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	<title>Rette sich, wer kann!&#187; Matriarchat (Matriarchale Gesellschaften: Naturvölker, Ureinwohner, Indigena
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	<description>Gesellschaft im Wandel: Vom Patriarchat zu Web 2.0</description>
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		<title>Thanksgiving &#8211; No Thanks, No Giving</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 01:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Info Fakten Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Feiern]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Indianer]]></category>
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		<category><![CDATA[Thanksgiving]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA["Wir feiern Thanksgiving gemeinsam mit allen Amerikanern, wenn auch vielleicht anders und mit anderem Hintergrund. Unabhängig von allem, was uns widerfahren ist, seit wir den Pilgrims zu essen gaben, haben wir doch unsere Sprache, unsere Kultur, unsere eigene soziale Struktur erhalten. Selbst im nuklearen Zeitalter sind wir noch ein Stammesvolk."
(Wilma Mankiller, Oberster Häuptling der Cherokee)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Im Jahre 1620 segelte ein Schiff mit über hundert Menschen, die sich in der Neuen Welt niederlassen wollten, über den Atlantik. Sie waren Vertreter einer Religionsgemeinschaft, der Zweifel an den Glaubensgrundsätzen der Church of England gekommen waren und die sich daher von ihr lösen wollten. Diese <em>Pilgrims </em>besiedelten den heutigen Bundesstaat Massachusetts.<span id="more-3543"></span></p>
<p>Der erste Winter in der Neuen Welt war hart. Die Pflanzzeit für viele Getreidesorten war schon vorüber als sie ankamen, und so starb die Hälfte von ihnen aus Mangel an frischer Nahrung und an den daraus resultierenden Krankheiten. Im darauf folgenden Frühling zeigten ihnen die <em>Irokesen</em>, wie man Mais anbaute, ein neues Nahrungsmittel für die Siedler. Von den Indianern lernten sie auch den Anbau anderer Feldfrüchte auf dem unbekannten Boden sowie Jagen und Fischen.</p>
<p>Im Herbst des Jahres 1621 erntete man reichlich Mais, Gerste, Bohnen und Kürbisse. Die Siedler hatten viel für das sie dankbar sein konnten und richteten daher ein Fest aus. Sie luden den nahe lebenden Indianerhäuptling und 90 Indianer dazu ein.</p>
<p>Die Indianer brachten Rehfleisch, das gemeinsam mit den Truthähnen und anderem Wild, das die Siedler hatten, am Rost gebraten wurde. Die Siedler hatten von den Indianern gelernt, wie man Preiselbeeren sowie verschiedene Mais- und Kürbisgerichte zubereitet. Zu diesem ersten Thanksgiving-Fest hatten die Indianer sogar Popcorn gebracht.</p>
<p>In den Jahren darauf feierten viele der ersten Siedler die Herbsternte mit einem Dankesfest.</p>
<p>Nachdem die Vereinigten Staaten unabhängig geworden waren, empfahl der Kongress, dass die ganze Nation einen Tag des Jahres Erntedank feiern solle: Der 4. Donnerstag im November wird jedes Jahr vom Präsidenten zum bundesweiten Feiertag erklärt.</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir feiern Thanksgiving gemeinsam mit allen Amerikanern, wenn auch vielleicht anders und mit anderem Hintergrund. Unabhängig von allem, was uns widerfahren ist, seit wir den Pilgrims zu essen gaben, haben wir doch unsere Sprache, unsere Kultur, unsere eigene soziale Struktur erhalten. Selbst im nuklearen Zeitalter sind wir noch ein Stammesvolk.&#8221;<br />
<em>(Wilma Mankiller, Oberster Häuptling der Cherokee)</em></p></blockquote>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4KCjWymmHrw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/4KCjWymmHrw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><em>National Day of Mourning</em></p>
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		<title>Mosuo &#8211; Wo Frauen das Sagen haben</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 22:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Sideblog]]></category>
		<category><![CDATA[Mosuo]]></category>

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		<description><![CDATA[Der argentinische Journalist Ricardo Coler hat ein Buch über ein noch existierendes Matriarchat im Süden Chinas geschrieben. Das x-und-achtzigste&#8230; oder so.
via Deutschlandradio Kultur &#8211; Kritik &#8211; Wo Frauen das Sagen haben.
Eine kleine Ergänzung zum Text bei Deutschlandradio:
&#8220;So erfahren wir nichts über Kriminalität, über etwaige Geschlechtskrankheiten oder die Gefahr des Sextourismus, der einem solch promisken Paradies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Der argentinische Journalist Ricardo Coler hat ein Buch über ein noch existierendes Matriarchat im Süden Chinas geschrieben. Das x-und-achtzigste&#8230; oder so.<span id="more-2691"></span></p>
<p>via<a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/934907/" class="liexternal"> Deutschlandradio Kultur &#8211; Kritik &#8211; Wo Frauen das Sagen haben</a>.</p>
<p>Eine kleine Ergänzung zum Text bei Deutschlandradio:</p>
<blockquote><p>&#8220;So erfahren wir nichts über Kriminalität, über etwaige Geschlechtskrankheiten oder die Gefahr des Sextourismus, der einem solch promisken Paradies gefährlich werden könnte.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kriminalität kommt so gut wie nicht vor, zumindest nicht bei den Mosuo, die im Stamm leben.</p>
<p>Mit Sextourismus ist nix. Es gibt Liebesbeziehungen, aber keine Prostitution, Pornographie usw. Ich habe Kontakt zu Mosuos, und mir wurde berichtet, dass die falschen Erwartungen von Sextouristen ihnen auf die Nerven gehen. Die Frauen distanzieren sich davon, wie jede Europäerin, die keine Prostituierte ist.</p>
<p>Promiskuität ist auch nicht der richtige Ausdruck, denn die Mosuos gehen zwar frei und viele Liebes-Beziehungen ein, aber immer nacheinander.</p>
<p>Übrigens sind die Mosuo keineswegs das einzige oder letzte Matriarchat. 2004 war eine Matriarchat-Konferenz in den USA, wo sich viele Stammesvertreter/innen ausgetauscht und Vorträge gehalten haben. Auch über Tourismus.</p>
<p>Die Mosuo waren mit die ersten, die Tourismus in größerem Ausmaß zugelassen haben; davon haben die anderen gelernt und halten sich mit Infos an die Presse und mit dem Bau von Gästehäusern sehr zurück.</p>
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		<title>Über die Minangkabau heute (TV-Tipp)</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 00:22:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Minangkabau]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl Westsumatra zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert islamisiert wurde, hat sich ein Großteil der Einwohner, die Volksgruppe der Minangkabau, einige ihrer früheren Traditionen bewahrt. Neben den islamischen Regeln folgen sie dem Adat, einem matrilinear organisierten Gesellschaftssystem. Demzufolge sind nur die Frauen der Minangkabau erbberechtigt, ihnen gehört sämtlicher Besitz und die größte Autorität. Aber der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="alignleft size-full wp-image-1200" title="Minangkabau-Haus" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/10/minangkabau-haus.jpg" alt="Minangkabau-Haus" width="295" height="323" />Obwohl Westsumatra zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert islamisiert wurde, hat sich ein Großteil der Einwohner, die Volksgruppe der <strong>Minangkabau</strong>, einige ihrer früheren Traditionen bewahrt. Neben den islamischen Regeln folgen sie dem <em>Adat</em>, einem matrilinear organisierten Gesellschaftssystem.<span id="more-1196"></span> Demzufolge sind nur die Frauen der Minangkabau erbberechtigt, ihnen gehört sämtlicher Besitz und die größte Autorität. Aber der Einfluss des patriarchalisch geprägten Islam ist deutlich zu spüren.</p>
<p>Die Sendung geht um die 62- jährige Elitha Suarti Heirunas, genannt Etti, die seit mehr als 20 Jahren ihren Schönheitssalon im Zentrum der Stadt Bukittinggi auf Westsumatra führt. Ihr Salon ist eine Institution.</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p>Donnerstag, 16. Oktober 2008 um 16.50 Uhr</p>
<p>Wiederholungen:</p>
<p>25.10.2008 um 17:10<br />
30.10.2008 um 14:00<br />
<a href="http://www.arte.tv/de/Willkommen/woche/244,broadcastingNum=939227,day=6,week=42,year=2008.html" class="liexternal">360° &#8211; Geo Reportage, ARTE</a><br />
(Deutschland, Frankreich, 2006, 43mn)</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p>Wer die Sendung nicht sehen kann oder sich für die Minangkabau, als größte noch lebende matriarchale Gesellschaft, interessiert, wird hier fündig:</p>
<ul>
<li><a href="http://matriarchat.net/welt/minangkabau.html" class="liexternal">Die Minangkabau</a> (Artikel von Irene Fleiss, mit der ich jahrelang zusammengearbeitet habe. Sie ist leider kürzlich verstorben)</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://matriarchat.info/asien/die-welt-der-minangkabau.html" class="liexternal">Matriarchat der Gegenwart &#8211; Die Welt der Minangkabau</a> (bei matriarchat.info)</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.sas.upenn.edu/%7Epsanday/eggi2.html" class="liexternal">Eggi&#8217;s Village</a> &#8211; die Seite der Anthropologin Peggy Reeves Sanday, die mit den Minagkabau gelebt und sie ausführlich beschrieben hat (engl.). Ihr Buch zum Thema: <a href="http://www.amazon.de/Women-Center-Life-Modern-Matriarchy/dp/0801440041%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dbloghv-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D0801440041" name="evtst|a|0801440041" rel="nofollow" class="liamazon">Women at the Center: Life in a Modern Matriarchy</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://moendg07.wordpress.com/" class="liexternal">Vara Jambak</a> &#8211; dies ist das Blog der Minangkabau-Frau Novara, vom Clan der Jambak. Ich kenne sie schon eine Weile; sie studiert Informatik in Berlin. Das Blog ist in Minangkabau. Übrigens: die Farben des Blogs sind die der Minangkabau, nicht, dass ihr euch wundert <img src='http://rette-sich-wer-kann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Matriarchat und Web 2.0: Archiv</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 03:12:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[arché]]></category>
		<category><![CDATA[Herrschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hierarchie]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>

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		<description><![CDATA[Archiv - das klingt langweilig, oder? Wir assoziieren es mit staubigen Akten, die kein Mensch mehr braucht. Aber: Es gibt Archive, die werden von quicklebendigen Leuten höchst dynamisch gehandhabt. Sowohl im Web 2.0 als auch im Matriarchat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="center frame" title="Schön, steril und leer: Symbolisches Archiv der deutschen Abgeordneten im Reichstag" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/03/archiv-deutsche-abgeordnete.jpg" alt="Archiv der deutschen Abgeordneten" /></p>
<p>Archiv &#8211; das klingt langweilig, oder? Wir assoziieren es mit staubigen Akten, die kein Mensch mehr braucht. Aber: Es gibt Archive, die werden von quicklebendigen Leuten höchst dynamisch gehandhabt.<span id="more-374"></span></p>
<p>Erst mal zum Wort: <em>Arch</em>iv hat die gleiche Wurzel wie der 2. Teil in Matri<em>arch</em>at oder Patri<em>arch</em>at: <em>arché</em> „Ursprung, das Erste&#8221;.</p>
<h3>Was ist ein Archiv im Patriarchat?</h3>
<p>Der Ausdruck &#8211; lat. <em>archivum</em>, grch. <em>archeion</em> &#8211; wird ursprünglich auf den Wohnsitz eines <em><a href="http://wiki.matriarchat.net/wiki.pl?Archon" class="liexternal">Archonten</a></em> angewendet, wo unter dessen Autorität wichtige offizielle Staatsdokumente gelagert werden. Archonten waren im alten Athen die neun aus dem Adel gewählten, an der Spitze des Staates stehenden Beamte.</p>
<p>Die Archivierung des im Hause eines Archon aufbewahrten Archivguts ist an Regeln wie <strong>Unveränderbarkeit</strong> und <strong>langfristige Wiederauffindbarkeit</strong> gebunden. Archive sind beispielsweise in Museums-, Finanz-, Bibliotheks-, oder Justizgebäuden zu finden.</p>
<p>Die gesamte Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands ist im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barbarastollen" title="Archiv Barbarastollen" rel="nofollow" class="liwikipedia">Barbarastollen</a> archiviert. Na ja, nicht die ganze Geschichte. Nur das Kulturgut das als archivierungswürdig gilt. Ein paar „Experten&#8221; wählen das aus und zu patriarchalen Archiven hat auch nicht jeder Zugang &#8211; es gibt einen besonderen Berufsstand: Archivar/in &#8211; diese Leute dürfen ein Archiv betreten und sorgen dafür, dass alles unverändert an seinem Platz bleibt und „Unbefugte&#8221; draußen bleiben.</p>
<p>Immer dann, wenn es heißt „Kein Zutritt für Unbefugte&#8221; haben wir es mit einem Herrschaftsinstrument zu tun.</p>
<p>Da der Begriff &#8220;Archiv&#8221; nicht geschützt ist, könnte man meinen, dass das Wort im Internet beliebig verwendet wird. So ist es aber nicht.</p>
<h3>Was ist ein Archiv im Web 2.0?</h3>
<p>Es gibt Internetarchive, die schon vor der Web2.0-Technologie aufgebaut wurden und sich in zwei wesentlichen Merkmalen von patriarchalen Archiven unterscheiden:</p>
<ol type="1">
<li> sie wurden als      Wissensdatenbanken für zukünftige Generationen konzipiert</li>
<li>sie sind allen      zugänglich</li>
</ol>
<p><em>Ein Beispiel:</em><br />
<a href="http://webcitation.org/" class="liexternal">Webcitation.org</a> &#8211; Zunehmend werden in Print- oder Online-Publikationen Websites als Quellen angegeben. Also auch in Fachbüchern, Forschungsberichten, Dissertationen usw. Während eine gedruckte Quelle auffindbar bleibt (die Angabe „Walter Schmidt, 1984, S. 34&#8243; kann als Buchseite gefunden werden), verändern sich Websites und die Quellenangabe führt  möglicherweise als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toter_Link" title="Toter Link" rel="nofollow" class="liwikipedia">Fehler 404</a> „ins Leere&#8221;. Hier kommt webcitation.org ins Spiel: Ich melde die Adresse der Webpage, die ich in meinem Buch zitiere, dort an, Webcitation archiviert die Seite und zukünftige Leser können permanent auf die Quelle zugreifen, auch wenn die ursprüngliche Seite vom Besitzer nicht mehr betrieben wird. Typisch Web 2.0: der Dienst ist kostenlos.</p>
<p>Viele weitere Beispiele für derartige Archivierung und Verwendungsmöglichkeiten für die <em>Allgemeinheit</em> sind in der Wikipedia beschrieben. Ich empfehle die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Web_archiving" rel="nofollow" class="liwikipedia">englische Version</a>, denn der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web-Archivierung" rel="nofollow" class="liwikipedia">deutschen</a> Wikipatria gelingt es regelmäßig den sozialen Geist des Internets an sich, und des Web 2.0 im Besonderen, abzutöten.</p>
<h3>Archivierung im täglichen Gebrauch des Web 2.0</h3>
<p>Jeder mit einem <a href="https://mail.google.com/mail/help/intl/de/about.html" class="liexternal">Google-Email</a>-Konto weiß die Archivierungsfunktion zu schätzen. Die Firma Google setzt Web 2.0-Technologie um, wo immer möglich, deshalb ist sie erfolgreich. Wie bei jeder anderen Email-Software kann man Emails filtern, in Ordner schieben oder löschen. Die Archivierung versieht dagegen eingehende Emails mit bestimmten Labels (tags, Stichworten) und legt sie unter diesem Label ab, ohne den Posteingangsordner voll zu stopfen. Das eignet sich z.B. für abonnierte Newsletter oder <a href="http://www.google.de/alerts?hl=de" title="Google Alerts" class="liexternal">Alerts</a> zu bestimmten Themen, auf die man zugreift &#8211; sie sind durchsuchbar -, wenn sie benötigt werden.</p>
<h4>Blog-Archiv</h4>
<p>Blogbeiträge werden von der Blogsoftware ebenfalls archiviert. Wiederum Web 2.0: denn sie sind für <em>alle zugänglich</em> und werden von Bloggern im Laufe der Zeit <em>verändert</em>! Das geschieht durch inhaltliche Ergänzungen in Artikeln, deren komplette Überarbeitung, einer Neu-Kategorisierung oder dem Löschen überholter Beiträge.</p>
<p>Manche Blogs archivieren unter der Jahreszahl und/oder dem Monat, was nur bedingt Sinn macht, denn man kann an der Archivgliederung nicht erkennen, welche Inhalte sie enthält. Mein Blog ist in Kategorien archiviert (siehe ganz unten). Ein Blogarchiv ist nicht statisch. Es spiegelt zwar wie ein patriarchales Staatsarchiv Geschichte &#8211; beim Blog die der bloggenden Person. Aber während ein Staatsarchiv auf Unveränderbarkeit ausgerichtet ist, reflektiert das Blogarchiv die &#8216;historische&#8217; Veränderung, d.h. die Entwicklung der Bloggerin.</p>
<h3>Matriarchales Archiv</h3>
<p>Haben Naturvölker und Stammesgesellschaften Archive? Sie haben! Ihr Überleben hängt davon ab. Das Archiv befindet sich aber nicht in einem festen verschlossenen Gebäude, sondern in den Köpfen von Personen, die ein besonders gutes Gedächtnis haben.</p>
<p>Diese Mitglieder matriarchaler Gemeinschaften sind die HüterInnen der politischen Kontinuität ihres Stammes. Sie wissen alles auswendig: Die Linie ihrer Vorfahren, mythologische Ereignisse, heilige Plätze wie Grabstätten oder Schreine, die weit entfernt auseinander liegen können. Ihr trainiertes Gedächtnis speichert unzählige Sprichwörter, Chiffren, Tänze, Liedtexte und Melodien. Die Schamanen unter ihnen finden Kräuter und kennen medizinische Techniken, wissen um deren Wirkung und können effizient damit heilen.</p>
<p><img style="margin-left: 5px; margin-right: 5px" title="Memorier-Brett der afrikanischen Luba" src="http://blog.matriarchy.info/uploads/memory_board_africa.png" alt="Memorier-Brett der afrikanischen Luba" hspace="5" width="197" height="353" align="left" />Um das Wissen einer solchen Gemeinschaft zu bewahren, wird es an Begabte von Generation zu Generation weiter gegeben. Es dauert Jahrzehnte, bis alles memoriert ist. Aber es gibt Hilfen für Lernende: Das Bild links zeigt ein afrikanisches Memorialbrett der Luba, ein Bantuvolk im Südosten der Demokratischen Republik Kongo. Die Perlen und Kerben bedeuten signifikante Plätze, Personen, Ereignisse und Ideen.</p>
<p>Die Veränderungen im Stamm und in dessen Umwelt fließen beständig in neu zu erstellende Gedächtnisbretter und damit in die Köpfe der „Archiv-WächterInnen&#8221; ein. Das naturwidrige Konzept von unveränderlicher Archivierung hat hier keinen Platz. Dies wird noch deutlicher bei den nordamerikanischen Newspaper Rocks der Indianer. Die sind nämlich Wind und Wetter ausgesetzt.<img style="border-width: 1px; margin: 3px 5px; width: 171px; height: 170px;" title="Newspaper Rock, im Süden von Utah, USA" src="http://blog.matriarchy.info/uploads/newsp_southern_utah.png" border="1" alt="Newspaper Rock, im Süden von Utah, USA" hspace="5" vspace="3" width="171" height="170" align="right" /> <a href="http://www.virtualparks.org/scenes/ZUIyHMH76R3WgV-TSqKQJ2g.html" class="liexternal">Klick hier</a> für eine Panorama-Ansicht des Newspaper Rocks, dessen Ausschnitt rechts abgebildet ist.</p>
<p>Aber das beste Beispiel und die perfekte Analogie der matriarchalen Memorialbretter zum Web 2.0 sind die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki" title="Beschreibung Wiki" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wikis</a>. Das bekannteste ist die Wikipedia, dazu es gibt unzählige kleinere und ganz kleine Wikis zu allen nur denkbaren Themen. Sie werden angepasst, wie die Bretter der Luba, wenn die Zeit es verlangt.</p>
<p>Archiv ist also nicht gleich Archiv. Entlarvend ist immer die Einstellung, die geistige Haltung, die hinter einer Handlung steht, nicht die Aktion selbst.</p>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=374&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Matriarchat + Web 2.0]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Matriarchat und Web 2.0: Videosharing</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 02:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikelserie]]></category>
		<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Offenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Openeverything]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Was geschieht, wenn das Private öffentlich wird? Privatangelegenheiten sind dem Patriarchat heilig. Das war richtig bis vor 3 Jahren. Digitale Geräte wie Fotokameras und Fotohandys, mit denen man filmen kann und hochwertige Videokameras zu erschwinglichen Preisen eroberten den Massenmarkt und im Februar 2005 ging YouTube online. Dieses und ähnliche Videoportale boten eine kostenlose Plattform, selbstgemachte Videoclips der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wie die Youtubes des Internet helfen die Menschheit ehrlich zu machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="center frame" title="Videosharing" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/03/schon-auf-youtube.jpg" alt="Videosharing" /></p>
<p>Dieser Comic war heute morgen in unserer Tageszeitung. Ich musste schmunzeln und mir wurde gleichzeitig bewusst, dass da eine lange Geschichte erzählt wird!<span id="more-372"></span></p>
<p>Was geschieht, wenn das Private öffentlich wird? Bei matriarchalen Stammesgesellschaften gibt es nichts Privates in unserem Sinn. Man kann sich zurückziehen, Zeit allein verbringen. Aber man hat nichts zu verbergen, hält nichts vor anderen zurück und es gibt keine Privilegien. Bei afrikanischen Stämmen ist es üblich sich morgens vor den Hütten zu treffen und sich gegenseitig die Träume der letzten Nacht zu erzählen. Etwas Intimeres als die eigenen Träume gibt es nicht. Stammesgemeinschaften teilen und teilen mit.</p>
<p>Das Patriarchat kann unter anderem deshalb existieren, weil es &#8220;das Private&#8221; gibt. Privateigentum, Privatleben, Privatangelegenheit u. ~sache, Privatsphäre, Privatvergnügen, Privatzweck&#8230;</p>
<p>Das Wort <em>privat </em>geht zurück auf <em>Privileg </em>&#8220;Vorrecht&#8221;, und beides leitet sich von der indogermanischen Wurzel <em>nem</em>- ab, was &#8220;biegen&#8221; bedeutet. Das altindische <em>námas</em>- entspricht dem altvedischen <em>nǝmah</em>- für &#8220;Verbeugung = Verehrung, Huldigung&#8221;, aindisch <em>námati </em>&#8220;beugt sich, neigt sich, beugt, biegt&#8221;. Im Zuge der patriarchalen Herrschaftsbildung änderte sich die Bedeutung des altirischen <em>nemed </em> für &#8220;Heiligtum&#8221; (das man verehrt) zu &#8220;Privileg, privilegierte Person&#8221; und im 16 Jh. wurde <em>privat </em>aus lateinisch <em>privatus</em>, &#8220;vom Staat abgesondert, ohne Amt für sich lebend&#8221; ins Deutsche entlehnt. Ein Privileg war und ist also ein wirkliches durch die Staatsgewalt begründetes Recht und steht im Gegensatz zu jederzeit widerruflichen Konzessionen.</p>
<p>Durch Privatheit ist Kriminalität überhaupt nur möglich: Menschenhändler können Personen gegen ihren Willen in Wohnungen einsperren; Kinder sind gewalttätigen Eltern und Aufsichtspersonen ausgeliefert. Häusliche Gewalt in jeder Form blüht auf im Privatbereich.</p>
<p>Was die Nachbarn tun und lassen, geht uns nichts an, richtig? Das ist deren Privatsache. Ein Spruch lautet: &#8220;Jeder hat eine Leiche im Keller&#8221;, ja im Privatkeller, versteht sich.</p>
<p>Privatangelegenheiten sind dem Patriarchat heilig. Das war richtig bis vor ca. 3 Jahren. Digitale Geräte wie Fotokameras und Fotohandys, mit denen man filmen kann und hochwertige Videokameras zu erschwinglichen Preisen eroberten damals den Massenmarkt und im Februar 2005 ging <a href="http://youtube.com/" title="YouTube - Videosharing" class="liexternal">YouTube</a> online. Dieses und ähnliche Videoportale boten eine kostenlose Plattform um  selbstgemachte Videoclips der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.</p>
<p>Aber alles das macht noch keinen Unterschied in einer Gesellschaft, in der Gewalttaten im eigenen Umfeld geduldet werden. Man mischt sich nicht ein, wenn man auf der Seite der Täter steht oder deren Handeln duldet oder glaubt dulden zu müssen.</p>
<p>Einen Unterschied machen videofähige Geräte in den Händen der Schwachen. In den Händen von Kindern und Jugendlichen, von Gemobbten, von verprügelten Frauen, von Ausgebeuteten in Firmen oder Drittländern, bzw. von couragierten Helfern.</p>
<p>Nicht das Video als Beweismittel für juristische und polizeiliche Maßnahmen ist der Clou, sondern das Video, das auf Youtube erscheint! Es lässt nämlich alle wissen, wer sich mit wem heute morgen im Bus geprügelt hat, wie und warum. Jeder, der es sieht kann sich selbst ein Bild davon machen.</p>
<p>Lügen haben ausgedient. Alles wird öffentlich, alles kommt ans Licht.</p>
<p>Das hat nichts mit den Überwachungsgelüsten bestimmter Politiker zu tun, denn die sollen ja dazu dienen, die BürgerInnen in Schach zu halten (<a href="http://www.graswurzel.net/326/daten.shtml" target="_blank" class="liexternal">Wer die Macht haben will, weiß nie genug</a>). Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Scheinheilige Politiker, bigotte Eltern oder Kinderschänder, die Zwang ausüben, können nicht mehr sicher sein.</p>
<p>Mit dem Aufdecken von Gesetzeswidrigkeiten hat das alles nichts zu tun. Sondern damit, dass die Menschen sich kennen lernen. Gegen viele destruktive und asoziale Verhaltensweisen gibt es gar keine Gesetze. Unethisches Verhalten ist in der Rechtsprechung kein Thema, dafür gelten Zwangs- und Doppelmoral.</p>
<p>Wir lernen Herrn Müller und Frau Meier von nebenan ganz privat kennen. Auf Youtube und Co.</p>
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		<series:name><![CDATA[Matriarchat + Web 2.0]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Matriarchat und Web 2.0: Blogs</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 00:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikelserie]]></category>
		<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Konsens ist bei matriarchalen Völkern der Entscheidungsprozess der Wahl. Dieser Prozess, zu einem Ergebnis zu kommen ist mit dem Bloggen im Internet vergleichbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Konsens ist bei matriarchalen Völkern der Entscheidungsprozess, auf den ich <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/gemeinschaft/konsens/" title="Konsens als Entscheidungsfindungsprozess" class="liinternal">bereits</a> hingewiesen habe. Dieser Prozess, zu einem Ergebnis zu kommen ist mit dem Bloggen vergleichbar.<span id="more-371"></span></p>
<p><strong>Merkmale</strong>:</p>
<ul>
<li>Jede/r hat eine Stimme</li>
<li>Jede/r lernt im Prozessverlauf die Blickwinkel der anderen kennen</li>
<li>Jede/r geht durch den gegenseitigen Gedankenaustausch gewandelt aus der Situation hervor</li>
</ul>
<p><strong>Konsequenz</strong>:</p>
<ul>
<li>Jede/r ist bemüht eigenverantwortlich die persönliche Sicht einzubringen, in dem Bewusstsein und mit der Absicht, dass sie die anderen begeistert und zum Weiterdenken anregt.</li>
</ul>
<p><img title="Versammlung der Tojolabales (Mexiko)" src="http://matriarchat.info/images/stories/praxis/architektur/tojola_versammlungshaus.jpg" alt="Versammlung der Tojolabales (Mexiko)" width="299" height="224" align="right" />Bei einer Versammlung auf Sippenebene treffen sich alle Mitglieder der Gemeinschaft im Versammlungshaus. Die Kinder hängen in den Fenstern und hören genau zu. Kleinere Kinder hocken im Tragetuch auf dem Rücken ihrer Mütter oder sitzen auf einem Schoß.</p>
<p>Alle reden durcheinander oder reihum.</p>
<p>Das „alle reden&#8221; ist direkt vergleichbar mit „bloggen&#8221;. Jede Frau und jeder Mann im Versammlungshaus äußert ihre/seine Meinung und liefert Informationen zu dem Thema.</p>
<p>Das Thema ist der Grundgedanke bzw. das Problem der aktuellen Versammlung oder entsprechend der Inhalt des Blogbeitrags.</p>
<p>Manche Sippenmitglieder kennen sich mit Tieren aus, manche mit Heilpflanzen und wieder andere sind Experten im Herstellen von Geräten und Werkzeugen. Andere verstehen etwas von Musik und manche von Hausbau und Architektur.</p>
<p>Während alle zu jedem Alltagsthema eine Meinung haben, weil es sie ja regelmäßig betrifft, so gibt es doch Talente, die manches besonders gut können.</p>
<p>Der Sippe ist bewusst, dass jedes Kind mit besonderen Begabungen geboren wird. Die Gemeinschaft unterstützt es darin, diese Fähigkeiten zu entwickeln und Meisterschaft auf seinem Gebiet zu erreichen. Dies wird noch durch die Namensgebung gefördert.</p>
<p>Ein Beispiel dafür ist der afrikanische Name <em>„Malidoma</em>&#8220;, das heißt „des Fremden Freund&#8221;. Der Name gehört einem Dagara-Stammesangehörigen, der zwischen seiner Wohnung in Kalifornien und seinem Stamm pendelt und die Aufgabe hat, Wissensbrücken zwischen den afrikanischen Ureinwohnern und den westlichen Ländern zu schlagen.</p>
<table style="border: 1px solid #c0c0c0; padding: 7px; margin-right: 10px; font-size: 80%; height: 178px;" border="0" width="290" align="left">
<tbody>
<tr>
<td>Attend! Once more I change his name.<br />
Harken! Ri-ruts&#8217;-ka-tit it was<br />
We used to call him by, a name he won<br />
Long days ago, marking an act<br />
Well done by him, but now passed by.<br />
Harken! To-day all men shall say—<br />
Harken! His act has lifted him<br />
Where all his tribe behold a man<br />
Clothed with new fame, strong in new strength<br />
Gained by his deeds, blessed of the spirits.<br />
Harken! Sha-ku&#8217;-ru Wa&#8217;-ruk-ste shall he be called.<br />
Ausschnitt aus &#8220;<a href="http://www.apples4theteacher.com/native-american/names/bestowing-a-new-name.html" class="liexternal">Bestowing New Name Ritual</a>&#8220;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Bei einigen nordamerikanischen Indianer-Stämmen bekommt eine Person im Laufe ihrer Entwicklung neue Namen, entsprechend dem Stand ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten auf ihrem Gebiet (siehe Kasten).</p>
<p>Der Fortschritts- und Entwicklungsstand einer Gemeinschaft lässt sich am Expertentum der Individuen ablesen. Je nachhaltiger jeder Mann und jede Frau als nützliche RatgeberInnen fungieren, desto kostbarer werden die Beziehungen und der Zugang zu ihnen und desto reicher ist die Gemeinschaft, der sie angehören.</p>
<p>Ohne das Wissen um diese sozialen Funktionen hätten matriarchale Stämme nicht bis heute überleben können. In der Praxis wird dies durch Sprache ausgeführt. Das gilt für die Konsensentscheidungen ebenso wie für Blogs.</p>
<p>Diejenigen Eingeborenen, die durch patriarchale Eroberer ihre eigene Sprache aufgeben mussten, versuchen heute ihre Sprachkultur zu retten und führen die Dialekte in ihren Stämmen wieder ein, und damit das Werkzeug für fruchtbare gewaltfreie Kommunikation*.</p>
<p>Denn gerade die Sprache spiegelt die sozialen Muster einer Kultur wieder. Und über die Sprache wird diese Kultur bewahrt und an die nächste Generation weiter gegeben. Das gilt für das Matriarchat ebenso wie für das Patriarchat.</p>
<p>Um auf das Bloggen zurückzukommen: Bloggen findet überwiegend in Sprache statt. Das müssen nicht unbedingt Texte sein; gerade auch Audio-Blogs, Podcasts und die Mehrheit der Video-Blogs benutzen Sprache.</p>
<p>Alle Menschen haben eine Stimme, die sie entweder auf dem eigenen Blog oder als Kommentare in anderen Blogs zu Gehör bringen können.</p>
<p>Das individuelle Expertentum entsteht aus den Vorlieben und Gaben, die ein Blogger/eine Bloggerin hat. Daher sind gerade die Blogs beliebt, die ein klares Gebiet behandeln (eine Nische) und bei diesem Thema bleiben. Die Bloggerin wird automatisch zu einer Anlaufstelle und Autorität in dem Bereich, für den sie sich interessiert, über den sie liest und schreibt.</p>
<p>Matriarchale Gesellschaften haben daher keine Schulen und keinen Lehrplan.<br />
Denn alle sind Lehrer und ein Kind oder Erwachsener sucht sich seine Lernthemen und Lehrende selbst aus, in seinem Rhythmus und der selbst gewählten Reihenfolge.</p>
<p align="center">~</p>
<p align="left">Mehr Parallelen zwischen Matriarchat und Web 2.0: <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/matriarchat-patriarchat-web20/" class="liinternal">Tabelle: Matriarchat, Patriarchat, Web2.0</a></p>
<p>* Mehr über gewaltfreie Kommunikation erfährst du aus den Büchern von Marshall B. Rosenberg:<br />
<object id="Player_e22b8c76-0fa5-4889-a95a-7189790ce9c8" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="600px" height="200px" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Fhannelorede%2F8003%2Fe22b8c76-0fa5-4889-a95a-7189790ce9c8&amp;Operation=GetDisplayTemplate" /><param name="name" value="Player_e22b8c76-0fa5-4889-a95a-7189790ce9c8" /><param name="align" value="middle" /><embed id="Player_e22b8c76-0fa5-4889-a95a-7189790ce9c8" type="application/x-shockwave-flash" width="600px" height="200px" src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Fhannelorede%2F8003%2Fe22b8c76-0fa5-4889-a95a-7189790ce9c8&amp;Operation=GetDisplayTemplate" align="middle" name="Player_e22b8c76-0fa5-4889-a95a-7189790ce9c8" allowscriptaccess="always" bgcolor="#FFFFFF" quality="high"></embed></object> <noscript>&lt;A HREF=&#8221;http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;#038;MarketPlace=DE&amp;#038;ID=V20070822%2FDE%2Fhannelorede%2F8003%2Fe22b8c76-0fa5-4889-a95a-7189790ce9c8&amp;#038;Operation=NoScript&#8221; mce_HREF=&#8221;http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;amp;MarketPlace=DE&amp;amp;ID=V20070822%2FDE%2Fhannelorede%2F8003%2Fe22b8c76-0fa5-4889-a95a-7189790ce9c8&amp;amp;Operation=NoScript&#8221;&gt;Amazon.de Widgets&lt;/A&gt;</noscript></p>
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		<series:name><![CDATA[Matriarchat + Web 2.0]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>E-Kurs über heutige matriarchale Gesellschaften</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 14:32:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[E-Kurs]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Einfluss matriarchaler Gesellschaften wandelt unser Leben. Den meisten Menschen ist dies nicht bewusst, weil gar nicht offen liegt, dass es Gemeinschaften mit Sozialstrukturen gibt, die unterschiedlicher von denen der Industrieländer nicht sein könnten.
Seit dem Film &#8220;Der mit dem Wolf tanzt&#8221; mit Kevin Costner tauchen echte Indianerfilme in großer Zahl auf. Die bis dahin gedrehten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Der Einfluss matriarchaler Gesellschaften wandelt unser Leben. Den meisten Menschen ist dies nicht bewusst, weil gar nicht offen liegt, dass es Gemeinschaften mit Sozialstrukturen gibt, die unterschiedlicher von denen der Industrieländer nicht sein könnten.</p>
<p>Seit dem Film &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000NKH8HA?ie=UTF8&amp;tag=bloghv-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000NKH8HA" title="Der mit dem Wolf tanzt - Langfassung" target="_blank" rel="nofollow" class="liamazon">Der mit dem Wolf tanzt</a>&#8221; mit Kevin Costner<span id="more-342"></span> tauchen <strong><em>echte </em></strong>Indianerfilme in großer Zahl auf. Die bis dahin gedrehten Western- und Indianerfilme mussten auf weißhäutige Komparsen und Schauspieler mit dem entsprechenden Make-up zurückgreifen, wenn sie das Indianer-Klischee Hollywoods  bedienten. Indianer gaben sich dafür nicht her. Durch diese neuen Filme und Videos der nordamerikanischen Ureinwohner in den USA und in  Kanada lernen interessierte Weiße über das alltägliche Leben und die starke Medizin der Stammesgesellschaften. Sie erkennen, dass ein Leben in Frieden, ohne Herrschaft und in engster Verbindung mit der Natur der Seele gut tut. Wer einmal einen Einblick bekommen hat, möchte ebenfalls lernen so zu leben. Es ist befreiend.</p>
<p>Der E-Kurs Matriarchat bietet dir einen Eindruck und zeigt Zusammenhänge des Soziallebens auf, die von außen nicht sichtbar sind. Es geht nicht speziell um Indianer, sondern um die matriarchale Gesellschaftsform, in der eben auch viele Indianer heute noch leben und darum kämpfen, sie zu behalten.</p>
<p>Wie Kevin Costner mit dem Film, will der E-Kurs dazu beitragen Vorurteile abzulegen.</p>
<p><a href="http://www.hannelorevonier.com/ekurse/matriarchat/matriarchatskurs.htm" title="E-Kurs: Über heutige Matriarchate - jetzt anmelden"><img class="center" src="http://matriarchatblog.com/wp-content/uploads/2007/10/ekurs-matriarchat.jpg" alt="E-Kurs Matriarchat" /></a></p>
<p>Siebenteiliger, kostenloser Exklusiv-Bericht über das Matriarchat:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.hannelorevonier.com/ekurse/matriarchat/matriarchatskurs.htm" title="E-Kurs Matriarchat" class="liexternal">Beschreibung und Inhaltsverzeichnis</a></li>
<li><a href="http://www.hannelorevonier.com/ekurse/matriarchat/bibliographie_matriarchatskurs.htm" title="Literaturliste: E-Kurs Matriarchat" class="liexternal"> Literaturliste zum E-Kurs</a></li>
</ul>
<p>Fragen zum E-Kurs und dessen Inhalte bitte im Kommentarbereich stellen.</p>
<p>Wenn du einen Blog/eine Website betreibst und es zum Thema passt, dann bitte ich um einen Link &#8211; hierher oder zur <a href="http://www.hannelorevonier.com/ekurse/matriarchat/matriarchatskurs.htm" title="Anmeldung Matriarchat-Kurs" class="liexternal">Anmeldeseite</a>.</p>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=342&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was soll schlecht sein am Matriarchat?</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/matriarchat/was-soll-schlecht-sein-am-matriarchat/</link>
		<comments>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/matriarchat/was-soll-schlecht-sein-am-matriarchat/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Dec 2007 23:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leserfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>

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		<description><![CDATA[Untersuchung der Leserfrage: Was ist negativ am Matriarchat? Wie das Patriarchat negative Seiten hat, wird es sicher auch negative Komponenten im Matriarchat geben. Ist das so? Ihre Meinung ist gefragt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2007/12/mann-huh.jpg" class="center frame" alt="Was könnte am Matriarchat schlecht sein?" title="Was könnte am Matriarchat nicht so gut sein?" /><br />
Ich weiß nicht, wie oft mir diese Frage gestellt wurde &#8211; in unterschiedlicher Formulierung. Aber es war über die Jahre sehr oft!</p>
<p>Jetzt erschien sie wieder einmal in meiner Inbox:<span id="more-201"></span></p>
<blockquote><p>&#8220;Ich finde Ihre Ausführungen über das Matriarchat sehr spannend, finde aber dass es zu idealisiert wirkt. Wie das Patriarchat negative Seiten hat, wird es sicher auch negative Komponenten im Matriarchat geben. Deshalb interessiert mich, was läuft in dieser Gesellschaftsform nicht so gut, denn überall wo Menschen leben, läuft nicht alles rund und ist nicht alles ideal&#8221; schrieb eine Leserin.</p></blockquote>
<p>Eigentlich kann ich die Frage nicht nachvollziehen, deshalb veröffentliche ich sie und frage alle, denen Ähnliches durch den Kopf geht oder auf der Zunge liegt:</p>
<ul>
<li>Was finden Sie am Patriarchat gut?</li>
<li>Was glauben Sie, das in nicht-patriarchalen Gesellschaften nicht so toll ist?</li>
<li>Kennen Sie solche Fragen aus Diskussionen?</li>
</ul>
<p>Nutzen Sie die Kommentarfunktion, ich werde in weiteren Blogposts darauf eingehen.</p>
<p>(Für alle, die neu hier sind: <a href="http://matriarchat.info/grundlagen/beschreibung-matriarchat.html" title="Beschreibung Matriarchat" class="liexternal">Beschreibung und Definition des zeitgenössischen  Matriarchats</a>)</p>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=201&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Videos über matriarchale Gesellschaften</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/matriarchat/videos-ueber-matriarchate/</link>
		<comments>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/matriarchat/videos-ueber-matriarchate/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 22:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Sammlung von Videos über heutige matriarchale Gesellschaften und matriarchales Sozialverhalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="366" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/cp/vjVQa1PpcFNcp_qJdqH31meNul89V6_4m8xL186kP9w=" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="366" src="http://www.youtube.com/cp/vjVQa1PpcFNcp_qJdqH31meNul89V6_4m8xL186kP9w=" wmode="transparent"></embed></object></p>
<p align="center">Klicke die Buttons im Player für weitere Filme und Optionen</p>
<p align="left"><strong>Anmerkungen</strong>:<span id="more-200"></span></p>
<p align="left">Zum Mosuo-Film: &#8220;Männer gehorchen&#8221; ist westliche Interpretation, da es das Wort <em>gehorchen</em> in den Mosuo-Sprachen nicht gibt. Was hier als &#8220;gehorchen&#8221; bezeichnet wird, ist das Hand-in-Hand arbeiten der Männer mit den Frauen in <em>allen </em>Bereichen, das in hierarchischen Gesellschaften mit strenger Rollenverteilung nicht vorkommt. Wir haben keine eigenen Begriffe für diese Art der Zusammenarbeit in Stämmen und Clans.</p>
<p align="left">Westliche JournalistInnen empfinden oft partnerschaftliches Miteinander bereits als Dominanz der Frauen, weil wir an eine solche Präsenz von Frauen im öffentlichen Leben &#8211; akustisch und visuell &#8211; nicht gewöhnt sind.</p>
<p align="center">*</p>
<p align="left">Siehe zu <strong>Matriarchat </strong>auch: <a href="http://matriarchat.info/grundlagen/beschreibung-matriarchat.html" title="Definition Matriarchat" class="liexternal">Definition und Beschreibung Matriarchat</a></p>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=200&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meine Position zu feministischer Matriarchatsforschung</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/matriarchat/position-zu-feministischer-matriarchatsforschung/</link>
		<comments>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/matriarchat/position-zu-feministischer-matriarchatsforschung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Sep 2007 00:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Herrschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum ich als eine der wenigen das Thema Matriarchat nicht im f€ministischen Kontext betrachte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://flickr.com/photos/devriese/1123189977/" target="_blank"><img class="left frame" title="Stammesleute in Äthiopien" src="http://farm2.static.flickr.com/1195/1123189977_4129784490.jpg?v=0" alt="Stammesleute in Äthiopien" width="291" height="236" /></a></p>
<p>Bei <a href="http://duberichtest.de/" class="liexternal">DuBerichtest.de</a> wurde eine <a href="http://duberichtest.de/themen_archiv.php?blickzurueck=Bloggerdorf&amp;was=news" class="liexternal">kleine Rezension</a> zum Matriarchat Blog geschrieben, die  sehr positiv und gut recherchiert ist. Die Autorin Tonia Schubert hat sich bis tief ins Archiv durchgelesen. Aber es klingt etwas an, das der Korrektur bedarf.</p>
<p>Es geht um folgende Bemerkungen der Autorin:<span id="more-144"></span></p>
<blockquote><p>&#8220;Wer glaubt, hier ginge es einfach nur um Frauenrechte oder Gleichberechtigung, irrt gewaltig.&#8221; und &#8220;Sicherlich ist auch innerhalb der Frauenbewegung umstritten, was die Bloggerin schreibt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Für alle, die dieses Blog hier noch nicht so gut kennen: Es gibt keine Kategorie Frauenbewegung/ F€minismus und auch keine Beiträge, die sich mit dem Thema Frauenrechte oder Gleichberechtigung beschäftigen. Von über 100 Postings wird in gerade mal 8 Beiträgen das Wort f€ministisch verwendet, davon einmal im Titel (<a href="http://rette-sich-wer-kann.com/gemeinschaft/abschied-von-feministischen-denkmodellen/" class="liinternal">Abschied von feministischen Denkmodellen</a>).</p>
<p>Was ist hier passiert?</p>
<p>Der Begriff Matriarchat ist bis zum Rand mit Vorurteilen besetzt. Ich beschäftige mit seit Jahren mit dem Thema und weiß das; ich versuche aufzuklären, auch deshalb dieser Beitrag.</p>
<p>Die Assoziation geht so: Matriarchat wird mit Frauenherrschaft verwechselt (die dann aber <em>patriarchal </em>wäre, weil Herrschaft = patriarchal. Das Geschlecht ist nicht relevant, wenn es um ein <em>sozialpolitisches Konzept</em> geht.) → F€ministinnen wollen ein Stück vom Kuchen, sprich Anteil an der Herrschaft →  seit der neuen Frauenbewegung in den 70ern beschäftigen sich feministische Wissenschaftlerinnen mit dem Thema Matriarchat, ausgehend vom englischen Sprachraum, wo aufgrund eines Übersetzungsfehlers bis heute im Diskurs Matriarchat mit (patriarchaler) Frauenherrschaft gleichgesetzt wird.<br />
Matriarchat ↔ Herrschaft ↔ Feminismus ↔ Matriarchat.</p>
<p>Die deutschsprachigen MatriarchatsforscherInnen haben es bis jetzt nicht geschafft, dieses Vorurteil auszuräumen, bzw. den Begriff &#8216;Matriarchat&#8217; mit Inhalten aus unserem modernen Leben zu füllen. Was damit zusammen hängen könnte, dass ein Teil der f€ministischen Forscherinnen eventuell weiß, dass Matriarchat nicht Frauenherrschaft ist, dass aber selbst deren Lesepublikum beim alten Vorurteil bleibt.</p>
<p>Ich bin eine der wenigen, wenn nicht die Einzige, die Matriarchat <em>nicht </em>im f€ministischen Kontext betrachtet (siehe dazu den <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/matriarchat-patriarchat-web20/" title="Matriarchat, Patriarchat, Web 2.0" class="liinternal">Vergleich mit Web 2.0</a>). Denn:</p>
<ol>
<li><strong>Matriarchat </strong>- eine sprachliche Nachbildung zu Patriarchat aus dem 19 Jh. &#8211; hat etwas mit mütterlich-Sein zu tun, nicht mit &#8216;weiblich&#8217; und nicht mit &#8216;Mutter&#8217;. <em>Mütterlichkeit als Konzept:</em> Unabhängig von Geschlecht oder Alter ist es eine Pflegebeziehung. So wird es auch von diesen Gesellschaften selbst gesehen. Patriarchat hat etwas mit <em>väterlich</em>, <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/herrschaft-hierarchie/familie-die-ganze-geschichte/" title="Fehlkonstruktion Familie" class="liinternal">Pater Familias</a>, zu tun, nicht dem biologischen Papa, sondern <em>Vater ebenfalls als Konzept</em>. <strong>Frauen in unserer Gesellschaft sind patriarchal, nicht matriarchal. </strong></li>
<li>Sie finden auf diesem Blog keine Texte, die in irgendeiner Form das Geschlechterverhältnis behandeln, weil die Genderdebatte mit matriarchalen Völkern an sich nichts zu tun hat. Ich rede von Menschen, Leuten, Personen und Kindern, Erwachsenen, Alten. Nicht von Frauen oder Männern.</li>
<li>Es ist eine Frage der Empathie, wie eine Autorin oder ein Autor ein Thema behandelt. F€ministinnen schreiben über Männer, wenn sie im Jargon formulieren, in einer Form, die Männer verletzen oder abstoßen muss.  Empathie (Einfühlungsvermögen)  bedeutet: Wen hat die Schreiberin vor ihrem geistigen Auge, wenn sie berichtet? Ich stelle mir Frauen <em>und </em>Männer vor. Alles andere halte ich für kontraproduktiv.*</li>
</ol>
<p>* <span style="font-size:0.9em"><em>Ein Leserfeedback zu meinem Matriarchats-Kurs: Vielen Dank, für diese flüssig geschriebene Information. Das ist ja alles hochinteressant und super spannend. Ich freue mich auch sehr, dass das ohne männerfeindliche Äußerungen abläuft. Wirklich, da hatte ich ein bisschen Angst. Viel Erfolg weiterhin mit ihrem Kurs. Gerd</em></span></p>
<h3>Matriarchat heute</h3>
<p>Auf diesem Blog geht es um <strong>matriarchale Gesellschaftsstrukturen</strong>, wie sie <strong>heutzutage </strong>anzutreffen sind bei Clans, Stämmen, Naturvölkern, Ethnien und Sippen auf der ganzen Welt. Und es geht auch um Patriarchat, aber nicht als &#8220;Herrschaft der Männer&#8221;, sondern als &#8220;Herrschaft der <em>Väter</em>&#8220;. Ein <em>Konzept</em>, wie schon oben gesagt.</p>
<p>Wenn Sie nun völlig verwirrt sind und überhaupt keine Ahnung haben, was denn um Himmelswillen matriarchale Strukturen sein könnten, dann haben Sie die Wahl: Sie können sich durch das umfangreiche Material der Website <a href="http://matriarchat.info" class="liexternal">matriarchat.info</a> arbeiten, oder den kostenlosen <a href="http://www.hannelorevonier.com/ekurse/matriarchat/matriarchatskurs.htm" class="liexternal">Email-Kurs</a> buchen, wo Ihnen in 7 mundgerechten Teilen das Ganze näher gebracht wird.</p>
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		<title>E-Kurs: Heutige Matriarchate aus neuester Sicht</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Aug 2007 16:52:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[E-Kurs]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern habe ich einen 7-teiligen Email-Kurs zum Thema Matriarchat fertig gestellt und heute können Sie sich dazu anmelden.Der Kurs ist kostenlos und jede Woche wird Ihnen ein Teil als Email ins Postfach geliefert. Auf der Anmeldungseite finden Sie ein Inhaltsverzeichnis und einen Link zur verwendeten Literatur.
Sie werden die Gesellschaftsform Matriarchat auf eine Weise kennen lernen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Gestern habe ich einen 7-teiligen <a href="http://www.hannelorevonier.com/ekurse/matriarchat/matriarchatskurs.htm" class="liexternal">Email-Kurs zum Thema Matriarchat</a> fertig gestellt und heute können Sie sich dazu anmelden.<br />Der Kurs ist kostenlos und jede Woche wird Ihnen ein Teil als Email ins Postfach geliefert. Auf der Anmeldungseite finden Sie ein Inhaltsverzeichnis und einen Link zur verwendeten Literatur.</p>
<p>Sie werden die Gesellschaftsform Matriarchat auf eine Weise kennen lernen, die Sie sonst nirgends finden. <a href="http://www.hannelorevonier.com/ekurse/matriarchat/matriarchatskurs.htm" class="liexternal">Jetzt anmelden!</a></p>
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		<title>Egalitäres Wohnen bei westafrikanischen Stämmen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Feb 2007 15:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Unabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Verglichen mit den egalitären Kreissiedlungen erzeugen die für weite Teile Westafrikas typischen Gehöftsiedlungen einen recht unübersichtlichen und unstrukturierten Eindruck. Sie sind über die Landschaft gesprenkelt wie Sommersprossen übers Gesicht.
Gründe für diese Form der Besiedlung sind neben der geringen Ertragsfähigkeit der Böden, die einen gewissen Mindestabstand zwischen den Gehöften erzwingt, die grosse Unabhängigkeitsliebe der westafrikanischen Gesellschaften.
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Verglichen mit den <strong>egalitären </strong>Kreissiedlungen erzeugen die für weite Teile Westafrikas typischen Gehöftsiedlungen einen recht unübersichtlichen und unstrukturierten Eindruck. Sie sind über die Landschaft gesprenkelt wie Sommersprossen übers Gesicht.</p>
<p>Gründe für diese Form der Besiedlung sind <span id="more-73"></span>neben der geringen Ertragsfähigkeit der Böden, die einen gewissen Mindestabstand zwischen den Gehöften erzwingt, die grosse Unabhängigkeitsliebe der westafrikanischen Gesellschaften.</p>
<p>Die soziale und politische Struktur der <span style="font-style: italic">segmentären Gesellschaften*</span> Afrikas beruht auf einem [seit der Kolonialisierung] patrilinearen Abstammungssystem und weist außer den Ungleichheiten des Alters und Geschlechts kaum soziale Hierarchien auf.</p>
<blockquote><p>Das zeigt, dass Patrilinearität keineswegs mit Herrschaft und Hierarchie einhergehen muss!</p></blockquote>
<p>Typisch für diese egalitären Siedlungsstrukturen sind die subsistenzwirtschaftenden (selbsstversorgenden) Gehöfte der <span style="font-weight: bold">Mossi</span>, <span style="font-weight: bold">Nabdam </span>und <span style="font-weight: bold">Tallensi. </span>Entsprechend ihrem hierarchiefreien Charakter entsprechen die Wohneinheiten <span style="font-style: italic">regulierter Anarchien</span>* sich selbst organisierenden Gesellschaften im Kleinen.</p>
<p>Sie sind autonome Lebens- und Arbeitszusammenhänge, die selbstähnliche Sprösslinge abspalten können, wenn es sozial oder politisch erforderlich wird. Eben das führt zu einer weiten Streuung der einzelnen Gehöfte.<br />
Deren Errichtung ist die gemeinschaftliche Leistung der zukünftigen Bewohner und ihrer Verwandtschaft. Dabei sind die Aufgaben entlang der Geschlechterlinie geteilt.</p>
<p><a href="http://matriarchat.info/images/stories/praxis/architektur/eingang_mit_torhuetern.png" class="snap_nopreview" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 251px; height: 143px" src="http://matriarchat.info/images/stories/praxis/architektur/eingang_mit_torhuetern.png" border="0" alt="" /></a>Die Männer bauen die Mauern und die Dächer, während die Frauen für die abschließende Oberflächengestaltung zuständig sind. Letztere verputzen, ritzen und bemalen die Wände mit symbolträchtigen Mustern.<br />
Diese Muster auf den Wänden sind Symbole, die wir ganz genauso z.B. bei den Berbern in der Kabylei (Algerien) oder den Hopi (Nordamerika) finden.<br />
Das ist kein Zufall, sondern die Symbolik verdeutlicht die Weltanschauung matriarchaler Gemeinschaften, die überall auf der Welt die gleiche ist und sie wird von den Mitgliedern verstanden, so wie wir ein Verkehrs-Schild verstehen.</p>
<p>Die Gehöfte der Tallensi verteilen sich weniger gleichmässig über die Landschaft.<br />
Sie drängen sich zu Füssen von Hügeln und breiten sich von dort mit abnehmender Dichte weiter aus. Denn es befinden sich die für den politisch-sozialen Zusammenhang wichtigen Ahnenschreine auf den Hügeln.<br />
Wann immer es möglich ist, werden neue Gehöfte in der Nähe des Lineage-Ältesten angelegt.</p>
<p>Ahnenschreine symbolisieren sowohl die große Unabhängigkeit der Gehöfte als auch ihre gleichzeitige Verbundenheit zum Lineagesystem, das die gesamte Gesellschaft integriert.</p>
<p>Vor dem Eingang befinden sich die Ahnenschreine, die spirituellen Wächter des Gehöfts (siehe Bild oben).<br />
Der Torweg ins Innere symbolisiert ökonomische Unabhängigkeit.</p>
<p style="text-align: center">+++</p>
<p>Weitere Details und welche Auswirkungen diese Bauweise auf die Kinder hat, steht im <a href="http://matriarchat.info/alltagsleben-praxis/architektur/die-gestreute-gehoeftsiedlung.html" class="liexternal">vollständigen Artikel</a> mit zusätzlichen Bildern.</p>
<p><span style="font-size: 85%">*segmentäre Gesellschaft (nach Emile Durkheim) und regulierte Anarchie (Max Weber, Chr. Sigrist) sind Ausdrücke der Ethnologie und Kultur-Soziologie und stimmen mit der <a href="http://matriarchat.info/grundlagen/beschreibung-matriarchat.html" class="liexternal">Definition matriarchaler Gesellschaften</a> überein.</span></p>
<img src="http://rette-sich-wer-kann.com/?ak_action=api_record_view&id=73&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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