Der Muttertag ist ein Feiertag der bürgerlichen Familie mitsamt ihrer Zwangsmoral. Dies ist der Ort, wo der Kampf gegen die Sexualität der Kinder und Jugendlichen stattfindet. Die monogame Kleinfamilie erwies sich bisher als die beste Institution, diesen Kampf auch erfolgreich durchzuführen. weiterlesen →
Zum Muttertag: Mutterkult und der Kampf gegen die Sexualität
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In einem Kommentar zu dem Beitrag “Alle Männer sind Schweine” postet Dianne folgenden Link: Heimliche Verschärfung des Sexualstrafrechts und fragt: “Was geht da ab?”
Dazu nehme ich hier mal Stellung:
Es geht um ein Gesetz, das bereits als Entwurf in den Ausschüssen im Bundestag vorliegt. Die Essenz: Gefängnis ohne Bewährung für einverständlichen Sex unter Minderjährigen. weiterlesen →
Alle Männer sind Schweine
Fernsehen ist ein Spiegel der Gesellschaft. Doch manchmal wundere ich mich über die Frauenfiguren in deutschen Fernsehfilmen.
Es gibt immer wieder welche, die das “Maß der Liebe” ihres Freunds/Verlobten testen wollen: Ist er bereit für eine bestimmte Zeit auch ohne Sex mit ihr zusammen zu sein, dann ist das für sie der Beweis, dass er sie liebt!
Liebe und Sex werden da völlig voneinander abgespalten. Einmal ging ein ganzer Film um das Thema: Suche impotenten Mann fürs Leben. (Gibt es auch als Buch. Klappentext: “Sie sucht den Traummann zum Kuscheln und Lieben- der (nicht nur) im Bett seine Hände da lässt, wo sie hingehören.” - … wo sie hingehören??) Ich dachte: du meine Güte, was tun manche Frauen sich an!
Feministinnen haben den Spruch in die Welt gesetzt: Alle Männer sind Schweine. Ist schon mal jemandem aufgefallen, wie nahe der Feminismus damit der patriarchalen Kirchenmoral steht?
“Schmutzige Gedanken”, “unanständige Witze” sind alltägliche Ausdrücke, die sich nicht etwa auf Kriminelles oder Schreckliches beziehen, sondern auf sinnliche Liebe. Die Sprache offenbart so die ideologische Zwangsmoral, die uns aufoktroyiert wird.
“Männer denken nur an das Eine …” ist ein anderes Etikett für die Gesinnung des, wie es scheint, erotischeren Geschlechts. Männer scheinen immer Lust zu haben.
Und Frauen? Bestehen sie nicht aus dem gleichen Grundmaterial?
Wilhelm Reich* und Bronislaw Malinowski* kommen in ihren Forschungsarbeiten jeweils zum gleichen Ergebnis: Bei Stammesgesellschaften gibt es keinen Unterschied in der orgastischen Potenz und Erlebnisfähigkeit bei Männern und Frauen.
Dort ist “die schönste Nebensache der Welt” die schönste Hauptsache! Daher gibt es in matriarchalen Gesellschaften auch die vielen Feste, die grundsätzlich sexuell ausgerichtet sind.
Früher war die Bezeichnung Hexe eine Beschimpfung für eine Frau. Heute nennen sich Frauen selbst so, weil sie zu ihren hexischen Eigenschaften stehen.
Warum bezeichnen sich Männer nicht selbst als genussfreudige Schweine und stehen zu ihrer Liebeslust? Es gibt doch genügend positiv besetzte Schweinevorbilder: von dem Schweinchen namens Babe über Wilbur in Charlotte’s Web bis zum glückbringenden Neujahrsschwein.
Libido ist bioenergetisch das gleiche wie Lebensenergie, besser “Lebendigkeitsenergie”. Sie haben die gleiche Sprachwurzel: Leben - L(i)eben. Je größer die Libido, desto größer die Lebendigkeit. Das ist der Maßstab für Liebe - nicht Enthaltsamkeit.
Mit der Liebe eines Mannes, der in Gegenwart seiner Geliebten fähig ist, seine Lust und sein Begehren zu unterdrücken, kann es nicht weit her sein.
Deshalb erhebe ich jetzt mein Glas und trinke auf alle Männer, die nur an das Eine denken, weil sie uns stets daran erinnern, dass Sex nicht nur wichtig und gesund, sondern auch schön ist!
+++
* siehe
Wilhelm Reich, Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral. Zur Geschichte der sexuellen Ökonomie.
Bronislav Malinowski, Das Geschlechtsleben der Wilden in Nordwest-Melanesien

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