Hannelore Vonier

Wikia Search lässt alle mitmachen



Die Suchmaschine Wikia Search des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales steht ab sofort allen Usern offen.

Ein Video sagt mehr als 1000 Worte:

Achtet auf die Metapher mit dem Restaurant und der wiederholten Betonung, eine soziale Gesellschaft zu gestalten.

Am sozialen Gedanken sind Web 2.0-Leute zu erkennen. Sie glauben an eine Gesellschaft, in der sich alle wohl fühlen. Das ist deren Vision. Es sind “Winner”, die bei Fehlschlägen nicht aufgeben, sondern weiter machen bis sie ihr Ziel erreicht haben.

Nicht-Web2-Menschen fangen hier sofort an zu zweifeln und kommentieren mit “Ja, aber…”. Das sind die Bedenkenträger oder loser.

Hier ist ein Video, wo Jimbo Wales Wikia Search praktisch an Beispielen erklärt und mit Google Ergebnissen vergleicht.


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2 Kommentare zu "Wikia Search lässt alle mitmachen"

#1 Bernd Hercksen Identicon Icon Bernd Hercksen am 05.06.08 um 08:56

Die Einführung zum Web 2.0 wirkt auf mich sehr abstoßend. Alle, die es nutzen, sind die Winner, alle, die zweifeln, sind Loser. Das ist eine typisch US-amerikanische Denkweise und Wortwahl, die für eine Gesellschaft von Einzelkämpfern angemessen ist, aber mit Matriarchat überhaupt nichts zu tun hat. Konkurrenz, also die Unterscheidung der Menschen in Winner und Loser, ist typisch patriarchal.
Damit ist aber nichts gegen Web 2.0 gesagt, sondern nur seine Verherrlichung nach dem Muster: Web 2.0 ist toll, wer das nicht findet, ist blöd.

#2 Hannelore Vonier Identicon Icon Hannelore Vonier am 05.06.08 um 09:32

@ Bernd Hercksen:

Zur Klarstellung: Im Video ist nicht die Rede von Winnern und Losern, diese Ausdrücke habe ich im Zusammenhang mit Web 2.0 nie gehört, weil sie irrelevant sind. Es ist meine Wortwahl, die ich auch schon benutzt habe, als ich noch in DE lebte ;-) Das patriarchale System lässt sich damit auf einfache Art skizzieren. Auch wenn niemand ein Loser sein will. Aber es will wohl auch niemand gepanzert oder fremdbestimmt sein.

Auf diesem Blog stelle ich Matriarchat und Patriarchat gegenüber; man könnte auch sagen sozial - unsozial, ungepanzert - gepanzert, selbstbestimmt - fremdbestimmt, Web 2.0 - Web 1.0, egalitär - hierarchisch, Regenwaldkultur - Wüstenkultur, Konsensgesellschaft - Demokratie; alles verschiedene Namen für das gleiche Etikett.

Im Matriarchat/Web 2.0 sind alle Winner. Das ist der soziale Gedanke dahinter.

“Web 2.0 ist toll, wer das nicht findet, ist blöd.” Habe ich einen Nerv getroffen?

Ich denke eher: … wer das nicht findet, hat keine Erfahrung damit gemacht und kann von der Vision dahinter nicht wissen (Wissen = Erfahrung). Daher stelle ich immer wieder Web 2.0-Anwendungen vor; das ist die Zukunft und macht das Verständnis von dem, was ich als “matriarchale Gesellschaft” definiere, überflüssig.
(Siehe auch die Vergleichs-Tabelle: Matriarchat, Patriarchat, Web2.0)