
Aus dem Babyzimmer.de-Forum:
Hallo,
gestern habe ich erfahren, dass die Religionslehrerin (die ich sehr gerne mag!) der Klasse (3.) erzählt hat, dass es weder Weihnachtsmann noch Nikolaus gibt und was die Eltern den Kindern erzählen alles Quatsch ist.
Ehrlichgesagt wusste ich nicht mal genau ob meine Kinder noch daran glauben. Nach dem Gespräch wusste ich: zumindest der Kleine glaubt(e) noch dran und war doch sehr enttäuscht.

Teile mit uns im Kommentar, warum bzw. warum nicht.
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ich habe dafür gestimmt, dass es nicht richtig ist kinder zu belügen, allerdings halte ich die frage für falsch gestellt
die magischen geschichten auch vom weihnachtsmann nenne ich nicht lügen, geschichten fiktionen transportieren werte und grundeinstellungen in einer gesellschaft früher haben erwachsene den märchenerzählern zugehört (heute den politikern hihi)
märchen und magische geschichten ermöglichen den kindern offen dafür zu bleiben, dass es auch noch eine ebene hinter der wahrgenommenen realität geben kann
weihnachten ist eine zeit in der alle noch mehr als sonst in einem theaterstück mitspielen, das kann man kindern auch anders vermitteln als nur zu sagen ‘alles quatsch und gelogen’
(mal ganz davon abgesehen dass das was im religionsunterricht vermittelt wird auch nicht wissenschaftlich abgesicherte ‘wahrheit’ ist…)
birgits letzter Blog-Beitrag…yul
@birgit – “die magischen geschichten auch vom weihnachtsmann nenne ich nicht lügen”
Ahhhh! Was sind denn die “magischen” Geschichten? Der Weihnachtsmann ist doch eigentlich der Onkel Paul oder ein Student, der sich was dazu verdient.
Und wer bringt die Geschenke? Die kaufen die Eltern.
Was ist daran magisch, wenn man Kinder in dem Glauben lässt, da gäbe es einen mit Sack und Rute, der einmal im Jahr aus dem Nichts auftaucht und braven(!) Kindern Krempel bringt, die nach 2 Tagen langweilig sind?
Die Frage ist schon richtig gestellt, nur ein bisschen unangenehm, denn wir wissen genau, wann wir lügen und wann nicht. Da gibt es kein dazwischen.
“die magischen geschichten auch vom weihnachtsmann nenne ich nicht lügen”
wenn es mal “Märchen”-Geschichten blieben und nicht zu realen Erlebnissen mutierten, die auch noch ernst ! genommen werden. Da muss ich Hannelore recht geben. Die Kinder werden von allen Seiten belogen, und das bleibt keine Fiktion oder Geschichte mehr, wie zb. bei einem Tagtraum, sondern überschreitet die Grenze zur greifbaren Realität.
Ich erinnere nur ungern an die Hexenverfolgungen und die grausamen Folgen. Wieviele Kinder werden diese Weihnacht weinen? Aus Angst vor einem gruselig wirkenden Weihnachtsmann? Aus Schmerz von der Rute? Hab ich alles schon live erlebt.
Lügen – wider besseren Wissens eine (erfundene, gebeugte, geschönte) „Wahrheit“ an andere weiter geben.
Die Motivation, aus der Einer lügt, ist sehr verschieden. Es kann um Vorteilsnahme des Lügners gehen oder um Rettung von „Ehre“ oder Leben oder um ein Gespinst aus Wunsch und Phantasie… Religionen zum Beispiel sind solche Gewebe, die aus dem Wunsch nach Erkenntnis und einem politischen Kalkül entstanden sind.
Nach unserem Zeitgeist geht knallharte Rationalität, in der alles bewiesen und wissenschaftlich belegt werden muss und permanente phantasievolle bis verlogene Manipulation der Menschen ständig Hand in Hand. Und auch die wissenschaftlichen Fakten sind immer nur der Stand der momentanen Erkenntnis.
Kinder belügen, nein pfui, das tut man doch nicht!
Ihnen von Feen und Elfen, dem Osterhasen oder dem Weihnachtsmann erzählen, Märchen und Phantasiefiguren in ihren Leben lassen, warum nicht! Es ist sogar wichtig. Menschen leben schon immer mit den Wesen der anderen Welten, mal mehr, mal weniger direkt.
Lügen können anderen schaden, das ist wohl der Punkt, um den es hier geht. Und wir sollten genau abwägen, was mit einer Lüge erreicht wird, auch eventuelle Spätfolgen bedenken.
Aber, wer ohne Lüge ist, werfe den ersten Lebkuchen
Ich habe in meinem Leben auch gelogen und ich werde es bestimmt wieder tun und nur ich allein versaue mir damit mein Karma.
Erstens würde ich erst einmal sagen, egal ob man an den Weihnachtsmann glaubt oder nicht, ist eine derartige Äußerung einer Lehrerin einer 3. Klasse eine Frechheit. Sie hat weder die Aufgabe, noch, scheinbar das Taktgefühl, mit den Kindern über dieses Thema zu reden.
@hannelore, Jeder sollte für sich selbst wissen, wie er Weihnachten und den Weihnachtsmann sieht, ich möchte meinem Kind vermitteln, dass Weihnachten und die Weihnachtszeit etwas schönes ist, auf das man sich freuen kann und soll. Und wenn Du es genau wissen möchtest, glaube ich bis heute an den Weihnachtsmann oder besser den Geist von Weihnachten.
Aber wie ich eingehens sagte, soll dies jeder für sich selbst entscheiden und den “Glauben” der anderen Bitte respektieren.
Ich glaube eher, dass richtige Lügen (und ja, dazu zählen für mich Weihnachtsmann und Osterhase) später eher Misstrauen in Unwissenschaftliches hervorrufen.
Märchen sind keine Lügen, sie sollen von Anfang an einen tieferen Sinn/ Moral zeigen und kein Tatsachenbericht sein.
Es gibt Dinge, die gibt es oder die gibt es nicht. Entweder, da reitet wirklich ein unsterblicher Mann über die ganze Welt und bringt braven Kindern Geschenke- oder das gibt es nicht.
Dann gibt es Dinge, die vom Blickwinkel abhängen.
Wenn ich Gott dafür danke, dass wir genug zu Essen haben und es uns an nichts fehlt, dann erzähle ich meinen Kindern nicht, Gott ist ein alter Mann, der vorbeigekommen ist und das Essen auf den Tisch gelegt hat, sondern, Gott ist Liebe, Gott sorgt -auf ENERGETISCHER! Ebene- für unseren Wohlstand.
Oder, auf Weihnachten/ Wintersonnenwende übertragen: wir feiern hier die Wiedergeburt des Lichtgottes, wir feiern den Jahreskreislauf, wir feiern dass gerade Winter ist. Ich sage nicht, Gott ist ein alter Mann, der sich auf unser Grundstück schleicht und die Schneeflocken einzeln auf unseren Rasen legt, und später wieder wegnimmt.
Egal was das Motiv ist, es macht einen riesigen Unterschied ob es nur die energetische Version ist oder eine, die *FALSCHE* *TATSACHEN* vorgeben will.
Zweifelt ein Kind, das erfährt, Weihnachtsmann war nur Lüge, nicht auch eher am spirituellen Aspekt, als wenn es von kleinauf gelernt hat, Wunder im Alltag (Blumen blühen, Schnee fällt, Sonne kommt und geht) als in obskuren, logisch unmöglichen Geschichten zu suchen?
Ehrlich gesagt finde ich das eine Frechheit: Das ist eine ungeheure Einmischung in private Angelegenheiten. Es ist ja wohl meine Sache, was ich meinen Kindern “erzähle”, woran sie glauben und woran nicht. Wenn das eine Lehrerin meines Kindes machen würde, gäbe es sofort einen Aufstand – das würde ich mir nicht gefallen lassen.
Außerdem hat man den Kindern ohnehin schon so viele schöne Mythen genommen – warum sollen sie nicht an den Weihnachtsmann glauben dürfen?
Kati