Google Chrome und das Bedürfnis nach hinterwäldlerischer Empörung

by Hannelore Vonier on 6. Sep 2008 · 5 comments

Wer es noch nicht weiß (gibt es da jemanden?): Google hat einen neuen Browser herausgebracht. Das gute, schlanke, schnelle, kostenlose, aber noch unfertige Stück in der Beta-Version heißt “Chrome” und sorgt für Aufruhr. Die Bedenkenträger lassen schön grüßen.

Während ich bei Steffino noch am Diskutieren war, hat Gerd-Lothar sich hingesetzt und das Ganze in seinem Blog auf den Punkt gebracht.

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1 Steffino 7. Sep 2008 um 01:29

*lol*

Was dabei anscheinend keiner sehen will, ist dass google “don’t be evil” mit chrome seine marktdominierende stellung weiter ausbauen wird und das dies nun zudem auf einer anderen ebene geschieht als bislang.

Ich bin nicht (übermäßig) paranoid, aber zuviel Macht in einer hand kann einfach nicht gut sein (ihr wisst schon, macht korrumpiert…) – nun, man wird sehen, denn aufhalten lässt sich dies sowieso nicht ;-)

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2 Gerd-Lothar 7. Sep 2008 um 02:37

@Steffino:
Das passiert mir öfters, daß Leute meine Texte zwar lesen, aber nicht wirklich lesen (wollen).

@ Hannelore :
Danke für die Erwähnung! Natürlich geht es, das wissen wir beide, hier nicht um einen Browser, sondern darum, aus welcher Perspektive man auf die Welt schaut. Und manchmal trifft man Leute, die ähnlich schauen. Und das ist schön!

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3 Steffino 7. Sep 2008 um 02:54

@Gerd-Lothar: das versteh ich jetzt nicht so ganz

ich versuche noch mal mit einem zitat zu verdeutlichen, worum es mit geht:

As a society we rejected “walled gardens” like AOL, Compuserve, and MSN in the early 90s in favor of the distributed, open nature of the World Wide Web. And I think that the new walled gardens like Facebook and Google, need to be replaced with open protocols and standards. Will Open Network Services be the basis of “Web 3.0″, the next stage of Web culture? I truly think so, but that’s still an open question.

aber: wer google / chrome benutzen will, soll das tun – ich habe damit kein problem. alternativen (ggf. auch gegenmaßnahmen) aufzuzeigen scheint mir trotzdem sinnvoll.

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4 Steffino 7. Sep 2008 um 02:55
5 Heinz Göd 21. Sep 2008 um 06:38

Guten Tag , allseits,

Bei mir war in einer ‘innovativen’ amerikanischen
Software möglicherweise ein Trojaner drin – war eine unziemlich lästige Geschichte.
Bei Wlndows XP habe ich einmal interessehalber eine Fehlermeldung nach einem Programmabsturz abgefangen – es waren persönliche Daten dabei, ich frage mich wozu?
Wer Windows am Netz hat, hat eine offene Tür zu Microsoft und Microsoft geht im Rechner aus und ein,
wie es M$ beliebt.
Mir sind auch EMails, die an LINUX gerichtet und auch füt Mictosoft interessant waren, auf einem Server mit Microsoft-Betriebssystem verschollen.
Was Software wirklich tut, weiß mensch nur, wenn
mensch den Quellcode hat und aus dem sein Betriebssystem und sonstige Software aufbaut.
Was man bei einer unbekannten Software wirklich abschaltet..?
Mir ist unbehaglich, wenn ich sehe, wie sich amerikanische Software in Europa verbreitet, sowohl bei privaten Rechnern wie auch bei Servern.
Europa kommt immer mehr in USamerikanische Hand.
Die USA sind alles andere als Freunde Europas -
Grundsätzlich ist jede unbekannten Software eIne Sicherheitslücke, denn ein Trojaner könnte auch von einem privaten Rechner aus die Kommunikation in einem Gebiet lahmlegen – aber das ist bereits eine ‘VerschwörungsTheorie’ ;-)

Bei Firmen-Rechnern und Behörden-Rechnern ist das
eine höchst fahrlässige Sicherheitslücke.
In Europa laufen zig Server mit Microsoft- Betriebssystem und niemand weiß, was diese Software wirklich tut. Die Schwierigkeiten angesehener deutscher Firmen in den USA stimmen mich nachdenklich.
Meiner Meinung nach sollten wIchtige Server(Ämter, Firmen) auf ‘Open Source’ laufen, denn nur dann weiß mensch, was die Software wirklich tut.

MfG
Heinz Göd

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