Hier ist eine Übung, die gut geeignet ist, innerlich in Balance zu kommen, wenn Alltagssorgen und Stress die Ruhe rauben.
Ein RSWK-Blog-Leser erzählte mir kürzlich, dass er schlecht einschlafen könne, weil ihm so viele Dinge durch den Kopf gehen, die ihn wach halten. Das kennen sicherlich viele von uns. Natürlich kann man mit Medikamenten dagegen ankämpfen, aber das ist keine Dauerlösung und unterdrückt eher die Kräfte der Selbstheilung, anstatt sie zu stärken. Und im “Untergrund” sind die Probleme weiter am Werk.
Sich mit seinen Sorgen zu identifizieren, trägt wenig zu deren Lösung bei. Ein innerer Abstand kann dann helfen. Wie kannst du diesen Abstand erreichen?
Die eigenen Gedanken beobachten.
Es gibt einen kleinen Trick, wie du denken und trotzdem in der Gegenwart leben kannst: Du beobachtest deine Gedanken!
Dieses Vorgehen hat zwei Effekte. Wenn du deine Gedanken (ganz ungezwungen, ohne Verkrampfung) beobachtest, und zwar, bevor sie entstehen – sie sozusagen erwartest -, dann wirst du feststellen, dass deine Denkprozesse zunehmend disziplinierter werden und sich nach einer Weile der Beobachtung vollständig auflösen.
Die Gegenwart ist dein Kraftpunkt.
Und der zweite Effekt ist verblüffend: Dadurch, dass du über das Mittel der Beobachtung deinen Gedanken begegnest, sie bereits im Entstehen auffängst, aktualisierst du diese und transformierst sie so in der Gegenwart.
Du hast folglich sowohl beobachtet als auch gedacht, ohne den Gedanken nachzuhängen und in die Vergangenheit, in die Historie abzuschweifen.
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Die Übung stammt aus dem Buch “Wu Wei” von Theo Fischer, das zahlreiche Anregungen gibt, wie man das tägliche Leben aus einer anderen Perspektive betrachten kann. Theo Fischer, Wu Wei, Seite 44 via sethforum.sehtblog.de
Wie baut ihr Stress ab, bringt euch in Balance? Ihr habt sicher Ideen oder “alte Hausrezepte” – teilt sie uns im Kommentarbereich mit.
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