Ehe: eine Gemeinschaft, bestehend aus einem Herrn, einer Herrin und zwei Sklaven, insgesamt zwei Personen.
Dieses Zitat von Ambrose Bierce hat mir vor Augen geführt, wie Herrschaft auf allen Ebenen stattfinden muss, weil Herrschaft zu den Grundelementen unserer patriarchalen Gesellschaft gehört. Wir sind von klein auf damit vertraut, sind nicht überrascht, sie überall anzutreffen, ja nehmen Herrschaft an sich gar nicht als solche wahr.
Natürlich findet der Kampf um Dominanz – das ist ja Herrschaft – auch in der Ehe statt. So wie in jeder sozialen Gruppe außerhalb von Konsensgesellschaften. Manchmal ist der “Herrscher” von vorne herein definiert, der Lehrer in der Schule, der Befehlshaber beim Militär, der König, Präsident oder Kanzler im Staat, oder ganz oben Gottvater.
Für die Ehe ist eigentlich der Ehemann/Vater als Dominanzperson vorgesehen, unser Erbe von Römern (siehe pater familias).
Mittlerweile findet ein Wandel statt. Die aktuellen Scheidungszahlen weisen daraufhin, dass es weniger Herren/Herrinnen, dafür mehr Sklaven und Sklavinnen in der Ehe gibt, die beginnen ihre Ketten zu sprengen. Ihre Kinder werden sie erst gar nicht mehr freiwillig anlegen.
Foto: Über Military Marriages (engl.)
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