Rette sich, wer kann!

Transformationsblog von Hannelore Vonier

Mehr Zeitlosigkeit

Viele Leute in der Esoterik-Szene benutzen abgedroschene Floskeln wie „Zeit existiert nicht“ und dergleichen, aber die tatsächliche Erfahrung dessen machen wenige.

Comic, Durch Zeiteinteilung die Produktivität erhöhen?Anklichen zum Vergrößern

Glaubst du, produktiver zu sein, wenn du dir die Zeit einteilst? Kann man Zeit wirklich messen, mit Uhr und Kalender?

Denk‘ mal nach: Fühlen sich manche Tage oder Stunden nicht länger an, als andere? Ältere Leute behaupten, dass die Zeit im späteren Leben schneller vergeht. Kinder werden ungeduldig, weil die Zeit so langsam vergeht.

Wenn Zeit subjektiv so unterschiedlich erfahren wird, hat es dann überhaupt einen Sinn, sie messen zu wollen? Ich glaube, wir sitzen da einer Illusion auf. Die Frage ist, hilft uns diese Illusion in irgendeiner Form oder bremst sie uns aus?

Wir sind alle daran gewöhnt, die Zeit in Stücke zu zerhacken. Schulstunden sind das beste Beispiel dafür. Der Tag wird mit Frühstück, Mittag- und Abendessen in einen Rahmen gepresst. Egal ob wir hungrig sind oder nicht.

Hungrig oder nicht – das ist doch ein Hinweis, dass individuelle Bedürfnisse und Vorlieben missachtet werden.

Workflow – im Fluss sein

Zeit, Salvador DaliOder denke an das moderne Wort „Workflow“ – Arbeitsfluss. Wenn dein Workflow bei einer Aufgabe unterbrochen wird, musst du Konzentration und Energie aufwenden, um wieder „rein zu kommen“. Abgesehen davon, dass deine Produktivität verzögert wird, kann es sich äußerst unangenehm anfühlen, je nachdem, wie konzentriert du warst. Du erlebst Frustration. Ich spreche nicht nur von Workflow bei der Arbeit (zum Gelderwerb), sondern vor allem in deinem Leben.

Ein Kind, das versunken eine Sandburg baut, erlebt Frustration, wenn es mitten drin zu etwas anderem gerufen wird. Es befindet sich in einem bestimmten Bewusstseinszustand, der es uns erlaubt höchst kreativ und innovativ und bei uns selbst zu sein. Man kann diesen Zustand als Trance bezeichnen.

Trance kennt keine Zeit

Trance erleben wir in verschiedenen Abstufungen von Intensität. Trance verträgt sich nicht mit dem Konzept Zeit, denn während dieser „Versunkenheit“ erleben wir keine Zeit.

Wird unser trancehafter Handlungsfluss gestört, so entspricht das dem Aufwecken aus dem Schlaf. Ständiges Aufwecken wird als Foltermethode bei Gefangenen angewendet.
Über Unterbrechungen im Workflow regt sich niemand auf – es passiert ständig und gilt als normal.

Naturvölkern ist unser Zeitbegriff völlig fremd. Für sie ist das ‚Jetzt‘ kein äußerlich festgelegter Zeitpunkt, sondern eine soziale Übereinstimmung. (Zeiteinteilung ist typisch patriarchal und wurde mit dem Beginn der Viehzucht eingeführt: Lies mehr dazu unter Entstehung Patriarchat: Der Zeitfaktor)

Übung: Ausdehnung über die Zeit hinaus

Möglicherweise kennst du diesen befriedigenden Trancezustand nicht. Hier ist eine Übung, die billiger ist als eine Reise und „high“ macht (Vorsicht: Suchtgefahr!):

Verbringe EINE GANZE WOCHE ohne das Konzept Zeit. Gewinne während dieser Woche ein erweitertes Empfinden: eine ‚Ausdehnung‘ über die Zeit hinaus. Es ist ein besonderes Juwel. Gehe dafür folgendermaßen vor:

  1. Entferne deine Armbanduhr und alle Uhren um dich herum, hänge sie zu. Stelle sicher, dass du in dieser Woche keine Uhren siehst.
  2. Ignoriere Uhren in der Öffentlichkeit bewusst.
  3. Vermeide Begriffe des Zeitkonzepts, wie „Uhr“, „Zeit“. Sage nicht „Wir treffen uns heute Abend um 8 Uhr“ oder „ich mache diese Woche ein Experiment mit Zeit„. Alternativen: „Ich komme nach der Arbeit (nach dem Dunkelwerden) bei dir vorbei.“ – „Ich rufe dich an, wenn ich wach bin.“ – „Wenn es aufhört zu schneien, fahren wir los.“ – „Wenn ich fertig damit bin, erzähle ich dir von dem Experiment, das ich gerade mache.“
  4. Plane keine bestimmten Aktivitäten zu bestimmten Zeiten, sondern tue oder erledige das, was dir gerade einfällt.
  5. Vielleicht ist es nötig Fernsehen oder Internet oder Arbeit zu vermindern, da diese Systeme das Konzept Zeit stark unterstützen. Vielleicht musst du für diese Übung ganz von der Arbeit frei haben.

Nach der Übung wirst du eine Erfahrung von Zeitlosigkeit besitzen, die sich von dem intellektuellen Verständnis „Zeit existiert nicht“ unterscheidet.

Ideen für mehr Zeitlosigkeit

Hier sind ein paar persönliche Beispiele, wie ich mich vom Zeitkonzept unabhängig halte.

  • Eine Armbanduhr hat mein Handgelenkt schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen.
  • In meinem Filofax ist alles mögliche, aber kein Kalender.
  • Zuhause essen wir, wenn wir Hunger/Appetit haben. Manchmal ist das gleichzeitig. Manchmal leisten wir anderen beim Essen Gesellschaft und essen selbst nichts, weil wir schon gegessen haben oder noch nicht essen wollen.

Es gibt Termine in meinem Alltag, allerdings wenige: a) Wenn ich mich zum Tennis verabrede oder b) eine bestimmte Fernsehsendung sehen will.

Dafür benutze ich den Google-Kalender folgendermaßen: Ich denke nicht in Zeit, sondern in Koordinaten. Die Koordinaten trage ich für einen bestimmten Tag in das Kalenderkästchen ein.

Bei einem Tennistermin sind die Koordinaten: die Uhrzeit und die Namen der drei anderen Mitspieler, evtl. deren Telefonnummern.
Bei einer Fernsehsendung bestehen die Koordinaten aus der Uhrzeit, dem Sender und dem Titel der Sendung, evtl. ein Link zu einer Website.

Ein paar Stunden oder am Tag vor dem Termin (einstellbar) schickt Google mir eine Email. Dann entscheide ich, ob ich den Termin wahrnehme, ob es mir „danach ist“. Ist die TV-Sendung noch interessant für mich? Will ich bei dem kühlen Wetter Tennis spielen oder finde ich Ersatz?

Also: Bei Terminen kümmere ich mich nicht darum, welcher Wochentag es ist, ob es früh oder spät ist. Einzige Bedingung: das Tages-Kalenderkästchen muss leer sein. Denn 2 festgelegte Dinge am Tag sind zuviel.

*

Inspiriert von „High werden ohne Drogen: Ein Bewusstseinserweiterndes Handbuch“ von Frederick. E. Dodson – Wärmstens zu empfehlen!



Autor: Hannelore Vonier

Bloggerin mit dem leidenschaftlichen Drang, die destruktiven Kräfte in unserer Gesellschaft bekannt zu machen und Lösungen aufzuzeigen. Mehr über mich und diesen Blog.

15 Kommentare

  1. danke, das sind ein paar gute inspirationen zur entwicklung meiner lehre von der sinnvollen nutzung der zeit (‚momologie‘)

    steffinos letzter Blog-Beitrag…momologie

  2. danke, das sind ein paar gute inspirationen zur entwicklung meiner lehre von der sinnvollen nutzung der zeit (‚momologie‘)

    steffinos letzter Blog-Beitrag…momologie

  3. Sich nicht nach der Zeit zu richten muss man sich auch „verdienen“. Nämlich vor allem materiell. Ich kenne einige Leute die relativ zeitlos leben, aber auch massig Geld haben und andere Leute für sich die zeitabhängige Arbeit verrichten lassen. Auch Mitlebende, wie meine kleine Tochter zwingt mich zu gewisser Zeitgefühlsadaption, wenn sie sonntags um 7 meint: „Papa, Frühstück!“ So einfach ist`s dann doch nicht, da die Gesellschaft nach Zeiten geordnet ist. Dieses Geordnetsein ist natürlich für das System der Gewinnmaximierung optimal, da berechenbar und kalkulierbar. Die Gewinnmaximierung hat ohnehin gerade einen ordentlichen Arschtritt bekommen (zuerst natürlich am unteren Ende der Gehaltslisten), das wird aber spannend für die Zukunft.
    Was mich aber mehr beschäftigt ist warum dieses sture System der „Arbeitszeit“ auch in lehrenden Institutionen verwendet wird, wo doch Biorhythmus und verschiedenste Lerntypen keinesfalls mehr Geheimtipps der Pädagogik zählen. Trotzdem werden die Staatsgelder fast ausschließlich an „Regelschulen“ vergeben, wo doch einiges im Argen liegt. Das Zählen der Zeit ist nicht das Problem, sondern wie man damit umgeht.
    lg Matthias

  4. Sich nicht nach der Zeit zu richten muss man sich auch „verdienen“. Nämlich vor allem materiell. Ich kenne einige Leute die relativ zeitlos leben, aber auch massig Geld haben und andere Leute für sich die zeitabhängige Arbeit verrichten lassen. Auch Mitlebende, wie meine kleine Tochter zwingt mich zu gewisser Zeitgefühlsadaption, wenn sie sonntags um 7 meint: „Papa, Frühstück!“ So einfach ist`s dann doch nicht, da die Gesellschaft nach Zeiten geordnet ist. Dieses Geordnetsein ist natürlich für das System der Gewinnmaximierung optimal, da berechenbar und kalkulierbar. Die Gewinnmaximierung hat ohnehin gerade einen ordentlichen Arschtritt bekommen (zuerst natürlich am unteren Ende der Gehaltslisten), das wird aber spannend für die Zukunft.
    Was mich aber mehr beschäftigt ist warum dieses sture System der „Arbeitszeit“ auch in lehrenden Institutionen verwendet wird, wo doch Biorhythmus und verschiedenste Lerntypen keinesfalls mehr Geheimtipps der Pädagogik zählen. Trotzdem werden die Staatsgelder fast ausschließlich an „Regelschulen“ vergeben, wo doch einiges im Argen liegt. Das Zählen der Zeit ist nicht das Problem, sondern wie man damit umgeht.
    lg Matthias

  5. Das Wissen um die Zeit ist vermutlich „schon immer“ Herrschaftswissen gewesen – Der Jahresverlauf, Mondfinsternisse, der Lauf der Sterne. Wer so etwas vorhersagen und einschätzen konnte, hatte auch Macht.

    „Ohne Uhr gehts auch“ – es git den inneren Rhythmus und den Sonnenstand. Ohne Uhr geht es nicht, seit das Eisenbahnwesen existiert – wegen den Anschlüssen, ohne die das ganze Transportsystem nicht mehr funktionieren würde.

  6. Das Wissen um die Zeit ist vermutlich „schon immer“ Herrschaftswissen gewesen – Der Jahresverlauf, Mondfinsternisse, der Lauf der Sterne. Wer so etwas vorhersagen und einschätzen konnte, hatte auch Macht.

    „Ohne Uhr gehts auch“ – es git den inneren Rhythmus und den Sonnenstand. Ohne Uhr geht es nicht, seit das Eisenbahnwesen existiert – wegen den Anschlüssen, ohne die das ganze Transportsystem nicht mehr funktionieren würde.

  7. es gibt eine wunderbare Studie zum Thema Zeit und Kultur: Robert Levine Eine Landkarte der Zeit – Wie Kulturen mit der Zeit umgehen.

    Levine zeigt, wie wenig objektiv Zeit ist und wie sehr sie kulturell geprägt ist.
    Gibt viele Anregungen zum Nachdenken.

  8. es gibt eine wunderbare Studie zum Thema Zeit und Kultur: Robert Levine Eine Landkarte der Zeit – Wie Kulturen mit der Zeit umgehen.

    Levine zeigt, wie wenig objektiv Zeit ist und wie sehr sie kulturell geprägt ist.
    Gibt viele Anregungen zum Nachdenken.

  9. Während meines Soziologie-Studiums vor vielen Jahren hatten wir mal eine selbstorganisierte Studienwoche zum Thema Zeit. Wir, eine Gruppe Studierende, zogen dafür in ein super-kleines Bergdörfchen – man kann dort das ganze Dorf als ein einziges „Ferienhaus“ mieten, es hat Platz für ca. 25 Personen.

    Die einzige Regel, die wir hatten, war: Keine Uhren! Wir hatten viel Lektüre dabei, auch das weiter oben erwähnte Buch von Levine (das uns interessant, aber etwas oberflächlich erschien). Die Zeit die wir dort verbrachten, war wunderschön. Wir diskutierten, lasen, kochten, assen, schlafen, gingen wandern, lagen in der Sonne, sassen bis tief in die Nacht um das Lagerfeuer herum und sangen Lieder, spielten Spiele, lasen einander vor, schlugen Holz, … Das „Dorf“ ist gross genug, dass man einander nicht in die Quere kommt, wenn man nicht will. Aber es bietet auch viele Gemeinschaftsräume.

    Wie du auch vorschlägst, waren „Termine“ von der Art wie „einige von uns diskutieren heute nach dem Mittagessen Text A.“ (und manchmal machten wir dann doch etwas ganz anderes).

    Anfangs etwas schwierig fand ich das Aufstehen und Schlafengehen. Keine Uhr zu haben, die mir sagte, dass jetzt Zeit ist, warf mich auf das untrainierte Müdigkeitsgefühl zurück – und dieses stand in Konflikt mit dem Geniessen der Geselligkeit durchs noch-aufbleiben. Beim Aufstehen kein Blick auf die Uhr – habe ich jetzt meine 8 Stunden geschlafen, die ich brauche? Bin dann ein paar Mal „zu früh“ aufgestanden (weil ich nichts verpassen wollte, vielleicht?) und brauchte dafür tagsüber ein Schläfchen zum Energie tanken.

    Was du vorschlägst bzgl. Mahlzeiten ging bei uns in der Gruppe, effektiv wegen den Finanzen, nicht so gut. Nur mit einem Holzofen ausgestattet, wäre es auch etwas mühsam, Mahlzeiten „rasch zu wärmen“. Das gemeinsame Essen spart halt schon Geld. Bezüglich des Zeitpunktes (jetzt kochen wir – nein, lass uns erst später kochen) mussten wir halt jeweils einen Konsens finden.

    Einkaufen war auch so eine Sache. Der einzige Laden in der „Nähe“ ist, so sagt man (wir konnten es ja nicht messen), etwa 30-40 Minuten Fussmarsch weg von „unserem“ Dorf. Und da auch das Nachbardorf sehr klein ist, hat der Laden nur während 2-3 Stunden pro Tag geöffnet, manchmal vormittags, manchmal nachmittags. Um nicht zu riskieren, hungern zu müssen, ging der Einkaufstrupp halt lieber (gefühlsmässig) etwas zu früh los und war an diese extern gegebene Zeitstruktur gebunden (Nachmittags konnten wir die Zeit anhand des Sonnenstandes recht gut abschätzen. Vormittags war schwieriger, da für uns Unerfahrene ein klarer Referenzpunkt fehle). Auch wer abreiste, musste ins Nachbardorf laufen und dort den letzten Bus erwischen.

    Kaum waren wir auf dem Heimweg, hatte uns das „normale“ Zeitregime wieder. Weil wir per Zug reisten, war das ein ziemlich brutaler Wechsel. Da läuft von einem Moment zum nächsten gar nichts mehr nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen, sondern der Fahrplan regiert vollkommen…

    Alles in allem eine sehr bereichernde, schöne Erfahrung – würde ich jederzeit weiterempfehlen.

  10. Während meines Soziologie-Studiums vor vielen Jahren hatten wir mal eine selbstorganisierte Studienwoche zum Thema Zeit. Wir, eine Gruppe Studierende, zogen dafür in ein super-kleines Bergdörfchen – man kann dort das ganze Dorf als ein einziges „Ferienhaus“ mieten, es hat Platz für ca. 25 Personen.

    Die einzige Regel, die wir hatten, war: Keine Uhren! Wir hatten viel Lektüre dabei, auch das weiter oben erwähnte Buch von Levine (das uns interessant, aber etwas oberflächlich erschien). Die Zeit die wir dort verbrachten, war wunderschön. Wir diskutierten, lasen, kochten, assen, schlafen, gingen wandern, lagen in der Sonne, sassen bis tief in die Nacht um das Lagerfeuer herum und sangen Lieder, spielten Spiele, lasen einander vor, schlugen Holz, … Das „Dorf“ ist gross genug, dass man einander nicht in die Quere kommt, wenn man nicht will. Aber es bietet auch viele Gemeinschaftsräume.

    Wie du auch vorschlägst, waren „Termine“ von der Art wie „einige von uns diskutieren heute nach dem Mittagessen Text A.“ (und manchmal machten wir dann doch etwas ganz anderes).

    Anfangs etwas schwierig fand ich das Aufstehen und Schlafengehen. Keine Uhr zu haben, die mir sagte, dass jetzt Zeit ist, warf mich auf das untrainierte Müdigkeitsgefühl zurück – und dieses stand in Konflikt mit dem Geniessen der Geselligkeit durchs noch-aufbleiben. Beim Aufstehen kein Blick auf die Uhr – habe ich jetzt meine 8 Stunden geschlafen, die ich brauche? Bin dann ein paar Mal „zu früh“ aufgestanden (weil ich nichts verpassen wollte, vielleicht?) und brauchte dafür tagsüber ein Schläfchen zum Energie tanken.

    Was du vorschlägst bzgl. Mahlzeiten ging bei uns in der Gruppe, effektiv wegen den Finanzen, nicht so gut. Nur mit einem Holzofen ausgestattet, wäre es auch etwas mühsam, Mahlzeiten „rasch zu wärmen“. Das gemeinsame Essen spart halt schon Geld. Bezüglich des Zeitpunktes (jetzt kochen wir – nein, lass uns erst später kochen) mussten wir halt jeweils einen Konsens finden.

    Einkaufen war auch so eine Sache. Der einzige Laden in der „Nähe“ ist, so sagt man (wir konnten es ja nicht messen), etwa 30-40 Minuten Fussmarsch weg von „unserem“ Dorf. Und da auch das Nachbardorf sehr klein ist, hat der Laden nur während 2-3 Stunden pro Tag geöffnet, manchmal vormittags, manchmal nachmittags. Um nicht zu riskieren, hungern zu müssen, ging der Einkaufstrupp halt lieber (gefühlsmässig) etwas zu früh los und war an diese extern gegebene Zeitstruktur gebunden (Nachmittags konnten wir die Zeit anhand des Sonnenstandes recht gut abschätzen. Vormittags war schwieriger, da für uns Unerfahrene ein klarer Referenzpunkt fehle). Auch wer abreiste, musste ins Nachbardorf laufen und dort den letzten Bus erwischen.

    Kaum waren wir auf dem Heimweg, hatte uns das „normale“ Zeitregime wieder. Weil wir per Zug reisten, war das ein ziemlich brutaler Wechsel. Da läuft von einem Moment zum nächsten gar nichts mehr nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen, sondern der Fahrplan regiert vollkommen…

    Alles in allem eine sehr bereichernde, schöne Erfahrung – würde ich jederzeit weiterempfehlen.

  11. Als ausgeprägter Nachtmensch bin ich doppelt genervt vom hiesigen Zeitkonzept.
    Trage schon seit Jahren keine Uhr mehr, aber nur weil es in den Großstädten genügend Uhren überall gibt…
    Mit Kind und gebunden an Kindergartenöffnungszeiten habe ich leider wenig Chancen, mich von dem Zeitdiktat zu befreien.
    Das Essen nach Bedarf gelingt da schon etwas besser. Kinder essen auch ganz unterschiedlich viel, das ist ein gutes Vorbild.

  12. Als ausgeprägter Nachtmensch bin ich doppelt genervt vom hiesigen Zeitkonzept.
    Trage schon seit Jahren keine Uhr mehr, aber nur weil es in den Großstädten genügend Uhren überall gibt…
    Mit Kind und gebunden an Kindergartenöffnungszeiten habe ich leider wenig Chancen, mich von dem Zeitdiktat zu befreien.
    Das Essen nach Bedarf gelingt da schon etwas besser. Kinder essen auch ganz unterschiedlich viel, das ist ein gutes Vorbild.

  13. liebe hannelore,
    gestern habe ich anlässe gehabt über zeit und zeitnot nach zu denken. in sigmaringen begegnen mir immer mehr menschen, die wegen „nichts“ so sehr im stress sind, das sie agressiv werden, wenn sie mich sehen. besonders wenn es heiss ist und/oder schwül und ihre schlechten ernährungsgewohnheiten dazu führen, das sich ihr blut verdickt und sie keine ausscheidungs fördernden methoden anwenden (z. b. reibesitzbad nach Lois Kuhne), damit ihr „system“ gereinigt wird. die hektik wird erhöht und nicht verringert…..wenn es eng wird…..
    vor einigen wochen habe mit einer lehrerin (63), die kunst und psychologie unterrichtet, aus meinem garten über den zaun herüber kommuniziert. Sie musste in die Schule, sah mich und sagte „Sie können den ganzen tag im garten arbeiten…..und ich muss in die schule…..! Meine Antwort: “ Aber die Schule ist doch so etwas wie ein garten……!“ gab sie mir recht. letzte woche hat sie sich dann selbst mir gegenüber eine parzelle gepachtet. während sie fleissig umgegraben hat, haben wir uns über Loise Bourgois unterhalten….gestern hat sie nur ein paar minuten gehabt, um vor den prüfungen einige handgriffe in ihrem neuen garten zu tun. Ich war beschäftigt, drehte mich um, da war sie schon wieder verschwunden…….Die Fürst Wilhelm Eiche, die in der nähe unserer gärten steht, findest du bei google als teil (ein bild) eines artikels meiner frau bei suit101.
    klaus

  14. Gestern habe ich anlässe gehabt über zeit und zeitnot nach zu denken. in sigmaringen begegnen mir immer mehr menschen, die wegen „nichts“ so sehr im stress sind, das sie agressiv werden, wenn sie mich sehen. besonders wenn es heiss ist und/oder schwül und ihre schlechten ernährungsgewohnheiten dazu führen, das sich ihr blut verdickt und sie keine ausscheidungs fördernden methoden anwenden (z. b. reibesitzbad nach Lois Kuhne), damit ihr „system“ gereinigt wird. die hektik wird erhöht und nicht verringert…..wenn es eng wird…..vor einigen wochen habe mit einer lehrerin (63), die kunst und psychologie unterrichtet, aus meinem garten über den zaun herüber kommuniziert. Sie musste in die Schule, sah mich und sagte „Sie können den ganzen tag im garten arbeiten…..und ich muss in die schule…..! Meine Antwort: “ Aber die Schule ist doch so etwas wie ein garten……!“ gab sie mir recht. letzte woche hat sie sich dann selbst mir gegenüber eine parzelle gepachtet. während sie fleissig umgegraben hat, haben wir uns über Loise Bourgois unterhalten….gestern hat sie nur ein paar minuten gehabt, um vor den prüfungen einige handgriffe in ihrem neuen garten zu tun. Ich war beschäftigt, drehte mich um, da war sie schon wieder verschwunden…….Die Fürst Wilhelm Eiche, die in der nähe unserer gärten steht, findest du bei google als teil (ein bild) eines artikels meiner frau bei suit101.klaus

  15. liebe hannelore,
    gestern habe ich anlässe gehabt über zeit und zeitnot nach zu denken. in sigmaringen begegnen mir immer mehr menschen, die wegen „nichts“ so sehr im stress sind, das sie agressiv werden, wenn sie mich sehen. besonders wenn es heiss ist und/oder schwül und ihre schlechten ernährungsgewohnheiten dazu führen, das sich ihr blut verdickt und sie keine ausscheidungs fördernden methoden anwenden (z. b. reibesitzbad nach Lois Kuhne), damit ihr „system“ gereinigt wird. die hektik wird erhöht und nicht verringert…..wenn es eng wird…..
    vor einigen wochen habe mit einer lehrerin (63), die kunst und psychologie unterrichtet, aus meinem garten über den zaun herüber kommuniziert. Sie musste in die Schule, sah mich und sagte „Sie können den ganzen tag im garten arbeiten…..und ich muss in die schule…..! Meine Antwort: “ Aber die Schule ist doch so etwas wie ein garten……!“ gab sie mir recht. letzte woche hat sie sich dann selbst mir gegenüber eine parzelle gepachtet. während sie fleissig umgegraben hat, haben wir uns über Loise Bourgois unterhalten….gestern hat sie nur ein paar minuten gehabt, um vor den prüfungen einige handgriffe in ihrem neuen garten zu tun. Ich war beschäftigt, drehte mich um, da war sie schon wieder verschwunden…….Die Fürst Wilhelm Eiche, die in der nähe unserer gärten steht, findest du bei google als teil (ein bild) eines artikels meiner frau bei suit101.
    klaus