Gentechnik – Gekaufte Wahrheit – wie Wissenschaftler mundtot gemacht werden

Gentechnik - Cartoon von Wolfgang Horsch

Gentechnik - Cartoon von Wolfgang Horsch

Aussagen von Wissenschaftlern belegen, dass 95% der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5% der Forscher sind unabhängig.

Zwei Beispiele erschrecken: Zwei führende Molekularbiologen in Schottland und Kalifornien veröffentlichten kritische Ergebnisse ihrer Forschung zu gentechnisch veränderter Nahrung. Sie verloren unmittelbar ihre Arbeit und wurden darüber hinaus persönlich durch Streichung der Forschungsmittel und Zerstörung ihres wissenschaftlichen Rufs ruiniert.

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Fall 1: Im Frühjahr 2001 macht die renommierte us-amerikanische Fachzeitschrift NATURE etwas, das es zuvor noch nie getan hat. Zum ersten Mal in ihrer 137-jährigen Geschichte zieht das weltweit wichtigste Wissenschaftsmagazin einen Artikel zurück. Das ist merkwürdig und sehr besorgniserregend, denn: Ein Wissenschaftler wird angegriffen, weil er seine Arbeit getan hat.

Der renommierte Biologe Dr. Ignacio Chapela hat diesen Artikel einige Monate zuvor bei NATURE eingereicht. Er berichtet über die Vermischung von einheimischem mexikanischen Mais mit gentechnisch veränderten Sorten. In Mexiko sind jedoch gentechnisch angebaute Produkte strikt verboten.

Die druckfrische Ausgabe der Zeitschrift ist noch nicht fertig verteilt, als bereits eine Flut von – wie sich später herausstellt – durch den AgroChemiemulti Monsanto gesteuerten E-mails die Redaktion von NATURE überschüttet. Die Untersuchungen des Wissenschaftlers, seine wissenschaftliche Kompetenz und seine persönliche Integrität werden von Grund auf in Frage gestellt.

Warum hat ein scheinbar so gewöhnlicher Artikel einen solchen Aufruhr verursacht?

Oaxaca, wo der gentechnisch veränderte Mais gefunden wurde, ist nicht irgendein Winkel dieser Erde. Hier ist das genetische Reservoir der Urmais-Sorten für die ganze Welt; von hier aus hat der Mais vor 5.000 Jahren seinen Siegeszug als heute zweit-wichtigste Kulturpflanze der Erde angetreten. Chapelas Entdeckung war daher höchst alarmierend und trifft eine Achilles-Ferse der Gentechnik-Betreiber: die Frage der Koexistenz.

Es handelt sich hier um den Schwur der Gentechnik-Konzerne, dass natürliche Pflanzen völlig unbeeinträchtigt neben gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen würden. Chapela hatte den Beweis erbracht, dass diese Behauptung nicht haltbar ist – und musste diskreditiert werden.

Fall 2: Im August 1998 gibt der führende Wissenschaftler für Nahrungsmittelforschung, Dr. Árpád Pusztai, im britischen Fernsehen ein kurzes Interview. Er erklärt,

dass er zwar an den segensreichen Nutzen der Gentechnik bei Nahrungsmitteln glaube, aber vor der Zulassung unbedingt Langzeittests durchgeführt werden müssten.
Nach dem bisherigen Wissensstand würde er keine genveränderten Nahrungsmittel essen.

Seine Gründe für diese Äußerungen sind einfach. Er hat Testreihen durchgeführt, in denen Ratten mit einer gentechnisch veränderten Kartoffel gefüttert wurden. Sie erlitten gravierende Organkrankheiten, Entzündungen, Immunschäden und retardiertes Organwachstum.

Innerhalb weniger Stunden ist Pusztai im heftigsten politischen Kreuzfeuer. Man berichtet von einer Intervention durch den damaligen britischen Premierminister Tony Blair.

Pusztai wird verboten, sich weiter zu seinen Forschungen zu äußern. Seine Unterlagen werden konfisziert, der Zugang zu seinen Labors versperrt. Wenig später erhält er die Kündigung und wird aus dem nationalen Wissenschaftsgremium, der Royal Society, ausgeschlossen. Druck von höchsten politischen Instanzen erwirkt innerhalb weniger Tage Árpád Pusztais persönlichen und beruflichen Ruin.

Doch Árpád und Ignacio nehmen dies nicht klaglos hin.

Beide Wissenschaftler stellen bei ihren öffentlichen Auftritten immer wieder heraus, dass es nicht so sehr um ihr persönliches Drama geht, sondern um die Freiheit der Forschung. Wenn multinationale Konzerne Wissenschaftler von Forschungen und Veröffentlichungen abhalten können, wer bleibt dann übrig, um den Konsumenten die Wahrheit zu sagen?

Quelle: Die gekaufte Wahrheit

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DVD Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes

 

 

 

 

 

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