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Transformationsblog

Warum es keinen Weg aus der Schuldenfalle gibt

Teil 3 / 3 der Serie Die Schuldenfalle

Wilhelm Reich

Wilhelm Reich

In der Rolle des Gläubigers hat die „emotionelle Pest“ sowohl Privatpersonen als auch den Staat in der Hand. Auf diese Weise kann sie solches Verhalten bei anderen erzwingen, das die „Pest“ selbst ertragen kann.

Im Internet finden sich viele Vorschläge zu Methoden und Wegen, um aus der Schuldenfalle herauszukommen. Die noch so vielversprechensten Denk-Ansätze sind undurchführbar, solange die Mitglieder der Gesellschaft krank sind. Solange die Menschen in der Falle sitzen. Solange es „pestilente“ Menschen gibt, die keine Anschauung dulden können, die ihre Panzerung bedroht oder vielleicht ihre irrationalen Beweggründe aufdecken könnte.

Es macht überhaupt keinen Sinn, über Reformen oder gesellschaftliche Veränderungen nachzudenken. Denn wäre die Gesellschaft gesund und lebendig, hätten wir die Probleme nicht.

Da aber, wie wir oben gesehen haben, Medikamente zu Konsumartikeln geworden sind und der Aberglaube besteht, dass die Einnahme chemischer Mixturen zu Heilung führe, kann echte Heilung nicht stattfinden. Und deshalb ist es innerhalb des mechanistischen Weltbildes unmöglich, den bioenergetischen Ursprung hinter der Krankheit zu erkennen. Es wird ja gar nicht danach gesucht. Mehr: es wird nicht gewusst, nach was man suchen müsste, um erfolgreich zu sein.

Erfolgreich – wie sieht das aus?

Der genitale Charakter strebt nach Gesundheit, Lebendigkeit, sexueller Befriedigung und Wohlbefinden für sich selbst und wünscht dies auch für seine Umwelt.

Dem Charakter der „emotionellen Pest“ ist seine Gesundheit in dem Ausmaß abhanden gekommen, dass er aus einem strukturellen Zwang heraus nur sadistisch und zerstörerisch handeln kann. Er hält Lebendigkeit und Gesundheit bei anderen nicht aus, und ist zu sexueller Befriedigung nicht fähig. Es sind die „pestilenten“ Menschen die ein Gesundheitswesen zum „Krankheits“wesen machen.

Ihnen verdanken wir die milliardenschwere Krankheitsindustrie. Sie sorgen dafür, dass die gesamte Bevölkerung daran teilnimmt. Zwangsimpfungen. Zwangsmitgliedschaft bei der Krankenkasse. Das Ruhigstellen von Kindern mit Medikamenten, wenn sie sich bewegen wollen. Die indirekte Verabreichung von Medikamenten über die tierische und pflanzliche Nahrung.

Leben auf das Minimum reduziert

Wer sich und seinen Körper von der „emotionellen Pest“ manipulieren lässt, gibt den Selbstheilungskräften keine Chance. Sie werden durch die vielen Nebenwirkungen geschwächt und damit der gesamte Organismus. Was nur noch kranker macht.  Das bedeutet Erfolg für diesen Charaktertyp!

Kranke, energielose Menschen sind gefügig und verführbar. Sie reagieren. Folgen zwanghaft. Wenn ich mit Menschen meiner Umgebung tiefer ins Gespräch komme, stellt sich heraus, dass die Leute an ca. 3 bis 4 Krankheits-Symptomen leiden. Alle haben Namen, die ich noch nie gehört habe. Das scheint ganz normal zu sein. Einzeln genommen sind das alles nicht so große Sachen, aber zusammengenommen leiden die Menschen ständig an irgend einer „Kleinigkeit“. Sie haben sich daran gewöhnt. Leben auf kleinster Flamme.

Ein „pestilenter“ Mensch glaubt ernsthaft und aufrichtig, das von ihm/ihr genannte Ziel sei richtig und rational. Er/sie hat keinerlei Einsicht in die Destruktivität oder Unbilligkeit seines/ihres  Handelns. Er oder sie versucht ständig die Umwelt so zu verändern, dass nichts seine/ihre Lebensweise stört, die ebenfalls auf ein Minimum an Lebendigkeit reduziert ist.

Wenn einer solchen Person etwas begegnet, das ihren Vorstellungen widerspricht, ruft das bei ihr Wut und Ablehnung hervor. Infolgedessen ist sie Argumenten gegenüber unzugänglich. Die Ablehnung bestimmten Verhaltens bei anderen ist aber durch gesellschaftlich gebilligte Sitten so gut getarnt, dass man sie nur schwer entdecken oder widerlegen kann. Warum fragwürdige gesellschaftliche Sitten unhinterfragt bleiben, habe ich in dem Artikel Der Unterschied zwischen freien und normalen Menschen dargestellt.

Was können wir tun?

Wilhelm Reich gibt uns die Antwort:

Die Unerkanntheit der emotionellen Pest war bisher ihr sicherster Schutz. Demzufolge ist anzunehmen, dass die genaue Erforschung ihres Wesens und ihrer Dynamik diesen Schutz einreißen wird. Für die Träger der emotionellen Pest bedeutet dies folgerichtig eine tödliche Bedrohung ihrer Existenz. Offenbaren wird sich dies an den Reaktionen der Pestträger und Pestverbreiter folgendermaßen:

Wir werden an den zu erwartenden Reaktionen genau diejenigen, die ihre Institutionen aufrecht erhalten wollen, von den anderen unterscheiden müssen und auch können.

Es hat sich nämlich immer wieder gezeigt, dass sich das irrationale Wesen der emotionellen Pest regelmäßig ungewollt enthüllt, sobald man ihm auf den Grund geht. Das ist einleuchtend, da die emotionelle Pest nicht anders als irrational reagieren kann.

Sie ist zum Unterliegen verurteilt, wenn sie klar und deutlich dem rationalen Denken und dem natürlichen Lebensgefühl gegenüber steht.

Sie gerät automatisch und mit Sicherheit in Raserei, wenn man die naturgegebenen Aufgaben des Lebendigen sachlich und wahr beschreibt. Es gibt nichts, was sie mehr hasst als gerade dies.[1]

Deshalb werde ich mehr Informationen zu diesem Thema veröffentlichen, denn außer wenigen Fach-Blogs oder -Websites zu Wilhelm Reich und seiner Arbeit habe ich im ganzen Internet nichts gefunden. Und natürlich kommt nichts in den Medien, denn die werden ja von der emotionellen Pest kontrolliert.



Quellen/Anmerkungen:
  1. Reich, Charakteranalyse, S. 336 ↩

Autor: Hannelore Vonier

Bloggerin mit dem leidenschaftlichen Drang, die destruktiven Kräfte in unserer Gesellschaft bekannt zu machen und Lösungen aufzuzeigen. Mehr über mich und diesen Blog.

5 Kommentare

  1. „Die Ablehnung bestimmten Verhaltens bei anderen ist aber durch
    gesellschaftlich gebilligte Sitten so gut getarnt, dass man sie nur
    schwer entdecken oder widerlegen kann.“

    Mich würde in diesem Zusammenhang folgendes interessieren: An welchen Beispielen würde sich dies konkret zeigen? Welche Sitten sind es, mit deren Hilfe die „emotionelle Pest“ ihre Ablehnung des Anderen immer wieder erfolgreich verbergen kann?

  2. Da muß ich doch jetzt schmunzeln, wenn ich ich mir die aktuelle Diskussion um die Beschneidung ansehe. Das ist wieder ein Fall von Raserei.
    Reich beschreibt die Dinge in meinen Augen sehr treffend und richtig.
    Ich habe mir oft und lange überlegt, warum die Menschheit dahin gekommen ist, wo sie jetzt ist. Warum mensch vom Matriarchat ins Patriarchat gerutscht ist. Es mag viele Theorien über die Entstehung des Patriarchates geben, aber letztendlich muß die agressive Verhaltensform in der Genetik des Menschen vorhanden sein, um auch in Zeiten von Mangel überleben zu können. Und genau hier sind wir am springenden Punkt: Während es geschichtlich die akuten Mangel tatsächlich gab, sprich Hungersnöte, so wird der Mensch heutzutage in gefühltem Mangel gehalten, im Glauben, alles und jedes besitzen zu müssen. Sicher sind die Nutznießer Täter, bewusst oder unbewusst, so bleiben sie trotzdem Opfer, da sie als Pestfreie auf ihre Wissens-/Machtausnutzung verzichten würden.
    Letztendlich muß die Geschichte erst beweisen, ob der Weg richtig oder falsch ist, denn es waren immer die Veränderungen, die Bewegung in die Evolution brachten und neues schufen, wovon aber nur weniges Bestand hatte. Leben lief immer gegen die natürlichen Grenzen an und schickt sich nun an, neue Welten zu erobern. Sollte es der Mensch nicht schaffen, so wird es viellicht in einer Mio Jahre eine andere Intelligenz sein.

  3. Danke Richard!
    Jüngste Fortschritte in der Physik und Zellbiologie haben ergeben, dass wir gerade nicht die Opfer unserer Gene sind. („Bruce Lipton“ googeln). Ein grundlegend neues Verstehen im Bereich der innovativen Zellforschungen, hat bewiesen, dass unsere Umwelt – und präziser die Wahrnehmung unserer Umwelt – direkt unser Verhalten und die Aktivitäten unserer Gene kontrolliert. Dadurch, dass unsere „Wahrnehmung“ angemessen oder unangemessen sein kann, können wir sie präziser als innere Überzeugungen bezeichnen. Und diese Überzeugungen kontrollieren unsere innere Biologie, nicht unsere Gene.

    Du schreibst „so wird der Mensch heutzutage in gefühltem Mangel gehalten, im Glauben, alles und jedes besitzen zu müssen.“
    Die Menschen befinden sich tatsächlich in einem sexualökonomischen Mangel. Nämlich in dem, dass sie keine sexuelle Befriedigung erreichen können – manche mehr, manche weniger. Du wirst kaum jemand finden, der/die einen vollständigen Orgasmus erreichen kann. Denn die in der Kindheit entstandenen Blockierungen lassen den notwendigen Energiefluss nicht zu. Je stärker die Blockaden, desto größer die Frustration desto stärker die sadistischen Aggressionen. Siehe dazu an anderer Stelle in dieser Serie.
    Materielle Besitztümer sind nur eine wirkungslose Ersatzbefriedigung. Deshalb sind wir ja so gute Konsumenten.

  4. Ein Beispiel aus der Fernsehwerbung: „…fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“.
    Das beinhaltet, dass die Millionen TV-Zuschauer alle sowas wie einen Arzt besitzen. Einer, in dessen Kartei sie sind, wo sie regelmäßig hingehen und dessen Anweisungen sie befolgen.

    So ist es Sitte.
    Ich kenne außer mir niemanden, der/die sich nicht dieser Sitte unterwirft. Dadurch können die Menschen mit chemischen Mitteln manipuliert und „ruhig gestellt“ werden.

    Ein anderes Beispiel ist Schule. Erst in jüngster Zeit wehren sich deutsche Eltern ihr Kind vom Staat zurichten zu lassen (Schulpflicht).
    Sitte ist, dass man seine Kinder was lernen lässt. Und dafür stellt der liebe Staat kostenlos Institute zur Verfügung, die das Kind wie in einer Kaserne disziplinieren und nur staatskonforme, ideologische Inhalte lehren.

  5. Herzlichen Dank (wenn auch etwas spät) für diese Serie.
    Ich bin gerade darauf gestoßen und freu mich an der
    Erinnerung zur Emotionellen Pest. Gern möchte ich
    berichten, ich selber (und ich kenne noch mindestens
    eine andere Menschin) folge auch nicht der mir seltsamen
    Sitte der Arztbesuche …
    liebe Grüsse aus Gosen in Brandenburg (Dt.)
    Karen