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	<title>Kommentare zu: Als unsere Urteilskraft das Klo runter ging</title>
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	<description>Gesellschaft im Wandel: Vom Patriarchat zu Web 2.0</description>
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		<title>Von: Undine</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/als-unsere-urteilskraft-das-klo-runter-ging/comment-page-1/#comment-2728</link>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 11:21:37 +0000</pubDate>
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		<description>Moinsen!
Wie bitte schön, ich brauche da Nachhilfe, beurteilt man überhaupt etwas als &#039;gut&#039; oder &#039;schlecht&#039;?

Wenn ich einem eine runterhaue, ist das schlecht? Aber wenn doch da ein Krabbeltier auf seiner Wange sass, und ich wollte es breitschlagen ... war es nun schlecht, das Krabbeltier breitschlagen zu wollen, war es schlecht, dass ich vergass vorher meinen Mitmenschen unter dem breitzuschlagenden Krabbeltier zu entfernen, war es schlecht, das ... ich sehe da nicht durch.

Wenn ich esse, ist es gut für mich. Aber schlecht für die Pflanze. Jedenfalls würde ich es schlecht finden, gegegesesn zu werden. Also wäre es doch auch für die Pflanze schlecht, gegessen zu werden, oder? Oder wie?

Oder esse ich, um zu leben? Mache ich mir gar keinen Kopf dabei, ob das jetzt &#039;gut&#039; oder &#039;schlecht&#039; für mich ist? Meistens schon. Ich esse, wenn ich es schaffe, nur und genau aus dem Grund, weil ich gerade Hunger habe und Appetit. Manche sagen, das ist gut. Demnach wäre es schlecht, ohne Hunger und ohne Appetit zu essen.

Kommen wir also zum Kern der Sache: gut ist, wenn ich eine Sache so tue, wie sie getan werden muss (also essen um den Hunger zu stillen), schlecht ist, wenn ich eine Sache so tue, wie sie nicht getan werden muss (also essen aus Frust). Aha. Soweit, so gut. Aber wer, bitte schön, ist denn nun diese geheimnisvolle Instanz, die besagt und verbindlich festlegt, wie etwas zu geschehen hat? Und warum hat diese Instanz immer nur uns im Blick? Für alle, die gut und schlecht nicht mehr missen möchten in ihrem Leben, wäre es wert, einmal darüber nachzudenken. Ob es gut oder schlecht für sie wäre, ist eine Frage ihres Standpunkts. Wert wäre es das auf jeden Fall.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Moinsen!<br />
Wie bitte schön, ich brauche da Nachhilfe, beurteilt man überhaupt etwas als &#8216;gut&#8217; oder &#8217;schlecht&#8217;?</p>
<p>Wenn ich einem eine runterhaue, ist das schlecht? Aber wenn doch da ein Krabbeltier auf seiner Wange sass, und ich wollte es breitschlagen &#8230; war es nun schlecht, das Krabbeltier breitschlagen zu wollen, war es schlecht, dass ich vergass vorher meinen Mitmenschen unter dem breitzuschlagenden Krabbeltier zu entfernen, war es schlecht, das &#8230; ich sehe da nicht durch.</p>
<p>Wenn ich esse, ist es gut für mich. Aber schlecht für die Pflanze. Jedenfalls würde ich es schlecht finden, gegegesesn zu werden. Also wäre es doch auch für die Pflanze schlecht, gegessen zu werden, oder? Oder wie?</p>
<p>Oder esse ich, um zu leben? Mache ich mir gar keinen Kopf dabei, ob das jetzt &#8216;gut&#8217; oder &#8217;schlecht&#8217; für mich ist? Meistens schon. Ich esse, wenn ich es schaffe, nur und genau aus dem Grund, weil ich gerade Hunger habe und Appetit. Manche sagen, das ist gut. Demnach wäre es schlecht, ohne Hunger und ohne Appetit zu essen.</p>
<p>Kommen wir also zum Kern der Sache: gut ist, wenn ich eine Sache so tue, wie sie getan werden muss (also essen um den Hunger zu stillen), schlecht ist, wenn ich eine Sache so tue, wie sie nicht getan werden muss (also essen aus Frust). Aha. Soweit, so gut. Aber wer, bitte schön, ist denn nun diese geheimnisvolle Instanz, die besagt und verbindlich festlegt, wie etwas zu geschehen hat? Und warum hat diese Instanz immer nur uns im Blick? Für alle, die gut und schlecht nicht mehr missen möchten in ihrem Leben, wäre es wert, einmal darüber nachzudenken. Ob es gut oder schlecht für sie wäre, ist eine Frage ihres Standpunkts. Wert wäre es das auf jeden Fall.</p>
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	<item>
		<title>Von: dianne</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/als-unsere-urteilskraft-das-klo-runter-ging/comment-page-1/#comment-2687</link>
		<dc:creator>dianne</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 18:08:54 +0000</pubDate>
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		<description>@tyu: &quot;iese Gesinnung oder Haltung einer Sache gegenüber kann jede einzelne Person gefühlsmäßig für sich selbst auf “Stimmigkeit” abklopfen. Die Frage: “Fühlt sich das &lt;em&gt;richtig&lt;/em&gt; für mich an, was ich da erkannt habe?” ist hier angebracht. Mit &lt;em&gt;‘gut’&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;’schlecht’&lt;/em&gt; hat das nichts zu tun.&quot; - der Unterschied ist, ob die Bewertung selbst- oder fremdbestimmt geschieht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@tyu: &quot;iese Gesinnung oder Haltung einer Sache gegenüber kann jede einzelne Person gefühlsmäßig für sich selbst auf “Stimmigkeit” abklopfen. Die Frage: “Fühlt sich das <em>richtig</em> für mich an, was ich da erkannt habe?” ist hier angebracht. Mit <em>‘gut’</em> oder <em>’schlecht’</em> hat das nichts zu tun.&quot; &#8211; der Unterschied ist, ob die Bewertung selbst- oder fremdbestimmt geschieht.</p>
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		<title>Von: Tyulender</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/als-unsere-urteilskraft-das-klo-runter-ging/comment-page-1/#comment-2673</link>
		<dc:creator>Tyulender</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 19:46:58 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Hannelore,

ein sehr interessanter und aufschlussreicher Gedankengang!

Nur mit dem &quot;Gut&quot; und &quot;Schlecht&quot;, &quot;Richtig&quot; und &quot;Falsch&quot; ist das so eine Sache: Meiner Meinung nach sind sie in einer gewissen Weise schon angebracht, da sie sich häufig auf das beziehen, was den meisten Menschen primär nützt oder schadet. Ich will an dem Beispiel von Matriarchat/Patriarchat anknüpfen: Den meisten Menschen schadet das Patriarchat, allein schon aus den Gründen, die du in deinen Blog-Themen vorstellst (darum will ich sie hier nicht wiederholen). Daher kann man hier meines Erachtens schon Tendenzen erkennen, die in Richtung &quot;Falsch&quot; oder &quot;Schlecht&quot; gehen. Denn was ist an einem System &quot;Gut&quot; oder &quot;Richtig&quot;, das den meisten Menschen massiv schadet, sie traumatisiert oder von Kindesbeinen an vergewaltigt? Unter solchen Gesichtspunkten ist das nicht ausschließlich eine subjektive Bewertungssache! Man kann das nun in umgekehrter Richtung für das Matriarchat sagen: Was ist &quot;schlecht&quot; daran, wo doch Menschen einander helfen, wo Liebe vorgelebt und praktiziert wird, wo eine friedliche und harmonische Beziehung zwischen den Geschlechtern und Generationen besteht? Auch da kann man, anhand der Tendenzen, sagen, dass es &quot;Gut&quot; für alle (oder zumindest den meisten) Menschen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Hannelore,</p>
<p>ein sehr interessanter und aufschlussreicher Gedankengang!</p>
<p>Nur mit dem &quot;Gut&quot; und &quot;Schlecht&quot;, &quot;Richtig&quot; und &quot;Falsch&quot; ist das so eine Sache: Meiner Meinung nach sind sie in einer gewissen Weise schon angebracht, da sie sich häufig auf das beziehen, was den meisten Menschen primär nützt oder schadet. Ich will an dem Beispiel von Matriarchat/Patriarchat anknüpfen: Den meisten Menschen schadet das Patriarchat, allein schon aus den Gründen, die du in deinen Blog-Themen vorstellst (darum will ich sie hier nicht wiederholen). Daher kann man hier meines Erachtens schon Tendenzen erkennen, die in Richtung &quot;Falsch&quot; oder &quot;Schlecht&quot; gehen. Denn was ist an einem System &quot;Gut&quot; oder &quot;Richtig&quot;, das den meisten Menschen massiv schadet, sie traumatisiert oder von Kindesbeinen an vergewaltigt? Unter solchen Gesichtspunkten ist das nicht ausschließlich eine subjektive Bewertungssache! Man kann das nun in umgekehrter Richtung für das Matriarchat sagen: Was ist &quot;schlecht&quot; daran, wo doch Menschen einander helfen, wo Liebe vorgelebt und praktiziert wird, wo eine friedliche und harmonische Beziehung zwischen den Geschlechtern und Generationen besteht? Auch da kann man, anhand der Tendenzen, sagen, dass es &quot;Gut&quot; für alle (oder zumindest den meisten) Menschen ist.</p>
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		<title>Von: Marion</title>
		<link>http://rette-sich-wer-kann.com/zusammenleben/patriarchat/als-unsere-urteilskraft-das-klo-runter-ging/comment-page-1/#comment-2669</link>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 14:27:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rette-sich-wer-kann.com/gewalt-zwang/als-unsere-urteilskraft-das-klo-runter-ging/#comment-2669</guid>
		<description>Da hast du mal sowas von Recht!!!!
Meine Tochter, jetzt 16 wurde nie dazu gezwungen aufs &quot;Potti&quot; zu gehen, obwohl ich diverse geschenkt bekam..
Mit dem Ergebnis: mit auf den Tag genau 2,5 Jahren sagte sie &quot;ich geh jetzt aufs Klo&quot; aufs große. Sie hat von dem Tag an nie wieder eine Windel gebraucht.
Ich habe während der ganzen &quot;Erziehung &quot; darauf geachtet Gut und Böse etc nicht zu benutzen, wir leben jetzt zusammen in einer Art mini-Matriarchat..Pubertätskrisen jeder Art gab es nicht.
Gruß Marion</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da hast du mal sowas von Recht!!!!<br />
Meine Tochter, jetzt 16 wurde nie dazu gezwungen aufs &quot;Potti&quot; zu gehen, obwohl ich diverse geschenkt bekam..<br />
Mit dem Ergebnis: mit auf den Tag genau 2,5 Jahren sagte sie &quot;ich geh jetzt aufs Klo&quot; aufs große. Sie hat von dem Tag an nie wieder eine Windel gebraucht.<br />
Ich habe während der ganzen &quot;Erziehung &quot; darauf geachtet Gut und Böse etc nicht zu benutzen, wir leben jetzt zusammen in einer Art mini-Matriarchat..Pubertätskrisen jeder Art gab es nicht.<br />
Gruß Marion</p>
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