Rette sich, wer kann!

Transformationsblog

Am Anfang war die kommandierende Mutter

Die Mutter zum Schulkind: „Geh jetzt ins Bett!“
Zum Teenager: „Hör jetzt auf zu telefonieren!“
Der Lehrer: „Nehmt eure Hefte heraus!“
Die Werbung: „Kaufen Sie die neue Blend-a-Med!“
Der Chef: „Kommen Sie zum Diktat!“
Der Ehemann: „Mach‘ deine Beine breit!“
Der Irgendwer: „Auf die Plätze, fertig, los …!“

Fremdbestimmt fürs Leben.
Und es begann alles so harmlos mit „Geh jetzt ins Bett“.
Denn morgen ist Schule. Sonst bist du nicht ausgeschlafen. Es ist schon spät.

Vorwände für Befehle.
Denn das Patriarchat will überleben. Und das besteht nun mal aus Befehlen.

„Geh jetzt ins Bett.“
Harmlos?


Autor: Hannelore Vonier

Bloggerin mit dem leidenschaftlichen Drang, die destruktiven Kräfte in unserer Gesellschaft bekannt zu machen und Lösungen aufzuzeigen. Mehr über mich und diesen Blog.

6 Kommentare

  1. Wenn man sich den nackten Satz mit der aktuellen Erziehung ansieht, ist er harmlos.

    Denkt man aber weiter und hinterfragt die Erziehung … mir wird gerade ein wenig schlecht.

    (Ich glaube ich werde bei der nächsten Anweisung doch mal genauer hinhören).

    lllg

  2. Eins der größten Probleme in unserer Gesellschaft ist, dass alles, was die Menschen letztendlich krank macht, so nahtlos ineinander greift.

    Wenn man einzelne Elemente (wie zB die Schule) getrennt betrachtet, und sich vorstellt, was wäre, wenn sie nicht da wären, kann das zu tollen Aha-Effekten führen.

    Wie würde sich der Alltag abspielen, wenn es keine Schule(~pflicht) gäbe? Homeschooling ist ein heißes Thema, aber Ganztagsschule auch.

    Allerdings ist bezeichnend, dass die PolitikerInnen Ganztagsschulen und Schulreformen diskutieren, Homeschooling aber nicht. Warum wohl?

  3. interessante gedanken zum thema „erziehung“ fand ich unter http://www.amication.de

    gruß, dianne

  4. Danke Dianne für den Hinweis, bei den Bookmarks (Links) von matriarchat.info könnt ihr weitere Seiten zum Thema finden.

    Ein kleines Schmankerl von der amication.de-Seite:

    Wasch die Hände!

    »Papa, seit wann gibt es Menschen?« »Wir waschen erst die Hände, klar?« »Papa, bitte!« »Die Ursprünge seit 7 Millionen Jahren, den Homo sapiens seit rund 200.000 Jahren. Und jetzt nimm die Seife!« »Seit wann gibt es Seife?« »Schon im alten China vor dreitausend Jahren. Aber so richtig zum Einsatz erst seit etwa 100 Jahren.« »Seit wann gibt es so viele Erkältungen und schwache Immunsysteme?« »Seit etwa 100 Jahren.« »Und?« »Und was? Mach den Kran auf!« »Siehst Du da keinen Zusammenhang, Papa?« »Wieso?« »Also: meinst Du, die Menschen hätten so lange überlebt und sich entwickelt, wenn Seife wichtig gewesen wäre?« »Was willst Du damit sagen?« »Da gibt es doch einen Zusammenhang von Immunschwäche und Seife!« »Waas?« »Schau mal Papa: die Menschen haben Hunderttausende und Millionen Jahre ihre Nahrung mit ungewaschenen Händen gegessen, mit Dreck unter den Fingernägeln. Sie haben damit auch die Krankheitskeime ihrer Umwelt aufgenommen. Und das war auch gut so. Denn das hat ihr Immunsystem gestärkt, und es gab keine Erkältungen. Sondern Überleben. Dreckige Hände sind wichtig fürs Gesundsein. Dreckige Hände sind ein Symbol für Vitalität und zielführende gesunderhaltende Hygiene. Willst Du wirklich, dass ich mir die Hände wasche? Willst Du mich krank machen? Willst Du nicht! Also, ich geh jetzt spielen.«

  5. Patriarchales Behabe ist also nicht allein von Männern hervorgebracht und vielleicht nur eine Reaktion von unterdrückten kleinen Jungs bzw. von unterdrückten Männern in matriarchalen Gesellschaften. Matriarchat heißt ja HERRSCHAFT der Frauen…Also, vielleicht ist auch das Matriarchat ein überholtes Gesellschaftsmodell, zumindest finde ich die Bezeichnung für das neue gesellschaftliche Paradigma mehr als unpassend!!!

    Anmerkung von HV: Johanna, Matriarchat bedeutet nicht Frauenherrschaft, das glaubte man im 19. Jh. Melde dich doch für den kostenlosen E-Kurs an, darin wird das erklärt, damit wir alle vom Gleichen sprechen.

  6. Einfach toll… vielen dank für dieses Beispiel… genau das widerstrebt mir so… es ist aber unglaublich, wie schwer es am Anfang ist – aus dieser Welt auszubrechen…
    Aber es gelingt mir immer besser… das freut mich und macht mich auch etwas stolz…

    Alles Liebe,
    Gianna

    Giannas letzter Blog-Beitrag…Der amicative Realismus