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	<title>Rette sich, wer kann!&#187; Web 2.0 (Web 2.0 ist der Begriff für eine bestimmte Form gemeinschaftsbildender, sozialer Vernetzung, die wohlwollendes, achtsames Handeln hervorbringt.
)</title>
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	<description>Gesellschaft im Wandel: Vom Patriarchat zu Web 2.0</description>
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			<item>
		<title>Grenzt zunehmende Technologisierung ältere Menschen aus?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 21:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[ältere Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[neue Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[Grenzt zunehmende Technologisierung ältere Menschen aus? fragte der Fragezeichner auf Twitter; ich antwortete und war mitten in einer Diskussion, die wir dann über E-Mail weiterführten. Hier ist der Wortlaut. Weitere Stimmen erwünscht!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>&#8230; fragte der <a href="http://fragerei.wordpress.com/" title="Frage-Blog" class="liexternal">Fragezeichner</a> auf  Twitter; ich antwortete und war mitten in einer Diskussion, die wir dann über E-Mail weiterführten. Hier ist der Wortlaut. Weitere Stimmen erwünscht!<span id="more-3414"></span></p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p>FZ: Ist es für ältere Menschen einfacher, in einer technologiesierten Welt zu leben, oder werden sie vielmehr ausgegrenzt? (<a href="http://blogs.law.harvard.edu/philg/2009/10/29/technology-reduces-the-value-of-old-people/" class="liexternal">Technology reduces the value of old people</a>)</p>
<p>HV: ältere Menschen grenzen sich wenn, dann selber aus #technologie an sich grenzt ja keinen aus</p>
<p>FZ: @hvonier wenn die neue Technik schwer zu verstehen oder zu lernen ist, dann besteht die Gefahr einer Ausgrenzung (nicht nur Älterer)</p>
<p>HV: Ist Technik schwerer zu verstehen/zu erlernen als irgendetwas anderes, das man lernen will?</p>
<p>FZ: Ja, ab einem gewissen Grad. Banküberweisung übers Internet &#8211; sollte das auch ein 80jähriger noch lernen müssen?</p>
<p>HV: Was unterscheidet den Schwierigkeitsgrad einer Online-Überweisung von Email oder Online-Shopping?</p>
<p>FZ: Man kann ohne Email leben. Aber man muss einkaufen und über sein Geld verfügen können. Wenn man *nur noch* über das Internet einkaufen könnte oder sein Bankkonto verfügen könnte, besteht die Gefahr der Ausgrenzung einer Generation bzw. des Aufzwingens von Technik.</p>
<p>HV: In meiner Community haben alle Älteren Email, um Kontakt mit ihren Kindern, Enkeln oder Schulfreunden zu halten. Sie nutzen auch online-Services, um Fotos und Videos auszutauschen. Facebook ist für Senioren ideal, um nicht isoliert zu sein. Ist diese Technik nicht gerade für alte Menschen bereichernd und erleichternd? (Ich war übrigens seit 15 Jahren in keiner Bankfiliale mehr.)</p>
<p>FZ: Ohne Zögern: ja. Sie kann gerade alte Menschen aus der Isolation herausholen.<br />
Aber: nicht jeder ist in der Lage, dem Fortschritt zu folgen, der sich im letzten Jahrzehnt immer weiter beschleunigt hat. Muss man von den älteren Menschen erwarten, dass sie sich dem Fortschritt anpassen? Oder sollte man ihnen (zumindest für eine Übergangszeit) die Wahl lassen? Ich meine, man sollte (und das hieße dann zum Beispiel auch, einen Briefkasten in jedem Ort).</p>
<p>HV: Erstmal: wen meinst du hier mit &#8220;man&#8221;? Wenn niemand mehr Papier verwendet, um Infos zu verbreiten, dann ist die Post überflüssig, genauso wie einst die Poststationen zum Pferdewechseln.<br />
Es gibt Menschen, die meinen mit 25 Jahren &#8220;ausgelernt&#8221; zu haben und glauben, das Leben wäre statisch. Andere lernen, was gerade Neues in der Gegenwart geschieht. Sie sind up-to-date, egal wie alt sie sind.</p>
<p>FZ: Es gibt nun mal viele Menschen, die können oder wollen (beides bedingt einander) ihr Leben ab einem gewissen Punkt nicht mehr ändern oder sich mit Dingen auseinandersetzen, die nicht in ihr Weltbild passen. Nach meiner Erfahrung sind das sogar die allermeisten. Irgendwann werden die Briefkästen verschwinden. Aber ich finde, wir sollten sie nicht abbauen, bevor nicht die letzte Oma verschwunden ist, die ihren Nichten Weihnachtskarten schickt <img src='http://rette-sich-wer-kann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>FZ: Es gibt aber noch einen anderen Aspekt des Themas, der in dem Artikel oben anklingt: die Erfahrungen, die Menschen in ihrem Berufsleben machen, werden schon nach wenigen Jahren nutzlos, weil immer neue Technologien die alten ablösen.</p>
<p>HV: Es findet momentan nicht nur ein technologischer, sondern auch ein großartiger sozialer Wandel statt. Die Menschen erschaffen sich neue Technologien, weil sie genug haben von Gewalt und Krieg. Sie wollen Harmonie, sich mit anderen wohl fühlen anstatt im Dauerwettstreit zu liegen. Der Druck, der Fremdbestimmtheit zu entkommen, und Selbstbestimmung zu erlangen ist enorm. Das Internet zeigt, wie nie etwas anderes zuvor: Es geht, soziales Handeln lässt sich in Realität umsetzen und niemand kann das stoppen. Auf den Beruf bezogen, oder besser Berufung, bedeutet das: Ich definiere meine Job-Description selbst. Leute im Ruhestand müssen das &#8211; und vieles andere &#8211; gar nicht mehr lernen.<br />
Aber beim nochmaligen Durchlesen des Artikels kommt mir der Gedanke: Können nicht gerade ältere  Menschen den Facettenreichtum des Web ausgiebiger nutzen, weil sie über Erfahrungen verfügen, die ihnen im virtuellen Raum des Net eine große Flexibilität erlaubt?</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p><em>Dieser Dialog begann als Twitter-Gespräch, aber 140 Zeichen reichten nicht und wir wechselten deshalb zu Email. Ein Beispiel, auf das richtige Format zu achten.</em></p>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=3414&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie ich energievoll lebe (und blogge)</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/web20/wie-ich-energievoll-lebe-und-blogge/</link>
		<comments>http://rette-sich-wer-kann.com/web20/wie-ich-energievoll-lebe-und-blogge/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 20:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Klinger]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Übung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Antworten, die du im Leben suchst, liegen nicht "irgendwo weiter unten im Text", nicht im nächsten Buch, nirgendwo in der Außenwelt, sondern in dir. Wie man eine persönliche Energieliste erstellt (Energie-Übung)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Gibt es ein deutsches  Blogsterben? Oder kommt es manchen nur so vor? Zumindest werden Aufrufe gestartet, die &#8220;Blogosphäre&#8221; wieder zu beleben. <a href="http://www.webwriting-magazin.de/vom-eigennutz-beim-bloggen/" class="liexternal">Details bei Claudia Klinger</a>.</p>
<p>Ich bin selbst betroffen und habe seit 6 Monaten nichts mehr gebloggt, weil ich persönliche Aufgaben zu erledigen habe und eine längere Auszeit brauche. Keine Ahnung, wie lang.</p>
<p>Überraschend für mich ist, dass die Besucherzahlen nicht sinken und die Abonnements sogar steigen.</p>
<p>Warum?<span id="more-3375"></span> Meine Beiträge sind <em>zeitlos</em>, selbst solche, die als Aufhänger etwa die Fussball-EM von 2008 oder den Amoklauf von Winnenden haben.<br />
Sie werden weiterhin aufgerufen.</p>
<p>Mir ging der Gedanke durch den Kopf,  das Datum im Post und im Kommentar zu entfernen, weil die Leute anfangen sich zu entschuldigen, dass sie so spät in die Diskussion einsteigen.<br />
(Ein Blog ohne Datum &#8211; ist das überhaupt ein Blog?)</p>
<p>Claudia schlägt vor, ein Blog lieber zu löschen, als es vor sich hin dümpeln zu lassen.</p>
<p>Ich lese z.B. englische Blogs wie problogger oder coppyblogger, auch einige deutsche, wo die alten Archivposts nach wie vor gültig sind. Dafür hat ein Blog ja ein Archiv.</p>
<p>Möglicherweise verlieren die Blogger/innen die Lust am schreiben, die wenig Eigenes, Grundsätzliches, Neues, bloggen und stattdessen die Leute aus den Holzmedien nachmachen und glauben ständig aktuelle Nachrichten bringen zu müssen.<br />
Auf vielen Blogs kann man den Eigensinn des Bloggers nicht erkennen, keine Leidenschaft, keine Inspiration für die Lesenden, kein &#8216;value&#8217;. Claudia schreibt an einem &#8220;richtigen&#8221;, also aufwändigem Artikel um die 2 Stunden. Das geht mir genauso. Mit Recherchen dauert es oft aber viel länger.</p>
<h3>Qualität vor Quantität</h3>
<p>Claudia schreibt:</p>
<blockquote><p>&#8230; ich hab’ keine Lust, es [mein Blog] im Stil eines “angesagten” rund-ums-Internet-Blogs ständig mit irgendwelchen aktuellen Inhalten zu füllen. Nur sehr gelegentlich kommt ein “richtiger” Artikel, was alleine für ein Blog nicht reicht &#8211; jedenfalls nicht dazu, in den RSS-Readern zu bleiben und eine gewisse Leserschaft kontinuierlich zu binden.</p></blockquote>
<p>Meines Erachtens ist genau das Gegenteil der Fall.</p>
<p>Erstens, <em>nur </em>&#8220;richtige&#8221; Artikel <em>binden </em>die Lesenden und zweitens ist <em>weniger  mehr</em>.  Ich lese schon lange keinen Reader mehr, weil selbst die Blogs, deren Themen und Autoren mich interessieren, immer wieder Mittelmäßiges schreiben, weil sie wohl meinen, es ist wieder mal an der Zeit was zu publizieren&#8230;</p>
<p>Ich glaube nicht, dass es gültige Regeln fürs Bloggen gibt, sondern nur eine bestimmte Einstellung;  die Grundhaltung im Web 2.0 ist:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Wir sind eine Gemeinschaft, von der ich ein Teil bin, und weil ich es mag in guter Gesellschaft zu sein, tue ich alles in meiner Macht stehende, um diese Gemeinschaft so zu gestalten, dass ich mich wohl mit den anderen fühle und sie sich mit mir.</strong></p>
<p>Wenn man das verstanden hat und umsetzt, wird man überrascht sein, über die Resonanz und die Fülle, die da zurück kommen. Kalkulierbar ist das nicht. Oder gerade doch?</p>
<p>Claudia schreibt weiter:</p>
<blockquote><p>Es ist schließlich nicht mehr neu und “hipp”, zu bloggen &#8211; also musst du eine Antwort haben auf die Frage: <strong>Was bringt mir das?</strong> Gibt es diese Antwort nicht, hörst du eben auf!</p></blockquote>
<p>Ich glaube auch nicht, dass irgend jemand eine Antwort auf die Frage &#8220;Was bringt mir das?&#8221; haben kann. Ob wir eine Reise antreten, mit einem Partner zusammen ziehen oder zu bloggen beginnen, wir <em>können </em> nicht wissen, was uns das bringt. Ganz einfach, weil die meisten Menschen nicht gut darin sind, in die Zukunft zu schauen. Ich kann es sogar überhaupt  nicht.</p>
<p>Die Frage ist auch gar nicht so wichtig, wichtig ist die Antwort. Und wenn du keine hast, dann höre nicht auf, sondern finde sie.</p>
<p>Wo? In dir selbst natürlich.</p>
<p>Hier ist eine Übung von Fred Dodson, die nicht nur für Blogger wertvoll ist, sondern für alle:</p>
<h4>Die persönliche Energieliste</h4>
<p>Nimm jetzt ein leeres Blatt Papier zur Hand, wo du schon mal da bist, und schreibe die Dinge auf, die dich persönlich&#8230;</p>
<p>&#8230;interessieren,</p>
<p>&#8230;faszinieren,</p>
<p>&#8230;begeistern,</p>
<p>&#8230;die du bewunderst,</p>
<p>&#8230;die du schätzt,</p>
<p>&#8230;die du schön findest,</p>
<p>&#8230;die du genial findest,</p>
<p>&#8230;bei denen du Enthusiasmus spürst,</p>
<p>&#8230;nach denen du dich sehnst,</p>
<p>&#8230;die eine sanfte oder starke Euphorie in dir auslösen.</p>
<p>Auf dieser deiner &#8220;Energie-Liste&#8221; können Orte, Menschen, Ziele, Wünsche, die Natur, Künstler, Farben, Filme, Bücher, Kulturen, Lehrer, Szenarien, Situationen, Erinnerungen, Vorstellungen sein.</p>
<p>Es können Themen wie Beruf, Geld, Gesundheit, Körper, Liebe, Sex, Spiritualität, Politik, Kulturelles, Mode, Musik, Science-Fiction, Geschichte, Natur, Architektur, Phantasie, Emotionen, Weltbilder, Organisation oder sonst was sein.</p>
<p>Schreibe geduldig, achtsam und bewusst, denn diese Liste reflektiert die Sehnsucht deiner Seele. Während des Schreibens kann es wirklich nichts Wichtigeres geben.</p>
<p>Tue das bitte jetzt, bevor du weiter liest, denn die Antworten, die du im Leben suchst, liegen nicht &#8220;irgendwo weiter unten im Text&#8221;, nicht im nächsten Buch, nirgendwo in der Außenwelt, sondern in dir. Diese Antworten sind bereits auf der Liste enthalten!</p>
<p>Die Energie, die Realität erschafft &#8211;  das &#8220;Leuchten&#8221; -,  wird mit Begriffen wie &#8220;Enthusiasmus&#8221;, &#8220;Wertschätzung&#8221; oder &#8220;Euphorie&#8221; am besten umschrieben.</p>
<p>Willst du im Leben irgendetwas von Wert erleben oder etwas Grundlegendes über dich selbst herausfinden, wirst du lernen müssen, diesen emotionalen Zuständen wiederholt nachzugehen, sie herzustellen, anzuschauen (wie du es gerade mit der Liste gemacht hast) und das zentrale Gefühl an sich auf die von dir erwünschten Realitäten zu übertragen.</p>
<p>Die persönliche Liste, die du soeben erstellt hast, ist wichtiger als jedes Buch, da sie mentale Konzepte enthält, die aus dir selbst kommen <em>statt aus zweiter Hand</em>.</p>
<h3>Heilung</h3>
<p>Du findest nicht nur Antworten in solchen euphorischen Zuständen, zusätzlich dient diese sehr hohe <em>emotionale Schwingungsfrequenz</em> auch der Heilung von Krankheiten, der Auflösung von Problemen, dem Kontakt zu dem, was viele als &#8220;Höheres Selbst&#8221; bezeichnen, der Entdeckung von &#8220;Wer du wirklich bist&#8221; und einer Reihe anderer Erfahrungen von <em>hoher Qualität</em>.</p>
<ul>
<li>Wie schwer ist es doch, krank zu sein, während du dich in einem Zustand von <em>Begeisterung </em>über eine Arbeit (Arbeitsrausch) befindest.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie schwer ist es, sich mit jemandem zu streiten, dem/der gegenüber man starke <em>Wertschätzung </em>empfindet.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie leicht ist es, etwas zu lernen, wenn man wirklich am Thema <em>interessiert </em>ist.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie viel Spaß kann es machen, &#8220;diszipliniert&#8221; zu sein, wenn eine Sache tatsächlich <em>fasziniert</em>.</li>
</ul>
<h3>Ein eigenes Leben bedeutet eigene Energien zu mobilisieren</h3>
<p>An Claudias &#8220;richtigen&#8221; Artikeln spüre ich ihren Enthusiasmus für das Thema. Ich lese sie gerne, obwohl ich häufig nicht mit ihr übereinstimme. Denn ihre Ideen und Gedanken inspirieren mich (wie jetzt zu diesem Blog). Bringen mich zum Nachdenken. Kitzeln Neues aus mir heraus.</p>
<p>Es ist nicht wichtig, ob jemand meiner Meinung ist oder nicht. Sondern ob ich ihn oder sie wertschätze, weil sie Zeit <em>und </em>Energie in ihre Arbeit steckt und das Ergebnis demgemäß ausfällt.</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p>Wie immer, ist dieser Beitrag für alle, nicht nur für Blogger, die ich als Beispiel herangezogen habe. Trotzdem ein kleiner Leckerbissen für blog-müde Blogger: <a href="http://www.problogger.net/archives/2008/03/23/how-to-breathe-life-back-into-your-blog/" title="Tipps: Wiederbelebung für Blogs" class="liexternal">How to Breathe Life Back into Your Blog</a></p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p><strong>UPDATE </strong>- Auf <a href="http://mashable.com/2009/10/17/crowdsourced-twitter-trends/" title="Blogger tweeten mehr, anstatt zu bloggen" class="liexternal">Mashable</a> gefunden:  Lifecaster, blogger, and über web geek, Chris Pirillo [<a href="http://twitter.com/chrispirillo" target="_blank" class="liexternal">@chrispirillo</a>] says that more and more bloggers are tweeting instead of blogging. Pirillo believes that <span>Twitter<span><a href="http://www.blippr.com/apps/336651-Twitter" rel="http://www.blippr.com/apps/336651-Twitter.whtml" target="_blank" class="liexternal"></a></span></span> offers pithy bloggers the opportunity to save the “time and energy poured into long-from blog posts, and instead find a way to say the same thing in 140 characters.”</p>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=3375&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Streamst Du schon oder bloggst Du noch?</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 15:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft im Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>
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		<category><![CDATA[sozial]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erwünschte Nachricht kommt zu dir: das ist Streaming. Blogs sind ungeeignet für den Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten und Freunden, aber wie erreicht man eine Beziehungskultur?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="alignleft size-full wp-image-3259" title="Web of Flow, powered by You" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2009/08/web-of-flow.jpg" alt="Web of Flow, powered by You" width="272" height="179" />Als ich diesen <a href="http://blog.myonid.de/2009/08/streamst-du-schon-oder-bloggst-du-noch/" title="Blog von Mario Grobholz" class="liexternal">Titel eines Posts von Mario Grobholz</a> in meinem Twitter-Stream las, dachte ich: Genau deshalb blogge ich zur Zeit nicht, weil ich das für mich richtige Streaming-Tool noch nicht gefunden habe.</p>
<h3>Streaming</h3>
<p>Was ist &#8220;Streaming&#8221;? Auch <em>Flow </em>für engl. &#8220;das Fließen, der (Daten)Fluss&#8221;.</p>
<p>Man versteht darunter den Datenfluss im Internet, den der User sofort und ich Echtzeit erhält. Email gehört nicht dazu, denn die erhält die Empfängerin erst, wenn sie ihre Mailbox öffnet, das kann 1 Minute oder 3 Tage später sein.</p>
<p>Ein Blog gehört auch nicht dazu, weil du den Text nicht lesen kannst, während ich ihn schreibe, sondern erst nachdem ich ihn veröffentlicht habe und du ihn dann später hier oder im RSS-Reader aufrufst, und er nicht in deinem &#8216;Stream&#8217; erscheint, sondern höchstens ein Hinweis darauf. Das gleiche gilt für Kommentare. Viele kommen gar nicht zurück, um eventuelle Kommentare zu lesen.</p>
<p>Die enge Verbindung zwischen Blog-Beiträgen und den dazugehörigen Kommentaren mag zuerst als positives Zusammenspiel erscheinen, ist aber sehr begrenzt und geschlossen. <span id="more-3239"></span>Um einen interessanten Kommentar-Thread zu verfolgen, müssen die Leute zum Beitrag gehen, den Kommentar-Link öffnen und runter scrollen, bis sie das Gesuchte finden. Zu aufwändig, dieses &#8220;umher wandern im Netz von Seiten&#8221;. Es ist wie ein Ausflug in die Bücherei.</p>
<h3>Was du brauchst und willst, kommt zu dir</h3>
<p>Twitter und ähnliche Anwendungen (Friendfeed, Facebook) dagegen basieren auf dem &#8220;Web im Fluss&#8221;: Informationen aller Art <em>fließen zu uns</em>, nicht anders herum. Und dieser Fluss wird durch Menschen angestoßen, kommt durch Beziehungen zustande, und besteht nicht aus einem Haufen von Klicks, Scrollen und dergleichen. Es ist eine Bewegung weg vom &#8220;Jagen und Sammeln&#8221; zu einer Beziehungs-Kultur.</p>
<p>Unsere Flow-Anwendung, unser Life-Stream, ist das <em>Sammelbecken für <strong>erwünschte</strong> Information</em>, anstatt dass wir ihr mit großem Zeitaufwand hinterher eilen müssen.</p>
<h3>Sind Blogs überholt?</h3>
<p>Tendenziell verlagert sich Kommunikation, also auch Blog-Kommentare, mehr und mehr in die Streams von Twitter und Facebook, wo in lockerem Gesprächsstil Austausch viel einfacher, zeitnaher und schneller geht.</p>
<p>Werden dadurch Blogs unattraktiv, weil sie zwar den Artikel und die Information bieten, aber künftig immer weniger Kommentare und Diskussionen enthalten?</p>
<p>Was wird dann aus den Blogs, wenn die Konversation darüber woanders stattfindet?</p>
<p>Sie werden der Ort sein, wo wir unsere Beiträge archivieren, wo die Leute sie finden können, wenn sie sie brauchen. Das ist notwendig.</p>
<p>Nach diesem Prinzip verfahre ich seit Jahren mit meinen Websites und diesem Blog. Nur im Blog publiziere ich noch; um vertiefende Informationen anzubieten, verweise ich auf Website-Artikel, von denen ich in der Vergangenheit reichlich geschrieben habe.</p>
<p>Beim Bloggen bleibt das <em>austauschende</em> Gespräch mit Gleichgesinnten auf der Strecke. Das Fließen von Gedanken hin und her fehlt.</p>
<p>Beim Entwerfen moderner  Blog-Software hatten die Entwickler nicht &#8220;Flow&#8221; im Sinn: Diese Software basiert noch auf Web 1.0-Prinzipien. Und obwohl sie dabei geholfen hat, eine Revolution in Sachen &#8216;Sozialfähigkeit&#8217; zu erzeugen, unterstützt sie dies selbst nicht besonders gut.</p>
<h3>Wie finden wir, was wir suchen?</h3>
<p>Ich gelange zu Blog-Posts zunehmend über Erwähnungen in Form von &#8216;Gesprächsstückchen&#8217; auf Twitter (viele Leute nutzen dazu auch Facebook oder Friendfeed.) Dazu muss ich nicht mal den Browser öffnen und eine Website ansteuern. Nachdem ich den PC angeschaltet habe, erscheint am Rand des Monitors ein ca. 12 cm breiter Streifen (die Software &#8220;Twhirl&#8221;), wo zwei- bis dreizeilige Sätze mit einem Link aufgelistet sind. Sie machen mich aufmerksam auf Dinge, die mich interessieren.</p>
<p>Da steht zum Beispiel:</p>
<p><code>Ende der E-Mail? http://post.ly/2E23</code></p>
<p>dann kommt die nächste Zeile:</p>
<p><code>8 Valuable Lessons Newspapers Must Learn From Bloggers to Survive http://is.gd/2fZZW</code></p>
<p>Manchmal überfliege ich die Liste, also meinen &#8216;Stream&#8217;; manchmal öffne ich gleich ein Windows-Fenster, das ihn überdeckt und ich beachte ihn gar nicht. (Ich gehe auch nicht immer ans Telefon, nur weil es gerade klingelt.)</p>
<p>Wenn mich eine Nachricht interessiert und ich mir Zeit dafür nehmen will, klicke ich auf einen Link in dem abwärts strömenden Fluss (es fließen von oben ständig neue Infos rein), schaue mir den ganzen Artikel  an, und biete meine Sichtweise im Flow/Stream an, also auf Twitter oder Friendfeed, und <em>nicht auf dem Blog</em>. Danach kehre ich zurück zu meinem Info-Fluss (flow), wo ich mich die meiste Zeit aufhalte.</p>
<p>Das macht Sinn: Denn ich will über den Blog-Post mit der Person reden, die mich darauf aufmerksam gemacht hat, und nicht mit einer fremden Gruppe auf dem Blog, oder sogar mit dem Autor, den ich wahrscheinlich überhaupt nicht kenne.</p>
<p><a href="http://www.stoweboyd.com/message/2009/08/kevin-marks-flow-past-web-the-web-of-flow.html" title="The Web of Flow" class="liexternal">Stowe Boyd</a> (er prägte den Begriff  &#8217;social tools&#8217; bereits 1999) empfiehlt &#8220;Web of Flow&#8221; ein paar mal hintereinander zu sagen:</p>
<blockquote><p>So say &#8220;Web of Flow&#8221; a few times. Get used to it. Tell all your friends. It may wind up being called the Real Time Web, but you&#8217;ll know what is really going on if someone asks you.</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Signal versus Rauschen &#8211; Wann bin ich Teil einer Web-Community?</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/gemeinschaft/signal-versus-rauschen-wann-bin-ich-teil-einer-web-community/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 19:07:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Wert]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahrscheinlich versteht die Mehrheit, die social-media-Dienste verwendet, darunter Kommunikations-Werkzeuge, die die Interaktion mit anderen erleichtern. Leider gibt es einen kleinen Teil von Benutzer/innen, die diese Services als ein digitales Megaphon für ihre eigene  Selbstdarstellung verwenden. Gefunden: Parallelen zwischen Twitter und Stammesgesellschaften.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wahrscheinlich versteht die Mehrheit, die <span style="font-style: italic;">social-media</span>-Dienste verwendet, darunter Kommunikations-Werkzeuge, die die Interaktion mit anderen erleichtern. Leider gibt es einen kleinen Teil von Benutzer/innen, die diese Services als ein digitales Megaphon für ihre eigene  Selbstdarstellung verwenden.</p>
<p>Wir sind an Wettbewerb überall in unserem Leben gewöhnt. In der Familie konkurrieren wir mit Geschwistern, in der Schule um gute Noten, im Job um Geld; da nennen wir es  &#8220;Ellenbogengesellschaft&#8221;. Wir können dem als Individuum kaum entkommen, denn sonst haben wir nichts zu essen, keine Wohnung, kein Auto und kein Internet.</p>
<p>Wettbewerb ist eine patriarchale Erscheinung, ausgelöst durch extreme Hungersnöte vor 7000 Jahren und den ersten Kämpfen gegen Nahrungskonkurrenten (damals Raubtiere, vor allem Wölfe).</p>
<p>Das Web 2.0 ist anders. Und soll anders sein. Menschen, die von Gewalt, Herrschaft und Konkurrenz genug haben, programmieren Software, die immer mehr verfeinert wird, um dem Sozialwesen Mensch gerecht zu werden. Jedes Neugeborene verhält sich von Natur aus sozial. Und wenn es nicht daran gehindert wird, tut es das sein Leben lang. (Unsere Kinder werden daran gehindert &#8211; noch.)</p>
<p>Und noch gibt es keine Generation, die soziale Fähigkeiten von Klein auf entwickeln konnte. Deshalb müssen wir sie erlernen, wenn wir irgendwie in <em>sozialem </em>Kontakt mit anderen sein wollen &#8211; ganz unabhängig von unserem Alter. Vielen gefällt das nicht, denn es stellt eine echte Herausforderung dar. Aber mangelnde Online-Medienkompetenz wird sich bald ebenso nachteilig auswirken wie Analphabetismus &#8211; wenn nicht sogar noch deutlicher.</p>
<h3>Signal-Rausch-Verhältnis = Information versus Anekdote</h3>
<p><em>(Begriffserklärung Signal-Rausch-Verhältnis am Ende des Beitrags eingefügt)</em></p>
<p>Eine tolle Sache bei Twitter, Facebook, Blogs etc. ist, dass du alles sagen kannst, was du willst; keine Selbstverständlichkeit in der Familie, in der Schule oder im Job!</p>
<p>Manche geben Informationen weiter, andere entscheiden sich dafür Anekdoten zu erzählen, und wieder andere reden über ihre Katze.</p>
<p>Verschiedene Beobachtungen (z.B. von <a href="http://www.twitalyzer.com" class="liexternal">Twitalyzer</a>) haben dabei Folgendes ergeben:</p>
<blockquote><p><span style="font-weight: bold;">Die Tendenz ist, dass Leute sich von </span><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">Fremden </span><span style="font-weight: bold;">angezogen fühlen, die Informationen weiter geben.</span></p></blockquote>
<p>Das Signal-Rausch-Verhältnis (<span style="font-style: italic;">signal-to-noise ratio</span>) ist ein Messwert für die Neigung der User anderen <em>Informationen zu bieten</em>, im Gegensatz zu <em>Anekdoten</em>.</p>
<h3>Die Definition für &#8220;Signal&#8221; am Beispiel von Twitter und Blogs</h3>
<p>Als Signal wird jedes Twitter-Update gewertet, das mindestens eins der folgenden Elemente enthält:</p>
<ul>
<li><em><strong>Bezugnahme </strong></em>auf andere Personen (bei Twitter die Verwendung von &#8220;@&#8221; gefolgt von Text)</li>
<li><strong><em>Links </em></strong>zu URLs, die man besuchen kann (bei Twitter die Verwendung von &#8220;http://&#8221; gefolgt von Text)</li>
<li><strong><em>Hashtags </em></strong> zum erkunden und beteiligen (bei Twitter die Verwendung von &#8220;#&#8221; gefolgt von Text)</li>
<li><strong><em>Retweets </em></strong>anderer Leute, um Infos weiterzuleiten (bei Twitter als &#8220;rt&#8221;, &#8220;r/t/&#8221;, &#8220;retweet&#8221; oder &#8220;via&#8221; gekennzeichnet)</li>
</ul>
<p>Für Blogs oder Kommentare sind Signal-Elemente:</p>
<ul>
<li><em><strong>Zitate </strong></em>anderer Personen; Blogs und Kommentarformulare haben eingeschränkte Formatierungsmöglichkeiten, aber &#8220;Zitat&#8221; ist typisch und wichtig, es wird in html als &lt;blockquote&gt;-tag eingeschlossen.</li>
<li><em><strong>Links </strong></em>zu URLs</li>
<li><strong><em>Tags </em></strong> um weitere Blog-Artikel zu diesen Stichworten zu erkunden (auf diesem Blog immer oben vor dem Text; klick mal versuchsweise auf ein Tag)</li>
<li><strong><em>Trackbacks</em></strong><strong><em> </em></strong>(und Tweetbacks) um Info blogübergreifend anzubieten (befinden sich bei den Kommentaren; als separate Liste oder chronologisch zwischen den Kommentaren).</li>
</ul>
<p>Wenn du die Summe dieser 4 Elemente durch die Anzahl der veröffentlichten Updates teilst, dann bekommst du das Signal-Rausch-Verhältnis des Twitterers, Bloggers oder des Kommentierenden. Du hast zum Beispiel vier Tweets oder Blogbeiträge publiziert und zwei davon enthalten Links, dann ist dein Signal-Rausch-Verhältnis 50%.</p>
<p>Bei Twitter mit der Einschränkung auf nur 140 Zeichen ist die Gefahr, dass du andere &#8220;berauschst&#8221; geringer als bei Kommentaren.</p>
<h3>Soziale Einflussrate</h3>
<p><span style="font-style: italic;">Sozialsein </span>bedeutet, dass das, was du der Gemeinschaft zu bieten hast, <span style="font-weight: bold; font-style: italic;">gefragt </span>ist. Dabei kommt es überhaupt nicht auf die Menge an. Je stärker du gefragt bist (weil du für andere wertvolle Infos veröffentlichst oder weiter gibst), desto größer ist dein Einfluss (<span style="font-style: italic;">influence</span>) im Sinn von  <span style="font-weight: bold;">Reichweite </span>(<span style="font-style: italic;">reach</span>).</p>
<p>Viele glauben, dass Erfolg in &#8220;Popularität&#8221; gemessen werden kann. Also, wenn du viele Followers bei Twitter hast oder viele Abonnenten, Leser/innen, Kommentierende bei deinem Blog oder deinem Facebook-Profil. Dem stimme ich nicht zu. Mit bestimmten Tricks ist es leicht, hohe Zahlen und schöne Statistiken vorzuweisen, aber über die Persönlichkeit der Menschen sagt das nichts aus.</p>
<h4>Natürliche Authorität</h4>
<p>Natürlich ist eine gewisse Anzahl von Followern und Leser/innen notwendig. Aber mehr Gewicht hat deine natürliche <span style="font-weight: bold;">Authorität </span>(die aus dir kommt, und dir nicht &#8211; wie bei Politikern &#8211; <span style="font-style: italic;">gegeben </span>wird) und die kann über die Anzahl deiner <span style="font-style: italic;">retweets </span>gemessen werden. Also anhand der Häufigkeit, mit der andere deine Infos weiter leiten.</p>
<p>Der Ältestenrat bei matriarchalen Stammesgesellschaften besteht deshalb aus Autoritätspersonen, weil sie Einfluss im beschriebenen Sinn gewonnen haben. Sie wurden/werden häufig &#8220;retweetet&#8221;. Heißt: Ihre Vor- und Ratschläge tauchen häufig in Gesprächen auf. Das zeigt das Ausmaß ihrer Nützlichkeit für den Clan.</p>
<h4>Großzügigkeit</h4>
<p>Ein weiteres Merkmal der Ältesten und anderer Stammesmitglieder ist <span style="font-weight: bold;">Großzügigkeit </span>(<span style="font-style: italic;">generosity</span>). Bei Twitter wird <span style="font-style: italic;">generosity</span> anhand der Anzahl gemessen, mit der du <span style="font-style: italic;">andere </span>retweetest. Wenn du nämlich der Gemeinschaft zeigst, dass du den Wert anderer schätzt. (Ganz im Gegenteil zum Patriarchat, wo der/das &#8220;andere&#8221; als der Feind/Konkurrent gilt. )</p>
<h4>Schlagkraft</h4>
<p>Dann gibt es noch eine Art des Einflusses, nicht im Sinn von Reichweite, sondern im Sinn von &#8220;<span style="font-weight: bold;">Durchschlagskraft</span>&#8220;. Dazu ein Beispiel:</p>
<p>Im modernen Syrien gibt es nach wie vor spirituelle Heiler/innen. Wer unter einer Krankheit leidet, fragt herum, bis sie jemand findet, der ihr eine Adresse nennen kann. Der jeweilige Heiler wird meist von Angehörigen des Familien- und Bekanntenkreises empfohlen. Da die meisten Patient/innen die Vorurteile teilen, die auch die Heiler/innen selbst gegenüber ihrer Zunft hegen, stellt die Mundpropaganda ein akzeptables Medium der Vermittlung dar. Eine bereits erprobte Heilerin ist weitaus attraktiver als eine unbekannte, selbst, wenn diese einen guten Ruf hat.</p>
<p>Einfluss in Form von <span style="font-style: italic;">Schlagkraft</span> wird im Twitter-Jargon &#8220;clout&#8221; genannt und ist ebenfalls messbar: Die Anzahl der Referenzierungen, also die Bezugnahme auf andere, wird geteilt durch die Zahl der möglichen Referenzierungen (entsprechend der Twitter Search API). Es ist nicht so wichtig zu wissen, wie das technisch durchgeführt wird.</p>
<p>Der Punkt ist: Je mehr Leute auf deine Infos/auf dich Bezug nehmen (deinen Namen nennen per @username), desto höher ist dein <span style="font-style: italic;">clout</span>, deine Schlagkraft.</p>
<p>Den allgemein verständlichen Ausdruck dafür kennen wir schon lange: Mundpropaganda.</p>
<h4>Publikationsrate</h4>
<p>Und ein letztes Kriterium, dass sich auf deine Einflussrate auswirkt ist deine <span style="font-weight: bold;">Publikationsrate</span> (<span style="font-style: italic;">velocity</span>). Twitterst oder bloggst du viel oder wenig?</p>
<p>Das heißt jetzt nicht, dass du möglichst viel twittern, bloggen oder kommentieren sollst, speziell  wenn du nicht viel zu sagen hast und du dann über deine Katzen, Teppichfusseln oder die Gefühle deiner Mutter schreibst.</p>
<p>Aber klar ist, dass die einflussreichsten Leute eine Menge schreiben, das zu einem höheren Bekanntheitsgrad ihrer Person führt, so wie zu einer höheren Wahrscheinlichkeit referenziert und retweetet zu werden. Wer sich nicht muckst, dem/der kann man auch kein Gehör schenken.</p>
<p>Umgekehrt: bloggen, kommentieren oder twittern über Nichts erhöht zwar deine Publikationsrate (<span style="font-style: italic;">velocity</span>), reduziert aber dein Signal-Rausch-Verhältnis. Und außerdem: wenn du anfängst über Null zu schwafeln, dann verlierst du Leser/innen, Followers und &#8230; Zuhörer.</p>
<p>Womit wir beim &#8220;richtigen&#8221; Leben angekommen wären. Vergiss Twitter, dein Blog und die sozialen Medien für einen Moment und überprüfe dein Verhalten im Familien-, Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis. Wie sieht da dein Signal-Rausch-Verhältnis aus? Berauschst du die anderen mit Nonsens oder setzt du klare Signale?</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p><strong>UPDATE</strong>: Das <strong>Signal-Rausch-Verhältnis</strong> (auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%B6rabstand" id="aptureLink_EHj3Q4Qqhy" rel="nofollow" class="liwikipedia">Störabstand</a> genannt) dient zur Beurteilung der <em>Qualität eines Kommunikationspfades</em>. Ein bekanntes Beispiel ist das Radio. Die technische <em>Qualität </em>eines vom Sender stammenden Nutzsignals, das von einem Rauschsignal überlagert wird, ist der springende Punkt: Entweder du verstehst etwas oder  hörst nur Rauschen. Wenn du es nicht schaffst, den Sender klar reinzukriegen, suchst du dir einen anderen Sender mit einem klaren Signal, bevor du das Rauschen über dich ergehen lässt.</p>
<p>Diese Analogie wird im englischsprachigen Internet-Jargon für Texte verwendet, die eng am Thema bleiben und zügig auf den Punkt kommen im Gegensatz zu unnötigen Floskeln oder Geschwafel.</p>
<p>Englische Blogger kommen typischerweise sofort zum Thema. Das gilt nicht nur für Blogs, sondern überhaupt fürs Schreiben und Texten in Literatur oder Werbung. Das liegt daran, dass Highschools und Colleges &#8220;Schreiben&#8221; und &#8220;Kreatives Schreiben&#8221; standardmäßig unterrichten. Eins der Merkmale, die bei einem Kulturvergleich als erstes ins Auge springen.</p>
<p>Rauschen ist z.B. im Kommentar von Eve &#8220;nun komme ich deiner aufforderung nach:)&#8221; &#8211; denn damit kann hier niemand etwas anfangen. Es bezieht sich auf eine Twitter-Konversation zwischen Eve und mir in der Vergangenheit; es ist eine Anekdote.</p>
<p>In Matthias Kommentar ist das Rauschen: &#8220;Ich befürchte, dass viele Netuser ihr richtiges Leben mit Blogs etc. kompensieren. Vielleicht ist das ja gar nicht so übel und verhindert die eine oder andere Depression. Ob es das erklärte Ziel ist bleibt meine Ungewissheit.&#8221; Es handelt sich nicht um Information, auch nicht um eine Anekdote. Ja, was ist es eigentlich? Einfach nur Rauschen.</p>
<p>NOTE: Das Problem im deutschen Sprachraum ist: Wenn ich solche Beispiele anführe, um für alle zu verdeutlichen, was ich meine, fühlen sich die Betroffenen häufig &#8220;vorgeführt&#8221;. Und niemand traut sich mehr zu kommentieren, denn in Deutschland will man sofort alles &#8220;richtig&#8221; und möglichst noch perfekt machen, anstatt zu üben und von anderen zu lernen.</p>
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		<series:name><![CDATA[Web-Community]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Aktiv versus passiv &#8211; Wann bin ich Teil einer Web-Community?</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 18:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Feedback]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserem "richtigen Leben" sind wir nicht an Gemeinschaft gewöhnt. D.h. wir halten uns nicht für Beziehungen offen, für Begegnungen, wenn "die Zeit reif" ist. Wir gehen linear durchs Leben, hinterlassen möglichst keine losen Enden, und handeln nicht netzwerkartig. Mit dem Internet, speziell dem Web 2.0 hat sich das geändert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Thorsten Zoerner hat sich in seinem Beitrag <a href="http://www.cyber-junk.de/nachgedacht/communities-sind-tod-es-leben-communities-meine-bindungsangste/" class="liexternal">Communities sind tot &#8211; Es leben Communities / Meine Bindungsängste</a> Gedanken gemacht, die uns alle betreffen.</p>
<p>Er schreibt über die Zugehörigkeit zu Communities (Facebook, Xing, LinkedIn usw.) und die vielen Karteileichen in den Gruppen, die seinerzeit gebildet, aber nicht weiter geführt wurden.</p>
<p>Das findest du überall, auch bei Foren, Blogs oder Websites. Jemand hat eine Idee, beginnt einen Prozess und der schläft dann ein.</p>
<p>Thorsten vergleicht das in seinem Beitrag mit Vereinen. In Vereinen gibt es Karteileichen:</p>
<blockquote><p>Alle oben aufgeführten Systeme haben aber genau darin eine Schwäche und sorgen damit in ihren Gruppen/Communities für  Karteileichen, die zwar für schöne Zahlen sorgen, mit denen man Budget bekommt &#8211; nicht aber auf Nutzen schließen lassen.</p></blockquote>
<p>Und hier ist mein Einwand dazu:</p>
<blockquote><p>Warum ist das eine Schwäche? Warum muss alles immer und sofort einen Nutzen haben? Manchmal entsteht eine Beziehung mit einer &#8220;Karteileiche&#8221;, weil die mal irgendwann in der Vergangenheit einen Kommentar geschrieben hat, auf dessen Thema ich mich &#8211; weil die Zeit für mich reif ist &#8211; nun beziehe.</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8216;Karteileiche&#8217; ist ein Ausdruck aus einer Zeit und Realität, als man mit Papierbergen zu kämpfen hatte. Im Internet ist Platz <img src='http://rette-sich-wer-kann.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p>Darauf Thorsten:</p>
<blockquote><p>Im Internet ist wirklich genug Platz für Karteileichen. Und das Internet vergisst auch nicht. Jedoch sieht man gerade dann, wenn man versucht eine Gruppe zu einer Aktion zu animieren, dass man immer weniger Feedback bekommt. Damit wird es schwer abzuschätzen ob noch Interesse besteht.</p></blockquote>
<p>Ich meine, dass das vielleicht nicht an der Gruppe oder den Leuten liegt, sondern am Ansatz, <span style="font-style: italic;">andere animieren </span>zu wollen. Wenn du etwas Tolles zu <span style="font-weight: bold; font-style: italic;">bieten </span>hast, machen die Leute mit. Beispiel: Twitter. Und tausende andere Start-ups, die von communities angenommen werden.</p>
<p>Ich hatte gerade heute zwei Begegnungen, die das verdeutlichen. Eine wollte ihren Facebook-Account löschen, weil sie wenig damit macht. Das entspricht Thorstens Ausage &#8220;Damit wird es schwer abzuschätzen ob noch Interesse besteht.&#8221;</p>
<p>In unserem &#8220;richtigen Leben&#8221; sind wir nicht an Gemeinschaft gewöhnt. D.h. wir halten uns nicht für Beziehungen <span style="font-weight: bold; font-style: italic;">offen</span>, für Begegnungen, wenn &#8220;die Zeit reif&#8221; ist. Wir gehen <span style="font-style: italic;">linear </span>durchs Leben, hinterlassen möglichst keine losen Enden, und handeln nicht netzwerkartig.</p>
<p>Mit dem Internet, speziell dem Web 2.0 hat sich das geändert. Ich habe -zig solcher losen Enden im Web, sprich passive Accounts.</p>
<p>Die zweite Begegnung heute hat mir das klar gemacht. Sie emailte nach langer Kommunikationspause: &#8220;Ich habe ein wenig bei Dir gesurft und bewundere Deine Präsenz im Web 2.0! Wenn ich nur soviel Zeit zum Schreiben hätte!&#8221;</p>
<p>Das ist nicht allein Zeit, sondern eine Sache der Priorität. Ich kommentiere lieber bei Thorsten, weil das Thema (ausgelöst durch ein <a href="http://twitter.com/hvonier/statuses/1649657852" class="liexternal"><span style="font-style: italic;">tweet</span></a>) zwischen ihm und mir <span style="font-style: italic; font-weight: bold;">jetzt </span>aktuell und lebendig ist, als dass ich mir auf einer Grillparty die Stories von der letzten Reise oder über den Chef anhöre. Damit habe <span style="font-style: italic;">ich </span>ja nichts zu tun.</p>
<p>Das Web 2.0 ist ein Ort der Fülle, eigentlich Überfülle. Das sind wir nicht gewöhnt, weil wir in einer <span style="font-style: italic;">Mangelgesellschaft</span> leben.</p>
<p>Diese Fülle zwingt zum Loslassen und Seinlassen. Hier und jetzt spielt die Musik. Hier und jetzt mache ich mit. Hier und jetzt gefällt mir Twitter etc.</p>
<p>Was morgen ist? Keine Ahnung. Wo ich mich gestern angemeldet habe? Noch weniger Ahnung.</p>
<p>Ich habe gelernt &#8220;If the news is important, it will find me&#8221; &#8211; das Gleiche gilt für Dienste, Tools und natürlich Menschen. Wenn ich keine &#8220;losen Enden&#8221; hinterlasse und so viele Spuren wie möglich, dann mache ich es Leuten enorm schwer mich zu finden, besonders, wenn sie mich noch nicht kennen.</p>
<p>Es ist um so vieles einfacher, dem Energie-Fluss im Internet zu folgen, als außerhalb in der schwerfälligen Materie. Internet-Dating hat nicht umsonst so großen Erfolg.</p>
<p>Ein Internet-Bekannter hat kürzlich sein ganzes Blog vom Netz genommen, das er jahrelang führte und energetisch aufgeladen hatte. Aber er sucht immer noch eine Frau&#8230;</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p>Und wegen &#8220;keiner Zeit&#8221; zum socializen, bloggen usw.: Ich habe diesen Text als Kommentar auf Thorstens Blog gleich so geschrieben, dass ich ihn hier veröffentlichen kann <img src='http://rette-sich-wer-kann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  D.h. ich habe was zum Publizieren, Thorsten bekommt einen Link und ihr habt was zum Lesen (und Nachdenken) = win-win = re-purpose = Web 2.0</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p>Was erwartest du von Gruppen, in denen du dich anmeldest? Thorsten meint, sie sollten uns ein &#8220;Wir&#8221;-Gefühl vermitteln, und dass das die Communities nicht machten, die nur aus Passivität bestehen. Was meinst du?</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Wenn ich hier eine Registriermöglichkeit anbieten würde, um Kommentieren oder sogar bestimmte Beiträge lesen zu können, würdest du da mitmachen als Teil dieser Blog-Community?</span> <span style="color: #888888;"><em>Diese Frage war als Zusatz zu der vorigen und nur hypothetisch gemeint. Nicht wichtig.</em></span></p>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=3057&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Web-Community]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Woran du Web 2.0 Technologie erkennst und warum das wichtig ist</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/web20/woran-du-web-20-technologie-erkennst-und-warum-das-wichtig-ist/</link>
		<comments>http://rette-sich-wer-kann.com/web20/woran-du-web-20-technologie-erkennst-und-warum-das-wichtig-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 00:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[wer-kennt-wen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mangelnde Online-Medienkompetenz wirkt sich bald ebenso nachteilig aus wie Analphabetismus. Die Kluft im Web zwischen gewandten Usern neuester Technologie und skeptischen Menschen wächst genauso schnell wie die Anzahl der Medien und Tools des Web 2.0. Sie wirkt sich dramatisch auf die Orientierungsfähigkeit in einer temporeichen und informationsabhängigen Umgebung aus. Vergleich zwischen Facebook und Wer-kennt-wen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><blockquote><p>&#8220;Mangelnde Online-Medienkompetenz wird sich bald ebenso nachteilig auswirken wie Analphabetismus &#8211; wenn nicht sogar noch deutlicher. Die Kluft zwischen gewandten Usern und Skeptikern wächst genauso schnell wie die Anzahl der Medien und Tools &#8211; und sie wirkt sich dramatisch auf die Orientierungsfähigkeit in einer temporeichen und informationsabhängigen Umgebung aus.&#8221;<span id="more-2734"></span></p></blockquote>
<p>Dies schreibt Michael Hafner im Artikel <a href="http://www.themashazine.com/standpunkte/newmediaanalphabetismus" class="liexternal">New Media Analphabetismus</a>. Die Zahlen rund um neue Online-Medien sprechen eine deutliche Sprache:</p>
<p>Nur</p>
<ul>
<li>knapp 15% der Online-Nutzer/innen nutzen Social Media regelmäßig (1x/Woche und öfter)</li>
<li>6% sind aktiv in professionellen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn</li>
<li>3% bei spezielleren Anwendungen wie Social Bookmarking</li>
</ul>
<p>Das Web 2.0, auch als &#8220;Mitmachnetz&#8221;, bezeichnet, gilt als die wichtigste Neuerung im Internet der letzten Jahre. Anwendungen wie Wikipedia oder Weblogs (&#8216;Blogs&#8217;) werden von einem großen Teil der Internetuser häufig genutzt. Aktiv beteiligt sich jedoch weiterhin nur eine kleine Minderheit mit eigenen Beiträgen.</p>
<p>Immer noch diffus und unverstanden im deutschsprachigen Raum ist der Begriff Web 2.0, deshalb hier ein Vergleich zwischen zwei beliebten Anwendungen &#8211; dem amerikanischen <a href="http://www.facebook.com" class="liexternal">Facebook</a> (140 Mio. Nutzer, Stand Nov. 2009, in 35 Sprachen, 60+ Sprachen in Entwicklung, auch auf deutsch) und dem deutschen <a href="http://www.wer-kennt-wen.de" class="liexternal">Wer-kennt-wen</a> (5,8 Mio. Nutzer, Stand März 2009, nur auf deutsch).</p>
<h2>Facebook vs. Wer-kennt-wen</h2>
<p>Beides sind Websites, die zu den<em> social networks</em> (Soziale Netzwerke) gehören. Menschen registrieren sich mit einem Namen, der Email-Adresse und einem Passwort und sind damit Mitglied.</p>
<p>Alle Benutzer/innen verfügen über eine Profilseite, wo sie sich vorstellen. Man kann ein Foto hoch laden und Infos über sich selbst angeben &#8211; so viele bzw. so wenige wie man möchte. Da man aber Kontakte mit Gleichgesinnten knüpfen und gefunden werden will, ist es sinnvoll, ausführlich über sich selbst zu informieren. (Das, was du deiner Nachbarin nicht erzählst, gibst du auch nicht im Internet preis. Gesunder Menschenverstand hilft bei der Entscheidung!)</p>
<p>Auf beiden Plattformen gibt es Gruppen, zu denen Freunde eingeladen werden und Fotos hoch geladen werden können. Durch eine Beobachtungsliste wird man über Neuigkeiten (der eigenen Kontakte oder auch der ganzen Community) informiert. Bei Facebook heißen die Kontakte &#8216;Friends&#8217; bei Wer-kennt-wen &#8216;Leute&#8217;.</p>
<p>Auf der Profilseite beider Plattformen kann man selbst und können andere Nachrichten hinterlassen. Bei Facebook heißt das &#8220;Pinnwand&#8221;, bei Wer-kennt-wen &#8220;Gästebuch&#8221;. Beide haben ein System, um sich private Nachrichten zu schreiben.</p>
<h3>Nun zu den Unterschieden:</h3>
<ul>
<li><strong>Offen vs. geschlossen</strong> &#8211; Bei Wer-kennt-wen muss man von einem Mitglied eingeladen werden, bei Facebook kann sich anmelden, wer dabei sein möchte. Facebook ist für alle offen, Wer-kennt-wen eine &#8216;geschlossene Gesellschaft&#8217;.</li>
<li><strong>Netzwerkgedanke</strong>
<ul>
<li>Entwicklern steht über die Facebook Plattform eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Programmierschnittstelle" title="Programmierschnittstelle" rel="nofollow" class="liwikipedia">Programmierschnittstelle</a> (API) zur Verfügung, mit der sie Programme schreiben können, die sich dem Design von Facebook anpassen und nach Erlaubnis der Nutzer auf deren Daten zugreifen können (derzeit 52.000 Applikationen, Stand März 2009).</li>
<li>Auf diese Weise lassen sich z.B. meine Blogbeiträge für meine Facebook-Freunde auf meiner Profilseite anzeigen, gleich nachdem ich sie hier publiziert habe. Das gleiche gilt für meine Twitter-Nachrichten (die z.B. auch hier in der Seitenleiste ebenfalls über eine API erscheinen), für meine Bookmarks (<em>social bookmarks</em> bei delicious.com), für meine Fotos bei flickr.com und für die Filme, die ich bei Netflix.com ausleihe.</li>
<li>Das sind alles Informationen über mich, die verteilt im Internet zu finden sind, aber auf einer Plattform programmiertechnisch zusammengefasst werden (<em>user generierter content</em>), nachdem ich das in den Facebook-Einstellungen festgelegt habe. Sie helfen dabei Gleichgesinnte zu finden, die ich sonst nie treffen würde. Wenn Leute sehen, was ich schreibe, lese, höre und sehe, können sie sich ein besseres Bild von mir machen.</li>
<li>Wer-kennt-wen bietet keine Schnittstelle zur Anbindung anderer Netzwerke an. Außerdem werden die privaten Nachrichten nach einem Monat gelöscht, so dass man nicht in einem Archiv suchen kann. Letzteres erschwert es Kontakte zu halten/zu pflegen.</li>
<li>Bei Facebook werden täglich 140 neue Vernetzungs-Applikationen hinzugefügt.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Kommunikation &#8211; jede mit jedem</strong> &#8211; Bei Facebook kann zu jedem Eintrag auf meiner Pinnwand ein Kommentar abgegeben werden. (Ich kann einstellen, ob alle Mitglieder, oder nur meine Freunde, oder auch deren Freunde Einblick auf mein Profil haben.) Dieser Kommentar kann wiederum von anderen, oder von mir, mit einem Kommentar beantwortet werden. Wie im Kommentarbereich hier.<br />
Bei Wer-kennt-wen können die Gästebucheinträge nur vom Eigentümer des Profils kommentiert werden: Einbahnstraße. Es gibt &#8211; außer in den Foren der Gruppen &#8211; keine offene Austauschmöglichkeit. Das Gästebuch bei Wer-kennt-wen wird eher als Poesiealbum verwendet, wo man sich gegenseitig schöne Sprüche &#8211; mit Ascii-Bildchen verziert -, oder gute Wünsche reinschreibt. Aber man macht sich nicht, z.B. durch Weitergabe von Infos oder Beantworten von Fragen, nützlich.</li>
</ul>
<h3>Web 2.0 ist bewusst gewollt &#8211; es macht unabhängig von Hierarchien</h3>
<p>Es gäbe sicher noch mehr Unterschiede aufzuzählen. Was ich klar stellen möchte ist, wie durch Programmierung und Technologie der Austausch und das Netzwerken gefördert bzw. verhindert werden kann. Interaktion und Beitragen <em>ist </em>Web 2.0;  <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,571489-2,00.html" class="liexternal">der Spiegel</a> nennt Wer-kennt-wen dagegen Web 0.2, also noch ein paar Versionen rückständiger als das Web 1.0.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2741" title="wkw-ascii-art" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2009/03/wkw-ascii-art.jpg" alt="wkw-ascii-art" width="557" height="589" /></p>
<p><span style="color: #888888;"><em>Ascii-Art, das &#8220;Malen&#8221; mit typographischen Zeichen gehörte zu den Standards des Usenet &#8211; etliche Jahre, bevor das WWW erfunden wurde. Weil bei Wer-kennt-wen grafisch kaum etwas möglich ist, haben die Nutzer den Ascii-Zeichensatz als kreatives Mittel wiederentdeckt&#8230; </em></span></p>
<h4>Aktivität ist die Voraussetzung, um neue Online Medien verstehen zu lernen</h4>
<p>Was für die eine harmlose Unterhaltungen über Pinnwände in Facebook sind, sind für den anderen unnötige, übertrieben Selbstdarstellungen, die als uninteressant bewertet werden. &#8220;Das kann ja nur was für sehr eitle Menschen sein.&#8221; &#8220;Oder für sehr einsame.&#8221;</p>
<p>Hier stellen sich Fragen nach den Insignien von Autorität, Relevanz, Aktualität der neuen Online Medien. Was ist wichtig, welche Autor/innen oder Medien gelten als wichtig? Wie ist Orientierung, auch im Spannungsfeld zwischen aktiver Beteiligung und passiver Rezeption, möglich?</p>
<p>Es liegt beim User, sich ein Bild zu machen.<br />
Dieses Bild kann nur durch aktive Teilnahme entstehen. Online-Medien erfordern ein gewisses Maß an Beteiligung, um verständlich zu werden. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wikis</a> haben sich beinahe schon zum unhinterfragten <em>State of the Art </em>entwickelt; viele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter" rel="nofollow" class="liwikipedia">Twitter</a>-User starten ihre Tweet-Karrieren mit einem skeptischen &#8220;Mal sehen wozu das jetzt gut ist&#8230;&#8221;.</p>
<h3>Nachrichten und Kommunikationsmuster</h3>
<p>Ältere Menschen fühlten sich gut informiert, wenn sie ihre (gedruckte) Tageszeitung durchsehen konnten. Die etwas Jüngeren suchen sich ihre Nachrichten im Internet, sei es auf Nachrichtenportalen oder in Blogs. Dazu haben viele von ihnen jede Menge Newsletter abonniert.</p>
<p>Die jüngste, schon ganz mit dem Internet aufgewachsene Generation (&#8220;<em>Digital Natives</em>&#8220;), versteht unter &#8220;gut informiert sein&#8221;, dass sie darüber im Bilde ist, was ihre Freunde im Netz gut finden: Das können Videos auf YouTube sein, aber auch einzelne Artikel oder Diskussionen in einem Chatroom.</p>
<p>Auf die unübersehbare Vielfalt und Menge der medialen Angebote im Internet hat diese Generation längst ihre Antwort gefunden: Sie folgt nicht mehr einzelnen <em>Leitmedien</em>, sondern den <em>Meinungsführern im persönlichen Freundeskreis</em>. Lebendige individuelle Menschen, die man kennt oder gerade kennen lernt.</p>
<h3>&#8220;If the news is important, it will find me.&#8221;</h3>
<p>Aktuell ist das von Jugendlichen noch wenig genutzte Twitter dabei, exakt dieses Muster bei den etwas älteren Internetnutzern (&#8220;<em>Internet-Immigrants</em>&#8220;) zu verbreiten: Wenn ich nämlich während des ganzen Tages den getwitterten Linkempfehlungen meiner (handverlesenen <img src='http://rette-sich-wer-kann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) Twitterfreunde folge, komme ich schon aus Zeitgründen nicht mehr dazu, ein einzelnes Medium systematisch zu lesen. Selbst meinen Feed-Reader rufe ich nur noch selten auf. Twitter beliefert mich mit allem, was ich brauche &#8211; von Lustigem über Musik, Fotos, Videos bis zu den aktuellen Schlagzeilen und meinen Lieblingsthemen.</p>
<p>Allein aus der Anschauung erschließen sich weder der Nutzen noch die konkreten Funktionen von Online-Medien. Wofür sich was wirklich eignet, was Vorteile gegenüber anderen Medien bietet und was am besten zu den eigenen konkreten Anforderungen passt, das erschließt sich nur im Selbstversuch unter Echt-Bedingungen.</p>
<p>Ich lege mindestens jede Woche ein Konto bei neuen Web-Services an, die mir interessant erscheinen. Oft als Testerin, weil man durch Feedback-Geben Einfluss nehmen kann.</p>
<p>Du musst nicht unbedingt selbst bloggen, um Blogs zu verstehen; die aktive Auseinandersetzung anhand eines relevanten Themas ist allerdings schon notwendige Voraussetzung.</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass Zielgruppen sich nicht nur anhand demographischer oder sozialer Merkmale unterscheiden, sondern zusehends auch durch ihre Medienerfahrung: Gewisse Inhalte und Formen funktionieren einfach nicht mehr für alle. Bei meinen Netzwerk-Freunden sind alle Altersgruppen vertreten, sowie Menschen aus verschiedensten Ländern und Kulturen, die entweder deutsch oder englisch sprechen. Kulturelle, Geschlechter- und Altersunterschiede verlieren dabei stark an Bedeutung, spielen einfach keine Rolle, wenn es um eine bestimmte Sache geht.</p>
<p>Während die eine Hälfte das Tempo und Ausmaß der Veränderung beklagt und vor der Informationsflut und Formenvielfalt steht wie der Analphabet vor der Bibliothek, produziert die andere Hälfte munter weiter, vervielfacht das Problem von Tag zu Tag &#8211; und hat überhaupt keine Schwierigkeit damit.</p>
<p>Dieser Unterschied ist nicht nur quantitativ; er beschreibt verschiedene Welten und wird dabei ständig größer.</p>
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		<title>5 Tipps für die Gemeinschaft zu klicken</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 02:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Patriarchat unterlaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[bedingungsloses Grundeinkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mitmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Während ich am Computer sitze, klicke ich die ganze Zeit mit der Maus. Warum nicht zwischendurch für die Gemeinschaft klicken? Du willst ein freundliches friedliches fröhliches Zusammenleben? Mit ein paar Klicks kommst du diesem Ziel Stück für Stück näher.


Abstimmen &#8211; Wenn es Vote-Buttons gibt &#8211; bei Kommentaren, Blog-Posts, auf News-Portalen, dann nutze ich die eingebauten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="alignleft" title="computer mouse" src="http://farm2.static.flickr.com/1067/3264333347_296a1eed5b_o.jpg" alt="computer mouse" width="133" height="120" />Während ich am Computer sitze, klicke ich die ganze Zeit mit der Maus. Warum nicht zwischendurch für die Gemeinschaft klicken? Du willst ein freundliches friedliches fröhliches Zusammenleben? Mit ein paar Klicks kommst du diesem Ziel Stück für Stück näher.</p>
<p><span id="more-2120"></span></p>
<ol>
<li><strong>Abstimmen</strong> &#8211; Wenn es Vote-Buttons gibt &#8211; bei Kommentaren, Blog-Posts, auf News-Portalen, dann nutze ich die eingebauten interaktiven Funktionen. Hey, es ist <em>ein </em>Klick! Die Betreiber haben diese Features nicht zur Dekoration eingebaut! Sie wollen deine Meinung wissen, damit sie ihre Seite verbessern können. Natürlich musst du dir dafür eine Meinung <em>bilden</em>&#8230;</li>
<li><strong>Weiter erzählen, &#8220;Retweet&#8221;</strong> &#8211; <a href="http://twitter.com/" class="liexternal">Twitter</a> ist ein Kommunikationswerkzeug für Fortgeschrittene (<a href="http://reydt.net/politik/interview-mit-tsg-per-twitter/" class="liexternal">Interview mit TSG per Twitter</a>). Auch Anfänger können es benutzen (wie sollte man sonst fortschreiten?), aber wie bei einem feinen Musikinstrument hört es sich unterschiedlich an. Es strapaziert deine Nerven oder hebt deine Stimmung. <a href="http://chep2m.wordpress.com/2008/05/08/ten-top-twitter-tips/" class="liexternal">Ten Top Twitter Tips</a> gibt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du beginnst  und übst und erfolgreich kommunizierst. Lese ich eine Nachricht, die für andere einen Wert haben kann, dann klicke ich auf RT (retweet = weiter zwitschern) im <a href="http://twitulater.com/" class="liexternal">Twitulater</a> oder <a href="http://www.tweetdeck.com/beta/" class="liexternal">Tweetdeck</a>. Auch hier im Blog gibt es die Möglichkeit: Unter jedem Beitrag findest du &#8220;Tweet This&#8221; &#8211; einfach anklicken.</li>
<li><strong>Den &#8220;Donate&#8221;-Button klicken</strong> &#8211; Für den <a href="http://www.mozilla.com/de/firefox?from=sfx&amp;uid=86368&amp;t=339" class="liexternal">Firefox-Browser</a> gibt es wunderbare Zusatz-Werkzeuge (<a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox" class="liexternal">Add-ons</a>), die mir das Leben sowas von erleichtern. Sie werden von Programmierern in ihrer Freizeit erstellt und stehen allen kostenlos zum Download zur Verfügung. Dasselbe gilt auch für andere Software, wie zum Beispiel <a href="http://wordpress-deutschland.org/" class="liexternal">Wordpress</a>, mit der dieses Blog läuft. <em>Third party developer</em> werden die Programmierer genannt, die eine Basis-Software durch Zusatz-Tools zum Genuss machen. Für add-ons, die ich regelmäßig benutze, spende ich so zwischen 7 und 25 Dollar. Das läppert sich &#8211; bei denen und bei mir -, aber ich sehe es als &#8220;bedingungsloses Grundeinkommen&#8221; für diese demografische Gruppe. Damit ich großzügig spenden kann, nicht hohe Beträge, sondern an viele, hole ich einen Teil mit Werbung auf meinen Websites wieder rein. (Die meiste Werbung auf diesem Blog sehen nur Leute, die per Suchmaschine kommen, die Stammleser/innen nicht.)</li>
<li><strong>Suchmaschinen verbessern</strong> &#8211; Das größte Verzeichnis für Webseiten des Internet, <a href="http://www.dmoz.org/World/Deutsch/" class="liexternal">Open Directory Project</a> (ODP), auch <em>dmoz </em>(für „Directory Mozilla“) bezeichnet,  ist für seine Qualität bekannt und wird nicht von robots generiert, sondern von Menschen gepflegt. Die Inhalte des Projekts sind Open-Content und sehr viele Wissendatenbanken und Suchmaschinen (auch Google) greifen darauf zu. Freiwillige Redakteure, genannt <em>editor</em>, bearbeiten und aktualisieren die verwalteten Websites. Ich bin seit 2000 so eine <a href="http://www.dmoz.org/profiles/hannelore.html" class="liexternal">Editorin</a>, und wenn ich über gute Websites oder Blogs stolpere, die zu den von mir betreuten Kategorien passen, füge ich sie mit ein paar Klicks hinzu, damit sie gefunden werden können. (<a href="http://www.dmoz.org/cgi-bin/apply.cgi?where=World/Deutsch" class="liexternal">werde Editor</a>)</li>
<li><strong>OpenThesaurus ergänzen</strong> &#8211; wie beim ODP handelt es sich auch hier um Open-Content, also user-generierte Inhalte, die frei zur Verfügung stehen. Mitmachen kann jedeR, anmelden ist einfach. Der <a href="http://www.openthesaurus.de/" class="liexternal">OpenThesaurus</a> ist eine Synonym-Wörter-Datenbank, die beispielsweise in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/OpenOffice.org" rel="nofollow" class="liwikipedia">OpenOffice</a> &#8211; einer kostenlosen Konkurrenz zu Microsofts Word &#8211; installiert werden kann. Da ich ohne Thesaurus selten einen Artikel schreibe, verwende ich unter anderen auch den <a href="http://www.openthesaurus.de/" class="liexternal">OpenThesaurus</a>. Manchmal fehlt dort ein Begriff, der mir einfällt oder den ich woanders finde. Mit zwei, drei Klicks ergänze ich ihn schnell, wenn ich sowieso schon auf der Website bin. Darüber freuen sich andere.</li>
</ol>
<p>Dies sind Möglichkeiten, sich mit wenig Aufwand &#8211; so im Vorbeigehen &#8211; am sozialen Gedanken des Web 2.0 zu beteiligen. Dir fallen vielleicht noch andere ein, nutze den Kommentarbereich, um sie mitzuteilen.</p>
<p>Der Begriff &#8220;Web 2.0&#8243; ist nicht als Versionsnummer für das WWW gemeint. Hier zeigt sich typisch angelsächsischer Humor, weil man natürlich das Internet nicht strikt in Versionen einteilen kann. Genauso wenig, wie man das Internet auf die eigene Festplatte downloaden (<a href="http://www.reset.ch/downloadthenet.html" class="liexternal">DownloadtheNet</a> beachte die Anzahl der Jahre <img src='http://rette-sich-wer-kann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) oder am <a href="http://www.onlinewahn.de/ende.htm" class="liexternal">Ende des Internets</a> ankommen kann.</p>
<p>Web 2.0 meint eine neue Ära, eine Zeitphase, zu deren Beginn (ca. 2004) sich Verhaltensweisen herausbildeten bzw. von Programmierern (&#8220;Hackern&#8221;) bewusst forciert wurden, die ein <strong>freies</strong>, <strong>offenes </strong>- sprich &#8220;soziales&#8221; &#8211; Miteinander für <em><strong>alle</strong></em> gewährleisten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Web 2.0 und Unique Content</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 23:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensanschauung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Wert]]></category>

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		<description><![CDATA[Erläuterung zum Web 2.0: es ist nicht  Technologie, sondern Technologie getragen von einer bestimmten Geisteshaltung für Offenheit und Freiheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Ich lese immer wieder deutsche Artikel über das Web 2.0, denen ich nicht zustimmen kann. Manchmal schreibe ich einen Kommentar.<br />
Bearbeiteter Kommentar zu einem Web 2.0-Artikel bei <a href="http://www.hirner.at/archives/7822" class="liexternal">Helmut</a>:</em></p>
<p>Helmut, du ordnest hier Merkmale dem Web 2.0 zu, die m.E. keine speziellen Web. 2.0 Merkmale sind. Die Unterschiede zwischen Web 2 und Web1/normales Internet liegen im soziokulturellen Bereich und der dazugehörigen <strong>Geisteshaltung</strong>.</p>
<p>Die Technik ist nur das Vehikel, um diese soziale Einstellung oder Haltung anderen Menschen gegenüber umzusetzen.</p>
<p>Ich habe jahrelang nicht-patriarchale Völker studiert, die keine Herrschaft kennen und in der Tat friedlich und respektvoll miteinander leben. Kein Zwang, keine Gewalt, keine Polizei, kein Gefängnis.</p>
<p>Genau die zugrunde liegenden <strong>sozio-psychischen Muster</strong> der matriarchalen Stammesgesellschaften, die so eine Lebensweise erst ermöglichen, habe ich im Web 2 wieder erkannt.</p>
<p>Ich war sehr verblüfft und habe nach und nach eine Vergleichs-Tabelle erstellt, siehe <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/matriarchat-patriarchat-web20/" class="liinternal">Vergleichs-Tabelle: Matriarchat, Patriarchat, Web2.0</a>.</p>
<p>Und ich lade alle ein, sich mal Zeit zu nehmen und sie genauer anzuschauen.</p>
<p>Da ich in den USA lebe, wo Web 2.0 und alle anderen internetbezogenen Erfindungen herkommen, tue ich mich vielleicht etwas leichter, den sozialen Aspekt wahrzunehmen, weil er sich hier auch im Alltag zeigt: In der Art der Kommunikation, Integration von Neuankömmlingen, dem schnellen Bilden von <em>communities </em>(Interessengemeinschaften) und den allgegenwärtigen Freiwilligen-Netzwerken im sozialen Bereich. Allein durch Verstehen erfasst man das Phänomen Web 2.0 nicht. Man muss es erfahren.</p>
<p>Es ist nicht nötig dafür in die USA auszuwandern, es lässt sich von überall auf der Welt im Internet erleben.</p>
<h3>Unique Content &#8211; Einzigartige Inhalte</h3>
<p>&#8216;unique content&#8217; ist der einzigartige <em>content</em>, den ich geschaffen habe (z.B. mit den Inhalten meines Blogs), weil ich als menschliches Wesen einzigartig bin (biologisch und geistig).</p>
<p>Bzw. es ist der <em>content </em>einer &#8216;user community&#8217;, wo die <em>community </em>aus einzigartigen Individuen besteht und deren nochmals einzigartiger Zusammensetzung. Genau dieser Aspekt der absoluten <strong>Vielfalt </strong>gehört zu Web 2.0.</p>
<p><img class="alignleft" title="Creative Commons Siegel" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2009/01/cc-seal.png" alt="" width="127" height="127" />Was mit dem <em>content </em>geschieht (stehlen, unberechtigtes vervielfältigen oder verändern usw.), muss nichts mit Web 2.0 zu tun haben.</p>
<p>Auf meinem Blog stehen die Inhalte unter einer Creative Commons Lizenz: CC-BY-SA (siehe ganz unten).</p>
<p>Das heißt:</p>
<ul>
<li><strong>CC </strong>steht für Creative Commons (&#8217;schöpferisches Allgemeingut&#8217;, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allmende" rel="nofollow" class="liwikipedia">Allmende</a>), die Texte übergebe ich damit der Gemeinschaft zur Weiterverwendung, z.B. Veröffentlichung auf deinem Blog</li>
<li><strong>BY </strong>- Bedingung ist, mein Name muss genannt werden; meistens wird einfach ein Link zum Original gesetzt</li>
<li><strong>SA </strong>- &#8216;Share Alike&#8217; &#8211; Weitergabe unter gleichen Bedingungen</li>
</ul>
<p>(<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/us/deed.de" class="liexternal">kurze Beschreibung auf deutsch</a>)</p>
<p>Ich denke,</p>
<ul>
<li>wer sich nicht an die Bedingungen hält, hat das Web 2.0 nicht verstanden oder mit dessen Werten nichts am Hut.</li>
<li>Wer freie Inhalte weiter gibt, oder sie sogar mit eigenen Ideen anreichert, handelt im Sinne einer freien Gesellschaft.</li>
</ul>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=2106&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zeit und Ruhe finden am Computer (2 Tipps)</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 16:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tools 'n Tips]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Neue Medien erfordern neue Verhaltensweisen. Hier sind 2 meiner Lieblingstipps: 
Zeitsparen am Computer - 1. Abschalten, wenn immer es möglich ist. 2. Begrenze den Input durch Chats, YouTube, Twitter, Foren, IM und anderen sozialen Kram.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="alignleft size-full wp-image-1845" title="Vom Patriarchat zu Web 2.0" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/12/vom-patriarchat-zu-web2.jpg" alt="Vom Patriarchat zu Web 2.0" width="171" height="281" />Neue Medien erfordern neue Verhaltensweisen. Hier sind 2 meiner Lieblingstipps:</p>
<p><strong>Zeitsparen am Computer</strong></p>
<p><strong>1. Abschalten, wenn immer es möglich ist.</strong> Viele der Blogs, die ich schreibe, brauchen meine volle Aufmerksamkeit, nicht selten für Stunden. Der Schreibfluss muss am Fließen bleiben. Eine Tasse Tee usw. kann ich mir holen, meine Gedanken bleiben dabei beim Artikel. Aber ein Messagefensterchen am Bildschirmrand, das neue Emails anzeigt, reißt mich aus dem speziellen Bewusstseinszustand völlig raus.<br />
Meine Software ist sowieso immer so eingestellt, dass sie zwischen 9h und 15h nicht automatisch Emails abholt.</p>
<p>Zusätzlich schalte ich mehr oder weniger vom Internet ab. Das heißt: Ich schließe alle Browserfenster; schalte Skype auf &#8220;beschäftigt&#8221;.</p>
<p>Meistens genügt das aber nicht, da ich viele Dienste verwende, die den Vorteil haben, dass sie mich durch optische Signale benachrichtigen. Wenn ich das jedoch für ein, zwei Stunden nicht brauchen kann, unterbreche ich meine Wireless-Verbindung zum Internet. Und habe Ruhe.</p>
<p>Für manche mag das noch nicht genügen. Dann ziehe vorübergehend den Stecker raus.<br />
Natürlich stellst du die Internet-Verbindung irgendwann wieder her, aber solche off-line Zeitblöcke können extrem produktiv sein!</p>
<p><strong>2. Begrenze den Input durch Chats, YouTube, Twitter, Foren, IM und anderen sozialen Kram.</strong> Du kannst den ganzen Tag mit anderen schwätzen und dir das Zeug von anderen reinziehen.</p>
<p>Während alle diese Werkzeuge zweifellos nützlich sind, können sie dir erstens sehr viel Zeit entziehen und zweitens dich mit Informationen so überfluten, dass du mental zu erschöpft bist, selbst etwas Gescheites zu produzieren.</p>
<p><strong>Weniger ist mehr!</strong></p>
<p>Denn aus dem <strong>Selbst-Geschaffenen</strong> beziehst du Energie und Wohlbefinden. Das ist, was mit <em>Schöpferkraft</em> gemeint ist:  Nicht &#8220;göttliche Macht&#8221; im Sinn von hierarchischer Überlegenheit, sondern der befriedigende <em>Akt des Schaffens</em>.</p>
<p>Ich denke, dies sollte eine regelmäßige Übung sein (neben der Liebesumarmung). Ich kann gar nicht oft genug betonen, ein Blog zu einem bestimmten Lieblingsthema zu beginnen, falls du noch keins hast. Für jedeN ist ein Blog nützlich, eine spielerische Therapie und Werkzeug der Selbstheilung. (<a href="http://wordpress.com/" class="liexternal">Dein Blog in 10 Minuten, kostenlos</a>)</p>
<p>Nebenbei: Ein Blog zu führen wird besonders für jüngere Leute immer wichtiger, denn es stellt eine Referenz deiner Fähigkeiten dar, falls du einen Job suchst. In den USA wird die &#8220;Online-Reputation&#8221;, besonders im Web 2.0/Social Media, bereits fleißig bei der Auswahl von Kandidat/innen herangezogen; sei es für Partnerschaften, freie Mitarbeiter oder konventionelle Arbeitsplätze. Ein Blog sagt alles über eine Persönlichkeit; was sagt dagegen ein Lebenslauf oder Arbeitszeugnis? Und immer mehr Jobs werden über das Internet vermittelt/gefunden, sogar über Twitter. (<a href="http://www.twitip.com/leverage-twitter-for-your-job-search/" class="liexternal">Leverage Twitter for Your Job Search</a>)</p>
<p>Um mich nicht im Internet zu verzetteln, verwende ich den kostenlosen Dienst <a href="http://www.rescuetime.com" class="liexternal">Rescuetime</a>. Du bewertest  einmal deine verschiedenen Aktivitäten und kannst dir dann Ziele setzen, an die du per Email erinnert wirst. Meine Ziele sind u.a. &#8220;max. 1,5h input am Tag&#8221;, &#8220;1h &#8216;Kommunikation&#8217; am Tag&#8221; (Kommentieren auf anderen Blogs, Emails, Twitter), &#8220;0,5h to-do/Tag (Wartungsarbeiten am PC + Blog ect.)&#8221;.</p>
<p>Apropos To-do: meine Aufgabenliste verwalte ich mit &#8220;<a href="http://www.rememberthemilk.com/" class="liexternal">Remember the Milk</a>&#8220;, das lässt sich in die Seitenleiste von Gmail, in den Google Calendar u.v.a. einbinden und mit dem Handy verknüpfen.</p>
<p>Wenn zeitweise keine neuen Artikel hier erscheinen, dann liegt das nicht daran, dass ich mich vom Internet hinreißen lasse, sondern an der winterlichen Tennis-Saison in Florida. Das sind täglich ein paar Stunden Spiel, die ich mit keinem Web-Dienst optimieren kann.</p>
<p>Ach ja, als Drittes gehört zu den gesunden Regelmäßigkeiten des Lebens neben dem <em>Akt des Schaffens</em>, dem <em>Akt der Liebe</em> noch der <em>Akt des Spiels</em>. Und alle drei sind miteinander verwoben.</p>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=1844&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer liest hier: aktiv im Web?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 16:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leserfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[Inwiefern nutzt du deine Stimme im Internet? Betreibst du ein eigenes Online-Angebot?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="right" title="umfrage" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/04/umfrage.png" alt="Umfrage" width="236" height="167" />Inwiefern nutzt du deine Stimme im Internet? Betreibst du ein eigenes Online-Angebot?<span id="more-389"></span></p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=389&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Matriarchat und Web 2.0: Archiv</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 03:12:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[arché]]></category>
		<category><![CDATA[Herrschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hierarchie]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rette-sich-wer-kann.com/matriarchat/archiv/</guid>
		<description><![CDATA[Archiv - das klingt langweilig, oder? Wir assoziieren es mit staubigen Akten, die kein Mensch mehr braucht. Aber: Es gibt Archive, die werden von quicklebendigen Leuten höchst dynamisch gehandhabt. Sowohl im Web 2.0 als auch im Matriarchat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="center frame" title="Schön, steril und leer: Symbolisches Archiv der deutschen Abgeordneten im Reichstag" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/03/archiv-deutsche-abgeordnete.jpg" alt="Archiv der deutschen Abgeordneten" /></p>
<p>Archiv &#8211; das klingt langweilig, oder? Wir assoziieren es mit staubigen Akten, die kein Mensch mehr braucht. Aber: Es gibt Archive, die werden von quicklebendigen Leuten höchst dynamisch gehandhabt.<span id="more-374"></span></p>
<p>Erst mal zum Wort: <em>Arch</em>iv hat die gleiche Wurzel wie der 2. Teil in Matri<em>arch</em>at oder Patri<em>arch</em>at: <em>arché</em> „Ursprung, das Erste&#8221;.</p>
<h3>Was ist ein Archiv im Patriarchat?</h3>
<p>Der Ausdruck &#8211; lat. <em>archivum</em>, grch. <em>archeion</em> &#8211; wird ursprünglich auf den Wohnsitz eines <em><a href="http://wiki.matriarchat.net/wiki.pl?Archon" class="liexternal">Archonten</a></em> angewendet, wo unter dessen Autorität wichtige offizielle Staatsdokumente gelagert werden. Archonten waren im alten Athen die neun aus dem Adel gewählten, an der Spitze des Staates stehenden Beamte.</p>
<p>Die Archivierung des im Hause eines Archon aufbewahrten Archivguts ist an Regeln wie <strong>Unveränderbarkeit</strong> und <strong>langfristige Wiederauffindbarkeit</strong> gebunden. Archive sind beispielsweise in Museums-, Finanz-, Bibliotheks-, oder Justizgebäuden zu finden.</p>
<p>Die gesamte Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands ist im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barbarastollen" title="Archiv Barbarastollen" rel="nofollow" class="liwikipedia">Barbarastollen</a> archiviert. Na ja, nicht die ganze Geschichte. Nur das Kulturgut das als archivierungswürdig gilt. Ein paar „Experten&#8221; wählen das aus und zu patriarchalen Archiven hat auch nicht jeder Zugang &#8211; es gibt einen besonderen Berufsstand: Archivar/in &#8211; diese Leute dürfen ein Archiv betreten und sorgen dafür, dass alles unverändert an seinem Platz bleibt und „Unbefugte&#8221; draußen bleiben.</p>
<p>Immer dann, wenn es heißt „Kein Zutritt für Unbefugte&#8221; haben wir es mit einem Herrschaftsinstrument zu tun.</p>
<p>Da der Begriff &#8220;Archiv&#8221; nicht geschützt ist, könnte man meinen, dass das Wort im Internet beliebig verwendet wird. So ist es aber nicht.</p>
<h3>Was ist ein Archiv im Web 2.0?</h3>
<p>Es gibt Internetarchive, die schon vor der Web2.0-Technologie aufgebaut wurden und sich in zwei wesentlichen Merkmalen von patriarchalen Archiven unterscheiden:</p>
<ol type="1">
<li> sie wurden als      Wissensdatenbanken für zukünftige Generationen konzipiert</li>
<li>sie sind allen      zugänglich</li>
</ol>
<p><em>Ein Beispiel:</em><br />
<a href="http://webcitation.org/" class="liexternal">Webcitation.org</a> &#8211; Zunehmend werden in Print- oder Online-Publikationen Websites als Quellen angegeben. Also auch in Fachbüchern, Forschungsberichten, Dissertationen usw. Während eine gedruckte Quelle auffindbar bleibt (die Angabe „Walter Schmidt, 1984, S. 34&#8243; kann als Buchseite gefunden werden), verändern sich Websites und die Quellenangabe führt  möglicherweise als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toter_Link" title="Toter Link" rel="nofollow" class="liwikipedia">Fehler 404</a> „ins Leere&#8221;. Hier kommt webcitation.org ins Spiel: Ich melde die Adresse der Webpage, die ich in meinem Buch zitiere, dort an, Webcitation archiviert die Seite und zukünftige Leser können permanent auf die Quelle zugreifen, auch wenn die ursprüngliche Seite vom Besitzer nicht mehr betrieben wird. Typisch Web 2.0: der Dienst ist kostenlos.</p>
<p>Viele weitere Beispiele für derartige Archivierung und Verwendungsmöglichkeiten für die <em>Allgemeinheit</em> sind in der Wikipedia beschrieben. Ich empfehle die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Web_archiving" rel="nofollow" class="liwikipedia">englische Version</a>, denn der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web-Archivierung" rel="nofollow" class="liwikipedia">deutschen</a> Wikipatria gelingt es regelmäßig den sozialen Geist des Internets an sich, und des Web 2.0 im Besonderen, abzutöten.</p>
<h3>Archivierung im täglichen Gebrauch des Web 2.0</h3>
<p>Jeder mit einem <a href="https://mail.google.com/mail/help/intl/de/about.html" class="liexternal">Google-Email</a>-Konto weiß die Archivierungsfunktion zu schätzen. Die Firma Google setzt Web 2.0-Technologie um, wo immer möglich, deshalb ist sie erfolgreich. Wie bei jeder anderen Email-Software kann man Emails filtern, in Ordner schieben oder löschen. Die Archivierung versieht dagegen eingehende Emails mit bestimmten Labels (tags, Stichworten) und legt sie unter diesem Label ab, ohne den Posteingangsordner voll zu stopfen. Das eignet sich z.B. für abonnierte Newsletter oder <a href="http://www.google.de/alerts?hl=de" title="Google Alerts" class="liexternal">Alerts</a> zu bestimmten Themen, auf die man zugreift &#8211; sie sind durchsuchbar -, wenn sie benötigt werden.</p>
<h4>Blog-Archiv</h4>
<p>Blogbeiträge werden von der Blogsoftware ebenfalls archiviert. Wiederum Web 2.0: denn sie sind für <em>alle zugänglich</em> und werden von Bloggern im Laufe der Zeit <em>verändert</em>! Das geschieht durch inhaltliche Ergänzungen in Artikeln, deren komplette Überarbeitung, einer Neu-Kategorisierung oder dem Löschen überholter Beiträge.</p>
<p>Manche Blogs archivieren unter der Jahreszahl und/oder dem Monat, was nur bedingt Sinn macht, denn man kann an der Archivgliederung nicht erkennen, welche Inhalte sie enthält. Mein Blog ist in Kategorien archiviert (siehe ganz unten). Ein Blogarchiv ist nicht statisch. Es spiegelt zwar wie ein patriarchales Staatsarchiv Geschichte &#8211; beim Blog die der bloggenden Person. Aber während ein Staatsarchiv auf Unveränderbarkeit ausgerichtet ist, reflektiert das Blogarchiv die &#8216;historische&#8217; Veränderung, d.h. die Entwicklung der Bloggerin.</p>
<h3>Matriarchales Archiv</h3>
<p>Haben Naturvölker und Stammesgesellschaften Archive? Sie haben! Ihr Überleben hängt davon ab. Das Archiv befindet sich aber nicht in einem festen verschlossenen Gebäude, sondern in den Köpfen von Personen, die ein besonders gutes Gedächtnis haben.</p>
<p>Diese Mitglieder matriarchaler Gemeinschaften sind die HüterInnen der politischen Kontinuität ihres Stammes. Sie wissen alles auswendig: Die Linie ihrer Vorfahren, mythologische Ereignisse, heilige Plätze wie Grabstätten oder Schreine, die weit entfernt auseinander liegen können. Ihr trainiertes Gedächtnis speichert unzählige Sprichwörter, Chiffren, Tänze, Liedtexte und Melodien. Die Schamanen unter ihnen finden Kräuter und kennen medizinische Techniken, wissen um deren Wirkung und können effizient damit heilen.</p>
<p><img style="margin-left: 5px; margin-right: 5px" title="Memorier-Brett der afrikanischen Luba" src="http://blog.matriarchy.info/uploads/memory_board_africa.png" alt="Memorier-Brett der afrikanischen Luba" hspace="5" width="197" height="353" align="left" />Um das Wissen einer solchen Gemeinschaft zu bewahren, wird es an Begabte von Generation zu Generation weiter gegeben. Es dauert Jahrzehnte, bis alles memoriert ist. Aber es gibt Hilfen für Lernende: Das Bild links zeigt ein afrikanisches Memorialbrett der Luba, ein Bantuvolk im Südosten der Demokratischen Republik Kongo. Die Perlen und Kerben bedeuten signifikante Plätze, Personen, Ereignisse und Ideen.</p>
<p>Die Veränderungen im Stamm und in dessen Umwelt fließen beständig in neu zu erstellende Gedächtnisbretter und damit in die Köpfe der „Archiv-WächterInnen&#8221; ein. Das naturwidrige Konzept von unveränderlicher Archivierung hat hier keinen Platz. Dies wird noch deutlicher bei den nordamerikanischen Newspaper Rocks der Indianer. Die sind nämlich Wind und Wetter ausgesetzt.<img style="border-width: 1px; margin: 3px 5px; width: 171px; height: 170px;" title="Newspaper Rock, im Süden von Utah, USA" src="http://blog.matriarchy.info/uploads/newsp_southern_utah.png" border="1" alt="Newspaper Rock, im Süden von Utah, USA" hspace="5" vspace="3" width="171" height="170" align="right" /> <a href="http://www.virtualparks.org/scenes/ZUIyHMH76R3WgV-TSqKQJ2g.html" class="liexternal">Klick hier</a> für eine Panorama-Ansicht des Newspaper Rocks, dessen Ausschnitt rechts abgebildet ist.</p>
<p>Aber das beste Beispiel und die perfekte Analogie der matriarchalen Memorialbretter zum Web 2.0 sind die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki" title="Beschreibung Wiki" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wikis</a>. Das bekannteste ist die Wikipedia, dazu es gibt unzählige kleinere und ganz kleine Wikis zu allen nur denkbaren Themen. Sie werden angepasst, wie die Bretter der Luba, wenn die Zeit es verlangt.</p>
<p>Archiv ist also nicht gleich Archiv. Entlarvend ist immer die Einstellung, die geistige Haltung, die hinter einer Handlung steht, nicht die Aktion selbst.</p>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=374&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Matriarchat + Web 2.0]]></series:name>
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		<title>Matriarchat und Web 2.0: Videosharing</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 02:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikelserie]]></category>
		<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Offenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Openeverything]]></category>
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		<description><![CDATA[Was geschieht, wenn das Private öffentlich wird? Privatangelegenheiten sind dem Patriarchat heilig. Das war richtig bis vor 3 Jahren. Digitale Geräte wie Fotokameras und Fotohandys, mit denen man filmen kann und hochwertige Videokameras zu erschwinglichen Preisen eroberten den Massenmarkt und im Februar 2005 ging YouTube online. Dieses und ähnliche Videoportale boten eine kostenlose Plattform, selbstgemachte Videoclips der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wie die Youtubes des Internet helfen die Menschheit ehrlich zu machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="center frame" title="Videosharing" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/03/schon-auf-youtube.jpg" alt="Videosharing" /></p>
<p>Dieser Comic war heute morgen in unserer Tageszeitung. Ich musste schmunzeln und mir wurde gleichzeitig bewusst, dass da eine lange Geschichte erzählt wird!<span id="more-372"></span></p>
<p>Was geschieht, wenn das Private öffentlich wird? Bei matriarchalen Stammesgesellschaften gibt es nichts Privates in unserem Sinn. Man kann sich zurückziehen, Zeit allein verbringen. Aber man hat nichts zu verbergen, hält nichts vor anderen zurück und es gibt keine Privilegien. Bei afrikanischen Stämmen ist es üblich sich morgens vor den Hütten zu treffen und sich gegenseitig die Träume der letzten Nacht zu erzählen. Etwas Intimeres als die eigenen Träume gibt es nicht. Stammesgemeinschaften teilen und teilen mit.</p>
<p>Das Patriarchat kann unter anderem deshalb existieren, weil es &#8220;das Private&#8221; gibt. Privateigentum, Privatleben, Privatangelegenheit u. ~sache, Privatsphäre, Privatvergnügen, Privatzweck&#8230;</p>
<p>Das Wort <em>privat </em>geht zurück auf <em>Privileg </em>&#8220;Vorrecht&#8221;, und beides leitet sich von der indogermanischen Wurzel <em>nem</em>- ab, was &#8220;biegen&#8221; bedeutet. Das altindische <em>námas</em>- entspricht dem altvedischen <em>nǝmah</em>- für &#8220;Verbeugung = Verehrung, Huldigung&#8221;, aindisch <em>námati </em>&#8220;beugt sich, neigt sich, beugt, biegt&#8221;. Im Zuge der patriarchalen Herrschaftsbildung änderte sich die Bedeutung des altirischen <em>nemed </em> für &#8220;Heiligtum&#8221; (das man verehrt) zu &#8220;Privileg, privilegierte Person&#8221; und im 16 Jh. wurde <em>privat </em>aus lateinisch <em>privatus</em>, &#8220;vom Staat abgesondert, ohne Amt für sich lebend&#8221; ins Deutsche entlehnt. Ein Privileg war und ist also ein wirkliches durch die Staatsgewalt begründetes Recht und steht im Gegensatz zu jederzeit widerruflichen Konzessionen.</p>
<p>Durch Privatheit ist Kriminalität überhaupt nur möglich: Menschenhändler können Personen gegen ihren Willen in Wohnungen einsperren; Kinder sind gewalttätigen Eltern und Aufsichtspersonen ausgeliefert. Häusliche Gewalt in jeder Form blüht auf im Privatbereich.</p>
<p>Was die Nachbarn tun und lassen, geht uns nichts an, richtig? Das ist deren Privatsache. Ein Spruch lautet: &#8220;Jeder hat eine Leiche im Keller&#8221;, ja im Privatkeller, versteht sich.</p>
<p>Privatangelegenheiten sind dem Patriarchat heilig. Das war richtig bis vor ca. 3 Jahren. Digitale Geräte wie Fotokameras und Fotohandys, mit denen man filmen kann und hochwertige Videokameras zu erschwinglichen Preisen eroberten damals den Massenmarkt und im Februar 2005 ging <a href="http://youtube.com/" title="YouTube - Videosharing" class="liexternal">YouTube</a> online. Dieses und ähnliche Videoportale boten eine kostenlose Plattform um  selbstgemachte Videoclips der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.</p>
<p>Aber alles das macht noch keinen Unterschied in einer Gesellschaft, in der Gewalttaten im eigenen Umfeld geduldet werden. Man mischt sich nicht ein, wenn man auf der Seite der Täter steht oder deren Handeln duldet oder glaubt dulden zu müssen.</p>
<p>Einen Unterschied machen videofähige Geräte in den Händen der Schwachen. In den Händen von Kindern und Jugendlichen, von Gemobbten, von verprügelten Frauen, von Ausgebeuteten in Firmen oder Drittländern, bzw. von couragierten Helfern.</p>
<p>Nicht das Video als Beweismittel für juristische und polizeiliche Maßnahmen ist der Clou, sondern das Video, das auf Youtube erscheint! Es lässt nämlich alle wissen, wer sich mit wem heute morgen im Bus geprügelt hat, wie und warum. Jeder, der es sieht kann sich selbst ein Bild davon machen.</p>
<p>Lügen haben ausgedient. Alles wird öffentlich, alles kommt ans Licht.</p>
<p>Das hat nichts mit den Überwachungsgelüsten bestimmter Politiker zu tun, denn die sollen ja dazu dienen, die BürgerInnen in Schach zu halten (<a href="http://www.graswurzel.net/326/daten.shtml" target="_blank" class="liexternal">Wer die Macht haben will, weiß nie genug</a>). Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Scheinheilige Politiker, bigotte Eltern oder Kinderschänder, die Zwang ausüben, können nicht mehr sicher sein.</p>
<p>Mit dem Aufdecken von Gesetzeswidrigkeiten hat das alles nichts zu tun. Sondern damit, dass die Menschen sich kennen lernen. Gegen viele destruktive und asoziale Verhaltensweisen gibt es gar keine Gesetze. Unethisches Verhalten ist in der Rechtsprechung kein Thema, dafür gelten Zwangs- und Doppelmoral.</p>
<p>Wir lernen Herrn Müller und Frau Meier von nebenan ganz privat kennen. Auf Youtube und Co.</p>
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