gebären geht, um Schlafgewohnheiten, um Kriege oder Frieden, um Sexualität, um Umgang mit der Natur oder miteinander unter uns Menschen….

  • Danke, liebe Hannelore,

    deine Aussagen zum Familienbett kann ich nur bestätigen. So dient es auch meinem Gefühl und passt zu schönsten Erfahrungen nach allem Erlebten, – und mir erscheint es auch als das der menschlichen Natur naheste Verhalten. …

    Jedoch, wenn einer der Partner den Atem des anderen nicht vertragen kann („zu kühler Wind“ im Nacken, etc…), oder er/sie dessen (immer wieder einsetzendes oder gelegentliches) Schnarchen stört, dann gelingt dies naturnahe Verhalten nicht.
    Diese Situation kommt dadurch zustande, dass man jenen der „zu sehr“ atmet oder schnarcht letztlich abstößt? Ein Zeichen, dass Nähe nicht zu gelassen werden will/kann? Gibt es andere Gründe?
    Sollte sich „jene/r mit dem störenden Atem“ besser regulieren? – Und, geht das überhaupt im Schlaf?

    Falls es nicht „geht“, ist dann die einzige Lösung das „allein-mit-dem-Kind-im-Bett-sein“ eines der Partner und der andere abseits?

    Hast Du dazu Ideen?

    Herzliche Grüße sendet
    Bernd Gerken

    • Helga

      Hallo Bernd,

      ich weiß nicht, ob das hilft, das Bewerten und Interpretieren. Wenn das Fühlen und das Bedürfnis deiner Partner/in so ist, ist es eben so. Ich sehe da, wenn es nicht schon auf anderen Ebenen Rangeleien um Nähe und Distanz zwischen euch gibt, keinen Anlass, das zu interpretieren. Eher einen Anlass, für zwei unterschiedliche Bedürfnisse den Raum zu finden, der beides möglich macht. Nähe drückt sich für mich nicht nur in körperlicher Berührung aus, sondern auch in einer aufrichtigen Mitteilung über meine Grenzen und Wünsche.

      Da ich es auch nicht mag, wenn mir wer kalt in den Nacken atmet, kann ich das eine Bedürfnis, davon verschont zu bleiben, gut nachempfinden. Ich habe selbst im Sommer ein Laken über Ohr und Nacken, wenn der Rest ohne alles vor sich hinschwitzt, nach der Sauna spüle ich mich am ganzen Körper kalt ab, aber niemals am Nacken und Rücken, es bereitet mir fast Schmerzen, so unbehaglich ist mir das. Da ich mal gehört habe, dass in der asiatischen Medizin wohl die Wirbelsäule als der Ort angesehen wird, durch den die Lebensenergie fließt, die von unten aufsteigt und am Nacken sich über den Kopf in den Körper ergießt, fand ich mein Gefühl „bestätigt“.
      Wir lösen das so, dass ich mich ankuschele, oder wir zwei Decken habe, dass ich mir meinen Nacken und mein Ohr bedecken kann, auch wenn wir „löffeln“. Manchmal will ich keine Nähe, manchmal will ich in Nähe versinken, aber beide Male kann ich es nicht ab, wenn mir wer in den Nacken pustet.

      Die Schnarchfrage kenne ich auch, und habe erstmals bei einem ehemaligen Lebensabschnittsgefährten so was Pawlow-artiges mit Erfolg probiert: wenn er anfing, zu schnarchen, machte ich ein jammerndes Geräusch „oohhh“, und nach einem Monat hörte er sofort, wenn ich das Geräusch machte, auf zu schnarchen. Ohne Anstupsen oder sonstwas, einfach nur wegen des Lautes. Meist hilft es mir aber am meisten, wenn ich vor dem Schnarcher einschlafe. Also neben wachrütteln oder Nase zuhalten gibt es noch andere Wege.

      Ich finde es auch legitim, wenn jemand körperliche Ruhe- und Distanzpausen braucht. Die Menge und Art von Nähe, die jeder braucht, ist unterschiedlich. Daraus zu schließen, dass nur weil meine anders ist als deine, ich mich nicht auf dich einlassen wolle, ist unfair. Ich lasse mich dabei doch zuallererst auf mich ein und stehe zu meinem Bedürfnis und trete mit dir in Beziehung, indem ich dir das mitteile. Nur weil du etwas anderes möchtest, ist das doch nicht eine Abkehr.

      Ich glaube, sich einfach einander mitteilen, die eigenen Bedürfnisse erkennen und ohne Urteile gemeinsam einen Weg finden, dass die Bedürfnisse von beiden (die möglicherweise sehr unterschiedlich sind) einen Platz finden, kann eine tolle Spielwiese sein, auf der mehr – für mein Empfinden echte – Nähe entstehen kann.

      Ich hoffe, du kannst mit meinen Gedanken etwas anfangen, auch wenn ich nicht Hannelore bin 😉
      Liebe Grüße
      Helga

  • matthias

    Lösung ganz einfach: bett 2×2 meter! Wir (linda, jana-9, mira-3 und ich) schlafen hervorragend. Jana zieht es schon immer mehr ins eigene zimmer. Und sex können wir zum glück auch außerhalb unseres schlafzimmers haben. Also gute nacht!

  • Also ich bekenne mich auch klar als Fan des Familienbettes – bzw. in unserem Fall – des Mama-Sohn Bettes. Wir haben das Glück in einem Haus zu leben und mein Mann sieht gerne so lange fern bis er einschläft – ich mag das wiederum gar nicht…und so schläft er in seinem eigenen „Männerzimmer“ und ich und der Kleine im Schlafzimmer. Für uns alle eine super Lösung und es muß ja nur für uns passen, jeder andere kann das gerne anders handeln.. 🙂
    Die Nähe zum Kind war mir von Anfang an sehr wichtig, ich finde es schrecklich wenn so ein kleiner Wurm in seinem eigenen Bett oder – noch schlimmer – in seinem eigenen Zimmer schlafen muß! Grade noch in Mamas Bauch und dann ganz alleine? Schlimme Vorstellung für mich…Menschen sind soziale Tiere die viel Wärme brauchen, die sollte man besonders Babies auf keinem Fall verwehren…

    • Danke, Sabine, für den Kommentar! Bin froh, dass ich den Artikel geschrieben habe, weil eurer Feedback zeigt, wie vielfältig die Lösungen sein können. Ihr habt auch eine schöne Entscheidung getroffen, Sabine 🙂

  • Ludwig

    Mein großer Sohn wurde vor fast elf Jahren geboren und hat (auf raten der Hebamme hin) die ersten 14 Tage in seinem Bett geschlafen (in seinem Zimmer). Es war mein erstes Kind und ich wußte es nicht besser…nach 14 Nächten schlafentzug hat mein Sohn Einzug in mein Bett gehalten und Bon da an war alles anders. Wir haben einige Stunden am Stück durchgeschlafen und auch das Stillen wurde sehr entspannt. Mein Sohn schläft am Wochenende manchmal heute noch bei mir weil er es einfach toll findet. Nun bin ich mit meinem zweiten Sohn schwanger und ich werde diesmal von Anfang an mein Baby bei mir schlafen lassen. Denn diesmal weiß ich es besser 🙂 es gibt nichts schöneres

  • Caro

    Das Familienbett finde ich sehr schön. Jedoch habe ich eine andere Lösung für meine Familie gewählt: ich schlief mit meinem Kind im Bett. Am Anfang hatten wir auch ein Familienbett, mein Mann schlief aber soo schlecht und musste daher Müde in die Arbeit fahren. Ich wollte mir keine Sorgen um ihn machen und wählte die Mama-Kind-1Bett-Methode

  • Mandy

    Ich kann Katharina nur beipflichten. Etwas anderes als das Familienbett fühlt sich einfach falsch an. Ich habe es nicht über’s Herz gekriegt, mein kleines Baby alleine schlafen zu lassen. Warum auch? Ich möchte nachts auch nicht einsam sein. Und so schläft unser Kind seit seiner Geburt vor fast vier Monaten bei uns im Bett und wenn es nach mir geht, kann das auch noch eine Weile so bleiben. Es fühlt sich sehr gut an und die Kleine schläft so gut, weint nachts nie und ist auch sonst sehr entspannt und ausgeglichen. Der Druck kommt nur von außen. Ständig fragen alle, wo und wie es schläft und kritisieren unsere Entscheidungen.

    • diesolero

      Das ist bei uns genau das selbe. Ich liebe es den kleinen Kerl nachts bei mir zu haben und muss mich andauernd rechtfertigen. Natürlich erzeugt das auch Zweifel in mir. Ich muss mich ja fast schlecht fühlen weil ich mein Kind bei mir habe.
      theoretisch muss man lügen wenn die Frage aufkommt. Das ist echt schade.

      • @diesolero Für dich gilt das Gleiche wie für @Mandy (siehe meinen Kommentar unten). Um deine Zweifel auszuräumen und dich sicher zu fühlen, informiere dich soviel du kannst.

        Dir empfehle ich auch den Beitrag „Energiesauger erkennen und loswerden“ http://wp.me/paE6M-UB
        Solche Energievampire ziehen dich runter.
        Viel Glück!

    • @Mandy “ ist auch sonst sehr entspannt und ausgeglichen“ – das ist genau worauf es ankommt. Wie können andere euch kritisieren, wenn es dem Kind gut geht?

      Ich weiß natürlich warum, sie fühlen sich selbst sehr in Frage gestellt und müssten sich ändern. Da das so schwer ist für „gepanzerte“ Menschen – sie halten die gesunde Lebendigkeit der Kleinen und eure Freiheit schwer aus – möchten sie lieber, dass ihr angepasste „normale“ Eltern seid, und nehmen in Kauf, dass dies nicht nur dem Kind schadet, sondern auch euch.
      Haltet durch!

      Eine Hilfe kann der Artikel über „Energiesauger loswerden“ sein: http://wp.me/paE6M-UB

      • Mandy

        Danke Hannelore!

      • Mandy

        Danke Hannelore!
        Mich wundert es sehr, dass sich die meisten Menschen, vor allem Fremde und Bekannte, die ich nicht oft treffe, sich dafür interessieren, wie das Kind schläft. „Schläft sie schon durch?“ ist die Frage, die ich am häufigsten höre. Selbst als unser Kind erst wenige Wochen alt war. Als ob es nichts Wichtigeres auf der Welt gibt als ein Kind, das die ganze Nacht ohne Störung durch schläft und dann bitteschön auch in seinem eigenen Zimmer. Ich finde das so traurig und bin es leid, Fremden zu erklären, wie ich mir mein Familienleben vorstelle, wenn alles, was die interessiert, ist, mich zu belehren. Wie oft ich gehört habe, ich würde mein Kind verwöhnen und würde schon sehen, was ich davon habe. Schlimm. In dem Sinne vielen Dank für den Link!

        Viele Grüße!

  • tanja

    zur zeit praktizieren wir auch das Familien Bett. aber in manchen Nächten ist an Schlaf nicht zu denken wenn zwei kleinkinder im Bett
    liegen. und das kinder immer ruhiger im Familien bett schlafen und wenig bis gar nichts weinen, kann ich nicht bestätigen sicher im gitterbett wäre es schlimmer aber so rosarot wie beschrieben ist das Familien Bett auch wieder nicht. das kuscheln u.die Nähe sind für kind und ich glaub vorallem für Mama wertvoll.
    frage ist nur wie lang bis zu welchen alter ist das Familien Bett sinnvoll? lg

    • Danke, Tanja, dass du dir die Zeit zum kommentieren genommen hast.
      Wir sehen ja an den Kommentaren, wie unterschiedlich es in den Familien zugeht.

      Vielleicht ist bei euch nicht das Familienbett das Problem, sondern ein Stress, der „von außen ins Bett“ gebracht wird. Schwierigkeiten bei der Arbeit, Konflikte im Familien- oder Freundeskreis, oder eins der Kinder hat irgendwelche Ängste, von denen ihr nichts wisst. Die Ursachen können vielfältig sein und bringen negative Energie und Spannung nichts nur ins Bett, sondern ins ganze Haus.

      Zu deiner Frage: „Wie lange ist das Familienbett sinnvoll?“
      Deine Kinder werden es dich wissen lassen, wenn sie bereit sind ins eigene Bett zu ziehen 🙂

  • elke

    wir haben auch vor kurzem ausgebaut und haben jetzt ein 3,80m bett. wir schlafen zu 4. drinnen. jetzt ist querliegen auch kein problem mehr. der große kommt so auch ab und an mal kuscheln 😉 (10j, 5j, 8m)

    • Danke Elke! Das ist ja riesig! Ich hoffe andere werden auch von so einem Superbett inspieriert. Das werden deine Kinder noch ihren Enkeln erzählen 😉

      ps Wir könnten einen Wettbewerb ausschreiben: Wer hat das größte Familienbett mit den meisten Kindern? LOL

      • fabi

        Wir kriegen bald unser 2.40m bett….dann kann mein mann auch wieder bei uns schlafen falls er möchte… 🙂 Im Moment teile ich meins mit meinen zwei kindern (bald3j und 4m) Im halbschlaf stillen ist prima aber auch mit familienbett macht sich schlafmangel bemerkbar seit der kleine da ist…

        *****************
        Für familienbetten welche zahlbar sind empfehle ich http://www.bodenseemoebel.de
        ****************

    • Jana

      das ist auch unser plan 😉

  • Danke für die interessante Diskussion! Meine Frage habt ihr ja und einige von euch haben direkt geantwortet – freute mich sehr. — Wenn ich mal eintauche in die Natur von uns Menschenwesen – wir sind hoch entwickelte Primaten, werden mit unserem neuen Bewusstsein, dass es mit all unseren Körperfertigkeit verbunden nirgendwo sonst im Tierreich gibt. Daraus ergeben sich viele Probleme, eben auch partnerschaftliche und „familienschaftliche“ … . Von dem allen mal abgesehen ist die erfolgreiche „Aufzucht“ (wie man das ja bei Zoo-Affen et al. nennt – Verzeihung) DAS Ziel unserer „Keimbahn – wir bleiben einander erhalten – Junge ersetzen die alten … was trivial klingt kennzeichnet eine ganz urgründende Natur in uns. Wir bekamen die Suche – besser die E r w a r t u n g des Eingebettetseins seit 20-30-40 Mio Jahren unserer „Menschwerdung“ (die voll im Gange und keineswegs abgeschlossen ist) in unsere Wiegen gelegt. Unsere Wiegen mögen anfangs Baumnester gewesen sein, am Boden angekommen – „Lauf- und Wanderaffen“ werdend – baute jemand für uns als Kleinste eine weiche Unterlage und bettete uns – wenn wir nicht eh´in den Armen von „Bezugspersonen“(würden wir heute vielleicht sehr trocken sagen) sanft gehalten wären.
    Daraus ist für mich keine Frage mehr, das Kleinste – und so weitere da sind, die anderen auch – gehören alle ins Nest, erstens dann in passenden räumlichen Abständen und freilich bekommen die Älterern dann bald ein eigenes Nest – und das dürfte in der Natur sehr nahe bei der Kerngruppe=Familie sein (Beutegreifer sind raußen…).
    Das Kleinste ist am nahesten bei Mutter – wer sonst hätte Milch, wann immer das Kleinste sie wünscht … männliches Wesen mag leibl. oder Ziehvater sein etc. KANN dabei sein, wenn es den Erwachsenen passt, sie es wünschen und Kleinstes keine RaumProbleme hat. Es ist also ein KANN. Und ich stimme euch zu, es hat gar keinen Sinn irgendeine Wertung hinein zu bringen, wieviele Erwachsene da zueinander passen: ob es zwei (drei auch?) Erwachsene werden dürfen (oder sogar mehr? … Z.B. , wenn die Horde=Familiengruppe wandert, so liegen sie z.B. bei den Aborigines alle mehr-minder nebeneinander … .
    Auch hier nehmen wie es passt – und es kann ja auch durchaus so sein, dass „Männchen“ bei Primaten sich abseits der Mutter-Kind-Wiege aufzuhalten haben. – Persönliche Vorliebe – als Ergebnis früher Kindheit bis Erwachsenwerden usw. einfach beachten.
    Bereits Mutter_Kind-Schlafgemeinschaft bilden die fürs kleine Hochprimatenkind lebensfördernde Sicherheit und Geborgenheit vermittelnde Umgebung.
    Wo körperliche Nähe darüber hinaus gewünscht wird, stört sie des Kindes Gemeinsam-schlaf-wunsch nicht. Falls das Familienbett zu klein sin sollte kann raxch ein Kleinstkind-Anbaubettchen gebaut werden.
    Eine isolierte Nachtschlaflage (z.B. Kinderbett in eigenem Kinderzimmer etc.) kann ich mir nicht dienlich der in-sich-vertrauend-gegründeten Persönlichkeit vorstellen. Solche wünscht letztlich Menschengemeinschaft – sie muß sich heute nicht mehr gegen Leoparden absichern – aber gegen andere Gefahren unserer modernen Gesellschaft … wir sind ja gerade mal noch nicht auf dem Grünen Planeten.
    Das ist mein Empfinden – . Freue mich auf Eure weiteren Ideen … .
    Grüße herzlich!
    Bernd Gerken

  • Anaflor

    Ich habe drei Kinder zwischen 6 & 21 Jahren ! Ich pflege das Familien Bett wie es hier steht, und es ist genauso wie es hier drin steht! Ich habe den besten schlaf und meine Kinder bewegen sich tagsüber voller vertrauen und sehr selbstständig ! Ich liebe das Familien Bett ! Für mich gibt es kein besseres schlafen und kann das nur positiv reflektieren! ❤️❤️❤️❤️

  • Angelique Kawengian

    Hallo,

    Unsere Tochter ist nun ein Jahr und 10 Monate. Sie schläft bei uns seit ihrer Geburt mit im Bett mit. Es ist ein beruhigendes und gleichzeitig ein wohltuendes Gefühl. Zum Einen ist sie bei uns in Sicherheit und ich bekomme sofort mit wenn sie was braucht und zum anderen kann ich ihre Nähe genau so intensiv genießen wie sie es tut.
    Und andererseits finde ich es viel entspannter und kann in der Nacht super gut schlafen.
    Klar gibt es manche Nächte, wo ich mich auch gern so breit machen möchte wie ich gern will aber wiederum.wiegt das andere alles mehr auf.
    Ich bin ein klarer befürwortet für ein Familienbett ubd mein Mann auch. Dazu kommt, das er selber aus einem Land kommt in dem kein Familienmitglied bis zu einem bestimmten Alter allein schläft. Aus diesem Grund wäre es für ihn auch undenkbar es anders zu Handhaben.

    Liebe grüße Angelique

  • Ulrike

    Kann ich nur bestätigen.
    Das erste Jahr lag mein Kind fast ausschließlich bei bzw auf mir. Wir hatten fast ständigen Körperkontakt und nachts musste sie wg Hunger oder Angst niemals weinen und darüber bin ich froh. Ich war trotz allen paar Stunden stillen tags fit da wir das Bett nachts nicht verlassen mussten und nie wurde ich aus einer Tiefschlafphase gerissen.
    Dann schlief sie fast 1,5 alleine ein und durch in ihrem Zimmer. Seit sechs Monaten und nach vielen Umstellungen ist sie wieder in mein Bett gezogen. Wenn sie das nicht mehr braucht ändert sie das auch von allein wieder. So haben wir beide gute Nächte und schlafen am Wochenende auch mal bis halb neun 🙂

  • Judith

    Ich bin ganz begeistert von den vielen positiven Kommentaren zum Familienbett!:)
    Meine Tochter( 5 Monate) hat die ersten 2 Wochen nach der Geburt in ihrem Bettchen geschlafen.Hat super geklappt,doch dann kamen von heut auf morgen die Koliken und Schlaf wurde für uns alle 3 zur Mangelware…!
    Die ersten paar Tage hab ich sie immer aus dem Schlafsack gefummelt,gewickelt,gestillt und getröstet und dann leider wieder versucht sie ganz sanft und leise in ihr Bettchen zu packen.Dies hat natürlich nicht geklappt aber ich habe auf Ratschläge der „Alten“gehört.Ich wollte,wie jeder beim ersten Kind,alles richtig machen und habe einfach nicht auf meinen Mutterinstinkt vertraut.Irgendwann war ich so abgekämpft und fertig mit den Nerven dass ich abends immer zusammen mit ihr ins Bett gegangen bin und sie auch die ganze Nacht bei mir behalten habe.Eigentlich nur aus Bequemlichkeit aber es hat ihr ein bisschen geholfen und ich konnte beruhigter schlafen.Nicht länger als vorher weil sie alle 2 Stunden gestillt werden wollte aber es hat uns allen gut getan und ich bin froh dass mein Mutterinstinkt am Ende doch noch gesiegt hat 😉
    Inzwischen schläft sie abends um 19 Uhr in ihrem Bettchen ein aber sobald sie morgens wach wird,hole ich sie zu uns ins Bett,stille sie und dann schlafen wir alle 3 nochmal eine Runde! Ich genieße diese Zeit sehr denn sie ist ja nicht ewig so klein!!! 🙂

  • Katy

    Hallo zusammen,
    ich habe eure Kommentare alle sehr gespannt durchgelesen und fühle mich fast wie eine Rabenmutter.😵
    Mein Sohn ist jetzt bald ein Jahr alt. Zu Beginn habe ich ihn sogar auf mir schlafen lassen, als wir noch im Krankenhaus waren. Da ich einen ks hatte, hatte ich auch keine Bedenken, dass ich ihn versehentlich runter werfen könnte, da ich mich eh kaum ohne schmerzen bewegen konnte.
    Als wir dann jedoch zuhause waren, und die narbe immer weniger weh tat und ich einfach fürchterliche Angst hatte, dass ihm nachts etwas passieren könnte, hielt ich es für richtig, ihn im stubenwagen neben mir schlafen zu lassen. Auch weil ich weiß, dass mein Mann und ich einen unfassbar festen schlaf haben. Mein fester schlaf hat sich zwar dann ziemlich schnell verflüchtigt, aber bei meinem Mann hält er bis heute an… Und er nimmt auch keine Rücksicht ob da noch jemand im bett liegt.

    Mein nächstes Problem war auch unser hund. Der es auch gewohnt war (auch da Schande über mein Haupt) bei uns im bett zu schlafen… Zwar immer am Fußende, aber ich hätte es trotzdem nicht toll gefunden, wenn dann alle im bett rum kullern.

    Da ich dann auch nicht viel Milch hatte, musste ich meinem Sohn auch immer zufüttern. Der Vorteil daran war widerum, dass er satt und zufrieden bereits mit sechs Wochen durchgeschlafen hat. Nach zwei Monaten habe ich das stillen auch komplett aufgegeben, da es nur noch Stress für mich und den Zwerg bedeutet hat, wenn er sofort los schrie wenn ich ihn stillen wollte. Es kam einfach nichts mehr an.

    Wir wohnten zu Beginn noch bei meinen schwiegereltern, da unser Haus noch gebaut wurde… Platztechnisch war es also auch nicht so einfach, als ich feststellte, dass sich mein -ach so geliebter- tiefer schlaf so stark reduziert hatte, dass ich bei jedem zucken des zwerges hoch geschnellt bin, auch wenn er sich nur drehen wollte o.ä. Der tiefe schlaf meines Mannes hingegen ist offenbar noch tiefer geworden, so dass er seinen Wecker auch gern eine Stunde lang überhörte. Das kannte ich zwar schon, aber mein armer Sohn leider nicht.

    Das war dann der Zeitpunkt, ab dem der stubenwagen auch in der Stube stand und mein Kind selig darin geschlafen hat. Und heute in seinem eigenen Zimmer in natürlich größerem bett. Er wacht zwar heute 1 bis 2mal die Nacht auf aber schläft auch genau so schnell wieder ein.

    Ich muss jedoch auch zugeben, dass ich bis vor kurzem den Zwerg habe auf meiner Brust einschlafen lassen. Und seine kurzen schläfchen hat er komplett auf mir verbracht. Das hat sehr gut funktioniert, jedoch ist mir klar geworden, dass die Erzieherinnen in der kinderkrippe natürlich nicht die Zeit haben, sich so intensiv um das einschlafen meines Kindes zu kümmern. Deshalb üben wir im Moment das Im-eigenen-Bett-einschlafen. Funktioniert bis jetzt auch ganz gut.

    Letztendlich haben meine mutterinstinkte gesagt, dass mein Sohn wohl besser allein in seinem Zimmer schläft (ausnahme: wenn er Fieber hat… Da gibt es noch eine klappcouch in seinem Zimmer). Und wir schlafen alle super damit.

    Versteht mich nicht falsch, ich will hier niemanden bewerten oder mich mit den schlafgewohnheiten meines Sohnes brüsten. Ich verstehe das hier lediglich als Erfahrungsaustausch und da ich hier so einiges über die natürlichen instinkte gelesen hatte, die bei mir ganz gegenteilige Tendenzen hatten, wollte ich auch eine andere Meinung kund tun.

    Viele Grüße

    Katy

    PS: Bei mir wirft sich noch eine Frage auf: wie bei euch die Erzieher/innen oder tagesmütter es denn handeln euer Kind zum schlafen zu bringen… Denn, ob mein Kind allein schläft, war geradezu die erste Frage die mir beim kita-gespräch gestellt wurde.

    • Ulrike

      Ich finde nicht, dass du dich als Rabenmutter fühlen musst.
      Denke jeder muss da seinen eigenen Weg finden. Und wenn die Mutter zufrieden ist ist es auch das Kind. Gilt genauso fürs stillen. Du scheinst die Bedürfnisse deines Kindes wahr und erst zu nehmen und genau das ist doch das einzige das zählt.
      Ich denke es gibt Kinder die mehr Zuneigung brauchen und welche die weniger möchten.

      Zum Thema schlafen in Fremdbetreuung.
      Meine schlief als sie zur Tagesmutter kam auch nur auf mir – zu hause. Bei der Tagesmutter gab es dank Gruppendynamik nie ein großes Problem. Weder beim schlafen noch beim Essen. Kinder unter sich lernen so viel von einander und schauen sich so viel ab. Geh entspannt an das Thema ran, dann ist der Zwerg auch entspannt.
      Meine hatte ihre Lieblingskuscheltiere dabei und das ging gut.

      LG

  • Katy

    Vielen Dank für die lieben Worte.

    Das beruhigt mich doch sehr, dass die Gruppendynamik auch beim schlafen legen einiges ausmacht. Da hast du recht, da muss ich einfach entspannt ran gehen. Es wird sich ja in ein paar Wochen zeigen, wie er letztendlich darauf reagiert.😊

    LG

  • Stefanie

    Hallo ihr lieben

    ich habe zwei Mädels 2 1/2 und 11 Monate.
    Beide schliefen ab und zu bei mir im Bett aber überwiegend im Beistellbett neben mir. Wenn ich das Bedürfniss hatte sie zu streicheln oder meinen Kopf neben sie legen wollte, dan tat ich dass und wenn ich wollte legte ich mich wie ich es gebraucht habe. So war ich am Tag viel ausgeglichener und hatte mehr Energie.
    Beide Mädels habe ich entweder auf dem Arm oder beim Daneben liegen zum Einschlafen gebracht und egal wie, mal hat es gut mal schlecht geklappt. Ich emfand, dass es immer auf ihr erlebtes vom Tag und ihr Wohlbefinden ankam und nicht wie sie zum einschlafen gebracht wurden. Bei beiden lief es gleich ab. Erst schliefen sie mit mir ein, nach ein paar Wochen lag ich eine Weile neben ihnen und bin aus dem Schlafzimmer raus während sie noch wach waren(was ich nur tat wenn es ohne Weinen funktionierte) und nach ein paar Monaten gab es abends Einschlafrituale (nach dem Abendessen zähne putzen, schlafanzug anziehen, Buchlesen, ins Bett legen Spieluhr anmachen) und die Kids schliefen friedlich alleine in ihren Betten ein. Wenn sie krank sind oder sie am Tag viel erlebt haben und dies im Schlaf extrem verarbeiten, dann bin ich da und bleibe bis sie schlafen oder um sie zu beruhigen.
    Ich habe festgestellt dass meine Kinder schneller einschliefen, wenn nicht Mama der Spielkamerat und Entertainer neben ihnen liegt. Beide haben mich immer wieder aufgefordert sie zu unterhallten und wollten spielen und sich mit mir beschäftigen. Das würde ewig gehen. Aber wenn sie mit mir am Anfang gekuschelt haben und dann alleine waren verstanden sie viel eher, dass Schlafenszeit ist. Wenn sie dann alleine waren brabbelten sie noch etwas vorsichhin und schliefen dann friedlich und ruhig ein.
    Heute brauchen wir nur unsere Schlafrituale und beide schlafen friedlich ein.
    Die erste konnte ich nicht stillen. Sie hatte es nicht geschafft zu saugen und war immer zu kaputt und müde und hungrig. Dann kam das mit der Milch bei mir auch nicht in Gang. Wenn sie Nachts leise Töne von sich gab, machte ich dass Licht an und sie wusste, dass Mama reagiert und wach ist. Dann wartete sie seelenruhig bis ich mit der Milchflasche kam und schlief nach dem Wickeln schnell wieder im Beistellbett ein.
    Bei der 2. klappte das stillen sehr gut. Sie habe ich dann einfach vom Beistellbett zu mir rüber und angedockt. Danach wieder rüber und war glücklich und zu frieden.
    Beide haben sehr schnell durch geschlafen.

    Ich bin voll zufrieden mit meiner Entscheidung. Habe nichts gemacht was mir andere gesagt haben, sondern wie es für uns am besten gepasst hat.

    Ich finde jeder muss in sich horchen was erbraucht und was sein Kind braucht und versuchen eine gemeinsame Lösung zu finden mit der jeder zufrieden ist.

    Viele Grüße
    Steffi

  • stephanie

    Unser kleiner Sohnemann schläft seid geburt bei uns im Bett denoch wird er jede Nacht wach und schreit was das Zeug hält. An Schlaff erst garnicht zudenken! Tags über trage ich den kleinen Mann ständig selbst die Hausarbeit muss ich liegen lassen damit ich ihn ja nicht absetze sonst schreit der wieder!! Langsam bin ich echt am verzweifeln. Es gibt für mein Partner und mich nicht mal 2 Minuten für unsere zweisamkeit und dass reist an unseren Nerfen langsam . Aber mein Sohn kann ich dennoch nicht an sein Bettchen gewöhnen…. Ich mag ihn gern immer bei mir haben aber langsam wirds Zeit dass er in sein Bett zurrückkehrt das wir ihm liebevoll in unserem Zimmer aufgerichtet haben.

    • twohearts

      Ohje
      Versuchs mal beim osteopathen und Google mal KISS Syndrom.
      Überleg dir eine Trage oder ein Tragetuch abzuschaffen.

      Wie alt ist er denn?

      Meine blieb die ersten acht Monate bei mir und kehrte dann mit drei Jahren auch wieder zu mir zurück.

      • Stephanie

        Mein Sohn hat jetzt 15 Monate , ein Tragetuch hab ich auch aber der kleine mag nicht gern drin liegen. Ich habe bereits mit meinem Kinderarzt gesprochen der meinte nur ich müsse ihm das abgewönnen und ihn einfach in seinem Bettchen liegen lassen, aber ich mag nicht wenn der kleine Mann schreit 🙁

        • twohearts

          Netter Arzt :/

          Du musst deine Schmerzgrenze finden und dann wird dein Sohn sich auch danach richten. Die Erfahrung hab ich mit meiner gemacht. Wenns bei mir nicht mehr ging dann klappte es.

          Ich weiss nicht wie euer tag ausschaut.
          Nehme an du bist noch zu hause?
          Wenn du in der Küche was machen musst setz ihn daneben, lass ihn Schubladen ausräumen. Füll reis in eine PET Flasche drück ihm Kochlöffel in die Hand.
          Beim Wäsche aufhängen sass meine im Waschkorb neben mir u hatte ein Stofftier dabei. Im Bad schmiss sie OBs in die Badewanne o sortierte diese.
          Zwischendurch gabs immer wieder kuschel u spiel Einheiten ohne Ablenkung. Nur wir beide. Ohne Gedanken was eigentlich noch gemacht werden müsste.
          nur so als Idee und Anregungen.

          Stört er dich denn nachts im Bett?
          Meine lag nicht in der Mitte sondern am Rand.

    • anna

      Ein Besuch bei einem Osteopath war auch meine erste Idee! Oft haben Kinder Verspannungen die sie durch neue Eindrücke, Wachstum etc. Nicht gut verarbeiten können und die sie sehr unruhig machen. Daher schreien sie viel. Ich kenne viele, die nach einem Osteopthie- Termin ein völlig entspanntes Kind hat. Und das in jedem Alter…

      Finde das Thema sehr spannend und zusagend!! Aber auch bei mir stellt sich die Frage, wie man die Kinder nicht allzu spät in ihr eigenes Bett und Zimmer bekommt. Ich fände es schade, wenn mein Kind nicht woanders/ ohne Eltern schlafen möchte…

  • Nicole

    Hallo!
    Genau so leben wir auch! 14 Monate gestillt. Mit in meinem Bett geschlafen und jetzt ist unsere Tochter bald 5 und hat, seit dem sie 15 Moate alt ist, ihr Kinderbett neben meinem stehen. So liegen wir Matratze an Matratze. Auf der äußeren Seite sind die Seitengitter noch dran, innen haben wir die Gitter einfach demontiert. Abends bleibe ich bei ihr, bis sie eingeschlafen ist. Irgendwann wird sie selbst entscheiden, wann sie in ihrem eigenen Zimmer schlafen möchte.
    Eine Frage habe ich allerdings:
    Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Kindern mit ADS oder ADHS und denen die zu wenig Körperkontakt, bzw Zuwendungen bekommen haben?

  • Heike

    Hallo zusammen, ich habe noch keine Kinder finde aber die Familienbettidee großartig. Eine Frage hätte ich zu dem Thema noch. Geht ihr mit eurem Kind zusammen ins Bett und steht wieder auf, wenn es eingeschlafen ist. Oder wie händelt ihr das?

    • Mandy

      Wir legen unser Kind (5 Monate alt) zwischen 19 und 20 Uhr in unser Bett, dann schläft es alleine ein und später legen wir uns dazu. Wenn es dann ausgeschlafen hat (zwischen 6 und 7 Uhr) und im Bett liegt und „erzählt“, muss allerdings einer mit ihm aufstehen. Der andere schläft dann meist noch weiter.

  • Barbara

    Ich habe 3 Kinder und sie schlafen alle gerne mit im Elternbett. Allerdings wird es dann wirklich eng, wenn wir zu fünft versuche drin zu liegen, geht eigentlich garnicht, und keiner kann mehr schlafen. Wo bekommt man denn so breite Betten? Auch habe ich mit meinem einen Kind neuerdings (er ist jetzt 2 1/2) das Problem, dass er zwar unbedingt zu uns ins Bett will, dann aber wartet bis wir einnicken und sich dann heimlich rausschleicht um zu spielen… und das immer wieder und bis nachts um 11. So bin ich jetzt doch wieder dazu übergegangen, ihn in sein Bett zum schlafen zu legen, und mich daneben zu setzen 🙁

  • Stephanie

    Er liegt bei uns in der mitte da ich einfach zuviel angst habe dass er mir rausfällt! Wenn der Papa und Sohnemann auch noch schief im Bett liegen komms mal vor dat die Mami mal ausm Bett geschubst wird!! Bei der Hausarbeit beschäftige ich ihn soviel wie möglich , nur leider hält das noe lang an …

    • twohearts

      Es gibt einen rausfallschutz. Fürs kinderbett aber auch für große betten. Google mal. Auf alle Fälle von reer. Den klemmst du einfach unter die Matratze und dann kann nichts mehr passieren. Dann leg du dich oder dei mann sich in die mitte. Finde so hat man als Eltern mehr platz im bett als wenn das Kind in der Mitte liegt.
      Und den Besuch beim osteopathen kann ich wirklich nur empfehlen.

  • Bea

    Hallo,
    dann hab ich ja alles richtig gemacht. Meine Tochter hat auch immer in meinem Bett geschlafen, weil ich sonst anders gar nicht zur Ruhe gekommen wäre. Wie auch im Text beschrieben, konnte sie jederzeit trinken ohne dass ich aufstehen musste. So konnte man auch dem nächtlichen Schreien entgehen.
    Ich kann nur bestätigen, dass dieser Körperkontakt mit viel Liebe, neben der Nahrung das Wichtigste ist, was ein Kind braucht. Ich würde es immer wieder so machen. Mein Kind ist einfach großartig.
    Sei es in seinem Sozialverhalten also in seinem ganzen Wesen oder sei es leistungsmäßig in der Schule.
    Sie ist jetzt 7 Jahre und das ist der einzige Nachteil, sie schläft immer noch in meinem Bett und da bekommt man nachts schonmal einen Tritt oder eine Hand ins Gesicht, was mich dann aus dem Schlaf reißt. Aber aus der Tatsache wie meine Tochter ist, wie sie ist, würde ich es immer wieder so machen.
    Schaut genau und hört auf die Bedürfnisse eurer Kinder. Haltet euch nicht an gesellschaftliche Normen. Kinder brauchen Regeln aber keinen Drill.

  • Jana

    ein schöner Artikel – wir haben intuitiv gehandelt – wie bei allem was uns angeht. bewusst wollen wir mit unseren Kindern sein. aus welchem Grund erschaffen wir erst die Möglichkeit, sie auf diese welt zu holen? wir wollen mit ihnen sein, sie begleiten. mit den Kindern kamen vermehrt auch Erinnerungen auf, die verborgen schienen. sprich, Erinnerungen, dass ich es als kind gehasst habe, allein sein zu müssen und in meinem Bett abgegrenzt war. später das elternbett auch so ein tabu-heikel-bereich war.
    wie in dem film „der mit dem Wolf tanzt“ die Familie in einem Tipi schlief und die Kinder es nicht anders kannten, es völlig normal ist, was im miteinander geschieht. wir lieben es mit unseren Kindern in einem Bett zu schlafen. so sind es kurze wege und die kids viel schneller beruhigt. ich möchte hilfreich dabei sein, dass sie ihr unvertrauen wahren können und so auch später immer eine ruhende basis in sich wissen, sich ihrer selbst bewusst. allein der Gedanke, wie schnell es gehen wird, dass sie uns in nur wenigen Jahren vielleicht schon weniger um sich haben wollen, weil sie ihre Welt gern allein entdecken wollen. dann würden wir um die zeit trauern, die wir uns selbst genommen haben – die nähe mit unseren Kindern in tiefen Zügen zu genießen. daher – so lange sie wollen, sind sie bei uns – auch des nachts 🙂

    • Vielen Dank, Jana! Du bringst auf den Punkt, wie es von Natur aus vorgesehen ist. Wenn alle Eltern diese Sichtweise hätten und so handeln könnten, sähe die Welt anders aus.

      • Jana

        wie du ja aber schon festgestellt hast- es passiert ein um“denken“. schlussendlich ist es wie bei Kindern: wir lernen durch vorleben. also in dem wir andere Wege gehen und uns wieder mehr und mehr bewusst leben, steigen nicht nur die guten Energien sondern wir stecken an, zeigen andere Wege auf – so dass andere Beobachter wiederum neue Impulse wahrnehmen und für sich wiederum neues bewusst werden kann…seien wir einfach ansteckend in dem wir authentisch uns selbst leben – mit viel herz! eine gute basis für eine liebevolle heranwachsende generation

    • Mandy

      Danke Jana, wunderschön geschrieben!

  • Bei uns (4 Kinder) hieß Dein Familienbett immer ‚Mäusenest‘ da alle kreuz und quer über- und nebeneinander lagen 🙂
    Eine wunderbare Sache!
    Dummerweise kann ich das heute durch primär Allein- oder 2er- Schlafen nicht mehr so gut, was zeigt, dass auch Schlafgewohnheiten bloß – änderbare! – Gewohnheiten sind,
    Liebe Grüße aus Wien!

  • Für alle, die genug Platz im Schlafzimmer haben, ist das Original-RIMA-Familienbett vielleicht genau das Richtige: http://www.familienbett.at
    Das ist keine Werbung, sondern ein Lösungsangebot 😉

    Wir haben vier Kinder und da war immer zu wenig Platz – bis ich das Familienbett entwarf. Und wenn die Kids mal nicht mehr wollen, lässt es sich mit ein paar Handgriffen wieder in ein normales Doppelbett verwandeln.

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