In dieser Fortsetzung (von Generationen-Konflikt) hat es Tante Carmen schwer…
Tante Carmen kommt nicht zum Zug … Die kleine Gracie weiß nämlich Bescheid. Sie hat ihre feministische Lektion gelernt. Und bringt es auf den Punkt: Frauen sind gleich berechtigt jedes patriarchale männliche Verhalten zu imitieren. Feminismus ist eine patriarchale Erscheinung. In Stammesgesellschaften, selbst wenn sie zwangsweise unter patriarchalem Einfluss standen oder stehen, wie etwa die nordamerikanischen Indianer, gibt es keinen Feminismus. Es widerspricht dem ganzheitlichen Denk- und Weltbild.
Da ich mich nicht zu den feministischen Frauen zähle, lasse ich eine andere zu Wort kommen:
“Die Spaltungen zwischen männlich und weiblich, Denken und Fühlen, aber auch zwischen Natur- und Sozialwissenschaften müssen und können überwunden werden. Erst der daraus resultierende fundamentale Mentalitätswandel würde aus der heutigen oberflächlichen eine echte Emanzipation machen, die Frauen und Männern dient.”
Dies schreibt die Philosophin Carola Meier-Seethaler in Ihrem neuen Buch”Macht und Moral. 16 Essays zur Aufkündigung patriarchaler Denkmuster.”
Ich bin der Meinung, dass der Feminismus Frauen wie Männer auf den falschen Weg geführt hat. Die Forderung gleichberechtigt in allen Bereichen ein Stück vom Herrschafts- und Macht-Kuchen zu bekommen ist in feministischen Kreisen immer noch aktuell. Sie korrigieren nicht die Richtung.
Während sich Männer dort, wo sie (endlich) den Freiraum finden, von Hierarchie und Konkurrenz verabschieden und der community, der Gemeinschaft und Gemeinschaftlichkeit, zuwenden: im Internet. Es sind Männer, denen wir die Netzwerkgesellschaft verdanken, die geprägt ist von Freier Software, Open Source, Copyleft und überhaupt dem sozialen Web-Gedanken der Hacker-Kultur.
Die Internetpioniere haben für eine neue Netzwerk-Ethik gekämpft! Das kam nicht von allein. Sie verhinderten bewusst, dass Konzerne die Kontrolle übernahmen, wie wir es von den Medien kennen, die in privater Hand sind.
Während es dem Zeitalter des reinen Kapitalismus um Geld, Macht und Monopole ging, werden Hacker (Computerenthusiasten) vom freien Informationsaustausch und der Freude an kreativer Arbeit motiviert, der sie sich leidenschaftlich hingeben, ohne an Geld oder Zeit zu denken. Hacker genießen es, Zeit mit der Familie, Freunden und Kindern verbringen zu können, wann immer das Bedürfnis besteht. Freizeit und Arbeitszeit gehen ineinander über, wie bei jeder Haus- oder Berufsfrau.
Werden diese Männer, die sich vom Rat Race emanzipieren, überhaupt von Feministinnen wahrgenommen?
Das schöne an Comics ist, dass es oft zu unerwarteten Wendungen kommt. Auch wenn Gracie ihre Tante unterbrochen hat – die lässt sich nicht beirren. Wie ich schon oben sagte: Feminismus widerspricht dem ganzheitlichen Weltbild. Und das weiß Tante Carmen auch!
Es geht weiter: Ganzheitlichkeit und Patriarchat – passt das zusammen?







Beiträge via RSS
@hvonier auf Twitter