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	<title>Rette sich, wer kann! &#187; Netzwerk</title>
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	<description>Gesellschaft im Wandel: Vom Patriarchat zu Web 2.0</description>
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		<title>Aktiv versus passiv &#8211; Wann bin ich Teil einer Web-Community?</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 18:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Feedback]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserem "richtigen Leben" sind wir nicht an Gemeinschaft gewöhnt. D.h. wir halten uns nicht für Beziehungen offen, für Begegnungen, wenn "die Zeit reif" ist. Wir gehen linear durchs Leben, hinterlassen möglichst keine losen Enden, und handeln nicht netzwerkartig. Mit dem Internet, speziell dem Web 2.0 hat sich das geändert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Aktiv versus passiv &#8211; Wann bin ich Teil einer Web-Community?&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Gemeinschaft&amp;rft.subject=Web 2.0&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2009-04-29&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/gemeinschaft/aktiv-versus-passiv-wann-bin-ich-teil-einer-web-community/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=3057"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Thorsten Zoerner hat sich in seinem Beitrag <a rel="nofollow" href="http://www.cyber-junk.de/nachgedacht/communities-sind-tod-es-leben-communities-meine-bindungsangste/">Communities sind tot &#8211; Es leben Communities / Meine Bindungsängste</a> Gedanken gemacht, die uns alle betreffen.</p>
<p>Er schreibt über die Zugehörigkeit zu Communities (Facebook, Xing, LinkedIn usw.) und die vielen Karteileichen in den Gruppen, die seinerzeit gebildet, aber nicht weiter geführt wurden.</p>
<p>Das findest du überall, auch bei Foren, Blogs oder Websites. Jemand hat eine Idee, beginnt einen Prozess und der schläft dann ein.</p>
<p>Thorsten vergleicht das in seinem Beitrag mit Vereinen. In Vereinen gibt es Karteileichen:</p>
<blockquote><p>Alle oben aufgeführten Systeme haben aber genau darin eine Schwäche und sorgen damit in ihren Gruppen/Communities für  Karteileichen, die zwar für schöne Zahlen sorgen, mit denen man Budget bekommt &#8211; nicht aber auf Nutzen schließen lassen.</p></blockquote>
<p>Und hier ist mein Einwand dazu:</p>
<blockquote><p>Warum ist das eine Schwäche? Warum muss alles immer und sofort einen Nutzen haben? Manchmal entsteht eine Beziehung mit einer &#8220;Karteileiche&#8221;, weil die mal irgendwann in der Vergangenheit einen Kommentar geschrieben hat, auf dessen Thema ich mich &#8211; weil die Zeit für mich reif ist &#8211; nun beziehe.</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8216;Karteileiche&#8217; ist ein Ausdruck aus einer Zeit und Realität, als man mit Papierbergen zu kämpfen hatte. Im Internet ist Platz <img src='http://rette-sich-wer-kann.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p>Darauf Thorsten:</p>
<blockquote><p>Im Internet ist wirklich genug Platz für Karteileichen. Und das Internet vergisst auch nicht. Jedoch sieht man gerade dann, wenn man versucht eine Gruppe zu einer Aktion zu animieren, dass man immer weniger Feedback bekommt. Damit wird es schwer abzuschätzen ob noch Interesse besteht.</p></blockquote>
<p>Ich meine, dass das vielleicht nicht an der Gruppe oder den Leuten liegt, sondern am Ansatz, <span style="font-style: italic;">andere animieren </span>zu wollen. Wenn du etwas Tolles zu <span style="font-weight: bold; font-style: italic;">bieten </span>hast, machen die Leute mit. Beispiel: Twitter. Und tausende andere Start-ups, die von communities angenommen werden.</p>
<p>Ich hatte gerade heute zwei Begegnungen, die das verdeutlichen. Eine wollte ihren Facebook-Account löschen, weil sie wenig damit macht. Das entspricht Thorstens Ausage &#8220;Damit wird es schwer abzuschätzen ob noch Interesse besteht.&#8221;</p>
<p>In unserem &#8220;richtigen Leben&#8221; sind wir nicht an Gemeinschaft gewöhnt. D.h. wir halten uns nicht für Beziehungen <span style="font-weight: bold; font-style: italic;">offen</span>, für Begegnungen, wenn &#8220;die Zeit reif&#8221; ist. Wir gehen <span style="font-style: italic;">linear </span>durchs Leben, hinterlassen möglichst keine losen Enden, und handeln nicht netzwerkartig.</p>
<p>Mit dem Internet, speziell dem Web 2.0 hat sich das geändert. Ich habe -zig solcher losen Enden im Web, sprich passive Accounts.</p>
<p>Die zweite Begegnung heute hat mir das klar gemacht. Sie emailte nach langer Kommunikationspause: &#8220;Ich habe ein wenig bei Dir gesurft und bewundere Deine Präsenz im Web 2.0! Wenn ich nur soviel Zeit zum Schreiben hätte!&#8221;</p>
<p>Das ist nicht allein Zeit, sondern eine Sache der Priorität. Ich kommentiere lieber bei Thorsten, weil das Thema (ausgelöst durch ein <a rel="nofollow" href="http://twitter.com/hvonier/statuses/1649657852"><span style="font-style: italic;">tweet</span></a>) zwischen ihm und mir <span style="font-style: italic; font-weight: bold;">jetzt </span>aktuell und lebendig ist, als dass ich mir auf einer Grillparty die Stories von der letzten Reise oder über den Chef anhöre. Damit habe <span style="font-style: italic;">ich </span>ja nichts zu tun.</p>
<p>Das Web 2.0 ist ein Ort der Fülle, eigentlich Überfülle. Das sind wir nicht gewöhnt, weil wir in einer <span style="font-style: italic;">Mangelgesellschaft</span> leben.</p>
<p>Diese Fülle zwingt zum Loslassen und Seinlassen. Hier und jetzt spielt die Musik. Hier und jetzt mache ich mit. Hier und jetzt gefällt mir Twitter etc.</p>
<p>Was morgen ist? Keine Ahnung. Wo ich mich gestern angemeldet habe? Noch weniger Ahnung.</p>
<p>Ich habe gelernt &#8220;If the news is important, it will find me&#8221; &#8211; das Gleiche gilt für Dienste, Tools und natürlich Menschen. Wenn ich keine &#8220;losen Enden&#8221; hinterlasse und so viele Spuren wie möglich, dann mache ich es Leuten enorm schwer mich zu finden, besonders, wenn sie mich noch nicht kennen.</p>
<p>Es ist um so vieles einfacher, dem Energie-Fluss im Internet zu folgen, als außerhalb in der schwerfälligen Materie. Internet-Dating hat nicht umsonst so großen Erfolg.</p>
<p>Ein Internet-Bekannter hat kürzlich sein ganzes Blog vom Netz genommen, das er jahrelang führte und energetisch aufgeladen hatte. Aber er sucht immer noch eine Frau&#8230;</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p>Und wegen &#8220;keiner Zeit&#8221; zum socializen, bloggen usw.: Ich habe diesen Text als Kommentar auf Thorstens Blog gleich so geschrieben, dass ich ihn hier veröffentlichen kann <img src='http://rette-sich-wer-kann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  D.h. ich habe was zum Publizieren, Thorsten bekommt einen Link und ihr habt was zum Lesen (und Nachdenken) = win-win = re-purpose = Web 2.0</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p>Was erwartest du von Gruppen, in denen du dich anmeldest? Thorsten meint, sie sollten uns ein &#8220;Wir&#8221;-Gefühl vermitteln, und dass das die Communities nicht machten, die nur aus Passivität bestehen. Was meinst du?</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Wenn ich hier eine Registriermöglichkeit anbieten würde, um Kommentieren oder sogar bestimmte Beiträge lesen zu können, würdest du da mitmachen als Teil dieser Blog-Community?</span> <span style="color: #888888;"><em>Diese Frage war als Zusatz zu der vorigen und nur hypothetisch gemeint. Nicht wichtig.</em></span></p>
<div id="wherego_related"> </div><!-- PHP 5.x -->]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 16:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft im Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Sideblog]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenleben]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
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		<description><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Gesellschaft im Wandel&amp;rft.subject=Sideblog&amp;rft.subject=Zusammenleben&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2009-04-05&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/gesellschaft-im-wandel/in-was-fuer-einer-digitalen-gesellschaft-wollen-wir-leben/&amp;rft.language=English"></span>
Ein interessantes Phänomen haben Forscher an der Michigan State University beobachtet. Sie fanden heraus, dass die Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook sich sehr positiv auf das Wohlbefinden auswirken kann. Studenten, die mit ihrem Leben unzufrieden waren oder die unter mangelndem Selbstbewusstsein litten, zugleich aber intensiv Sites wie Facebook nutzten, konnten eine Art von sozialer Energiereserve [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Gesellschaft im Wandel&amp;rft.subject=Sideblog&amp;rft.subject=Zusammenleben&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2009-04-05&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/gesellschaft-im-wandel/in-was-fuer-einer-digitalen-gesellschaft-wollen-wir-leben/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=2877"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Ein interessantes Phänomen haben Forscher an der Michigan State University beobachtet. Sie fanden heraus, dass die Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook sich sehr positiv auf das Wohlbefinden auswirken kann.<span id="more-2877"></span></p>
<p>Studenten, die mit ihrem Leben unzufrieden waren oder die unter mangelndem Selbstbewusstsein litten, zugleich aber intensiv Sites wie Facebook nutzten, konnten eine Art von sozialer Energiereserve aufbauen. Sie hat mit einer Form menschlicher Beziehungen zu tun, die Soziologen als “schwache Bindung” bezeichnen.</p>
<p>Schwache Bindungen hat ein Mensch beispielsweise zu Mitschülern oder Partybekanntschaften. Sie sind sehr wichtig, weil sie einen mit neuen Perspektiven und Möglichkeiten versorgen können, die man von engen Freunden oder Familienmitgliedern nicht mehr erhalten würde – weil man sich schon zu gut kennt.</p>
<p><em>Ausschnitt aus einem sehr interessanten Beitrag <a rel="nofollow" href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=7020#">bei Glaserei</a></em></p>
<div id="wherego_related"> </div><!-- PHP 5.x -->]]></content:encoded>
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		<title>Wenn du dir keine Therapie leisten kannst: Twitter</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/web20/wenn-du-dir-keine-therapie-leisten-kannst-twitter/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2009 14:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
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		<description><![CDATA[Twitter kann vieles sein, und alles, was du damit machen willst. So oder ähnlich lauten regelmäßig die Eingangssätze zu einem Twitter-Artikel für Anfänger.
Wie tiefgreifend dieses Tool ist, bemerke ich erst durch den Umgang damit: Es wirkt therapeutisch, wirft dir dein Spiegelbild zurück.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Wenn du dir keine Therapie leisten kannst: Twitter&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Web 2.0&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2009-03-07&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/web20/wenn-du-dir-keine-therapie-leisten-kannst-twitter/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=2297"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4326" title="Cyber Cafe" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2009/03/cyber-cafe.jpg" alt="Twitter" width="500" height="333" /></p>
<p>Twitter kann vieles sein, und alles, was du damit machen willst. So oder ähnlich lauten regelmäßig die Eingangssätze zu einem Twitter-Artikel für Anfänger.<br />
Wie tiefgreifend dieses Tool ist, bemerke ich erst durch den Umgang damit: Es wirkt therapeutisch, wirft dir dein Spiegelbild zurück.</p>
<p>Es fängt schon damit an, dass Menschen Twitter nicht verstehen, wenn sie erstmals davon hören. Vergleichbar mit Erklärungen über ein gutes Selbsterfahrungs-Seminar, das Ergebnisse bringt; die werden ebenfalls durch Beschreiben nicht verstanden, weil man erfahren muss, um zu wissen.</p>
<p>Deshalb reduzieren Twitter-&#8221;Experten&#8221; ihre Beschreibung von Twitter mehr und mehr auf: &#8220;Fang an, und twittere einfach, dann siehst du, worum es geht und was es ist.&#8221;</p>
<p>An dieser Stelle dürfen Nicht-Twitterer mit Lesen aufhören. Das Risiko, dass sie nur &#8220;Bahnhof&#8221; verstehen, ist groß.</p>
<h3>Twitter ist Konversation. Leben ist Konversation.</h3>
<p>Man kann sich natürlich bei Twitter anmelden, loslegen und sich keinen Kopf machen. Aber die meisten Twitterer, die ich kenne, wollen &#8220;gut&#8221; twittern, es richtig machen, etwas davon haben.</p>
<p>Was ist eine gute Konversation? Eine, die den Gesprächspartnern &#8220;etwas gibt&#8221;. Etwas? Einen Wert. <em>Give value</em>, heißt es auf Englisch.</p>
<p>Hier wird&#8217;s schwierig. Welchen <em>Wert </em>soll ich denn geben? Ich kann doch nur 140 Buchstaben eintippen, ein Bild oder Video oder Musik verlinken. Woher weiß ich, welchen <em>Wert </em>das hat? Wenn du bisher hierher gekommen bist, befindest du dich bereits mitten im Selbsterfahrungsprozess.</p>
<p>Wo in deinem Leben sonst, musst du dich denn überhaupt fragen, was du an Wert zu bieten hast? Alles Materielle, wie Geld oder Muskelkraft, oder angelernte Fähigkeiten wie Kochen oder Autofahren nutzen dir hier nichts.</p>
<p>Wert bieten für Leute, die du gar nicht kennst. Zu welchem Thema? In welcher Menge? Was ist der Maßstab? Da stehst du ganz schön im Nebel.</p>
<p>Wenn du keine oder nur eine Handvoll Verfolger (&#8220;followers&#8221;), also Leser/innen,  auf deinem Twitter-Konto hast, dann bist du entweder neu, oder hast aufgegeben oder bietest anderen keinen Wert. Alle drei Möglichkeiten fühlen sich mehr oder weniger unangenehm an, denn Menschen wollen nicht &#8220;neu&#8221; in einer Gruppe sein, sondern schnellstmöglichst dazugehören. Das Eingeständnis, aufgegeben zu haben, macht auch keinen Spaß. Besonders wo es so viele Twitter-Begeisterte gibt. Und in der Gesellschaft keinen Wert zu haben, den man geben kann, ist ein Gedanke den man am besten schnell wieder vergisst.</p>
<p>Es sei denn, du willst diese kostenlose Therapie durchlaufen. Dann bleibt dir nichts übrig, als all deine Kreativität anzuzapfen und aus dir selbst heraus die individuellen Werte zu schaffen, die andere Menschen veranlassen, deine  Mini-Mitteilungen (<em>Tweets</em>) zu lesen und weiter zu leiten (<em>retweet</em>). Das ist wahre Wertschöpfung!</p>
<p>Wenn du dir sonst nichts rausholst, als deine Empathie zu schulen, dann ist doch schon viel gewonnen. Wahrscheinlich landest du aber in einem Transformationsprozess, der dich &#8220;high&#8221; macht.</p>
<h3>Twitter ist Balance</h3>
<p>Wenn es so etwas wie Twitter-Nettiquette gibt, dann gehört dazu, eine Balance zu halten zwischen <strong>Monolog</strong>, <strong>Dialog</strong>, <strong>Fragen,</strong> <strong>Antworten</strong> und <strong>Retweets</strong>. (Wie im richtigen Gesprächsleben.) Wobei diese fünf Elemente bunt ausgeschmückt und kombiniert werden können. Das Schmuckwerk kann bei Twitter ein Link, ein Bild oder ein Video sein.</p>
<h4>Monolog</h4>
<p>Hier gibst du eine Antwort auf die Original-Twitterfrage &#8220;Was tust du gerade?&#8221; (What are you doing?)  oder machst eine andere Aussage, ein Statement. Diese Frage wird oft missverstanden, deutlicher formuliert heißt sie: &#8220;Worauf richtest du gerade deine Aufmerksamkeit?&#8221;</p>
<p><em>Zum Beipiel</em>:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>Ich lese gerade Goethes Faust nochmal und finde ganz neue Stellen.</li>
<li>Mir ist ein fesselndes Buch in die Finger gekommen: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück &#8211; http://link zu amazon.de</li>
<li>Bin gerade in München auf dem Oktoberfest eingetroffen und versuche meine Verabredung zu finden &#8211; Foto von der Achterbahn</li>
<li>Neu auf meinem Blog: Titel &#8211; http://Link</li>
</ul>
</blockquote>
<h4>Dialog</h4>
<p>Du antwortest unaufgefordert auf ein Tweet. Dafür beginnst du deine Nachricht mit @username.</p>
<p><em>Zum Beipiel</em>:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>@schmalhans So ein Zufall, bin auch auf der Wies&#8217;n, wo genau bist du denn?</li>
<li>@anette51 Zu dem Buch &#8220;Auf der Suche&#8230;&#8221; gibt es auch ein Forum, wo man sich austauschen kann &#8211; http://Link</li>
</ul>
</blockquote>
<h4>Fragen</h4>
<p>Man kann seine Verfolger alles fragen, worauf man eine Antwort sucht.</p>
<p><em>Zum Beipiel</em>:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>Versuche gerade eine Signatur bei Googlemail einzubauen. Geht das überhaupt? Help?</li>
<li>Suche Betatester für ein WordPress-Plugin. Wer hat Zeit und Lust?</li>
<li>Fährt jemand am WE von Stuttgart nach Essen und kann mich mitnehmen?</li>
</ul>
</blockquote>
<h4>Antworten</h4>
<p>Wenn du eine Antwort weißt, gibst du sie, indem du wieder mit @username beginnst.</p>
<p><em>Zum Beipiel</em>:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>@skippy Für Signaturen bei Gmail gibt es ein Firefox Addon  http://Link</li>
<li>@edelrose Fahre aber erst am Sonntag morgen los. Wo genau in Stuttgart wohnst du denn? Ich bin hier http://Link zu Googlemaps</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Das zweite Antwort-Beispiel schickt man besser als &#8220;Direct Message&#8221; (private Nachricht), weil es für die anderen Follower, die ja mitlesen, keinen Wert enthält.</p>
<p>Womit wir beim fünften Element wären, mit dem du dich als besonders <em>wert</em>voll erweisen und andere bestens unterstützen kannst:</p>
<h4>Retweets</h4>
<p>Das sind Weiterleitungen (Forward), wie du sie vom Emailen kennst. Du kopierst den Inhalt eines <em>tweets</em>, den du für verbreitens<em>wert</em> hälst und gibst Credit an die Person, bei der du ihn gelesen hast. Die Form ist so:</p>
<p>Originaltweet vom User edelrose:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>Uni München stellt kostenlos Podcasts und Videos von Vorlesungen auf iTunes zur Verfügung http://Link</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Retweet (RT):</p>
<blockquote>
<ul>
<li>RT @edelrose Uni München stellt kostenlos Podcasts und Videos von Vorlesungen auf iTunes zur Verfügung http://Link</li>
</ul>
<p>oder</p>
<ul>
<li>Uni München stellt kostenlos Podcasts und Videos von Vorlesungen auf iTunes zur Verfügung http://Link (via @edelrose)</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Diese fünf Grundzutaten beim Twittern einzusetzen, machen die gute Mischung aus.  Aber bitte kein starres Schema daraus machen!</p>
<p>Obige Tweet-Beispiele sind alle ziemlich langweilig, weil ich sie für diesen Artikel erfunden habe. Echte Tweets sind originell, witzig und nicht steif. Abgucken bei anderen funktioniert nicht, inspirieren lassen allerdings schon. Du <strong>musst</strong> deinen eigenen Stil finden, sonst kommst du mit den 140 Zeichen nicht aus. Allein das ist bereits eine schöne Übung, damit wir uns klar machen, was wir eigentlich mitteilen wollen. Schwafeln geht nicht <img src='http://rette-sich-wer-kann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Mit zunehmender Erfahrung und bewusstem Hinschauen, wirst du deinen individuellen Stil entwickeln und deine Sprachgewandtheit verbessern. Denn es ist nicht einfach &#8211; gerade im Deutschen nicht &#8211; einen Gedanken mit nur 140 Zeichen verständlich zu formulieren.</p>
<h3>Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl</h3>
<p>Das Ziel dieser &#8220;Therapie&#8221;? Du wirst ein Gefühl für Gemeinschaft und Zugehörigkeit bekommen, wie du es in der Familie, Verwandtschaft oder im Bekanntenkreis vielleicht nie erlebt hast, oder viel zu selten. Und es ist nicht mit <em>Vertrautsein durch Gewohnheit</em> zu verwechseln.</p>
<p>Dieses Ich-bin-ein-Teil-des-Ganzen-Gefühls kann deshalb leicht und recht schnell mit dem simplen Twitter-Tool erreicht werden, weil sich Leute zusammenfinden, bei denen die &#8220;Chemie stimmt&#8221;. Andere Gemeinsamkeiten sind nicht nötig. Wenn es sich gut anfühlt, dann ist der Spaßfaktor höher als der Informations- oder &#8220;Nutzen&#8221;faktor.</p>
<p>Damit du nicht ganz im Nebel stehst, gibt es zur Orientierung eine Netzwerkvisualisierung namens <a rel="nofollow" href="http://blog.metaroll.de/2008/12/23/netzwerkvisualisierung-mit-twitterfriends/">TwitterFriends</a>, die Daten und Grafiken über die relevanten <em>Followers </em>und <em>Followees </em>deines Twitter-Kontaktnetzes darstellen kann. Es werden die Häufigkeiten von Antworten (replies) oder Tweets mit einem Link angezeigt, das Verhältnis zueinander und wer mit wem in deinem Netzwerk <em>Konversationen </em>führt, also <strong>Beziehungen pflegt</strong>, und wer nicht.</p>
<p>Wie sind eure Twitter-Erfahrungen? Soll ich noch mehr darüber schreiben, Fragen?</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p>Twitter &#8211; How it works:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="446" height="326" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talks/embed/EvanWilliams_2009-embed_high.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/EvanWilliams-2009.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=473" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="446" height="326" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" flashvars="vu=http://video.ted.com/talks/embed/EvanWilliams_2009-embed_high.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/EvanWilliams-2009.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=473" bgcolor="#ffffff" wmode="transparent" allowfullscreen="true" data="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf"></embed></object></p>
<p><small> Foto <a rel="nofollow" title="larskflem" href="http://www.flickr.com/photos/70321513@N00/95757299/" target="_blank">larskflem</a></small></p>
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		<title>Web 2.0 und Unique Content</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 23:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Wert]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rette-sich-wer-kann.com/?p=2106</guid>
		<description><![CDATA[Erläuterung zum Web 2.0: es ist nicht  Technologie, sondern Technologie getragen von einer bestimmten Geisteshaltung für Offenheit und Freiheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Web 2.0 und Unique Content&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Web 2.0&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2009-01-10&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/web20/web-20-und-unique-content/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=2106"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><em>Ich lese immer wieder deutsche Artikel über das Web 2.0, denen ich nicht zustimmen kann. Manchmal schreibe ich einen Kommentar.<br />
Bearbeiteter Kommentar zu einem Web 2.0-Artikel bei <a rel="nofollow" href="http://www.hirner.at/archives/7822">Helmut</a>:</em></p>
<p>Helmut, du ordnest hier Merkmale dem Web 2.0 zu, die m.E. keine speziellen Web. 2.0 Merkmale sind. Die Unterschiede zwischen Web 2 und Web1/normales Internet liegen im soziokulturellen Bereich und der dazugehörigen <strong>Geisteshaltung</strong>.</p>
<p>Die Technik ist nur das Vehikel, um diese soziale Einstellung oder Haltung anderen Menschen gegenüber umzusetzen.</p>
<p>Ich habe jahrelang nicht-patriarchale Völker studiert, die keine Herrschaft kennen und in der Tat friedlich und respektvoll miteinander leben. Kein Zwang, keine Gewalt, keine Polizei, kein Gefängnis.</p>
<p>Genau die zugrunde liegenden <strong>sozio-psychischen Muster</strong> der matriarchalen Stammesgesellschaften, die so eine Lebensweise erst ermöglichen, habe ich im Web 2 wieder erkannt.</p>
<p>Ich war sehr verblüfft und habe nach und nach eine Vergleichs-Tabelle erstellt, siehe <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/matriarchat-patriarchat-web20/">Vergleichs-Tabelle: Matriarchat, Patriarchat, Web2.0</a>.</p>
<p>Und ich lade alle ein, sich mal Zeit zu nehmen und sie genauer anzuschauen.</p>
<p>Da ich in den USA lebe, wo Web 2.0 und alle anderen internetbezogenen Erfindungen herkommen, tue ich mich vielleicht etwas leichter, den sozialen Aspekt wahrzunehmen, weil er sich hier auch im Alltag zeigt: In der Art der Kommunikation, Integration von Neuankömmlingen, dem schnellen Bilden von <em>communities </em>(Interessengemeinschaften) und den allgegenwärtigen Freiwilligen-Netzwerken im sozialen Bereich. Allein durch Verstehen erfasst man das Phänomen Web 2.0 nicht. Man muss es erfahren.</p>
<p>Es ist nicht nötig dafür in die USA auszuwandern, es lässt sich von überall auf der Welt im Internet erleben.</p>
<h3>Unique Content &#8211; Einzigartige Inhalte</h3>
<p>&#8216;unique content&#8217; ist der einzigartige <em>content</em>, den ich geschaffen habe (z.B. mit den Inhalten meines Blogs), weil ich als menschliches Wesen einzigartig bin (biologisch und geistig).</p>
<p>Bzw. es ist der <em>content </em>einer &#8216;user community&#8217;, wo die <em>community </em>aus einzigartigen Individuen besteht und deren nochmals einzigartiger Zusammensetzung. Genau dieser Aspekt der absoluten <strong>Vielfalt </strong>gehört zu Web 2.0.</p>
<p><img class="alignleft" title="Creative Commons Siegel" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2009/01/cc-seal.png" alt="" width="127" height="127" />Was mit dem <em>content </em>geschieht (stehlen, unberechtigtes vervielfältigen oder verändern usw.), muss nichts mit Web 2.0 zu tun haben.</p>
<p>Auf meinem Blog stehen die Inhalte unter einer Creative Commons Lizenz: CC-BY-SA (siehe ganz unten).</p>
<p>Das heißt:</p>
<ul>
<li><strong>CC </strong>steht für Creative Commons (&#8216;schöpferisches Allgemeingut&#8217;, <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allmende">Allmende</a>), die Texte übergebe ich damit der Gemeinschaft zur Weiterverwendung, z.B. Veröffentlichung auf deinem Blog</li>
<li><strong>BY </strong>- Bedingung ist, mein Name muss genannt werden; meistens wird einfach ein Link zum Original gesetzt</li>
<li><strong>SA </strong>- &#8216;Share Alike&#8217; &#8211; Weitergabe unter gleichen Bedingungen</li>
</ul>
<p>(<a rel="nofollow" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/us/deed.de">kurze Beschreibung auf deutsch</a>)</p>
<p>Ich denke,</p>
<ul>
<li>wer sich nicht an die Bedingungen hält, hat das Web 2.0 nicht verstanden oder mit dessen Werten nichts am Hut.</li>
<li>Wer freie Inhalte weiter gibt, oder sie sogar mit eigenen Ideen anreichert, handelt im Sinne einer freien Gesellschaft.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Netzwerk ist die Plattform &#8211; Web 2 und matriarchales Prinzip</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/thema/was-ist-web-20/</link>
		<comments>http://rette-sich-wer-kann.com/thema/was-ist-web-20/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 20:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Matriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Tim O'Reilly]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wert]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rette-sich-wer-kann.com/?p=1070</guid>
		<description><![CDATA[Im Video definiert Tim O'Reilly das Web 2.0 in 59 Sekunden: Das Netzwerk ist die Plattform.
Dieser Satz ist die Kernaussage einer sozialen, egalitären Gesellschaftsform. Ich erläutere im Text das Ganze etwas genauer und stelle es matriarchalen Prinzipien gegenüber.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Das Netzwerk ist die Plattform &#8211; Web 2 und matriarchales Prinzip&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2009-01-07&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/thema/was-ist-web-20/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=1070"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/QwjAzq5q9Lc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/QwjAzq5q9Lc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h4>Das Netzwerk ist die Plattform.</h4>
<p>Dieser Satz ist die Kernaussage einer sozialen, egalitären Gesellschaftsform.</p>
<p>Vergleichen wir dies mit matriarchalen Stammesgesellschaften. Die Gemeinschaft ist dort das Netzwerk. Das kann die Gemeinschaft eines indianischen oder balinesischen Langhauses sein, in dem 3 bis 4 Generationen einer Großfamilie leben.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1089" style="border: 1px solid black;" title="Langhaus in Borneo" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/10/longhouse-single.jpg" alt="" width="308" height="192" />Es kann das Netzwerk &#8220;Dorf&#8221; oder &#8220;Sippe&#8221; oder &#8220;Stamm&#8221; oder der Verbund mehrerer Stämme (Nation) sein. Das gesamte Alltagsleben spielt sich auf der Plattform Netzwerk ab. Wobei die Benutzer/innen <em>Wert </em>beisteuern.</p>
<p>Darin liegt die Parallele zum Web 2.0.</p>
<p>Wert kann auch Geld bedeuten, muss aber nicht. Wie im Artikel über die <a title="Magisches Eigentum" href="http://rette-sich-wer-kann.com/oekonomie-geld/magisches-eigentum-tauschen/">Tauschsysteme von Eingeborenen</a> beschrieben, wird <em>magisches Eigentum</em> angestrebt. Der energetische Wert wird stetig gesteigert, so dass die Einzelnen gesättigt werden können. Es kommt auf den &#8216;Geist der gegebenen Sache&#8217; an. Das gilt für die Ureinwohner-Netzwerke ebenso wie für die Netzwerke des Web 2.0.</p>
<p>Hier eine kleine Liste:</p>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td align="right"><strong>Web 1.0</strong></td>
<td align="center"></td>
<td align="left"><strong> Web 2.0</strong></td>
</tr>
<tr>
<td align="right">DoubleClick</td>
<td align="center">–&gt;</td>
<td align="left">Google AdSense</td>
</tr>
<tr>
<td align="right">mp3.com</td>
<td align="center">–&gt;</td>
<td align="left">Napster</td>
</tr>
<tr>
<td align="right">Britannica Online</td>
<td align="center">–&gt;</td>
<td align="left">Wikipedia</td>
</tr>
<tr>
<td align="right">Persönliche Webseiten</td>
<td align="center">–&gt;</td>
<td align="left">Blogs</td>
</tr>
<tr>
<td align="right">Spekulation mit Domain Namen</td>
<td align="center">–&gt;</td>
<td align="left">Suchmaschinen-Optimierung</td>
</tr>
<tr>
<td align="right">Veröffentlichung</td>
<td align="center">–&gt;</td>
<td align="left">Beteiligung</td>
</tr>
<tr>
<td align="right">Content Management Systeme</td>
<td align="center">–&gt;</td>
<td align="left">Wikis</td>
</tr>
<tr>
<td align="right">Taxonomie (Verzeichnisse)</td>
<td align="center">–&gt;</td>
<td align="left">“Folksonomy” (Tagging)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right">Feststehend (”stickiness”)</td>
<td align="center">–&gt;</td>
<td align="left">Zusammenwachsen (”syndication”)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Die Geisteshaltung bestimmt den Wert</h3>
<p>In einer Missbrauchsgesellschaft wie dem Patriarchat werden zuerst mal Forderungen gestellt. Wir nehmen, was wir kriegen können und sind uns gar nicht darüber bewusst, was wir geben <em>könnten</em>, was tatsächlich einen <em>Wert für andere</em> darstellt.</p>
<p>Web 1.0 / Patriarchat ist, jemandem unaufgefordert eine Email zu senden zu einem Thema, das der <strong><em>Absender </em></strong>für interessant hält.</p>
<p>Web 2.0 / Matriarchat ist, ein &#8220;Social Bookmark&#8221; zu setzen und den Netzwerk-Mitgliedern des Bookmark-Services (bei <a rel="nofollow" title="Deutsches Social Bookmarking Tool" href="http://www.mister-wong.de">Mister Wong</a> heißten sie &#8216;buddy&#8217;, bei <a rel="nofollow" title="Internationales Bookmarking Portal" href="http://delicious.com">Delicious</a> &#8216;people&#8217; oder &#8216;fan&#8217;) die <em><strong>Wahl </strong></em>zu lassen, sich mit diesem Thema zu befassen.</p>
<p>Der Unterschied: Im ersten Fall wird meine Aufmerksamkeit erzwungen, denn ich muss meine Emails einzeln durchgehen. Im zweiten Fall wird mir Information zur Verfügung gestellt, unabhängig davon, was ich damit mache.</p>
<p>Ich kann sie an andere weiterleiten oder ignorieren. Der Geber weiß gar nicht, ob sein Angebot bei mir angekommen ist. Es ist ja auch nicht wichtig, <em>wenn </em>man nichts zurückverlangt. Z.B. Aufmerksamkeit oder sich bedanken.</p>
<p>Web 1.0 / patriarchal sind Webseiten ohne Möglichkeit der Interaktion. Monolog statt Beteiligung vieler.</p>
<p>Web 2.0 / matriarchal sind Blogs, wo der Austausch durch kommentieren und verbreiten durch RSS (Syndication) stattfindet. Beitragen durch die eigene Stimme, wie bei den Konsensentscheidungen der Stammesgesellschaften.</p>
<p>Das Web 2.0 funktioniert nach den universalen Prinzipien, die viele Ureinwohner noch nicht vergessen haben: Beispielsweise nach dem &#8220;Gesetz der Anziehung&#8221; &#8211; Reich werden durch Geben.</p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p><em>Zum weiter lesen:</em></p>
<p>Viele verstehen nicht, inwiefern Google ein Web 2.0 Unternehmen ist und sich von traditionellen &#8216;ausbeuterischen&#8217; Firmen unterscheidet. Mehr dazu in der <a rel="nofollow" title="Das Web als Plattform" href="http://www.distinguish.de/index.php/web-20/64-das-web-als-plattform">deutschen Übersetzung</a> der Beschreibung des Web 2.0 von Tim O&#8217;Reilly.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was ist das patriarchale Paradigma?</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/was-ist-das-patriarchale-paradigma/</link>
		<comments>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/was-ist-das-patriarchale-paradigma/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 23:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Besitz Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Hierarchie]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Paradigma]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rette-sich-wer-kann.com/patriarchat/was-ist-das-patriarchale-paradigma/</guid>
		<description><![CDATA[Definition eines Paradigmas, speziell im Patriarchat, und wie es dazu kommt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Was ist das patriarchale Paradigma?&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Patriarchat&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2009-01-03&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/was-ist-das-patriarchale-paradigma/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/patriarchat/was-ist-das-patriarchale-paradigma/"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Kürzlich hatte ich ein Gespräch über den Begriff <em>Paradigma</em>, den ich verschiedentlich auf meinen Seiten <a rel="nofollow" href="http://www.google.com/custom?q=paradigma&amp;btnG=Suche&amp;num=100&amp;hl=de&amp;newwindow=1&amp;client=pub-5743354516316413&amp;channel=6157429146&amp;cof=FORID%3A1%3BAH%3Aleft%3BCX%3AAlle%2520Websites%2520von%2520Hannelore%2520Vonier%3BVLC%3A%23663399%3BDIV%3A%23990000%3B&amp;cx=018362256250924838004%3Al4sydyyoyfy">verwende</a>. Manchen ist nicht klar, was &#8220;<em>patriarchales Paradigma</em>&#8221; bedeutet und wie wir selbst in einem Paradigma &#8220;gefangen&#8221; sind.<span id="more-78"></span></p>
<h3>Zum Begriff Paradigma:</h3>
<p>Unter einem Paradigma versteht man ein Muster, Beispiel, Vorbild, Modell, eine Klasse, eine wissenschaftliche Richtung.<br />
In der Linguistik etwa wird die Art wie Nomina dekliniert und Verben konjugiert werden, also der gesamte Formenbestand, den ein Wort haben kann, als das Paradigma dieses Wortes bezeichnet.</p>
<p>Auf wissenschaftsgeschichtliche Fragestellungen bezogen meint Paradigma eine zu einer bestimmten Zeit vorherrschende erkenntnisleitende Orientierung oder Forschungsmethode (z.B. das kopernikanische System).<br />
Oder: wir verwenden den Sonnenkalender zur Zeitmessung, in anderen (z.B. arabischen) Kulturen richtet man sich nach dem Mondkalender. Das heißt: der Sonnenkalender ist unserem Paradigma  immanent (innewohnend).</p>
<p>Es ist die Kenntnis, Erkenntnis- und Wissens&#8221;glocke&#8221; in der wir uns als Gruppe befinden, ein Netzwerk der Umgangsformen.</p>
<p>Salopp gesagt: Innerhalb eines Paradigmas werden dessen Elemente als normal und selbstverständlich empfunden.</p>
<p>Tradiert wird ein Paradigma &#8211; vereinfacht ausgedrückt &#8211; über Sprach-Konversationen (Verbalisierung + Gestik, Mimik), die mit dem Gefühlsbereich gekoppelt sind. Kleine Kinder erlernen die Gegebenheiten ihres Paradigmas, tragen sie gleichzeitig weiter und manifestieren sie damit. Ein Paradigma ist ein Selbstläufer, solange es funktioniert.</p>
<h3>Beschreibung des patriarchalen Paradigmas:</h3>
<p>Alle Aspekte des Lebens in den Industrieländern sind geprägt durch das „patriarchale Netzwerk der Umgangsformen“ – Patriarchat genannt.<br />
Dieses Netzwerk patriarchaler Konversationen offenbart sich in einem Lebensstil wo</p>
<ul>
<li>Kampf,</li>
<li>Wettbewerb,</li>
<li>Hierarchie,</li>
<li>Gewalt und Zwang,</li>
<li>Macht,</li>
<li>Wachstum,</li>
<li>Fortschritt,</li>
<li>Kontrolle natürlicher Ressourcen,</li>
<li>Kontrolle und Beherrschung anderer durch die Inbesitznahme von Wahrheit,</li>
</ul>
<p>charakteristisch sind.</p>
<p><img class="right" style="border: 1px solid black;" title="Wettbewerb und Kampf von klein auf" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2007/03/minikaempfer.jpg" alt="Wettbewerb und Kampf" width="195" height="260" /> Wollen wir beispielsweise etwas gegen soziale Ungerechtigkeit unternehmen, sprechen wir vom ‚Kampf gegen Armut und Ausbeutung’.</p>
<p>Möchten wir eine saubere Umgebung, kämpfen wir gegen die Umweltverschmutzung.</p>
<p>Wir kämpfen gegen den Krieg, Männer für eine Beförderung, Frauen für gleiche Behandlung, Kinder für bessere Noten, Alte für mehr Rente, Teenager um Anerkennung &#8230; Alle scheinen zu glauben, dass sämtliche Handlungen, die alltäglichen und die besonderen, den Einsatz von Gewalt erfordern.</p>
<p>Wir sind besessen von der Idee der Kontrolle &#8211; kontrollieren uns und unser Verhalten, unser Gewicht, unsere Gesundheit, wie unseren Kontostand; kontrollieren andere und deren Handlungsweisen mit der gleichen Selbstverständlichkeit, und ebenso unsere Kinder.</p>
<p>Wir wollen die Natur auf diesem Planeten kontrollieren und versuchen es mittlerweile auch mit dem Universum.</p>
<p><img class="left" style="border: 1px solid black;" title="gewaltsames Ab- und Ausgrenzen" src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2007/03/stacheldraht.jpg" border="0" alt="Abgrenzen mit Gewalt" width="227" height="151" />Besitzen ist fundamental im patriarchalen Paradigma.</p>
<p>Wir leben mit Besitztum als Ausgangspunkt für alles Weitere, als wäre es legitim, die Bewegungsfreiheit anderer einzuschränken, während wir für uns selbst das Recht auf freie Entfaltung und Aktion beanspruchen.</p>
<p>Wir leben so, als hätten wir Besitzrechte an Naturschätzen, Anschauungen und Ideen, oder der Wahrheit. Der Ausdruck &#8220;<a title="Geistiges Eigentum, ein Hirngespinst" href="http://rette-sich-wer-kann.com/geisteshaltung/geistiges-eigentum-ein-patriarchales-hirngespinst/">geistiges Eigentum</a>&#8221; spricht für sich.</p>
<p>Im patriarchalen Paradigma misstrauen wir der Selbstbestimmung anderer Individuen, besonders der von Kindern, Alten oder Kranken.</p>
<p>Wir nehmen uns ständig das Recht heraus, für andere zu entscheiden, was für sie richtig oder falsch ist. Das ist ein unentwegter Versuch, andere zu kontrollieren und läuft auf &#8220;alle kontrollieren alle&#8221; hinaus. So erhält sich das System von selbst.</p>
<p>Die hierarchischen Strukturen, in denen wir leben, tun noch ein Übriges dazu:<br />
Wir verlangen Gehorsam voneinander und behaupten, dass Ordnung ohne Autorität und Fügsamkeit nicht möglich sei.<br />
Wir bauen alle unsere Beziehungen auf zwei Kriterien auf: Überlegenheit oder Unterlegenheit.</p>
<div id="wherego_related"><h4>Leser und Leserinnen dieses Beitrags besuchten auch:</h4><ul><li><a href="http://rette-sich-wer-kann.com/thema/geistiges-eigentum-ein-patriarchales-hirngespinst/" rel="bookmark"><img src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/uploads/2008/04/geistiges-eigentum.jpg" alt="Geistiges Eigentum &#8211; ein patriarchales Hirngespinst und sein naher Tod" title="Geistiges Eigentum &#8211; ein patriarchales Hirngespinst und sein naher Tod" width="60" height="60" class="wherego_thumb" /></a> <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/thema/geistiges-eigentum-ein-patriarchales-hirngespinst/" rel="bookmark" class="wherego_title">Geistiges Eigentum &#8211; ein patriarchales Hirngespinst und sein naher Tod</a></li><li><a href="http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/berliner-netzwerk-fur-nachhaltigkeit/" rel="bookmark"><img src="http://rette-sich-wer-kann.com/wp-content/plugins/where-did-they-go-from-here/default.png" alt="Berliner Netzwerk für Nachhaltigkeit" title="Berliner Netzwerk für Nachhaltigkeit" width="60" height="60" class="wherego_thumb" /></a> <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/berliner-netzwerk-fur-nachhaltigkeit/" rel="bookmark" class="wherego_title">Berliner Netzwerk für Nachhaltigkeit</a></li></ul></div><!-- PHP 5.x -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Menschen erkennen einander am Klang ihrer Stimme</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/thema/menschen-erkennen-einander-am-klang-ihrer-stimme/</link>
		<comments>http://rette-sich-wer-kann.com/thema/menschen-erkennen-einander-am-klang-ihrer-stimme/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 22:10:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vom Patriarchat zu Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Menschen erkennen einander am Klang ihrer Stimme&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Verschiedenes&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-11-10&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/thema/menschen-erkennen-einander-am-klang-ihrer-stimme/&amp;rft.language=English"></span>
Ein Beitrag von Michael Domsalla &#8220;Menschen erkennen einander am Klang ihrer Stimme.&#8221; (Cluetrain Manifest) Alle Politiker, die emsig über den Erfolg von Obama nachdenken, sei dies auf den Weg gegeben. Und allen Unternehmen auch. Vorher brauchen Sie die neuen Technologien nicht einsetzen. &#8220;Following me&#8221; bei Twitter bedeutet, dass Obama lesen kann was 40licious schreibt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Menschen erkennen einander am Klang ihrer Stimme&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Verschiedenes&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-11-10&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/thema/menschen-erkennen-einander-am-klang-ihrer-stimme/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=1649"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><em>Ein Beitrag von <a rel="nofollow" href="http://blog.kmto.de/article/relevanz">Michael Domsalla</a></em></p>
<blockquote><p>&#8220;Menschen erkennen einander am Klang ihrer Stimme.&#8221;<br />
<a rel="nofollow" href="http://www.cluetrain.de/#95thesen">(Cluetrain Manifest)</a></p></blockquote>
<p>Alle Politiker, die emsig über den Erfolg von Obama nachdenken, sei dies auf den Weg gegeben. Und allen Unternehmen auch. Vorher brauchen Sie die neuen Technologien nicht einsetzen.</p>
<p><a rel="nofollow" href="http://blog.kmto.de/media/1/20081106-Obama.png" title="Der erste Twitter Präsident der Welt"><img title="Der erste Twitter Präsident der Welt" src="http://blog.kmto.de/media/1/20081106-Obama.png" alt="Der erste Twitter Präsident der Welt" width="364" height="226" /></a></p>
<p>&#8220;Following me&#8221; bei <a rel="nofollow" href="http://twitter.com">Twitter</a> bedeutet, dass Obama lesen kann was 40licious schreibt und umgekehrt. Damit kann jeder jederzeit den Präsidenten direkt &#8220;<strong>ansprechen</strong>&#8220;.</p>
<p><a rel="nofollow" name="more"></a>Mich haben Freunde gefragt, was mich ja selbst bewegt hat: warum berührt uns Obama, warum sind Menschen auf der ganzen Welt berührt, warum wählen überall Nicht-Amerikaner demonstrativ auf <a href="http://twitvote.twitmarks.com/">Twitvote</a> mit? Wo hat er dieses Charisma her?</p>
<p>Das genau ist die Antwort. Ein Poltiker &#8211; und mit Sicherheit ein Vollblutpolitiker, der weiss, wie man mit Macht umgeht &#8211; der mit <strong>menschlicher Stimme</strong> spricht.</p>
<blockquote><p>Charisma hat man nicht, es wird von den Menschen <strong>zugeschrieben</strong>. Aber alleine schon durch diesen Fakt bietet er eine Projektionsfläche für alle fortschrittlichen Menschen weltweit.<br />
Für alle, die wissen, dass die Welt sich gewandelt hat und Politik und Wirtschaft hoffnungslos hinterher hinken. Deswegen hat er vier mal so viele &#8220;Freunde&#8221; in den Netzwerken, als McCain.</p></blockquote>
<p>Seine Vision ist ein <strong>Ansatz</strong>, kein Programm. Er bezieht <strong>echte Experten</strong> in die Politik mit ein und setzt <em>Inhalte vor Machtinteressen</em>. In der Vergangenheit hat er dies immer wieder bewiesen.</p>
<p>Nicht Parteifreunde oder schwarze Mitbürger haben Posten bekommen, sondern die, die am meisten <strong>Expertise</strong> besaßen. Auch das ein Merkmal der Internet-Welt.</p>
<blockquote><p>Die Masse bestimmt, wer sich am besten auskennt und wählt diesen Menschen ganz automatisch zum Anführer.</p></blockquote>
<p>Instinktiv wissen die Menschen, dass die Politik so besser wird. Ganz egal, wie sein Programm konkret aussieht.</p>
<p>Einer seiner wichtigsten Sätze: I will always be honest with you. &#8211; Ich werde immer <strong>ehrlich </strong>mit euch sein.</p>
<p>Oder wie Studenten im Interview sagten: Ja, auch er wird vielleicht Truppen irgendwo hinschicken, aber er wird ehrlich sagen warum.</p>
<p>Dabei nutzt er die Möglichkeiten der Engagement-Ökonomie noch nicht einmal aus. Ja, er ist auf allen möglichen Social Networks vertreten, ja, er hat die meisten Twitter- Abbonenten weltweit. Aber noch schickt er darüber Botschaften.</p>
<p>Der Rückkanal wird links liegen gelassen. Ich bin mir sicher, dass sich das ändern wird. Aus seinem Online Marketing Manager wird nun ein Community Manager werden.</p>
<p>Nicht nur die Amerikaner, auch die globale, digitale Elite hat sich einen Präsidenten gewählt.</p>
<p><small><em>Quelle und Lizenz: <a rel="cc:attributionURL" href="http://blog.kmto.de">KMTO</a> / <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/">CC BY-SA 2.0</a></em></small></p>
<p style="text-align: center;">*</p>
<p>Ergänzung von mir zu Michaels Gedanken:</p>
<p>In einem Interview mit Mosuo-Leuten, einer matriarchale Ethnie in Südchina, wurde eine Person gefragt, wie denn eine Frau zur Matriarchin bestimmt wird, wenn es Wahlen wie bei uns nicht gibt. (Die Matriarchin hat die Verantwortung, dass &#8220;der Laden läuft&#8221;, also dass alle im Clan haben, was sie brauchen und dass es allen gut geht.) Nach welchen Kriterien wird die Fähigste herausgefunden? Die Antwort, lachend: &#8220;Das sieht man doch!&#8221;.</p>
<p>Genauso funktionieren die Konsens-Entscheidungen in den matriarchalen Stammesgesellschaften. Man einigt sich auf etwas, von dem man <strong>weiß</strong>, dass es das Richtige ist. Man weiß es, weil man in der Gemeinschaft lebt und mit den Gegebenheiten und Problemen von klein auf vertraut ist. Siehe dazu, wie es bereits in Deutschland praktiziert wird: <a rel="nofollow" href="http://matriarchat.info/herrschaftsfreiheit/konsensprinzip.html">Entscheidung per Konsensprinzip &#8230; alle eine Einheitsmeinung?</a></p>
<p>Warum gibt es Menschen, die bei Barack Obama nicht <strong>wissen</strong>, wo sie mit ihm dran sind? Da hilft uns Goethes Faust weiter:</p>
<blockquote><p>Wenn ihrs nicht fühlt, ihr werdets nicht erjagen,<br />
Wenns euch nicht aus der Seele dringt<br />
Und mit urkräfftigem Behagen<br />
Die Herzen aller Hörer zwingt.<br />
Sizt ihr einweil und leimt zusammen,<br />
Braut ein Ragout von andrer Schmaus<br />
Und blast die kümmerlichen Flammen<br />
Aus eurem Aschenhäufgen aus!<br />
Bewundrung von Kindern und Affen,<br />
Wenn euch darnach der Gaumen steht!<br />
Doch werdet ihr nie Herz zu Herzen schaffen,<br />
Wenn es euch nicht von Herzen geht.</p></blockquote>
<p>Ach übrigens: <a rel="nofollow" href="http://twitter.com/hvonier">Follow me on Twitter</a> <img src='http://rette-sich-wer-kann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Soziale Netzwerke sind sexy</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 00:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sideblog]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Soziale Netzwerke sind sexy&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Sideblog&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-10-06&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/soziale-netzwerke-sind-sexy/&amp;rft.language=English"></span>
Was Alice Schwarzer mit der EMMA nicht schaffte, gelingt dem Internet: Weniger Porno ist gefragt. Anna Friedrich vom Themenblog schreibt: Sex sells? Im Internet stimmt das wohl nicht mehr so ganz. Anstatt auf Pornoseiten zu surfen, sind Internetnutzer viel lieber in sozialen Netzwerken unterwegs. Insbesondere die Altersgruppe zwischen 18 und 24 sucht weniger nach Pornos. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Soziale Netzwerke sind sexy&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Sideblog&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-10-06&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/soziale-netzwerke-sind-sexy/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=1134"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Was Alice Schwarzer mit der EMMA nicht schaffte, gelingt dem Internet: Weniger Porno ist gefragt.</p>
<p>Anna Friedrich vom Themenblog schreibt:</p>
<blockquote><p>Sex sells? Im Internet stimmt das wohl nicht mehr so ganz. Anstatt auf Pornoseiten zu surfen, sind<span id="more-4437"></span> Internetnutzer viel lieber in sozialen Netzwerken unterwegs. Insbesondere die Altersgruppe zwischen 18 und 24 sucht weniger nach Pornos. Insgesamt fallen nur rund 10 Prozent auf Suchen nach Pornos. Vor 10 Jahren ging es noch bei jeder fünften Internetrecherche um &#8220;das Eine&#8221;.</p></blockquote>
<p>Artikel unter <a rel="nofollow" href="http://www.themenblog.de/2008/09/soziale_netzwerke_sind_sexy.html">Themenblog: Soziale Netzwerke sind sexy</a>.</p>
<p>Meine Spekulation: Das Internet deckt soziale Bedürfnisse ab, die durch Gemeinschaften/Netzwerke ausbalanciert werden. Der lockere, freie Umgang &#8211; auch zwischen den Geschlechtern &#8211; flirten und herumalbern sind möglich. Die Energie und die Anziehungskraft des anderen Geschlechts kann am eigenen Computer wahrgenommen und erfahren werden, ohne dass Eltern/Erzieher auf prüde Weise eingreifen, oder schlimmer: die Kids lächerlich machen und abwertend witzeln.</p>
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		<title>Gesellschaft im Wandel: Der Wert der Unordnung (Buchtipp)</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 14:57:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft im Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir sind in den letzten Jahrzehnten in eine gigantische digitale Unordnung hineingeschlittert. Und das ist auch gut so, denn das Chaos, das sich Internet nennt, bietet jedem Einzelnen nie da gewesene Chancen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Gesellschaft im Wandel: Der Wert der Unordnung (Buchtipp)&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Gesellschaft im Wandel&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-09-03&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/gesellschaft-im-wandel/gesellschaft-im-wandel-der-wert-der-unordnung-buchtipp/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=810"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Leserin Andrea hat im <a title="Buchtipp: Das Ende der Schublade" href="http://rette-sich-wer-kann.com/gesellschaft-im-wandel/wissen-ist-ein-anderer-begriff-fuer-lernbehinderung/#comment-3122">Kommentar</a> auf das neue Buch von <strong>David Weinberger</strong> hingewiesen. Ich habe bei Amazon die Beschreibung und die Reviews gelesen und das Buch gleich bestellt. Hier einige Auszüge:<span id="more-4426"></span></p>
<p><strong><a rel="nofollow" href="http://www.amazon.de/Das-Ende-Schublade-digitalen-Unordnung/dp/3446412212%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dbloghv-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3446412212"><img class="left" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/61ZLscnnbnL._SL160_.jpg" alt="" /></a>Kurzbeschreibung</strong>: Ob wir spazieren gehen, einkaufen oder uns unterhalten &#8211; ständig teilen wir die Lebewesen und Dinge, die uns umgeben, ein in verschiedene Kategorien: Bäume und Blumen, Milchprodukte und Gemüse, sympathische Menschen und unsympathische. So schaffen wir Ordnung und finden uns in der Welt zurecht wie in einer Bibliothek &#8211; alles hat seinen Platz.</p>
<p>Diese Ordnung kommt ins Wanken, sagt David Weinberger. Unser Denken in festen Kategorien führt uns auf Dauer nicht weiter, wir müssen lernen, mit Chaos, Unordnung und Unschärfe umzugehen. Nur so lässt sich verstehen, warum Projekte wie Wikipedia funktionieren, warum YouTube, Flickr und iTunes so populär und erfolgreich sind.</p>
<p>Das ist nicht weniger als eine Revolution: Denn auf einmal verlieren Experten ihre Macht, soziale Netzwerke werden immer einflussreicher, Kunden und Bürger entscheiden selbst, weil sie am besten wissen, was sie wollen. Jeder besorgt sich genau die Informationen, die er braucht, und bringt sie in die Ordnung, die ihm am besten nützt.</p>
<p>Lesermeinungen:</p>
<blockquote><p>Das Wissen, das die Menschheit zusammengetragen hat, wird in Wisensspeichern gehortet und in verarbeitbaren kleinen Dosen von Generation zu Generation weitergegeben. Alles ist hübsch geordnet und in Disziplinen aufgeteilt. Die Erfinder dieser Ordnungen und die Hüter dieser Disziplinen haben (noch!) die Macht über unsere Erkenntnisprozesse und unser Verstehen dieser Welt.</p>
<p>Auch in unseren Unternehmen herrschen Ordnung und Kontrolle. Klare Strukturen, klare Zuständigkeiten, klare Ziele &#8211; noch! Nach herkömmlicher Auffassung braucht man das alles, um Risiken zu vermeiden. Aber die vermeintliche Sicherheit erhält man nicht zum Nulltarif. Man bekommt sie um den Preis eines gebremsten Wachstums und einer eingeschränkten Innovativität, denn Kontrolle kostet Zeit und Kraft. Intellekt und Kreativität werden auf das Vermeiden von Risiken gelenkt und nicht vorrangig zur Erschließung neuer Chancen eingesetzt. In unserer heutigen hochkomplexen und hochdynamischen Welt sind Risiken ohnehin nur bedingt beherrschbar.</p>
<p>Man wird &#8211; paradoxerweise &#8211; diesem Phänomen aber eben durch erhöhte Controllinganstrengungen nicht beikommen können. Ein solcher Problemlösungsversuch würde &#8211; im Gegenteil &#8211; das Problem zusätzlich verschärfen. Es gilt vielmehr, die Angst vor dem Kontrollverlust zu überwinden und die Zügel loszulassen. Weg mit einengender Bürokratie&#8230;</p>
<p>Weinberger plädiert ausgehend vom so genannten Web 2.0 für ein Enterprise 2.0. &#8230; &#8221;Das Ende der Schublade&#8221; ist ein Buch, das jeder gelesen haben muss, der sich mit den Themen unserer Zeit auseinandersetzt. Die Unternehmen betreffend wird das aufkommende neue Leadership-Verständnis durch Weinbergers Buch gewaltig an Drive zulegen und den aktuellen Trend forcieren.</p>
<p>Obwohl wir Menschen immer nach Ordnung suchen und ganze Ordnungssysteme konstruieren z. B. für die Planeten, die Tier- und Pflanzenarten, die chemischen Elemente, für Bibliotheken und Supermärkte, sind wir in den letzten Jahrzehnten in eine gigantische digitale Unordnung hineingeschlittert. Und das ist auch gut so, denn das Chaos, das sich Internet nennt, bietet jedem Einzelnen nie da gewesene Chancen&#8230;</p></blockquote>
<p>Mehr unter:</p>
<p><a rel="nofollow" href="http://www.amazon.de/Das-Ende-Schublade-digitalen-Unordnung/dp/3446412212%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dbloghv-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3446412212">Das Ende der Schublade: Die Macht der neuen digitalen Unordnung</a></p>
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		<item>
		<title>Wer liest hier: Soziale Netzwerke (Umfrage)</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 18:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannelore Vonier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leserfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Umfrage: Weißt du, was ein soziales Netzwerk ist und bist darin aktiv?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[		<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Wer liest hier: Soziale Netzwerke (Umfrage)&amp;rft.aulast=Vonier&amp;rft.aufirst=Hannelore&amp;rft.subject=Leserfragen&amp;rft.source=Rette sich, wer kann!&amp;rft.date=2008-06-19&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://rette-sich-wer-kann.com/thema/leserfragen/wer-liest-hier-soziale-netzwerke/&amp;rft.language=English"></span>
<p></p><abbr class="unapi-id" title="http://rette-sich-wer-kann.com/?p=462"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><img class="left" title="Soziale Netzwerke" src="http://farm3.static.flickr.com/2034/2593549666_1a5563dc8b_o.jpg" alt="social-networks" width="220" height="184" />9 Mio. Deutsche wurden inzwischen vom Social-Networking-Fieber erfasst.</p>
<p>Eine <a rel="nofollow" title="Soziale Netzwerke boomen" href="http://www.pcwelt.de/start/dsl_voip/online/news/167052/kein_ende_des_social_networking_booms_in_sicht/">Erhebung</a> zeigt, dass sich mittlerweile 12 Prozent der Bundesbürger/innen ab 14 Jahren in Online-Communitys präsentieren.<span id="more-462"></span></p>
<p>Das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent gegenüber dem letzten Jahr!</p>
<p>Somit verfügt heute jeder sechste Internetnutzer über ein <em>persönliches Profil</em> in einem <strong><em>sozialen Netzwerk</em></strong>.</p>
<p>Die Popularität der Online-<em>Gemeinschaften </em>übertrifft sogar jene von eigenen Homepages und Weblogs.</p>
<p>Gefragt sind Plattformen, die reale <strong>soziale Beziehungen</strong> im Netz abbilden, wie Job- oder Freundschaftsnetzwerke.</p>
<p>12 % der Bevölkerung heißt aber auch, dass 88 Prozent vielleicht gar nicht wissen, dass es <em>soziale Netzwerke</em> gibt, bzw. was das ist.</p>
<p>Wie steht es mit den Rette-sich-wer-kann-LeserInnen? Bist du in <em>sozialen Netzwerken</em> aktiv? Aktiv sein heißt regelmäßig Infos/Interessen teilen mit Leuten die du online kennst.</p>
<p>[poll id="6"]</p>
<p>Was sind deine Erfahrungen? Warum machst du mit, bzw. nicht mit? Welche <em>social sites</em> gefallen dir, welche nicht?</p>
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