Wer sich mit patriarchalen Sozialstrukturen beschäftigt, kennt die Doppelmoral dieses Gesellschaftssystems. Heute bin ich auf zwei Statistiken gestoßen, die diese Haltung bestätigen:
Deutsche verlangen Anpassung. Wird die Frage etwas anders gestellt, und der Fokus verändert, enthüllen uns die Zahlen den Widerspruch, der in allen unseren traditionellen Werten drin steckt:
Die Forderung nach Anpassung verträgt sich nicht mit den Werten der zweiten Statistik auf Platz 3 (Gerechtigkeit), 4 (Respekt vor anderen) und 5 (Freiheit), insbesondere nicht mit “Respekt vor anderen”. Um die Freiheit der anderen kann es sich auch nicht handeln. Denn die sollen sich laut Statistik 1 anpassen.
Doppelmoral – die anderen sind ‘ungleicher’
Das patriarchale “Gleichheitsprinzip“, das als gerecht angesehen wird, beinhaltet automatisch Ungleichheit. Denn der gesunde Menschenverstand weiß, es gibt keine zwei gleichen Menschen.
Mit Ehrlichkeit (1. Platz) hat das Ganze nichts mehr zu tun. Oder wird Ehrlichkeit auch nur von “den Anderen” gefordert?
Vielleicht müsste die Fragestellung präziser lauten “Welches sind die wichtigsten Werte, die andere Ihnen entgegenbringen sollen?”
Nun, über die Aussagekraft von Statistiken lässt sich streiten. Was wir aber erkennen können ist, dass hier widersprüchliche kollektive Glaubenssätze am Werk sind, unbewusste, die in uns allen mehr oder weniger ihr Unwesen treiben.
Fragen wir doch mal hier:
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