Mosuo – Wo Frauen das Sagen haben

Mosuo – Wo Frauen das Sagen haben

von Hannelore Vonier

Der argentinische Journalist Ricardo Coler hat ein Buch über ein noch existierendes Matriarchat im Süden Chinas geschrieben. Das x-und-achtzigste… oder so.

via Deutschlandradio Kultur – Kritik – Wo Frauen das Sagen haben.

Eine kleine Ergänzung zum Text bei Deutschlandradio:

“So erfahren wir nichts über Kriminalität, über etwaige Geschlechtskrankheiten oder die Gefahr des Sextourismus, der einem solch promisken Paradies gefährlich werden könnte.”

Kriminalität kommt so gut wie nicht vor, zumindest nicht bei den Mosuo, die im Stamm leben.

Mit Sextourismus ist nix. Es gibt Liebesbeziehungen, aber keine Prostitution, Pornographie usw. Ich habe Kontakt zu Mosuos, und mir wurde berichtet, dass die falschen Erwartungen von Sextouristen ihnen auf die Nerven gehen. Die Frauen distanzieren sich davon, wie jede Europäerin, die keine Prostituierte ist.

Promiskuität ist auch nicht der richtige Ausdruck, denn die Mosuos gehen zwar frei und viele Liebes-Beziehungen ein, aber immer nacheinander.

Übrigens sind die Mosuo keineswegs das einzige oder letzte Matriarchat. 2004 war eine Matriarchat-Konferenz in den USA, wo sich viele Stammesvertreter/innen ausgetauscht und Vorträge gehalten haben. Auch über Tourismus.

Die Mosuo waren mit die ersten, die Tourismus in größerem Ausmaß zugelassen haben; davon haben die anderen gelernt und halten sich mit Infos an die Presse und mit dem Bau von Gästehäusern sehr zurück.

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