Ein lustloser Beitrag in einer konformen Zeitung berichtet: Etwa 10.000 Mütter machten auf den Philippinen im Simultan-Stillen mit, um den alten Weltrekord zu brechen. (Quelle) Dazu aufgerufen hatte die Regierung in Manila und nichtstaatliche Organisationen, um das Stillen zu fördern. Muttermilch ist ja bekanntlich gesund:
- Gestillte Kinder sind im Vergleich zu Flaschenkindern seltener krank.
- Neben der optimalen Nährstoffzusammensetzung der Muttermilch erhält das Baby durch das Stillen Antikörper des mütterlichen Immunsystems. Der Säugling ist dadurch auch einige Zeit über die Dauer des Stillens hinaus gegen verschiedenste Krankheiten immun.
Das ist nahezu alles, was das Patriarchat über dieses Thema weiß. Der Mutterkult wird unterstützt.
Worüber kein Wort verloren wird ist, dass auch Männer stillen können, oder Frauen, die nicht geboren haben.
Wissen unterdrücken
Ein weiteres Tabu ist der sexuelle Anteil beim Stillen.
Liegt es nicht auf der Hand, dass alle Vorgänge, die mit den Genitalien – den Sexualorganen – zu tun haben, wie Zeugung, Geburt, Stillen gleichermaßen erotisch sein müssen? Im Normalfall und bei gesunden Menschen für alle Beteiligten?
In meinem Ebook Am Anfang war die Lust wird das Thema detailliert und mit Beispielen beschrieben.
Mutter & Orgasmus – eine un-heilige Kombination
- Eine Frau, die Mutter ist, wird als Heilige verehrt. Das höchste Symbol ist die Jungfrau Maria, neo-religiös die Große Mutter/Große Göttin.
- Eine Frau, die einen Orgasmus erlebt ist eine Hure.
Was erotisch und lustvoll ist, kann nicht mit Schmerzen verbunden sein.
Eine Leserin fragte in einer Email, ob ich nichts über schmerzfreie Geburt geschrieben hätte. Nun, ich habe nichts dazu geschrieben, es aber in einem Video thematisiert: Am Anfang kannte der Mann seinen Weg (neues Fenster).
Und sie hat mich auf dieses Video einer schmerzfreien Geburt aufmerksam gemacht:
“I feel the baby come down. The sensation is ecstatic. I had prepared somewhat for this being as painful as my last delivery had been. Yet this time the pulse of birth feels wonderful! I am building up to the birth climax after nine months of pleasurable foreplay. With one push the babe is in the canal. The next push brings him down, down into that space just before orgasm … he comes, as I do.”
Geburt muss nichts mit Schmerzen zu tun haben, auch wenn unsere Mütter und Großmütter und die Kirchen das ganz anders sehen.
Ich weiß, dass hier viele Männer lesen, deshalb meine Bitte: Holt alle erreichbaren Frauen an den Bildschirm, damit sie das Video anschauen, bzw. leitet die Info per Mail an sie weiter.
Es wird Zeit, dass Männer wieder Frauen finden können, die zu einer lustvollen Körperlichkeit fähig sind. Dann werden Frauen auch weniger gewalttätigen Männern begegnen.
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Ein ideales Geschenk für eine Frau am Anfang der Schwangerschaft könnte ein Hula-Hoop-Reifen sein. Ist doch der Hula-Hula-Tanz der Alt-Hawaiianer ein von Männern und Frauen getanzter “Bauchtanz” mit Nachahmung von Koitusbewegungen mit Bauch, Hüften und Lenden. Flexibilität im Beckenbereich unterstützt eine natürliche Geburt.
Der Kranichtanz
Ähnlich dem Hula-Hula ist der Kranich-Tanz der afrikanischen Watusi in Zaire, ebenfalls ein ritueller Koitustanz, der weltweit verbreitet war/ist.[1]
In der Antike nannte man ihn “Geranos”; er stand in Zusammenhang mit dem Labyrinth bzw. der Trojaburg. Das Labyrinth ist ein Symbol für das Finden der inneren Ordnung.
In Asien – Tibet, China, Japan u.a. – fand der “White Crane Dance” Eingang in die martialischen Künste (Tai Chi, Kung Fu, Qigong, usw.).
Nach dem chinesischen Volksglauben werden die Seelen der Verstorbenen auf dem Rücken von weißen Kranichen in den Himmel geflogen. Wenn ein daoistischer Priester starb, wird dies “sich in einen gefiederten Kranich verwandeln” genannt. Daran erkennen wir, wie extrem Religionen Sexualität und Liebe bis zur Unkenntlichkeit vergeistigen.
Diese Drift vom lustvoll-Lebendigen ins patriarchal-Mystische ist typisch für unsere historische Entwicklung: Von der ekstatischen Hingabe zur rational kontrollierten Handlung. Noch deutlicher als bei den Kampfkünsten wird dies beim Yoga-Kranich.
Yoga, ein Sanskritwort mit indogermanischer Wurzel, ist mit unserem “Joch” eng verwandt und hat die gleiche Bedeutung. Ein Joch ist ein Geschirr oder Harness, das dazu dient, Zugtiere einzuspannen und für die Arbeit gefügig zu machen.
Im Yoga wird der wilde balzende Kranich gezähmt, ab- und ausgerichtet für die Selbstkontroll-Zwecke des Menschen: auf einem Bein balancierend, den linken Fuß hinter dem Nacken (Abb.). Dies ist weit entfernt von den alten wellenförmigen Tanzbewegungen der Watusi, die für ein geschmeidiges Becken sorgen.
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Weitere Links:
Orgasmic Childbirth: The Fun Doesn’t End at Conception!
The Benefits of Having Sex in Labor
Kostenloses Ebook über das Stillen: Am Anfang war die Lust
Quellen/Anmerkungen:
- Der Schuhplattler in Tirol, Salzburg und Bayern gehört ebenfalls zu den sexuellen Ritualtänzen, denn er ist nichts anderes als ein Werbe- oder Balztanz (Auerhahntanz), mit dem der Bursche sein Mädchen umwirbt. ↩
Serie Am Anfang war die Lust
- Lust von Anfang an und ohne Ende
- New York Times kündigt Film an: Orgasmus während der Geburt
- Ebook: Am Anfang war die Lust











