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Transformationsblog

Truthahn mit Whisky

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Bei uns ist am Donnerstag “Turkey Day”, auch Thanksgiving genannt. Es ist immer am 4. Donnerstag im November. Das ganze Land ist unterwegs zur family und das übliche Zeremoniell geht so:
Vorfreude gemischt mit Stress, rechtzeitig einen Flug zu erwischen, bzw. auf überfüllten Straßen übermüdet anzukommen. Hooooohe Erwartungen mit anschließender tiefer Frustration, begleitet von viel zuviel Essen und Alkohol, wobei das fertig gekochte Komplett-Menü für 6, 12, 18 oder x Personen im Supermarkt gekauft und dann im Ofen bzw. in der Mikrowelle erhitzt wird.

Freitags geht’s schon früh zur überfüllten Shopping Mall, für Weihnachten einkaufen: Black Friday, der wichtigste Verkaufs- und Umsatztag des Jahres. Samstag beginnt die allgemeine Langeweile und uralte Streitigkeiten werden zusammen mit den Turkey-Resten aufgewärmt. Am Sonntag kehrt man dorthin zurück, wo man sich wohl fühlt: Weit weg von der Verwandtschaft.

Hier ist unser Lieblingsrezept (aus Hessen, wo ich geboren bin) für einen selbst zubereiteten Truthahn mit reichlich Whisky :

Man kaufe einen Truthahn von fünf Kilo (für sechs Personen) und eine Flasche Whisky. Dazu Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen.

Truthahn mit Speckstreifen belegen, schnüren, salzen, pfeffern und etwas Olivenöl dazugeben.
Ofen auf 200°C einstellen. Dann ein Glas Whisky einschenken und auf gutes Gelingen trinken. Anschließend den Truthahn auf einem Backblech in den Ofen schieben. Nun schenke man sich zwei schnelle Gläser Whisky ein und trinke wieder auf gutes Gelingen. Den Thermostat nach 20 min. auf 250°C stellen, damit es ordentlich brummt.

Danach schenkt man sich drei weitere Whisky ein. Nach halm Schdunde öffnen, wenden und den Braten überwachn. Die Fisskieflasche ergreiff unn sich eins hinner die Binde kipp. Nach ‘ner weitern albernen Schunnde langsam bis zzum Ofen hinschlenderen uhd die Trute rumwenden.

Drauf achtn, sisch nitt die Hand zu Väbrennn an di Schaisss-Ohfndur. Sisch waidere ffunff odda siehm Wixki innen Glas sisch unn dann unn so. Di Drute weehrent drrai Schunn’nt (iss auch egal) waiderbraan un all ßehn Minud’n pinkeln. Wenn uerntwi möchlisch, ßum Trathuhn hinkrieschn unn den Ohwn aus’m Viech ziehn. Nommal ein Schlugg geneemign un anschliesnt wida fasuchen, das Biest rauszukriegn.

Den fadammt’n Vogel vom Bodn auffläsen unn uff ner Bladde hinrichten.

Uffbasse, daß nitt Ausrutschn auff’m schaißffettichn Kühnbodn. Wenn sisch droßdem nitt fameidn fasuhn wida aufßuschichtn odersohahaha isallesjaeeeehscheißegaaal!!!!!!

Ein wenig schlafen. Am nächsten Tag den Truthahn mit Mayonnaise und Aspirin kalt essen.


Autor: Hannelore Vonier

Bloggerin mit dem leidenschaftlichen Drang, die destruktiven Kräfte in unserer Gesellschaft bekannt zu machen und Lösungen aufzuzeigen. Mehr über mich und diesen Blog.

6 Kommentare

  1. Mit Grüßen von Jürgen

    • “dem” Jürgen, Cousin von Uta?

  2. Mit Grüßen von Jürgen

    • “dem” Jürgen, Cousin von Uta?

  3. Mit Grüßen von Jürgen

    • “dem” Jürgen, Cousin von Uta?