Das Video zeigt den zukünftigen US-Minister für Gesundheit und Human Services, Tom Daschle, der in seiner Rede an die Amerikaner appelliert, sich an der Gesundheitsreform aktiv zu beteiligen, indem sie eine “Health Care Community Discussion” ausrichten und Ideen einbringen.
Ich wurde auch dazu eingeladen ein Formular auszufüllen und einzutragen, ob ich als Gastgeberin fungieren möchte, oder eine Diskussionsgruppe in meiner Umgebung suche.
In beiden Fällen, wäre das Treffen über die Community-Website my.barackobama.com organisiert worden, so dass man sich finden kann.
“find events” steht dort, und wenn du klickst, kannst du das Land, die PLZ und den Such-Radius eingeben, um eine Veranstaltung in deiner Nachbarschaft zu finden, von denen es noch haufenweise geben wird.
Die Länderliste umfasst, wie im Internet üblich, alle Länder von A wie Afghanistan bis Z wie Zimbabwe. Denk’ mal darüber nach, was das bedeutet…
Letztes Wochenende fanden im ganzen Land “The Change is Coming house meetings” statt. Das sah zum Beispiel so aus wie auf dem Wohnzimmer-Foto.
Ich habe einen Teil des Videos übersetzt:
“Wir haben die Leute aus dem ganzen Land eingeladen, mit uns zu diskutieren und zu kommunizieren. Bei sich zu Hause, in Gemeinschaftszentren, im Gemeindesaal von Kirchen, um Ideen zu sammeln, wie die Probleme des Gesundheitssystems gelöst werden können.
Wir sprachen viel über die persönlichen Erfahrungen Einzelner; jetzt wollen wir zum nächsten Level gehen und die Ideen und Vorschläge miteinander teilen, die das System verbessern könnten.
Die Grundidee ist, die beste Liste von Anträgen und Vorschlägen zusammenzustellen – von Vorsorge bis zu klinischer Betreuung. Wir wollen, dass die Bevölkerung äußert, was sie will, und dass wir Vorschläge diskutieren.
Transparenz ist dabei ein Schlüssel, damit es richtig läuft, funktioniert. Wir müssen das amerikanische Volk einbinden.
Menschen müssen eingebunden werden, die persönliche Geschichten zu erzählen und Vorschläge mitzuteilen haben. Reale Erfahrungen, zu denen die Leute einen Bezug haben.
Das ist der Kern einer guten Gesetzgebung.
Das was schon während der ganzen Wahlkampagne stattfand, wird in diesem Prozess weitergeführt. Die Menschen werden einbezogen: im Dialog, durch die Medien, durch alle möglichen Wege der Kommunikation, die uns nur einfallen.”
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Jede/r eine Stimme? Das ist mehr als Demokratie, das geht in Richtung Konsenspolitik.
Ich halte diese Vorgehensweise für außerordentlich, keineswegs das übliche Politikergeschwätz und schon gar nicht übliches Handeln. Die Pläne der neuen Regierung werden, soweit es zu diesem Zeitpunkt formal geht, bereits umgesetzt. Nicht nur im Gesundheitsbereich, der Beginn war das Finanzwesen.
Präsident Bush zeigt sich kooperativ. Der hat endlich einen gefunden, der die Ärmel hochkrempelt und Bushs Arbeit macht.
Ich sehe, dass Barack Obamas Regierung mit diesen Aktionen die typisch patriarchale Hierarchie aufweicht: Graswurzelbewegungen können bewirken, was sie ohne den Präsidenten auf ihrer Seite in diesem Ausmaß nie schaffen könnten.
Bevölkerung und Politiker ziehen am gleichen Strang. Web 2.0 macht’s möglich. Sharing. Da handelt jemand aus dem gesunden Menschenverstand heraus. Ich würde es auch so machen.
Im Dialog mit der Bevölkerung.
Zu schön, um wahr zu sein?
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Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie
update: Tom hat im Kommentar gefragt: “Mich würde interessieren wie diese ganzen Ideen gesammelt und ausgewertet werden.”
Kurz nach der Wahl kam viel darüber in der Zeitung und im TV. Ich muss noch ein bisschen suchen…
Hier ein Artikel vom 28. April 08, als bereits Insidern klar war, dass Barack genügend Leute hinter sich hatte, um die Wahl zu gewinnen. Das ließ sich an der Anzahl der Geld-Spender ablesen:
Hier ein Artikel in der New York Times:
- How Obama Tapped Into Social Networks’ Power (9.Nov.08)






