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	<title>Rette sich, wer kann! &#187; Eltern</title>
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	<description>Gesellschaft im Wandel: Vom Patriarchat zu Web 2.0</description>
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		<title>Amoklauf &#8211; unverwelklicher Ruhm</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 15:05:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
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		<description><![CDATA[Es passiert mitten unter uns. Unverwelklichen Ruhm hat Tim bekommen. "Viele Erklärungen, keine Antwort" titelt der Freitag.de, und drückt damit die Fassungslosigkeit der ganzen Welt aus. Aber eins ist doch erstaunlich: Alle sind in der Lage zu benennen, was passiert ist "jemand lief Amok". Die soziokulturellen und psychologischen Ursachen sind so schwer nicht zu verstehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Amoklauf &#8211; unverwelklicher Ruhm&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Patriarchat&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2009-03-16&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/amoklauf-unverwelklicher-ruhm/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=2669"><!-- &nbsp; --></abbr>
<div id="attachment_2670" class="wp-caption alignleft" style="width: 335px">
	<a href="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2009/03/waffen-amok-vater-sohn.jpg" rel="lightbox[2669]" title="waffen-amok-vater-sohn"><img class="size-medium wp-image-2670" title="waffen-amok-vater-sohn" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2009/03/waffen-amok-vater-sohn-360x295.jpg" alt="zum Vergrößern klicken" width="335" height="274" /></a>
	<p class="wp-caption-text">zum Vergrößern klicken</p>
</div>
<p>Es passiert mitten unter uns. Leute wie du und ich sind daran beteiligt, waren dabei, kannten die Opfer, den Täter. Und doch versteht es niemand.<br />
&#8220;Viele Erklärungen, keine Antwort&#8221; titelt der Freitag.de, und drückt damit die Fassungslosigkeit der ganzen Welt aus.</p>
<p>Aber eins ist doch erstaunlich: Alle sind in der Lage zu benennen, was passiert ist &#8220;jemand lief Amok&#8221;. Das Wort &#8216;Amok&#8217; ist das gemeinsame Schlüsselwort. Hierüber verständigen wir uns übereinstimmend. Kein Zweifel.<br />
Medien, Polizei, Psychologen, die Zeugen vor Ort &#8211; alle verwenden den Begriff  &#8216;Amok&#8217; sprachkompetent und ohne mit der Wimper zu zucken.</p>
<p>Irgendwie scheinen wir dann aber doch zu wissen, um was es geht.  Die Methode, über die Sprache den Dingen auf die Schliche zu kommen, lässt mich nie im Stich. Schauen wir uns die Wortbedeutung also näher an.</p>
<h3>Amok, der Begriff</h3>
<p>&#8220;Blindwütend herumrennen und Leute ermorden&#8221; &#8211; so lautet die Definition des Wortes &#8216;Amok&#8217; bei Kluge. Es ist ein Lehnwort aus dem Malayischen (meng-âmok), das eine malayische Tradition beschreibt:</p>
<blockquote><p>Die Betreffenden versetzen sich aus Rach- oder Ruhmsucht in Opiumrausch und fallen dann mit dem Kris (Dolch) jeden an, der ihnen in den Weg kommt; dabei rufen sie Amock. Aus Reisebeschreibungen in Deutschland bekannt seit dem 17. Jh. (assimilierter Exotismus). Im 20. Jh. auf europäische Verhältnisse übertragen, aber eher in Form eines Vergleichs.</p></blockquote>
<p>Die Psychologie verschleiert den Begriff und siedelt ihn in tropischen Ländern an:</p>
<blockquote><p>Amok, seltener, vorwiegend in tropischen Ländern anfallartig auftretender Affekt- und Verwirrtheitszustand mit Panikstimmung und aggressivem Bewegungsdrang.</p></blockquote>
<p>Während traditionelle Referenzen &#8216;Amok&#8217; in die Sphäre des Exotischen verlagern, d.h. weit weg von der eigenen Lebenswirklichkeit rücken, halten sich die <span style="font-style: italic;">social media</span> nicht an diese Konvention. Daher können wir in der Wikpedia lesen:</p>
<blockquote><p>Ursprünglich war Amok keine private Einzeltat, sondern im Gegenteil eine im indonesischen Kulturkreis kriegerische Aktion, bei der einige wenige Krieger eine Schlacht dadurch zu wenden versuchten, indem sie ohne jegliche Rücksicht auf Gefahr den Feind blindwütig attackierten (dieses Muster findet sich auch beim Berserker).</p></blockquote>
<p>Das sollte uns aufhorchen lassen! Kommt dir das nicht bekannt vor aus der jüngsten Geschichte? 9/11 und weitere Suizid-Attentäter an vielen Orten der Welt?  Wir verknüpfen Suizid-Attentate oft vorschnell mit arabischen Ländern und dem Islam. Aber kennen wir nicht auch die japanischen Kamikaze-Flieger?</p>
<p>Gehen wir noch weiter in der Geschichte zurück, dann finden wir in unserem engeren Sprachraum die Berserker (Bar Serker): Mächtige Kampfhelden, welche in der nordischen Mythologie eine wichtige Rolle spielen. Sie kämpften prinzipiell in der ersten Reihe jeder Schlachtordnung und ohne auf Schmerzen oder Verwundungen zu achten, schlugen sie in wütender Raserei um sich, ohne Rücksicht auf Verluste. &#8216;Serkr&#8217; ist ein Panzer- oder Kettenhemd, das von keiner mittelalterlichen Waffe durchdrungen werden konnte. <span style="font-style: italic;">Bar</span>, wie in <span style="font-style: italic;">barfuß,</span> bedeutet &#8216;ohne, nackt&#8217;.</p>
<p>Die Berserker kämpften also ohne Panzerhemd und mit nacktem Oberkörper; sie rannten &#8220;nackt und bloß&#8221; in denTod, nahmen keine Grabbeigaben mit, aber so viele Opfer wie möglich. Eine Gruppe von Berserkern galt als fähig das Schlachtenglück zu wenden.</p>
<p>Kriegsherren waren zu allen Zeiten des Patriarchats an menschlichen Kampfmaschinen interessiert, die beim Gegner möglichst großen Schaden anrichteten und deren eigener Überlebenstrieb außer Kraft gesetzt werden konnte.</p>
<p>Aber nicht nur Eroberer profitierten von ihnen, auch die Unterhaltungsindustrie ergatterte ein Stück vom Kuchen &#8211; von den Besitzern römischer Gladiatoren über Helden wie Rambo in der Filmindustrie bis zu den übermenschlich starken Heroen der Computerspiele.  Von der Antike bis heute wird das Heldenepos im Theater, in der Oper, im Film und im Kinderbuch angeboten und konsumiert.</p>
<h3>Held &#8211; wesentlicher Teil unseres patriarchalen Gesellschaftssystems</h3>
<p>Ob Amokläufer, Kamikaze-Flieger oder Berserker, sie alle sind, trotz der ambivalenten Gefühle, die das hervorruft, Helden.  Wir würden uns unter einem Held, einem Heros, lieber etwas Positives vorstellen, aber wenn wir genau hinschauen, sind Heldentaten im klassischen Sinn, immer zerstörerisch. (Ich rede nicht von einer Person, die Menschleben rettet und dann als &#8220;Held&#8221; bezeichnet wird; das sind &#8220;Retter, Erlöser&#8221;; sie haben soziologisch eine andere Funktion. Diese unachtsame Verwendung der Begriffe verschleiert die ursprüngliche und eigentliche Bedeutung des Helden.)  Als sich das Patriarchat vor ca. 7000 Jahren aus den ersten Hirtennomaden und Viehzüchtern entwickelte, wurden Tiere aus Zuchtgründen getrennt. Die Erkenntnis von Vaterschaft führte zu gezieltem Zusammenführen von weiblichen und männlichen Tieren, die nach bestimmten Merkmalen ausgewählt wurden. Besonders die männlichen Schafs- und Ziegenböcke, Hengste und Stiere mussten hohen Ansprüchen genügen. Weibliche Tiere mit den Jungen wurden getrennt gehalten. Dieser Umgang mit den Herden führte über die Jahrtausende zu einer Weltanschauung, die auch für die Menschen übernommen wurde und u.a. zum Kapitalismus führte. (Die Ursachen dieser Maßnahmen können unter &#8220;<a rel="nofollow" href="http://rette-sich-wer-kann.com/artikelserie/entstehung-patriarchat-prolog-und-uebersicht/">Entstehung des Patriarchats</a>&#8221; nachgelesen werden.)  Wie wurde getrennt? Die größte Gruppe bildeten die Frauen und Kinder bzw. die Weibchen und Jungtiere. Bei den männlichen Menschen und Tieren gab es eine Elite für die Zucht. Das waren die Stammväter, die den Stammbaum begründeten und als &#8216;Patriarchen&#8217; bezeichnet wurden.  Die Gruppe der Söhne &#8211; streng separiert von allem Weiblichen! &#8211; setzte sich aus den überschüssigen oder einjährigen Jungtieren fürs Schlachten und den Arbeitstieren zusammen.</p>
<p>Während Arbeitstiere meistens kastriert werden, um sie zu zahmen, willigen Arbeitern und Sklaven zu machen, ist dies beim Schlachtvieh nicht notwendig, und im menschlichen Bereich ist Aggressivität bei den Söhnen, die als Soldaten und Kämpfer in Schlachten gehen, sogar erwünscht.</p>
<p>Die jungen Männer, die als Krieger zu Eroberungen in den Kampf zogen, hatten damit eine Gelegenheit aufzusteigen, als Held &#8220;Ruhm und Ehre&#8221; zu gewinnen, indem sie durch Raubzüge den materiellen Reichtum der Familie vergrößerten. Es ist ihre einzige Chance so viel Land und Güter in Besitz zu nehmen, dass sie selbst einen Stamm gründen und Patriarch werden können.</p>
<p>Wenn sie die ständigen Kampfhandlungen überleben, bekommen sie nun Zugang zu Frauen und gehören der Elite an, die Zucht-Qualität besitzt. Bis dahin sind sie Heros, Herr, Herzog, Herold: Söhne auf der Karriereleiter.  Der &#8216;Ruhm&#8217; ist der Zentralbegriff indogermanischer Heldendichtung. In den ältesten Texten, von den nordischen Epen über Homer, Sappho und reichlichem Vorkommen in der griechischen Poesie bis zu den indischen Veden, lebt der &#8220;unvergängliche Ruhm, den sich der Held im Kampf erwirbt&#8221; im Vers des Priester-Dichters weiter.</p>
<p>Auf diesem Fundament ist unsere Gesellschaft aufgebaut und bis heute strukturiert.</p>
<p>Nun haben wir zwar die Rahmenbedingungen für Amok laufende &#8220;Helden&#8221;, wie Arngrim oder Adilsi, zwei der 12 Berserker, die dem dänischen König Kraki dienten und deren Namen bis heute gerühmt werden. (vgl. auch den Blog von Lukas Heinser auf Freitag.de: <a rel="nofollow" href="http://www.freitag.de/community/blogs/lukasheinser/der-blutige-weg-in-die-unsterblichkeit">Der blutige Weg in die Unsterblichkeit</a>) Aber wir kennen noch nicht die Ursache, die den stärksten aller Triebe, den Überlebenstrieb, außer Kraft setzt.  Bewusst in Kauf genommener Suizid, und mit dem haben wir es beim Heldentum zu tun, steht zu allem Lebendigen in Widerspruch.</p>
<h3>Der psychologische Hintergrund</h3>
<p>Suizid-Attentäter geraten außer sich, in blinde Wut, in einen extremen Zustand aggressivster  Raserei. Sie müssen das, sonst könnten sie nicht tun, was sie tun. Sie handeln aus ihren Gefühlen heraus, wie jeder Mensch.  Wie bringt man Soldaten dazu, auf andere zu schießen? Wie bringt man einen Stier dazu, wutschnaubend in einer Arena herumzurennen, bereit alles mit den Hörnern aufzuspießen, was sich bewegt? Wie macht man einen Hund scharf, dass er zum Mordinstrument wird?  Man foltert. Den Soldaten, den Stier, den Hund. Man quält körperlich und psychisch. Setzt emotional unter Druck.</p>
<blockquote><p>Kamikaze: &#8220;Die meist jungen und unerfahrenen Piloten wurden teils durch Folter zum Einsatz als Selbstmordpilot gezwungen. Entgegen der in der westlichen Gesellschaft vorherrschenden Meinung waren es meist keine nationalistischen Fanatiker, die zu sterben bereit waren, sondern Soldaten, die für diesen Zweck schlichtweg den Befehl bekamen. Überlebende beschrieben die Opferbereitschaft, sich für das <span style="font-weight: bold;">Vaterland </span>zu töten, als aus einem hohen psychologischen Druck resultierend. Schande und Ehrenfragen waren dabei maßgebend. Der Opfertod wurde von Seiten des leitenden Militärs als <span style="font-weight: bold;">heroenhafte </span>Tat proklamiert und galt als Kriegs<span style="font-weight: bold;">pflicht</span> der Ausgesuchten.&#8221;</p></blockquote>
<p>In <span style="font-style: italic;">A Rumor of War</span> erinnert sich Philip Caputo, ein Offizier der amerikanischen Marine-Infanterie, der in Vietnam &#8220;diente&#8221;, dass beim Drill im Grundausbildungslager die Rekruten nicht mehr mit Namen angeredet, sondern mit Bezeichnungen wie &#8220;Drecksau&#8221; bedacht wurden. Er wiederholte die Worte eines Ausbilders, dessen Stimme &#8220;sich in unser Denken eingrub, bis sie uns wo wir gingen und standen verfolgte&#8221;:</p>
<blockquote><p>&#8220;Gewehre richtig halten &#8211; kneift die Arschbacken zusammen, Mädchen. Du Scheißkerl, vierter Mann in der ersten Reihe, kneif&#8217; den Scheißarsch zusammen, hab&#8217; ich gesagt, &#8211; ihr verdammten Weiberärsche.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zähne zusammenbeißen, Arschbacken zusammenpressen, heißt den Energiefluss im Körper zu blockieren und nichts mehr zu fühlen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Will man eine verschworene Gruppe männlicher Killer schaffen, dann tut man folgendes: man tötet die Frau in ihnen. Das ist die Lektion der <span style="font-style: italic;">marines</span>. Und das funktioniert.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bis die Frau endgültig im Mann getötet wird, müssen Kinder ihre Sexualität unterdrücken. Für gesunde Menschen ist es ein lebenswichtiges Grundbedürfnis Lust zu empfinden. Moderne Keuschheitsgürtel &#8211; Windeln &#8211; verhindern, dass Babys sich an den Genitalien berühren können. Sind die Kinder etwas größer, werden sie durch Bestrafung davon abgehalten.  Wilhelm Reich schreibt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir denken dabei [bei muskulärer Verkrampfung, Blockierung] an das &#8220;Erkalten&#8221; der Kinder, die erste und wichtigste Erscheinung bei der endgültigen Sexualunterdrückung im 4. bis 5. Lebensjahr. Dieses Erkalten wird im Beginn immer als ein &#8220;Totwerden&#8221; oder &#8220;Eingepanzert-&#8221;, &#8220;Eingemauertwerden&#8221; erlebt. Später mag in dem einen oder anderen Fall das Gefühl des &#8220;Gestorben-&#8221; oder &#8220;Totseins&#8221; durch überdeckende psychische Funktionen zum Teil kompensiert sein, etwa durch oberflächliche Heiterkeit oder kontaktlose Geselligkeit.&#8221;</p></blockquote>
<p>In einer Hirten-/Viehzüchterkultur wie unserer, muss Sexualität kontrolliert werden, weil sonst unerwünschte Zuchtergebnisse auftauchen. &#8220;Bastarde&#8221; sind erst in jüngster Zeit durch das Gesetz geschützt und in konservativen Kreisen keineswegs akzeptiert.</p>
<p>Sexualität ist eine so starke Kraft, dass sie von Klein auf im Keim erstickt werden muss. Erwachsene, bei denen dies zufällig nicht geschah, halten sich nicht an die gesellschaftliche Zwangsmoral der Abstinenz, Einehe und Monogamie. Es ist ihnen gar nicht möglich.<br />
So wird in drei Hauptetappen des menschlichen Lebens die &#8220;Massenseuche der Neurosen&#8221; erzeugt:</p>
<ul>
<li>durch die Atmosphäre des neurotischen Elternhauses in der <span style="font-style: italic;">frühen Kindheit</span>,</li>
<li>in der <span style="font-style: italic;">Pubertät </span>und schließlich</li>
<li>in der <span style="font-style: italic;">Zwangsehe </span>nach streng moralistischem Begriff</li>
</ul>
<p>In der ersten Etappe wirken sich die strenge und verfrühte Reinlichkeitserziehung (Arschbacken zusammenpressen, wenn der Schließmuskel noch nicht funktioniert) und das Anhalten zur &#8220;Artigkeit&#8221;, zur absoluten Beherrschtheit und stillen Wohlerzogenheit, äußerst schädlich aus.</p>
<p>Sie bereiten den Gehorsam des Kindes für das wichtigste Verbot der nächsten Periode, das Onanieverbot vor. Andere Behinderungen der kindlichen Entwicklung mögen variieren, die genannten sind typisch.</p>
<p>So hat auch die Polizei bei Tim. K. Indizien des &#8216;Ungehorsams&#8217; gefunden:</p>
<blockquote><p>&#8220;Nach «Spiegel»- Informationen hat Tim K. in der Nacht vor der Tat ein Online-Killerspiel gespielt. Laut Polizei gibt es dafür aber noch keine gesicherten Hinweise. Auf seinem Rechner sei allerdings eine «größere Zahl» Pornobilder gefunden worden.&#8221; (<a rel="nofollow" href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/500223">via</a>)</p></blockquote>
<p>Jetzt frage ich dich: Was hat die Erwähnung von Pornobildern in der Presse verloren? Pornobilder sind gesetzlich nicht verboten. Sie weisen eher auf einen gesunden, lebendigen Körper hin. Aber: nachdem man offenbar keine Killerspiele findet, die &#8220;Schuld&#8221; sind, versucht man das Image des jungen Mannes über die moralisierende Sexschiene zu beschmuddeln.</p>
<blockquote><p>&#8220;Seelische Beweglichkeit und Kraft gehen mit sexueller Lebendigkeit einher und setzen sie voraus. Genauso setzen seelische Hemmungen und Plumpheit die sexuelle Bremsung voraus.&#8221;</p></blockquote>
<p>In der <span style="font-style: italic;">Pubertät </span>wiederholt sich das schädliche Erziehungsprinzip, das zur seelischen Verödung und charakterlichen Verpanzerung führt. Es wiederholt sich auf der soliden Basis der vorangegangenen Bremsung der kindlichen Impulse.</p>
<p>Das Pubertätsproblem ist gesellschaftlich und nicht biologisch begründet. Jugendliche, die den Weg ins reale Leben der Sexualität und der Arbeit finden, lösen die in der Kindheit erworbene neurotische Bindung an die Eltern. Die anderen sinken, von der realen Versagung durch die Sexualunterdrückung schwer betroffen, erst richtig in die kindliche Situation zurück. Darum brechen die meisten Neurosen und Psychosen in der Pubertät aus.</p>
<p>Man heuchelt, wenn man einem Jugendlichen die Heirat am Abend des 16. Geburtstages gesetzlich gestattet und damit bekundet, dass hier der Geschlechtsverkehr <span style="font-style: italic;">nicht </span>schadet, gleichzeitig aber &#8220;Askese bis zur Ehe&#8221; fordert, auch wenn diese z.B. erst mit 30 Jahren geschlossen werden kann. Dann ist plötzlich der Geschlechtsverkehr im frühen Alter schädlich oder unmoralisch.  Damit kann kein denkender Mensch einverstanden sein, auch nicht mit den Neurosen und Perversionen, die dadurch erzeugt werden.  Im dritten Teil dieser Lebenstragödie &#8211; der lebenslangen Zwangsehe &#8211; kommt die früh angelegte Sexualstörung im Doppelpack. Zwei aneinander gekoppelte Menschen sollen damit fertig werden. Auch hier kommt es zum &#8220;blindwütenden Herumrennen und Leute ermorden&#8221;, es wird nicht Amok genannt, sondern &#8220;häusliche Gewalt&#8221;.</p>
<div style="text-align: center;">*</div>
<p>Man kann viele Antworten auf das &#8220;Warum&#8221; des Amoklaufs der Presse entnehmen.</p>
<p>Tim Kretschmer musste mit seinen Problemen offensichtlich alleine zurecht kommen. Die meisten Eltern können nicht helfen, weil sie ihre Kinder als Persönlichkeit gar nicht kennen. Sie versuchen von Anfang an eine &#8220;normale&#8221; Person nach ihren Vorstellungen von Norm zu erziehen und dieses Ideal vor ihrem inneren Auge verstellt den Blick auf das reale Kind.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Eltern bestreiten, dass ihr Sohn in psychotherapeutischer Behandlung war.&#8221; (<a rel="nofollow" href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/495500">via</a>)</p></blockquote>
<p>Der Direktor des Klinikums in Weinsberg aber hat öffentlich Auskunft über Tims ambulante Aufenthalte gegeben.  Eltern, die eine Behandlung wegen psychischer Probleme leugnen, um dem Makel des &#8220;Verrücktseins&#8221; zu entgehen. Ein Psychiater, der der Presse Auskunft gibt und damit die ärztliche Schweigepflicht bricht, die auch nach dem Tod eines Menschen gilt. Welch ein Dilemma. Wem soll sich ein junger Mann da anvertrauen?  Eine Freundin hatte der 17jährige nicht.</p>
<blockquote><p>Er war kein guter Schüler, Freunde hatte er kaum, auch bei den Mädchen kam er nicht gut an. In ein Mädchen aus der Nachbarschaft soll er verliebt gewesen sein. An Silvester, so erzählen Mitschüler, habe er das Mädchen angerufen und seine Liebe gestanden. Das Mädchen und die anderen Partygäste hätten nur gelacht. (<a rel="nofollow" href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/60/461684/text/">via</a>)</p></blockquote>
<p>Tim war ein Poker-Fan.</p>
<blockquote><p>&#8220;Vor der Fahrt von der Privatschule zurück in seinen Heimatort Leutenbach spielt er noch mit ein paar Kumpeln vor dem «Cafe Tunix» eine Partie Poker &#8211; nichts deutet darauf hin, dass er nicht einmal 24 Stunden später 15 Menschen kaltblütig tötet und zahlreiche verletzt. (<a rel="nofollow" href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/500030">via</a>)</p></blockquote>
<p>Poker, ein Spiel, bei dem man keine Gefühle zeigen <span style="font-style: italic;">darf</span>. Das kam Tim entgegen. Man setzt ein <span style="font-style: italic;">Pokerface </span>auf. Wie geschaffen für &#8220;kontaktlose Geselligkeit&#8221; und jemanden, der &#8220;erkaltet&#8221; ist und daher keine Gefühle zeigen kann.  Auch in der Schule fand Tim keinen emotionalen Rückhalt, denn Donner, Leiter von Tims Schule,  sagt der Presse:</p>
<blockquote><p>&#8220;Von Montag an muss es normal weitergehen, weil wichtige Prüfungen anstehen.&#8221; (<a rel="nofollow" href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/500030">via</a>)</p></blockquote>
<p>Was kann an Prüfungen (produzieren von Leistung) so wichtig sein, dass den Mitschüler/innen keine Zeit zur Besinnung und Verdauung der traumatischen Geschehnisse einräumt wird? Vor allem, weil befürchtet wird, dass es Nachahmer geben könnte. Ein &#8220;erkalteter&#8221; Schulleiter ohne Mitgefühl für Tims Mitschüler und deren Probleme <span style="font-style: italic;">nach </span>solch einer Tat &#8211; wie kann er für Schüler eine Vertrauensperson und Gesprächspartner im <em>normalen</em> Schulbetrieb sein?</p>
<blockquote><p>Michael, 19, ein ehemaliger Freund und Nachbar berichtet, Tim habe eigentlich eher &#8220;was in die pädagogische Richtung&#8221; machen wollen. &#8220;Er konnte gut mit Kindern.&#8221; [...] Stattdessen besuchte er eine kaufmännische Klasse. (<a rel="nofollow" href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/60/461684/text/5/">via</a>)</p></blockquote>
<p>Gesellschaftliche Sitten sind bekannt, und so steht dann auch eine Erklärung in der Zeitung, warum Tim nicht selbstbestimmt seine Ausbildung wählen konnte:</p>
<blockquote><p>Möglicherweise sollte er ja einmal das Familienunternehmen weiterführen. Der Vater besitzt im Nachbarort Affalterbach eine Verpackungsfirma, etwa 20 Leute arbeiten dort. Die Mutter hat gelegentlich als Bürokraft ausgeholfen. &#8220;Das waren wirklich rechtschaffene, fleißige Leute&#8221;, erzählt eine Nachbarin, die im Vorgarten ihres Hauses steht. (<a rel="nofollow" href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/60/461684/text/5/">via</a>)</p></blockquote>
<p>&#8230;Leute, die ihren Kindern Gewalt antun, indem sie sie zu etwas zwingen, was diese nicht wollen, ganz nach dem Vorbild eines römischen <span style="font-style: italic;">pater familias</span> &#8230; hätte die Nachbarin noch hinzufügen können. Davon weiß sie vielleicht nichts, du kannst es nachlesen: <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/herrschaft-zusammenleben/patria-potestas-ganz-normale-vaeter/">Die römische Patria Potestas im heutigen Alltag &#8211; ganz normale Väter</a>.</p>
<p>Und dann finde ich die Zeitungsmeldung, die meine Annahme bestätigt:</p>
<blockquote><p>Der Vater ein Patriarch?  Ein Mädchen sagt: „Er hatte seinen Abschluss, viel Geld.&#8221; [...] Das einzige Auffällige an ihm: Er habe gezeigt, dass er Geld habe. Die Familie K. lebt in einem schmucken weißen Einfamilienhaus. Tims Vater ist Geschäftsführer einer Firma für Lohnverpackungen, Montage- und Nacharbeiten in Affalterbach. Als Patriarch wird er beschrieben. Ein Patriarch, der im Schützenverein war, 16 Waffen in seinem Haus hatte, darunter die Beretta, mit der sein Sohn in die Realschule ging.  „Der hatte ja keine Freunde. Aber beim Pokern hat er uns alle durchschaut, echt.“ (<a rel="nofollow" href="http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc%7EE4728AC5699B84CA9832972E0298542CB%7EATpl%7EEcommon%7ESspezial.html">via</a>)</p></blockquote>
<p>Tim musste Gehorsam zeigen und tun, was der Vater wünschte, dafür bekam er Geld. Und offensichtlich war Tim sowohl intelligent als auch einfühlsam, sensibel; wenn er die anderen beim Pokern durchschaut hat, hat er auch die Fassade der Eltern durchschaut. Einem intellektuell überlegenen Sohn hat ein patriarchaler Vater nichts entgegenzusetzen außer Gewalt. Das geht auch verbal und hinterlässt nur Wunden, die von den unbewussten Mitmenschen nicht erkannt werden; und wenn, dann &#8220;mischt man sich nicht ein&#8221;. Die täglichen kleinen Demütigungen. Unerträgliche Sticheleien, wie um einen Hund scharf zu machen.</p>
<p>Die Fahrlässigkeit des Vaters liegt sicher nicht im Verstoß gegen das Waffenrecht. Der Vater spielt mehr als ein Computerspiel. Er holt sich &#8211; vielleicht unbewusst, aber nicht zufällig &#8211; echte Waffen ins Haus, die er &#8220;in Schuss&#8221; hält. Bis sie gebraucht werden. Er spielt ein Gesellschaftsspiel. In <span style="font-style: italic;">real life</span>.  Interessant wäre es zu wissen, wie das letzte Gespräch zwischen Tim und seinen Eltern ausgesehen hat; was hat der Vater gesagt, was die Mutter, bzw. was hat die Mutter <span style="font-style: italic;">nicht </span>gesagt oder getan&#8230; Welche Gefühle schlugen Tim entgegen? Verachtung? Hass? Neid?</p>
<p>Diese Konversation hat wohl das Fass zum Überlaufen gebracht. Blinde Wut. Der Vater hat es geschafft einen Helden aus seinem Sohn zu machen! Unsterblicher Ruhm. Der Patriarch, das Patriarchat, hat gewonnen, und der Junge hat endlich seine Ruhe vor ihm.</p>
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		<title>Hau-tu.de &#8211; Gebrauchsanleitungen fürs Leben</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 14:13:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Hau-tu.de &#8211; Gebrauchsanleitungen fürs Leben&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Sideblog&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-11-25&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/hau-tude-gebrauchsanleitungen-fuers-leben/&amp;rft.language=English"></span>
Wo Schule, Eltern und überhaupt die Gesellschaft versagen, helfen sich junge Leute selbst, dank Internet. Hau-tu ist nicht chinesisch, sondern bedeutet auf deutsch &#8220;How-To&#8221;. Es ist die deutsche Sammelstelle für sämtliche Bedienungsanleitungen fürs praktische Leben. Ob man nun wissen will wie man im Supermarkt günstige Sonderangebote findet, wie man eine LAN-Party veranstaltet oder auch wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Hau-tu.de &#8211; Gebrauchsanleitungen fürs Leben&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Sideblog&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-11-25&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/hau-tude-gebrauchsanleitungen-fuers-leben/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=1802"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Wo Schule, Eltern und überhaupt die Gesellschaft versagen, helfen sich junge Leute selbst, dank Internet. Hau-tu ist nicht chinesisch, sondern bedeutet auf deutsch &#8220;How-To&#8221;.</p>
<p>Es ist die deutsche Sammelstelle für sämtliche Bedienungsanleitungen fürs praktische Leben. <span id="more-1802"></span>Ob man nun wissen will wie man <a rel="nofollow" href="http://www.hau-tu.de/index.php5/G%C3%BCnstige_Angebote_im_Supermarkt_finden" target="_blank">im Supermarkt günstige Sonderangebote findet</a>, wie man <a rel="nofollow" href="http://www.hau-tu.de/index.php5/Lan-Party_veranstalten" target="_blank">eine LAN-Party veranstaltet</a> oder auch wie man einen <a rel="nofollow" href="http://www.hau-tu.de/index.php5/Einen_Liebesbrief_schreiben" target="_blank">Liebesbrief schreibt</a>. Hau-tu.de hat die Antwort auf immer mehr lustige und ernstgemeinte Fragen und Probleme. Zumindest dann, wenn sich ein User vorher die Arbeit macht und eine Anleitung auf Hau-tu.de verfasst. Denn Hau-tu.de lebt ganz nach dem Web 2.0-Motto vom Mitmachen. [<a rel="nofollow" title="Alles2null" href="http://www.alles2null.de/hau-tude-bedienungsanleitungen-furs-leben/1504/">via</a>]</p>
<p><a rel="nofollow" href="http://www.hau-tu.de/index.php5/Hauptseite">Hau-tu.de &#8211; Anleitungen, Tipps und Tricks</a>.</p>
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		<title>Die ganze Familie in einem Bett</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 23:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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Es lockern sich die rigiden Formen des Zusammenlebens. Das Familienbett findet immer mehr AnhängerInnen. Einer Studie in der US-Zeitschrift „Infant and Child Development“ zufolge gaben 1993 knapp 5,5 Prozent der Eltern zu, das Bett mit ihren Kindern zu teilen. Im Jahr 2000 waren es bereits 13 Prozent. Berichte aus Deutschland sprechen davon, dass bis zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Die ganze Familie in einem Bett&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Sideblog&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-10-22&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/die-ganze-familie-in-einem-bett/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=1389"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Es lockern sich die rigiden Formen des Zusammenlebens. Das Familienbett findet immer mehr AnhängerInnen.<br />
Einer Studie in der US-Zeitschrift „Infant and Child Development“ zufolge gaben 1993 knapp 5,5 Prozent der Eltern zu, das Bett mit ihren Kindern zu teilen. Im Jahr 2000 waren es bereits 13 Prozent. Berichte aus Deutschland sprechen davon, dass bis zur Hälfte der Volksschüler zumindest zeitweise im Bett der Eltern schläft.<span id="more-4446"></span>Befürworter des „Familienbetts“ argumentieren mit dem kulturellen Kontext: Bei Naturvölkern oder auch in Gesellschaften, in denen das eigene Kinderzimmer aus Platzgründen nicht unbedingt an der Tagesordnung ist, sei diese Praxis gang und gäbe. Kinder hätten nicht nur in den ersten Lebensjahren das Bedürfnis nach Nähe, sondern auch noch mit fünf oder sechs, wenn die meisten eine große „Angstphase“ durchleben, mit Furcht vor Monstern oder Dunkelheit.</p>
<p>Kinder werden auch wieder länger gestillt. Schläft das Kind im Familienbett, kann es sich selbst bedienen, die Mutter muss nicht aufwachen, wie eben bei Ureinwohnern auch.</p>
<p>Quelle: <a rel="nofollow" href="http://diepresse.com/home/bildung/erziehung/423725/index.do?_vl_backlink=/home/bildung/erziehung/index.do">Die ganze Familie in einem Bett</a><br />
Ähnliches Thema: <a rel="nofollow" href="http://matriarchat.info/wissen-koennen/ghotul.html">Kinderhaus &#8211; das Leben im Ghotul bei den Muria in Indien</a></p>
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		<title>Warum unsere Kinder Tyrannen werden</title>
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		<pubDate>Sat, 17 May 2008 18:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sideblog]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Zwang]]></category>

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		<description><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Warum unsere Kinder Tyrannen werden&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Sideblog&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-05-17&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/warum-unsere-kinder-tyrannen-werden/&amp;rft.language=English"></span>
Aus dem gleichen Grund, warum die Kinder unserer Eltern Tyrannen wurden&#8230; Unser Sohn (5) kaut ständig an den Nägeln. Wir haben Nagellack probiert, mit ihm geredet – aber alles vergeblich. Was tun? Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater: &#8220;Sie sollten es ihm einmal klar verbieten und seine Nägel vorsorglich kurz schneiden. Wenn er es trotzdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Warum unsere Kinder Tyrannen werden&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Sideblog&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-05-17&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/warum-unsere-kinder-tyrannen-werden/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/warum-unsere-kinder-tyrannen-werden/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<div>Aus dem gleichen Grund, warum die Kinder unserer Eltern Tyrannen wurden&#8230;</div>
<div><em>Unser Sohn (5) kaut ständig an den Nägeln. Wir haben Nagellack probiert, mit ihm geredet – aber alles vergeblich. Was tun?<br />
</em><strong>Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater:<br />
</strong>&#8220;Sie sollten es ihm einmal klar verbieten und seine Nägel vorsorglich<br />
kurz schneiden. Wenn er es trotzdem weiter tut, immer den Fernseher<br />
ausschalten oder das Vorlesen unterbrechen, bis er aufhört.&#8221;</div>
<div>So der &#8220;Experte&#8221;.</div>
<div>Kritik dazu auf <a rel="nofollow" href="http://kifaschule.wordpress.com/2008/05/15/warum-unsere-kinder-tyrannen-werden/">KiFaSchule</a>, mit nützlichen Links.</div>
<div><img class="aligncenter size-full wp-image-433" title="Mutter foltert Teenager" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/05/mutter-foltert-teenager.jpg" alt="Mutter foltert Teenager" width="455" height="211" /></div>
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		<title>Hausaufgaben sind überflüssig!</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2008 00:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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		<category><![CDATA[Zwang]]></category>

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		<description><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Hausaufgaben sind überflüssig!&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Kinder&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-02-01&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/kinder/hausaufgaben/&amp;rft.language=English"></span>
Seit gut 150 Jahren gibt es allgemeinbildende Schulen in Deutschland, und genauso lange existiert der Hauptfeind aller freien, unbeschwerten Nachmittagsvergnügungen &#8211; Hausaufgaben. Erstaunlich dabei: es handelt sich offenbar mehr um ein pädagogisches Zeremoniell als um eine im schulischen Sinn Erfolg versprechende Maßnahme. Ein Blick in die Geschichte erkärt uns dieses Relikt Unsere Unterrichtsmethodik geht auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Hausaufgaben sind überflüssig!&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Kinder&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-02-01&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/kinder/hausaufgaben/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/kinder/hausaufgaben/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><img class="center" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/02/der-ungebildete-lehrer-petrarca.jpg" alt="Der ungebildete Lehrer" /></p>
<p>Seit gut 150 Jahren gibt es allgemeinbildende Schulen in Deutschland, und genauso lange existiert der Hauptfeind aller freien, unbeschwerten Nachmittagsvergnügungen &#8211; Hausaufgaben.<span id="more-346"></span></p>
<p>Erstaunlich dabei: es handelt sich offenbar mehr um ein pädagogisches Zeremoniell als um eine im schulischen Sinn Erfolg versprechende Maßnahme.</p>
<h4>Ein Blick in die Geschichte erkärt uns dieses Relikt</h4>
<p>Unsere Unterrichtsmethodik geht auf das vom Christentum übernommene römische Schulwesen zurück. Dieses basierte auf Auswendiglernen und auf nahezu stereotypem und kaum erläutertem Üben. Das galt sowohl für den Lese- und Schreibunterricht als auch für den Rechenunterricht, insbesondere für den Umgang mit dem Abakus, dem aus griechischer Zeit stammenden Rechenbrett. Unterrichtsprinzip war überwiegend die &#8220;imitatio&#8221; (das Nachahmen) und die &#8220;repetitio (das Wiederholen).</p>
<p>Bevor die Schulbehörden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts Klassen (nach Alter) vorschrieben, herrschte der direkte Einzelunterricht vor: Einer der Schüler erschien zur Instruktion oder zum &#8220;Abhören&#8221; vor dem Lehrer, während die übrigen sich, auf Bänken sitzend, still beschäftigen. Was ein Kind still im Klassenraum auswendig lernen kann, kann es auch allein zu Hause.</p>
<p>Zahlreiche Studien haben nun gezeigt, dass Hausaufgaben keinerlei nachweisbaren Einfluss auf die Schulnoten haben.</p>
<p>Professor Hans Gängler von der Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden erklärt das so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Gute Schüler werden durch Hausaufgaben nicht unbedingt noch besser, und schlechte Schüler begreifen zuhause durch bloßes Wiederholen noch lange nicht, was sie schon am Vormittag nicht richtig verstanden haben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ob man also die Mathe-Hausaufgaben direkt nach der Schule, nachts unter der Bettdecke oder überhaupt nicht macht: der Effekt auf die Zeugniszensur ist derselbe, nämlich gleich null.</p>
<p>Schon fast empörend ist es da, dass Hausaufgaben heutzutage von Lehrern einfach &#8220;verschrieben&#8221; werden, in der Annahme, sie würden schon irgendeinen positiven Effekt auf die Schüler haben.</p>
<p>Hans Gänglers Umfragen unter Lehrern in Ganztagsschulen haben erbracht, dass etwa ein Drittel der Befragten zugab, gar nicht einschätzen zu können, ob Hausaufgaben überhaupt irgendeinen Effekt auf die Schüler hätten. Viele Lehrer gaben frei heraus zu: &#8220;Bei drei Vierteln meiner Schüler bringen Hausaufgaben überhaupt nichts.&#8221;</p>
<p>Nun hat die Einführung von Ganztagsangeboten bundesweit zu einer enormen Erhöhung der so genannten &#8220;Hausaufgabenbetreuung&#8221; geführt.</p>
<p>Die Möglichkeit, sich gemeinsam mit anderen Schülern nach der Schule unter Aufsicht mit den Hausaufgaben zu befassen, ist bei weitem das häufigste Ganztagsangebot überhaupt: 70 Prozent aller sächsischen Ganztagsschüler nehmen mehrmals in der Woche an Hausaufgabenbetreuungen teil.</p>
<p>Professor Gängler hat die Wirkung solcher Angebote untersucht, die Aussagen von Lehrern, Schülern und Eltern gesammelt. Sein Fazit:</p>
<blockquote><p>&#8220;Hausaufgaben haben keinerlei Effekt in Hinblick auf die Schulleistung. In den Zensuren schlägt sich die nachmittägliche Quälerei mitnichten nieder. Entscheidend ist nicht die Hausaufgabe, sondern die qualifizierte pädagogische Betreuung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine zusätzliche Problematik soll dabei nicht verschwiegen werden: wenn die Hausaufgaben zuhause gemacht werden, haben Schüler aus einkommensschwachen Schichten einen klaren Nachteil.</p>
<p>Gängler nennt dazu eine Zahl:</p>
<blockquote><p>&#8220;Fast fünf Milliarden Euro werden in Deutschland jedes Jahr für Nachhilfestunden und Hausaufgabenbetreuung bezahlt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Da hilft eben die Ganztagsschule mit ihrem alternativen und natürlich kostenlosen Angebot &#8211; weswegen Hans Gängler dafür plädiert, Hausaufgabenbetreuung auch anzubieten, solange es eben noch Hausaufgaben gibt.</p>
<p>Grundsätzlich jedoch wirbt der Forscher dafür, die Strategien zum Wissenserwerb direkt im Unterricht zu vermitteln und durch entsprechende, pädagogisch begleitete Übungs- und Förderangebote im Rahmen der Ganztagsangebote zu begleiten.</p>
<p>Und dann könnten Hausaufgaben endlich der Vergangenheit angehören.</p>
<p align="center">*</p>
<p><em>Quellen und Info:</em></p>
<p><em>Prof. Dr. Hans Gängler, E-Mail:</em> <a rel="nofollow" href="mailto:Hans.Gaengler@mailbox.tu-dresden.de"><em>Hans.Gaengler@mailbox.tu-dresden.de</em></a><br />
<em>Text via</em> <a rel="nofollow" title="IDW-Online" href="http://idw-online.de"><em>idw</em></a> <em>und &#8220;</em><a rel="nofollow" title="Mit Milchbrei und Rute, Familie, Schule und Bildung in der Reformationszeit" href="http://www.amazon.de/gp/product/3936688109?ie=UTF8&amp;tag=bloghv-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3936688109" target="_blank"><em>Mit Milchbrei und Rute</em></a><em>&#8220;</em></p>
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		<title>Am Anfang war die kommandierende Mutter</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Sep 2007 13:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Zwang]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Patriarchat besteht aus Befehlen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Am Anfang war die kommandierende Mutter&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Patriarchat&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2007-09-16&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/am-anfang-war-die-kommandierende-mutter/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/patriarchat/am-anfang-war-die-kommandierende-mutter/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Die Mutter zum Schulkind: &#8220;Geh jetzt ins Bett!&#8221;<br />
Zum Teenager: &#8220;Hör jetzt auf zu telefonieren!&#8221;<br />
Der Lehrer: &#8220;Nehmt eure Hefte heraus!&#8221;<br />
Die Werbung: &#8220;Kaufen Sie die neue Blend-a-Med!&#8221;<br />
Der Chef: &#8220;Kommen Sie zum Diktat!&#8221;<br />
Der Ehemann: &#8220;Mach&#8217; deine Beine breit!&#8221;<br />
Der Irgendwer: &#8220;Auf die Plätze, fertig, los &#8230;!&#8221;</p>
<p><a rel="nofollow" class="snap_nopreview" href="http://bp2.blogger.com/_HvMEAaHU0tc/RqNzcT74LwI/AAAAAAAAAQo/jBND_xMtwkI/s1600-h/unterwerfung.gif" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" title="Am Anfang war die kommandierende Mutter"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5090038934083743490" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer" src="http://bp2.blogger.com/_HvMEAaHU0tc/RqNzcT74LwI/AAAAAAAAAQo/jBND_xMtwkI/s200/unterwerfung.gif" border="0" alt="" /></a>Fremdbestimmt fürs Leben.<br />
Und es begann alles so harmlos mit &#8220;Geh jetzt ins Bett&#8221;.<br />
Denn morgen ist Schule. Sonst bist du nicht ausgeschlafen. Es ist schon spät.</p>
<p>Vorwände für Befehle.<br />
Denn das Patriarchat will überleben. Und das besteht nun mal aus Befehlen.</p>
<p>&#8220;Geh jetzt ins Bett.&#8221;<br />
Harmlos?</p>
<div id="wherego_related"> </div><!-- PHP 5.x -->]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der Generationenkonflikt ist ein patriarchaler</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/gemeinschaft/der-generationenkonflikt-ist-ein-patriarchaler/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 19:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Generationen]]></category>
		<category><![CDATA[Generationenkonflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Generationen-Konflikt ist ein patriarchaler, in Stammesgesellschaften gibt es den nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Der Generationenkonflikt ist ein patriarchaler&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Gemeinschaft&amp;rft.subject=Kinder&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2007-07-25&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/gemeinschaft/der-generationenkonflikt-ist-ein-patriarchaler/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/gemeinschaft/der-generationenkonflikt-ist-ein-patriarchaler/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p style="text-align: left">Hier ist die Fortsetzung vom letzten Comic-Strip (<a title="Geben und Nehmen - eine Tugend??" href="http://rette-sich-wer-kann.com/patriarchat/geben-und-nehmen-prinzip-eine-tugend/">Geben und Nehmen</a>), die ich euch nicht vorenthalten will.</p>
<p><a rel="nofollow" class="snap_nopreview" href="http://vonier.us/matriblog/img/elders_comic.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" title="Der Generationenkonflikt ist ein patriarchaler"><img style="cursor: pointer; width: 296px" src="http://vonier.us/matriblog/img/elders_comic.jpg" border="0" alt="" /></a></p>
<p>Comics, Witze, Sprüche, Zitate und dergleichen offenbaren eine Menge über eine Gesellschaft. Auch wenn es in Deutschland nicht diese verbreitete Comic-Kultur gibt wie hier in den Staaten (jeden Tag eine ganze Zeitungsseite, sonntags drei); durch die Medien werden in anderer Form die gleichen Botschaften transportiert.</p>
<p>Wie ein Mädchen zu sein hat? <span id="more-100"></span>Das ist ausführlich von mir auf der Webseite &#8220;<a rel="nofollow" href="http://maedchenseite.com/" target="_blank">Wie Mädchen gemacht gemacht werden</a>&#8221; dargestellt. Für Jungen gilt Entsprechendes, da kenne ich aber keine Website.</p>
<p>Dadurch, dass der Comic eine andere Wendung nimmt als erwartet, wirkt er lustig und veranlasst zum Schmunzeln. Die Botschaft wird unbewusst absorbiert.</p>
<p>Gracie ist eine gewitzte Comic-Figur. Sie ist ein aufmüpfiges Mädchen wie bei uns Pippi Langstrumpf.<br />
Die ältere Dame, Gracies Tante Carmen, ist noch vom alten Schlag und Gracie rollt genervt mit den Augen.  Richard hat unlängst in einem Kommentar zu &#8220;<a href="http://rette-sich-wer-kann.com/architektur-wohnen/gemeinsam-statt-einsam/">Gemeinsam statt einsam</a>&#8221; darauf hingewiesen, dass das Zusammenleben der Generationen eine Katastrophe sein kann. Gracie ist die Antithese zur traditionellen älteren Generation. Sie ist den autoritären Alten überlegen.</p>
<p>Die Comic-Figur wächst übrigens &#8211; wie Pippi &#8211; ohne Mutter auf (mit einem Teenager-Bruder, dem Vater und eben der Haushalt führenden Tante). Ist das bezeichnend? Sind vielleicht patriarchale Mütter bzw. Bezugspersonen, die die Gracies und Pippis <span style="font-style: italic">verhindern</span>, die Katastrophe, und weniger die ältere Generation?</p>
<p>In unserem Gesellschaftssystem werden Kinder mit Angstmacherei zum Gehorsam gedrillt. Widerstand in Form von Augenrollen lassen wir nur in Ausnahmen durchgehen. Die Regel darf das nicht werden.</p>
<p>In der intakten Stammesgesellschaft kann der Älteste kein Ältester sein, wenn es keine Gemeinschaft gibt, die ihn (oder sie) dazu macht. Die Jugendlichen können sich nicht sicher fühlen, wenn kein Ältester da ist, dessen schweigende Gegenwart ihnen Mut macht, das Leben zu bestehen.</p>
<p>Schon beim Empfang von Kindern zeigt sich die große Fürsorglichkeit der indigenen Gemeinschaft:<br />
&#8220;Damit durch das Verhalten der Gemeinschaft die Entfaltung ihrer Individuen gefördert wird, machen die Stammesvölker aus jeder Geburt ein Dorfereignis. Das Neugeborene wird von allen gemeinsam willkommen geheißen. Ich erinnere mich noch lebhaft an das letzte Geburtsritual, dem ich in meinem Dorf beiwohnte,&#8221; schreibt der afrikanische Philosoph <a rel="nofollow" class="snap_nopreview" href="http://www.amazon.de/gp/product/389631419X?ie=UTF8&amp;tag=bloghv-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389631419X">Malidoma Somé</a>. &#8220;Eine Älteste fragte das Ungeborene, ob es sich an die Worte erinnerte, die vor langer Zeit, als es zuerst in den Mutterleib eintrat, gesprochen wurden. Diese Verse sollten es an sein Lebensziel erinnern. [...]<br />
Als es dann soweit war, hörten die Frauen auf zu singen und wandten sich einer anderen Arbeit zu. Mittlerweile waren Kinder in der Nähe zusammengelaufen und warteten auf den großen Augenblick. Der war gekommen als das Neugeborene schrie. Im gleichen Moment gellten laute Schreie aus den Kehlen eines Dutzends Kinder und erstickten wie eine Woge das Gequäke aus dem winzigen Mund des Neugeborenen. Dann wurde es still.<br />
Eine Alte sagte: &#8216;Es ist ein Großvater. Seht doch, wie genau er sich alles anschaut!&#8217; [...]<br />
Ich musste bei mir denken, der Schrei des Neugeborenen habe etwas von einer Frage an sich gehabt. Es war, als hätte der Neuankömmling ein Signal ausgesendet, um zu prüfen, ob er am richtigen Ort angekommen sei.<br />
Kinderstimmen ähneln dem Schrei eines Neugeborenen am meisten, und deshalb bittet man die Kinder in meinem Dorf, zur Bestätigung der Ankunft eines Neugeborenen laut zu schreien. Das gibt der Frage in der Seele des Neugeborenen Antwort. Es ist jetzt bereit, sich mit seiner Gegenwart in dieser Welt abzufinden.<br />
Oft habe ich mich gefragt, was mit dem Neugeborenen geschähe, wenn es keine Antwort erhielte. Können sich Säuglinge jemals von dem ihrer Seele zugefügten Schaden erholen, wenn sie schon bei der Geburt die Botschaft übermittelt bekommen, sie seien ganz allein?</p>
<p style="text-align: center">+++</p>
<p><a rel="nofollow" title="Fortsetzung Generationen konflikt" href="http://rette-sich-wer-kann.com/gemeinschaft/abschied-von-feministischen-denkmodellen/">Die Fortsetzung</a> zeigt,dass Gracies Tante ist mit der Kombination &#8220;Matsch + Mädchen&#8221; gar nicht einverstanden ist. <a href="http://www.feedburner.com/fb/a/emailverifySubmit?feedId=424350&amp;loc=en_US">Abonniere die neuesten Beiträge per Email</a> (Abmelden jederzeit möglich).</p>
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		<title>Wir behandeln unsere Kinder schlecht &#8211; andere Kulturen machen es besser.</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jul 2006 17:38:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
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		<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>

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		<description><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Wir behandeln unsere Kinder schlecht &#8211; andere Kulturen machen es besser.&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Patriarchat&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2006-07-23&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/wir-behandeln-unsere-kinder-schlecht-andere-kulturen-machen-es-besser/&amp;rft.language=English"></span>
Eine Internetnotiz &#8211; ein Tipp für Eltern &#8211; brachte mich auf die Idee, mal zu googeln, was da so für Tipps gegeben werden. Ich habe ein paar ausgesucht (von sehr frequentierten Seiten) und sie den Fakten eines matriarchal lebendem, afrikanischen Stammes gegenübergestellt. &#8220;Wenn Eltern ihr Kind einer anderen Pflegeperson anvertrauen müssen, fühlen sie sich häufig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Wir behandeln unsere Kinder schlecht &#8211; andere Kulturen machen es besser.&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Patriarchat&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2006-07-23&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/wir-behandeln-unsere-kinder-schlecht-andere-kulturen-machen-es-besser/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/allgemein/wir-behandeln-unsere-kinder-schlecht-andere-kulturen-machen-es-besser/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<div id="attachment_4275" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px">
	<img class=" wp-image-4275 " title="Schockierter,  entsetzter Ausdruck: Alarm!!" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2006/07/schockierter-ausdruck.jpg" alt="Schockierter, entsetzter Ausdruck: Alarm!!" width="300" height="224" />
	<p class="wp-caption-text">Schockierter, entsetzter  Ausdruck: Alarm!!</p>
</div>
<p>Eine Internetnotiz &#8211; ein Tipp für Eltern &#8211; brachte mich auf die Idee, mal zu googeln, was da so für Tipps gegeben werden. Ich habe ein paar ausgesucht (von sehr frequentierten Seiten) und sie den Fakten eines matriarchal lebendem, afrikanischen Stammes gegenübergestellt.<span id="more-25"></span></p>
<p>&#8220;Wenn Eltern ihr Kind einer anderen Pflegeperson anvertrauen müssen, fühlen sie sich häufig verlassen, traurig und ängstlich. Laut Ellen Galinsky fühlen wir uns als Beschützer unserer Kinder. Wer uns bei der Betreuung hilft, tritt mit uns &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; in Konkurrenz.&#8221; <a rel="nofollow" href="http://www.pampers.de/de_DE/parenting-articles/die-gewohnung-an-den-babysitter/1452">(Quelle: Tipps für Eltern)</a></p>
<p>&#8220;Im Dorf, wo alle Vater oder Mutter eines jeden Kindes sind, wissen sie, dass sie allen Dorfbewohnern trauen und auf sie zählen können. Wenn viele Menschen Eltern eines Kindes sind, kann das Kind zu jeder und jedem gehen und einfach dasitzen und reden. Alle im Dorfe wissen, was im Leben jedes einzelnen Kindes vor sich geht &#8211; es gibt keine Geheimnisse.&#8221; (aus Somé: &#8220;In unserer Mitte&#8221;)</p>
<p>&#8220;Ist Ihr Kind oft verträumt und unkonzentriert, gleichen Zimmer, Wohnung und Schultasche eher einem Schlachtfeld, startet der Morgen regelmäßig turbulent und chaotisch, werden Hausaufgaben zur stundenlangen Qual und geht vieles trotz bester Absichten immer wieder schief?&#8221; (Quelle: <a rel="nofollow" href="http://www.netdoktor.de/Krankheiten/ADHS/Wissen/ADHS-Aufmerksamkeitsdefizit-Hy-4620.html">Was ist ADHS?</a>)</p>
<h3>Selbstbestimmung anstatt Angst</h3>
<p><span style="color: #000000;"> </span></p>
<p><a rel="nofollow" href="http://photos1.blogger.com/photoInclude/blogger/4042/219/1600/430562_im_telling_you____.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" title="Wir behandeln unsere Kinder schlecht - andere Kulturen machen es besser."><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 88px; height: 119px;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/4042/219/200/430562_im_telling_you____.jpg" border="0" alt="" /></a>&#8220;In unserem Dorf kennen die Kinder ihre Identität und ihr Lebensziel schon vor der Geburt. Während ihres ganzen Lebens stärkt die Gemeinschaft ihre Identität. Dadurch wissen sie, wer sie sind, und verlieren ihre Lebensaufgabe nicht aus den Augen. Unsere Identität und unser Lebensziel sind eng mit einander verbunden und in unserem Namen zusammengefasst.&#8221; (Somé, In unserer Mitte)</p>
<p style="text-align: left;">&#8220;Fast  jeder Erwachsene, der an die eigene Schulzeit zurückdenkt, erinnert sich auch an das Gefühl der Angst und Not vor Klassenarbeiten.&#8221; (Quelle: www.kidnet.de)</p>
<p style="color: #000000;">Angst und Not bei Kindern &#8211; eine Selbstverständlichkeit; niemand schreit &#8220;ALARM&#8221;!</p>
<h3>Schubladendenken: Individualismus wird untergraben</h3>
<p>&#8220;Wie viele Kinder heute heikel sind, zeigt eine dänische Untersuchung. Demnach muss heute jedes dritte Kind im ersten Schuljahr als &#8220;heikel&#8221; definiert werden. Dabei wurde der Begriff &#8220;heikel&#8221; bei der Untersuchung genau festgelegt: Wenn ein Kind nur wenige Lebensmittel akzeptiert, die Liste mit den ungeliebten Lebensmitteln jedoch sehr lang ist, dann ist es heikel. Wenn es dagegen nur einige, wenige Sachen nicht mag, dann ist der Begriff nicht anzuwenden.&#8221; (<a rel="nofollow" href="http://www.chefkoch.de/magazin/artikel/79,0/Chefkoch/Wenn-Suppenkaspar-das-Sagen-hat-Tipps-fuer-Eltern.html">Quelle: Chefkoch.de Magazin: Wenn Suppenkaspar das Sagen hat)</a></p>
<p>Und niemand fragt, warum diese Kinder &#8220;heikel&#8221; sind. Warum lassen Eltern es zu, dass Kinder mit einem stigmatisierenden Etikett versehen werden?</p>
<p>&#8220;Die Gemeinschaft stellt ein sicheres Gefäß dar, in das die einzelnen ihre Gaben einbringen können. Sie ist auch wie ein Markt, wo die einzelnen ihre Gaben anbieten können &#8211; in der Gewissheit, dass sie von Menschen, die sie brauchen und schätzen, entgegengenommen werden &#8211; und gleichzeitig die Gaben und Talente anderer empfangen können.&#8221; (aus Somé, In unserer Mitte)</p>
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		<title>Waldkindergarten</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Apr 2006 15:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Patriarchat unterlaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Waldkindergarten&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Das Patriarchat unterlaufen&amp;rft.subject=Kinder&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2006-04-15&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/gesellschaft-im-wandel/patriarchat-unterlaufen/waldkindergarten/&amp;rft.language=English"></span>
Waldkindergarten in Berlin: &#8220;Der Kindergarten des Wald&#38;Wiesen e.V. ist deutschlandweit der erste Waldkindergarten im Zentrum einer Großstadt.&#8221; Ich stelle ihn hier exemplarisch vor, als ein Konzept, das dem patriarchalen Umgang mit Kindern fremd ist. In den ersten Lebensjahren eines Kindes bringen ihm die Eltern Gehen und Sprechen bei, in den späteren verlangen sie dann, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Waldkindergarten&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Das Patriarchat unterlaufen&amp;rft.subject=Kinder&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2006-04-15&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/gesellschaft-im-wandel/patriarchat-unterlaufen/waldkindergarten/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/allgemein/waldkindergarten/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><a rel="nofollow" href="http://www.wald-und-wiesen.de/">Waldkindergarten in Berlin</a>: &#8220;Der Kindergarten des Wald&amp;Wiesen e.V. ist deutschlandweit der erste Waldkindergarten im Zentrum einer Großstadt.&#8221; Ich stelle ihn hier exemplarisch vor, als ein Konzept, das dem patriarchalen Umgang mit Kindern fremd ist.</p>
<blockquote><p><span class="Stil5"><span style="font-size: 100%;">In den ersten Lebensjahren eines Kindes bringen ihm die Eltern Gehen und Sprechen bei, in den späteren verlangen sie dann, dass es still sitzt und den Mund hält.</span><br />
</span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="font-size: 78%;"><span style="font-size: 85%;">Johann Nepomuk Nestroy, österreichischer Dichter und Schauspieler (1801 &#8211; 1862)</span></span></p>
</blockquote>
<p>Warum Waldkindergarten? Ein paar Zitate:</p>
<ul>
<li> Wir glauben, dass die Ausflüge in den Wald weniger zu einer Entfremdung          der Kinder von der Stadt und dem eigenen Kiez führen als vielmehr          zu ihrer Entlastung von permanenter Reizüberflutung und Unruhe beitragen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wenn man Kinder nicht daran hindert, bewegen sie sich. Sie laufen,          toben, hüpfen, springen, klettern. Das können sie aber nur ausleben,          wenn sie den notwendigen Spielraum haben und der ist in einer Großstadt          meistens begrenzt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wir wollen die besonderen          Potenziale des Waldes nutzen und sie mit allen anderen Herausforderungen,          die der Wald für die sinnliche, körperliche und intellektuelle          Entwicklung der Kinder bietet, in die Nachmittagsbetreuung in der Stadt          mitnehmen. Unser Kindergarten besitzt wenig Spielzeug dafür mehr          Material, Werkzeug und Farben, mit denen die Kinder arbeiten können. Das gibt die Möglichkeit, Impulse          aufzugreifen, Erlebtes in kreativ/künstlerischer Weise weiterzuverarbeiten          und umzusetzen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Grundsätzlich          ist uns wichtig, dass die Kinder mit möglichst wenig vorgefertigten Spielsachen          und eingerichteten Räumen bzw. Beschäftigungsmöglichkeiten konfrontiert          werden. Sie sollen die Gelegenheit haben, ihre eigenen Fähigkeiten und          Fertigkeiten zu entwickeln, indem sie Räume, Material, Gegenstände etc.          ihren Vorstellungen entsprechend benutzen können. In der Natur und in          der Werkstatt erfahren die Kinder die Anregungen, auf die sich ihr Forschergeist          und ihre Neugier richten können.</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><img src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/02/kinderaufliegendenbaum.jpg" alt="Waldkindergarten" /></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 85%; color: #999999;">Photo: <a rel="nofollow" title="Archivfoto" href="http://www.waldkindergarten-emmendingen.de">Waldkindergarten Emmendingen</a></span></p>
<p>Dieses Konzept, den Kindern der Gemeinschaft freien Lauf zu lassen, wird in matriarchalen Gesellschaften AUSSCHLIESSLICH gelebt. Es ist ein wichtiges Element des sozialen Zusammenlebens, das Gewalt, Machtstreben oder Eifersucht verhindert.</p>
<p>Siehe auch: <a rel="nofollow" href="http://matriarchat.info/zusammenleben/eifersucht.html">Eifersucht &#8211; ein patriarchales Problem</a><br />
Hier gibt es <a rel="nofollow" href="http://www.es-info.de/waldkindergarten/db-start.htm">die Datenbank aller deutschen Wald-Kindergärten</a>.</p>
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