Dossier Ureinwohner

Ureinwohner

Indigene Gesellschaften, Naturvölker, Konsensgesellschaften

Ureinwohner

Ureinwohner, Buschleute

 Begriffe, die synonym für „Ureinwohner“ gebraucht werden:

indigen

In internationalen politischen Kontexten ist „Indigene Völker“ die übliche Sammelbezeichnung für Ureinwohnervölker aller Kontinente, während im nationalen Rahmen oft andere Sammelbegriffe verwendet werden (z. B. Aborigines, Native Americans, First Nations, Adivasi).

Nahezu alle Wildnisregionen der Erde sind die Heimat indigener Völker, die sich dort seit der Erstbesiedlung an die speziellen Umweltbedingungen angepasst haben.

autochthon

Von gr. autós = selbst und chthōn = Erde, also etwa „bodenständig“, „eingeboren“, „einheimisch“ oder „ureingesessen“.

Indigene Völker oder autochthone Völker sind nach einer international gebräuchlichen Definition marginalisierte Bevölkerungsgruppen, die Nachkommen einer Bevölkerung vor Eroberung, Kolonisation oder der Gründung eines Staates oder einer Region sind, die sich selbst als eigenständiges Volk verstehen und ihre eigenen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Institutionen beibehalten.


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Ein alter Indianerhäuptling sitzt vor seinem Zelt und raucht seine Pfeife. Zwei Regierungsbeamte kommen ihn besuchen und fragen „großer Häuptling, seit vielen Jahren beobachtest du die Menschen und den weißen Mann. Du hast alle Entwicklungen gesehen, die guten und die schlechten Seiten. Wo hat der weiße Mann deiner Meinung nach Fehler gemacht?“

Der Häuptling lehnt sich zurück, denkt nach, nimmt einen tiefen Zug aus der Pfeife und sagt „Vor vielen Jahren haben die Indianer dieses Land beherrscht. Es gab keine Steuern, keine Schulden, keine Kriminalität, viele Büffel, viele Fische, die Frauen haben die ganze Arbeit gemacht, die Männer gingen den ganzen Tag zum Fischen und auf die Jagd und hatten die ganze Nacht Sex.

Und dann kam der weiße Mann und wollte das System verbessern.“


Dies ist eine humorvolle Geschichte aus weißer Sicht, die einen unvollständigen Eindruck gibt, obwohl die Details nicht wirklich falsch sind.

Die Frauen machen tatsächlich einen Großteil der Arbeit, aber damit ist nicht Lohnarbeit gemeint, sondern Frauenarbeit: Sie nähren und ernähren die Gemeinschaft, spenden Leben und Fülle im weitesten Sinn.

Siehe dazu:

Indigene Frauen sind auch Händlerinnen (anstatt Hausfrauen):

Damit es zu Liebesbegegnungen und Sex kommt, richten die Frauen Feste aus, die auch einen sozialen Hintergrund haben und der ausgleichenden Ökonomie dienen:

„Und dann kam der weiße Mann und wollte das System verbessern.“ – Eines ist sicher: „Der weiße Mann“, also der weiße Eroberer, wollte noch nie etwas verbessern! Das ist nicht die Intention. Sondern das unverarbeitete Urtrauma entfaltet hier seine Wirkung. Es lässt uns patriarchale Männer und Frauen neurotisch handeln, basierend auf jener  Traumatisierung, die vor Jahrtausenden stattgefunden hat.

Siehe dazu „Die Entstehung des Patriarchats„.

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