Es lockern sich die rigiden Formen des Zusammenlebens. Das Familienbett findet immer mehr AnhängerInnen.
Einer Studie in der US-Zeitschrift „Infant and Child Development“ zufolge gaben 1993 knapp 5,5 Prozent der Eltern zu, das Bett mit ihren Kindern zu teilen. Im Jahr 2000 waren es bereits 13 Prozent. Berichte aus Deutschland sprechen davon, dass bis zur Hälfte der Volksschüler zumindest zeitweise im Bett der Eltern schläft.Befürworter des „Familienbetts“ argumentieren mit dem kulturellen Kontext: Bei Naturvölkern oder auch in Gesellschaften, in denen das eigene Kinderzimmer aus Platzgründen nicht unbedingt an der Tagesordnung ist, sei diese Praxis gang und gäbe. Kinder hätten nicht nur in den ersten Lebensjahren das Bedürfnis nach Nähe, sondern auch noch mit fünf oder sechs, wenn die meisten eine große „Angstphase“ durchleben, mit Furcht vor Monstern oder Dunkelheit.
Kinder werden auch wieder länger gestillt. Schläft das Kind im Familienbett, kann es sich selbst bedienen, die Mutter muss nicht aufwachen, wie eben bei Ureinwohnern auch.
Quelle: Die ganze Familie in einem Bett
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