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Transformationsblog

Checkliste: 10 Punkte um den perfekten Kommentar zu hinterlassen

Den perfekten Kommentar schreiben

Zu Blogs gehört im Allgemeinen auch das Kommentar schreiben; die Interaktion zwischen Bloggern und Leser/innen macht ja gerade den Reiz aus. Aber auch kommentieren will gelernt sein!

Es kommt immer wieder vor, dass Leute ihre Kommentare gelöscht haben möchten, weil sie sich bewerben und nicht wollen, dass die zukünftige Chefin oder die Kollegen den Kommentar lesen. Vergessen wird dabei: Das Internet verliert nichts. Auch wenn ich den Kommentar lösche, so bleibt er doch woanders stehen. Z.B. im Internet-Archiv (archive.org), in RSS-Readern, auf Facebook und vielen mehr.

Damit man erst gar nicht in diese Situation kommt, schreibt man überall im Web so, dass man es nicht bereuen wird.

Vor dem Kommentieren: Nachdenken.

Checkliste:

  1. Ist es ein persönlicher, ein informativer oder ein professioneller Blog?
  2. Wie ist der Ton des Beitrags, welche Sprache wird verwendet (salopp oder formell, in der Du- oder Sie-Form)?
  3. Wie fühlst du dich nach dem Lesen: Bist du emotional aufgewühlt, nachdenklich, begeistert?
  4. Wenn du nicht einverstanden bist, wie sollte es sein? (Anstatt zu beschreiben, was alles falsch ist.)
  5. Wenn du einverstanden bist, was kannst du an Wert beitragen (ergänzen, verlinken)?
  6. Wie umfangreich wird deine Antwort ausfallen? Falls sie lang wird, wäre es besser einen eigenen Blogbeitrag zu schreiben und zu verlinken? (Trackback)
  7. Wenn du den Beitrag umfassend begutachtet und einer Einschätzung unterzogen hast, schreibe deinen präzisen, auf den Punkt gebrachten und gut durchdachten Kommentar.
  8. Spamme nicht, d.h. bleibe beim Thema.
  9. Falls dein Kommentar im besonderen Zusammenhang mit Texten auf deiner Website steht, verlinke dorthin.
  10. Verwende möglichst nicht mehr als 2 Links im Kommentar

Diese Liste hat mir auf englischen als auch auf deutschen Blogs positive Resonanz eingebracht und mir Zeit gespart. Die Autorität im Internet und besonders in den sozialen Netzwerken steigt. D.h. Man schenkt dir Gehör, dein Profil wird angesurft, und du wirst selbst mehr Besucher und Kommentare bekommen. Und bei einer Bewerbung wird deine Reputation im Internet dir helfen!

Wie gehst du beim Kommentar schreiben vor? Welchen Punkt findest du am wichtigsten?

*

Zum Weiterlesen: Was sind Tracksbacks? Die perfekte Erklärung.


Autor: Hannelore Vonier

Bloggerin mit dem leidenschaftlichen Drang, die destruktiven Kräfte in unserer Gesellschaft bekannt zu machen und Lösungen aufzuzeigen. Mehr über mich und diesen Blog.

12 Kommentare

  1. Pingback: Sabine Behrens

  2. Pingback: Sonia Oquendo

  3. Pingback: hamster

  4. Hallo,
    die Liste finde ich gut, obwohl ich bei meinem Blog nicht so strenge Kriterien anlege. Insbesonders bei Punkt 6 bin ich anderer Meinung. Manche der Kommentare auf meinem Blog sind ziemlich lang und das freut mich.
    Das hat auch damit zu tun, dass ich als Blogautor fast auf jeden Kommentar antworte. So ergeben sich zuweilen spannende Diskussionen, die manchmal schon den Charakter eines Forums bekommen. Und etwas Besseres, als dass sich Leser länger mit einem Beitrag beschäftigen, kann einem Blogautor ja kaum passieren.

    • Hallo Roland, du sprichst einen ganz wichtigen Punkt (Nr. 6) an, der vielleicht nicht für jeden Blog gleichermaßen zutrifft.
      Seinerzeit habe ich meinen Blogger-Blog in WordPress importiert, weil Blogger damals keine ordentliche Trackback-Funktion hatte.
      Ich schreibe hier oft zu Themen und Sichtweisen, die außerhalb unserer Erfahrung im patriarchalen Paradigma liegen (Kulturenvergleich). Nun kommen Leser, die davon nie etwas gehört haben und schreiben ellenlange Kommentare, die einfach falsch sind.
      Ich muss also entweder alle Details richtig stellen oder den Kommentar löschen.
      Bloggt jemand darüber anstatt zu kommentieren, habe ich die Möglichkeit, mit einem separaten Beitrag darauf einzugehen.
      Ich will nicht ‘Falsches’ oder eine Halbwahrheit einfach so stehen lassen.

      Wie gehst du damit um?

  5. Prima Checkliste! Der fehlende direkte persönliche Kontakt im Internet verleitet manche Menschen leider dazu, Dinge zu schreiben, die sie in einem persönlichen Gespräch so, in der Art niemals sagen würden.

    Daraus lässt sich eine Faustregel ableiten: Formuliere Kommentare oder andere Beiträge im Internet stets so, dass du sie auch jederzeit dem Empfänger persönlich sagen könntest.

    Christian Braun
    Unternehmer & Business Coach

  6. Pingback: Harald Weiss

  7. Ich finde die zehn Regeln recht hilfreich und auf den Punkt gebracht.
    Da bei aufregenden Themen mir früher auch schon mal die Pferde durchgegangen sind, schicke ich jetzt mitunter längere Kommentare nicht sofort ab und gehe sie etwas später noch einmal durch. Außerdem bemühe ich mich beim Kommentieren in dem jeweiligen Blog um einen angepassten oder sachlichen Ton. Eine gute Diskussion schätze ich auch.
    Stephanie Gogolin

    • Denke ich auch Stephanie, nur mit der guten Diskussion, die auch Roland anspricht, habe ich Probleme. Denn Diskussionen im Kommentar erlebe ich häufig als gar nicht so gut. Trolle, Bedenkenträger, Besserwisser verwässern gerne das Gespräch.

      Da stellt sich die Frage: Was unterscheidet ein Forum von der Kommentarfunktion?

  8. Ja Christian, sich bewusst sein, dass man im Internet nicht mit Computern kommuniziert, sondern mit Menschen.

  9. Ich geh einfach mal davon aus, dass das hier noch nicht abgeschlossen ist? 🙂
    Mir persönlich reicht es schon, wenn man halt nicht rein Spam Kommentare bekommt. Aber das dauert seine Zeit, bis man das richtige Umfeld gefunden hat.
    Meine eigenen Kommentare im Netz?
    Oh, da habe ich mich schon sehr oft in die Nesseln gesetzt. Und es schwirrt noch viel hier herum. .-9
    Aber da mache ich mir nicht solche Sorgen, immerhin erscheint immer genug Neues, was die alten Leichen an Menge überrennt und nicht auffindbar macht. By the way, würde mein Arbeitgeber nicht nach nismion suchen. Hat mein Synonym auch Schutzfunktion.
    Grüsse

  10. Wie ein Vorredner auch schon gesagt hatte, freut man sich als Blogger zu nächst mal über jedes Kommentar, welches nicht Spam aus China enthällt. Dies gilt natürlich erstmal nur für die ersten paar Monate (Wochen?), sobald man mehrere Hundert Kommentare pro Blogpost/Tag erhält, sieht dies natürlich anderes aus. Da freue ich mich SEHR über lange und heuristische Kommentare. Die ganze Trackback Geschichte ist zwar eine schöne Sache, aber mir persönlich zu “automatisiert” und unpersönlich. Bei WordPress wird dieser z. B. automatisch verschickt. Wenn ein Trackback rein kommt, freu mich natürlich über ein On-Topic-Backlink, aber NICHT über den Trackback an sich. Ich lese diesen Post dann i.d.R. durch und kommentiere selber, als Kommentar werte ich diesen Blogpost dann nicht mehr.

    Mich persönlich gehen auch Leute auf die Nerven, die nur “stimmt” als Kommentar zu anderen Kommentare schreiben (reply). Das kann man sich auch schenken, denke ich. Genau so wie die Leute, die einen belanglosen Kommentar hinterlassen, aber mit ihrer URL und “Namen” wie “Free Webhosting”. Ich weiß, dass dies meist auch Spambots sind, aber zum Teil sind es auch “echte” Kommentare.

    Dies kurz zusammengefasst:
    Heuristische Beiträge: OK
    “Pushing”, Spam, etc.: NEIN, DANKE