
Was auch immer passiert, es liegt an unserer Wahrnehmung, was wir daraus machen.
Wir können es als Drama sehen. Oder als Potenzial. Ich persönlich bevorzuge das Potenzial.
In der Interaktion des Web haben wir die Möglichkeit, unseren Alltag so zu gestalten, wie wir ihn haben möchten. Folgende Liste bezieht sich auf das Schreiben und Kommentieren in Blogs, Foren, Wikis usw. Ist aber auf jede Gruppe, Familie und jeden Verein auch außerhalb des Internet übertragbar.
15 Tipps nicht-patriarchal zu agieren
- Ich bleibe in meiner Formulierung bei mir und drücke das auch klar so aus.
Beispiel: ICH sehe, ICH fühle, ICH nehme wahr, MIR geht es um…, nach MEINER Erfahrung… - Ich formuliere klar und präzise was ich meine. Ich stelle sicher, dass ich auch meine, was ich sage.
- Ich spreche nicht ÜBER Menschen, sondern Menschen direkt an.
- Ich unterlasse es, aus meiner persönlichen Sichtweise, Wahrnehmung oder Befindlichkeit eine allgemein gültige Aussage zu machen.
Beispiel: Ich bin sauer (wütend/ enttäuscht/ verletzt) anstatt “Du bist ein Rechthaber” oder “Es ist sinnlos”. - Ich achte darauf nicht bewertend zu formulieren.
Beispiel: “Ich bin enttäuscht” oder “mich beeindruckt/ berührt…” anstatt: “Das ist das Letzte/das ist toll! ODER: “Matriarchale Mütter haben die Möglichkeit xyz…” anstatt: “Männer sind…/Frauen sind…” - Ich bin sehr achtsam mit “Grenzen” in meinen Äußerungen.
Beispiel: Ich unterlasse Belehrungen, Ratschläge und “Psychologische Gutachten” gegenüber anderen Teilnehmer/innen, es sei denn, ich bin deutlich dazu eingeladen oder aufgefordert. - Ich bringe anderen der Community eine Haltung “auf Augenhöhe” entgegen. Selbst wenn ich ihn/sie überhaupt nicht verstehe oder er/sie mir unsympathisch ist.
- Ich achte darauf, dass mein Beitrag inspirierend, schöpferisch, hilfreich, unterstützend, freudvoll, zugewandt ist.
- Ich lege meine Betonung auf das, was uns hier verbindet, in jedem Fall ist es mindestens das Thema des Beitrags und übe mich darin, Unterschiede als Inspiration statt als Bedrohung zu erleben.
- Ich übe die Haltung eines/einer Lernenden.
Denn: Ich bin mir bewusst, dass meine Gedanken, Worte und Handlungen Realität er-schaffen. - Daher enthalte ich mich der Versuchung, “Munition” zu sammeln, um meine eigene Position (Standpunkt/ Sichtweise) zu untermauern und/oder die Position (Standpunkt/Sichtweise) eines Gegenübers zu untergraben.
- Ich bin stets bereit, mich von meiner gegenwärtigen Position (Standpunkt/ Sichtweise) zu lösen, wenn ich im Austausch mit anderen einen für mich besseren Wert oder lösungsorientierteren Ansatz gefunden habe.
- Wenn ich einen Artikelbaum/Kommentar eröffne, betreue ich ihn verantwortlich mit.
- Kritik und Persönliches frage/äussere ich per Email und direkt.
- Ich gebe eine Email und meinen Namen an, damit ich für die anderen ansprechbar und erreichbar bin.
Die Liste könnt ihr gerne auf euer Blog entführen. Wie alles hier. Siehe Lizenz in der Fußzeile.
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