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Tabelle: Indigene Völker, Patriarchat, Web2.0

Vergleichstabelle sozialer Merkmale – beachte die Affinität zwischen Indigenen Völkern und Web 2.0.
Legende ganz unten.

soziokulturelles
Merkmal
egalitär
lebensbejahend
Indigene Völker, Ureinwohner, Anarchie, Konsensgesellschaft “ungepanzert”
nicht-egalitär
lebensverneinend
Patriarchat, Klassengesellschaft “gepanzert”[1]
Web 2.0
Individualismus hoch bewertet niedrig bewertet hoch bewertet
Selbstbestimmung vorhanden nicht vorhanden
Gehorsam nicht vorhanden vorhanden
Justiz/Bestrafung nicht vorhanden hoch bewertet vorhanden
Lob/Tadel (Zensuren) nicht vorhanden hoch bewertet vorhanden
Schuld/Sühne-Konzept nicht vorhanden hoch bewertet vorhanden
Selbstregulierung vorhanden nicht vorhanden niedrig bewertet hoch bewertet vorhanden
autark vorhanden niedrig bewertet Konfliktbeziehung hoch bewertet vorhanden
Geschlechter harmonische Beziehung Konfliktbeziehung harmonische Beziehung
Hierarchie nicht vorhanden vorhanden niedrig bewertet
Gewalt/Krieg nicht vorhanden vorhanden niedrig bewertet
Konkurrenz nicht vorhanden hoch bewertet vorhanden niedrig bewertet
Kooperation vorhanden hoch bewertet niedrig bewertet hoch bewertet
Generationen harmonische Beziehung Konfliktbeziehung harmonische Beziehung
Neues, Unbekanntes Angst vor dem Internet? hoch bewertet niedrig bewertet Konfliktbeziehung hoch bewertet
Ausländer/Fremde harmonische Beziehung niedrig bewertet Konfliktbeziehung harmonische Beziehung
Alter hoch bewertet harmonische Beziehung niedrig bewertet Konfliktbeziehung
Kinder/Jugend harmonische Beziehung Konfliktbeziehung harmonische Beziehung
Tod harmonische Beziehung Konfliktbeziehung
Natur harmonische Beziehung Konfliktbeziehung harmonische Beziehung
Andersartigkeit hoch bewertet harmonische Beziehung niedrig bewertet Konfliktbeziehung
Großfamilie/Clan vorhanden nicht vorhanden
Kleinfamilie  Familie, ein überholtes Modell? nicht vorhanden hoch bewertet Konfliktbeziehung
Ehe(-Institution) nicht vorhanden vorhanden hoch bewertet Konfliktbeziehung
lebenslange Monogamie nicht vorhanden vorhanden
hoch bewertet Konfliktbeziehung
serielle Monogamie vorhanden niedrig bewertet
Eifersucht  Eifersucht - ein patriarchales Symptom nicht vorhanden vorhanden Konfliktbeziehung niedrig bewertet
Lebensfreude Gegen ein Leben in Freude selbstverständlich nicht vorhanden hoch bewertet
Kommunikation hoch bewertet nicht vorhanden hoch bewertet
Gemeinschaft Leben in Gemeinschaft vorhanden nicht vorhanden hoch bewertet - communities sind prägend
Privatbesitz  Der Zusammenhang zwischen Privatbesitz, Herrschaft und Eifersucht nicht vorhanden vorhanden hoch bewertet niedrig bewertet - commons/teilen ist gefragt
Eigentumskonzept/Patente nicht vorhanden vorhanden niedrig bewertet - commons/teilen ist gefragt
Nachhaltigkeit Was ist Nachhaltigkeit? vorhanden nicht vorhanden niedrig bewertet - commons/teilen ist gefragt hoch bewertet
Freie Sexualität vorhanden nicht vorhanden
Homo-/Multisexualität Homosexualität: Die HüterInnen der Tore Das dritte Geschlecht harmonische Beziehung bzw. nicht vorhanden niedrig bewertet
Heterosexualität harmonische Beziehung hoch bewertet
Kindliche Sexualität Kinder sind nicht asexuell - Das Leben im Ghotul bei den indischen Muria vorhanden hoch bewertet nicht vorhanden niedrig bewertet
Geburtenkontrolle vorhanden hoch bewertet niedrig bewertet
Offenheit, Transparenz Videosharing vorhanden hoch bewertet nicht vorhanden niedrig bewertet vorhanden hoch bewertet

Legende

harmonische Beziehung Harmonische Beziehung
Konfliktbeziehung Konfliktbeziehung
vorhanden Vorhanden / ist selbstverständlich
nicht vorhanden Nicht vorhanden / spielt untergeordnete Rolle
hoch bewertet Hoch bewertet / gefördert / erwünscht
niedrig bewertet Niedrig bewertet / unterdrückt / nicht erwünscht
weiter führender Text Artikel zum Thema

Mehr Details:


Quellen/Anmerkungen:
  1. Gepanzert bzw. ungepanzert bezieht sich auf die Definition und Beschreibungen des gepanzerten/ungepanzerten Charakters von Wilhelm Reich ↩

7 Kommentare

  1. Hallo Hannelore,
    Ich würde Folgendes noch hinzufügen:

    Dualistisches und kategorisches Denken – im Matriarchat Daumen nach unten, im Patriarchat Daumen nach oben

    Linearer Zeitbegriff – im M rotes Minus, im P grüner Haken

  2. Danke Annot, gute Beispiele. Werde sie beim nächsten update der Tabelle einfügen.

  3. Super Tabelle
    Wird bei uns hoffentlich nach dem 21. 12. 2012 (Mayakalender) auch so werden.

  4. Bei manchen aufgezählten Dingen kann ich nur teilweise oder zähneknirschend zustimmen, manchem kann ich nur zustimmen wenn du unsere Gesellschaft als eine Gesellschaft im Umbruch siehst und andere Kulturen hier als Referenz für das Patriarchat genommen hast.
    Beispiele:

    Kommunikation:
    In China dürfen Kinder für gewöhnlich keine Diskussionen mit ihren Eltern beginnen. Hier meistens schon.
    Oder meinst du Kommunikation auf einer anderen (politischen) Ebene? Partizipation ist ja auch hier erwünscht.

    Geburtenkontrolle – Im Patriarchat nicht erwünscht:
    Sie gibt es und sie wird nicht negativ bewertet, ganz im Gegenteil. Sowohl in China (und wie @_@) als auch hier.

    Es sei denn natürlich du siehst unsere sich in Richtung mehr Offenheit entwickelnde Gesellschaft nicht mehr als reines Patriarchat an.

    Dann hingegen müsste ich Argumentieren dass es sowohl bei den alten Römern (auch n. Chr.) eine Form der Geburtenkontrolle gab.

    Lebensfreude:
    Ein sehr subjektiver Begriff. Ich kann aber nachvollziehen warum du ihn verwendest, nicht jedoch den angegebenen Grund im Bezug auf Falun Gong. Falun Gong mag mit Qi Gong zu tun haben, aber laut meinen Informationen ist es verboten worden weil es die Qi Gong Lehre und den Daoismus (der ja in China vieles prägt) mit einer Führerpersönlichkeit vermischt, und der kann dem dortigen politischen Etablishment sicherlich gefährlich werden. Was Falun Gong über sich selbst aussagt .. ich wünschte wir würden in einer Welt leben in der wir jeder Selbstauskunft glauben schenken könnten. Meine Informationsquelle war die Webseite der Sektenbeauftragungsstelle der ev. Kirche (zugegebenermaßen auch nicht am vertrauenswürdigsten, aber doch wenigstens teilweise).

    Ausländer/Fremde:
    War es bei unseren Vorfahren, den Germanen nicht zur Zeit der Völkerwanderung so das sie jeden Aufgenommen haben der mit ihnen mitmarschieren wollte und der Mut und Tapferkeit bewies?
    Ist schwer nachzuvollziehen, ich sehe die hiesigen Probleme nicht im Patriarchat, sondern in der Nationenbildung zu Napoleons Zeiten.

    Auch würde ich mich über eine Erklärung freuen warum im Web 2.0 Eifersucht ungern gesehen ist. 😉

  5. @Christian Zähneknirschen nicht nötig – Zustimmung ist nicht gefragt 😉

    Du beziehst deine Fragen/Einwände überwiegend auf China. China als Ganzes ist kein Beispiel für Matriarchat/Web 2.0.
    Die angegebenen Beispiel sind immer nur einzeln zu verstehen.

    Geburtenkontrolle ist bei uns (im Patriarchat) unerwünscht, sonst gäbe es dazu kein Gesetz. Bei Naturvölkern, machen die Frauen, was sie wollen – sie haben die Freiheit. In Industrieländern gibt es “prolife”-Bewegungen, gezielte Einflussnahme der Familienminsterin, keinen freien Zugang zur Pille/Abtreibungspille für Mädchen/Frauen; na ja, auf den Papst muss man nicht hören, aber er repräsentiert das Patriarchat und manipuliert die Leute, das wirkt sich negativ auf die ganze Gemeinschaft aus. Siehe auch hier: Empfängnisverhütung bei Naturvölkern

    Die Germanen haben Söldner geworben, bzw. unterworfene Stämme versklavt und zu Arbeitskräften, Soldaten, Ehefrauen/Prostituierten gemacht wie alle anderen patriarchalen Räuber und Kriegsverbrecher auch.
    Patriarchale Stämme erkennst du daran, dass sie Waffen haben, ohne von außen dazu gezwungen zu sein (Eroberer). Müssen sich friedliche Clans oder Sippen verteidigen und lernen mit Waffen umzugehen, ist es bald mit ihrer matriarchalen Lebensweise aus. So konnte sich das Patriarchat ausbreiten.
    Friedliches Leben und Waffenbesitz/Gewalt sind halt nicht vereinbar.

    Die Zeit Napoleons war ja erst kürzlich – lies doch mal über die Entstehung des Patriarchats vor 7000 Jahren

  6. Ich teile viele Wertungen dieser Tabelle nicht, aber wenn man sich mal darauf einlässt, dann würde es immerhin erklären, warum Matriarchate so selten sind: jede größere Gesellschaft, die nicht auf persönlichen Kontakten aufgebaut ist, braucht ein Justizsystem zum Überleben. Dies kann aber nach der Tabelle das Matriarchat nicht stellen.

  7. Christian, ich habe die Überschriften mit anderen Begriffen ergänzt, da du – wie viele andere – mit dem Terminus ‘Matriarchat’ offenbar nicht vertraut bist.
    Die nordamerikanischen Indianer-Nationen leben (nach eigener Aussage) immer noch matrilinear (das ist der im engl. gebrauchte Begriff) und es handelt sich hier im hunderttausende von Menschen mit den gleichen Sozialstrukturen. Sie haben kein eigenes Justizsystem und hatten auch nie eines, bis ihnen das der europäischen Kolonialisten aufgezwungen wurde, das in den Reservaten aber nicht gilt. Dies ist ein Beispiel von vielen, denn es gibt auf allen Kontinenten noch egalitäre Gesellschaftsformen.
    Die 7 Mio. Minangkabau (Indonesien) bilden das größte derzeitige Matriarchat. Sie haben ihre ethnischen Traditionen, das ‘adat’, dies unterscheidet sich aber grundsätzlich von unserem Rechtssystem, das mit Erzwingungsstäben (Polizei, Militär) arbeitet.
    Macht das die Tabelle etwas klarer für dich?

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