Rette sich, wer kann!

Transformationsblog von Hannelore Vonier

Naturkatastrophe: Der Unterschied zwischen Katastrophe und Ereignis

Naturkatastrophe Arhuaca

Kürzlich kommentierte Anette den Beitrag Naturkatastrophen – Warum wir die Natur verloren haben mit folgender Geschichte:

[bctt tweet=“Eine Naturkatastrophe in unserer Welt ist eine Katastrophe. Bei Naturvölkern ein Ereignis.“]
Naturkatastrophe: Arhuaco Hütte absteckenJose, Arhuaco Indianer aus Kolumbien, wurde sehr früh durch ein Rumpeln geweckt. Er trat aus seiner Hütte und sah eine ca. 4 m hohe Erdlawine 30m von seinem Haus entfernt. Sie war scheinbar da zum stehen gekommen.

Er schloss seine Hühner und Schweine in die Hütte ein und machte sich auf, oben auf dem Berg zu schauen wo der Erdrutsch hergekommen war.

Als er zurück kam hatte der Erdrutsch seine Hütte völlig verschluckt. Nur sein Gemüsegarten blieb verschont.

Sein stoischer Kommentar in meinem (10jähriges Kind) Beisein: “Schade um die Tiere”, und wir liefen ins nächste Tal zu seinem Sohn.

Naturkatastrophe: Dachkonstruktion der Arhuaco-HütteNach einer Woche schaute ich mit meinen Geschwistern den Erdrutsch an und wir staunten.

Jose hatte ein Stück weit vom Erdrutsch entfernt nicht eine, sondern 2 schöne Hütten aufgebaut, Hühner und Schweine liefen wie eh und je darum herum und alles war so, als wäre nie etwas passiert.

Seine Söhne, Familie, Gemeinschaft hatten das Neue aufgebaut und das Leben ging weiter.

Keine Versicherung, keine Baufirma, kein Viehmarkt und doch war in kürzester Zeit alles wieder da und noch besser als das Alte. Wir “Zivilisierte” waren völlig platt!

 

Wer eins mit der Natur werden will, beginnt damit am besten während einer Naturkatastrophe.
Bertrand Russel

Naturkatastrophe - neue Arhuaco-Hütten


Autor: Hannelore Vonier

Bloggerin mit dem leidenschaftlichen Drang, die destruktiven Kräfte in unserer Gesellschaft bekannt zu machen und Lösungen aufzuzeigen. Mehr über mich und diesen Blog.

2 Kommentare

  1. Vor ca 2500 Jahren meinte ein griechischer Weiser zu einem offensichtlich unangenehmen Zeitgenossen: „Ich wünsche dir Reichtum, damit die Verderbtheit deines Charakters offenkundig wird.“  In unseren westlichen Wohlstandsgesellschaften sind die Mängel unserer Mitmenschlichkeit offenkundig. Wir haben für (fast) alle Wechselfälle ein Geldtöpfchen. Die gute Wirkung des ‚Heilkrautes‘ Mitmenschlichkeit ist nur noch wenigen bekannt. Glücklicher Jose, der beides erhält.   

    • Wer weiss was wir als Preis bezahlen ( unsere Freiheit) und hat deren Wert schätzen gelernt kann sich entscheiden . Dieses Glück einfach hier zu sein .
      Wer davor Angst hat wird zwischen zwei Leben wieder getröstet . Aber es gibt das Hintertürchen .
      Dieser Weg führt genau an den gleichen Stationen vorbei . Und ich glaube dass daran auch kein Weg vorbeiführt . Wer dieses Wissen angelernt hat ist nicht glücklicher denn diese Erfahrung muss gelebt werden . Als Ganzes und auch als Einzelnes . Von diesem Moment aus geht der Weg zurück oder in die Andere Richtung . Wir sind dazu befähigt den Leim der Materie zu erkunden .